Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ekstase und Glückseligkeit. Noch einen Schritt weiter weg vom Stoner Rock., 22. September 2009
Ein wenig aufgeregt war ich dann doch, als ich die CD in meinen Player schob,
denn viele Vorabrezensionen auf Internet-Blogs oder in The Wire liessen ja eigentlich
nichts Gutes erwarten. Von einer Produktion, die wie durch eine Glasscheibe aufgenommen
klingt, schrieb The Wire und prompt beschwerten sich alle Blogs über Steve Albini.
Doch wenn man die CD hört und man wird sie mit Sicherheit mehr als einmal hören,
fällt gerade das unglaublich differenzierte Klangbild auf, das beinahe räumlich ist.
Natürlich geht das Klangbild weiter Richtung Entkörperlichung, es sind also nicht
mehr die Bassdrone Exzesse der ersten Scheibe zu vernehmen, dafür liegt von Anfang
an (THEBES), ein seltsames Dröhnen unterhalb der klanglichen Vorgänge.
Die CD beginnt mit einem klassischen 19-Minuten-OM Stück à la "At Giza" oder "On the Mountain
at Dawn", das Klangbild wird hier und da mit einer Violine runder gemacht, ansonsten
muss man den subtilen Atem dieser Musik in aller Ruhe hören, am besten nachts. Alles beginnt mit den
Schwingungen einer Sitar, dann hebt das unglaublich langsame Bassriff von Cisneros an.
Das zweite Stück, das nur 6:51 Minuten lang ist "Meditation is the Practice of Death" bringt
auch klassischen Om-Sound, nur hier ist der Drumstyle grooviger und damit weiter entfernt
von dem von Chris Hakius. Eine leicht jazzige Flöte öffnet die Instrumentierung
in neue Höhen noch weiter entfernt vom Stoner-Rock der vorherigen Scheiben.
Die letzten beiden Instrumental-Tracks sind keineswegs zu kurz, sondern verleihen, der
Musik ihren entkörperlichten Ausdruck. Und so etwas wie Ekstase und Glückseligkeit
findet ihren vollendeten Ausdruck. Sie sind wohl aus das Ungewöhnlichste dieser
CD.
Fazit: Eine CD, die alle Stärken der letzten Platten zu einem behutsam erweiterten Stil
zusammen führt. Mehr Klangfarben, aber nicht weniger Bass oder Psychedelia... Hier geht
eine Band konsequent ihren Weg, hoffentlich ihren nächsten 7 Alben entgegen. Bisher
das grösste was OM aufgenommen haben. Wer aber "Pilgrimage" schon nicht mochte,
sollte wohl einen Bogen machen. Die Anderen sollte die klangliche Weite bewundern.
5 Sterne.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
God is good - Om is better, 28. September 2009
Ähnlich nervös wie mein Vorrezensent erwartete auch ich das neue Om Album.
Unmöglich erschien es mir ein weiteres Album rauszubringen dass mindestens gleich gut sein solle wie die anderen.
Denn wieviele Möglichkeiten hat exzessiver Minimalismus?? und vor allem ohne Hakius
Nicht viele, dachte ich bis ich "God is good" hörte. Dieses Album grenzt nicht an Perfektion - es verlässt diese bereits wieder. Es schafft das unmögliche, nämlich "Conference of the Birds" zu toppen.
Es klingt 100% nach Om , es ist minimalistisch (auch wenn diesmal zusäzlich andere Instrumente im Mindestbeschäftigungsausmass eingestellt wurden), es doomt, es dronet, es groovet. Es ist der Hammer.
Wenn man Om immer schon mochte bzw. liebte, kann es fast nicht sein, dieses Album nicht zu mögen.
Die einzelnen Songs sind von H. Gebauer bereits beschrieben worden, kann dem nur zustimmen.
..besonders Song 3 und 4 zeigen Om im Kreativwahn.
Doom Metal Liebhaber die zB: Pentagramm, Cathedral, Wall of Sleep u.ä bevorzugen sollten jedoch nicht blind zugreifen, aber ich glaube dass auch einige davon nach 3 bis 4 maligen anhören überzeugt sind. Denn Doom ist nicht gleich Doom (:))
Meine allergrösste Sorge hat sich gottseidank nicht bewahrheitet, nämlich dass der Wechsel an den Drums nichts gutes heissen wird. (aber mit Emil Amos von den wunderbaren Grails kann man ja nichts falsch machen)
Hier sind zwei grossartige!! Musiker am Werk, die um ihre eigene Galaxie rotieren.
Bis dato bestes OM Album
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Meditation time ..., 17. November 2009
Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Größe, ja Monumentales in der reduzierten Musik von Om steckt. Was Cisneros/Hakius auf Pilgrimage schon eindrucksvoll begannen, setzen Cisneros/Amos nun auf God is good noch konsequenter und - so finde ich jedenfalls - noch eindrucksvoller fort, nämlich das Wechselspiel zwischen scheinbar anheimelnder Nähe und körperlich fühlbarer Distanziertheit.
Es gibt wie immer nur Schlagzeug und Bass sowie Al Cisneros hypnotischen Gesang. Unterbrochen wird dieser streckenweise kathartisch anmutende Sound selten, dafür wirken diese Einschübe um so beeindruckender - wie bei Meditation is the Practice of Death wenn die Flöte ins Spiel kommt, eine Stelle, die man jedes Mal herbeisehnt, so schön klingt dieses Zusammenspiel.
God is good präsentiert sich psychedelisch, ja geradezu esoterisch, ohne je ins Diffuse oder Verschrobene abzudriften, dafür sorgt allein schon Emil Amons erdiges, dynamisches Drumming. Om zelebrieren Musik die scheinbar schwebt und doch mit beiden Beinen fest auf der Erde steht. Die Stoner-Rock-Tage sind vorerst definitiv Geschichte.
Fazit: Wer Pilgrimage liebt wird God is good vergöttern...
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