Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Summe der Einzelteile, 21. Juni 2009
"The Broken" des britischen Regisseurs Sean Ellis war für mich eine der großen Überraschungen der letzten Zeit. Er ist ein angenehmer Kontrast zum Mainstream-Kino: Hier geht es definitiv nicht um Tempo, Action und die weiteren üblichen Zutaten. Langsam zieht der Film seine Betrachter in ein Verwirrspiel hinein, legt überall kleinste Hinweise aus und verweigert zum Schluss sogar eine plakative Erklärung - doch auch hier bleibt der Film seinem Titel treu, denn all die kleinen Bruchstücken kann man zu einem Ganzen zusammenfügen. "The Broken" ist also Kino zum mitmachen - ein feine Sache wie ich finde.
Herausragend sind die Kameraarbeit von Angus Hudson, der Schnitt von Scott Thomas, die Music von Guy Farley sowie das Sounddesign von Nigel Mills - alles greift perfekt ineinander, erzeugt eine stetig steigernde Spannung und zeigt Filmhandwerk auf höchsten Niveau. Der Film verzichtet weitgehend auf Schockmomente sondern bezieht seine unheimliche Atmosphäre aus seinen subtilen Details: ein Seitenblick, Kamerabilder, die zum eigentlichen Verlauf der Szene so gar nicht passen wollen, Rückblenden auf Erinnerungs-Bruchstücke der Hauptdarstellerin (Lena Headey, die mir hier sehr viel besser gefiel als in den "Sarah Connor Chronicles").
Mein Fazit: Ein überaus sehenswerter Mystery-Thriller - - - absolut zu empfehlen!
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14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spannende Genrearbeit...., 2. Juli 2009
"The Broken" von Sean Ellis spielt im London von Heute und ist eine Mischung aus Verschwörungsthriller und Sci-Fi/Horror.
Die junge Radiologin Gina (Lena Hedley lebt hier in ein zufriedenes und geregeltes Leben, hat einen guten Job und einen attraktiven Freund, den Architekten Stefan (Melville Pepaud). Auch ihr Bruder mit seiner Freundin wohnt in der britischen Metropole und gemeinsam mit dem Vater (Richard Jenkins) feiert die Familie dessen Geburtstag.
Dabei geht ein Spiegel an der Wand zu Bruch. Ob Scherbem Glück oder aber speziell Spiegelscherben 7 Jahre Unglück bringt, wie der Aberglaube sagt ? Tags darauf hat die Ärztin allerdings eine eigenartige Begegnung, denn sie meint von einer Telefonzelle aus, in einem vorbeifahrenden Auto, eine Art Doppelgängerin zu sehen. Jedenfalls ist sie von so viel Ähnlichkeit derart überrascht bis schockiert, dass sie versucht dem Auto und der Frau zu folgen....bis in ein Appartment.
Sie wacht erst wieder im Krankenhaus auf, weil sie einen Autounfall hatte und kann sich nur noch an Fragmente erinnern.
Posttraumatische Störungen stellen sich dann auch noch ein, sie erlebt gravierende Gefühlsirritationen und ihr Freund kommt ihr plötzlich fremd vor...
Sean Ellis hat einen sehr kurzweiligen Genrefilm gemacht, der wie im Flug vergeht. Die 88 Minuten wirken wie eine gefühlte "knappe Stunde".
Grusel und Suspence bezieht der Film vor allem durch die Hauptfigur, die plötzlich ihre Umgebung paranoid empfindet und wahrnimmt.
Dabei verzichtet der Film weitestgehend auf vordergründige Effekte, sondern setzt auf den Alptraum, der sich vor allem in Spiegeln äussert oder wenn man in der Badewanne sitzt und alles still und ruhig scheint...
Basierend auf der Edgar Allen Poe-Geschichte William Wilson, breitet Regisseur und Drehbuchautor Ellis eine bedrohliche Atmosphäre in einem düster wirkenden London und seiner Appartments aus.
Sicherlich hat er dabei die "Body Snatchers" Filme im Sinn gehabt, schafft es aber eine eigenständige, innovative Variante zu erzeugen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Für Sechzehnjährige nicht zu empfehlen, 8. Juni 2009
"The Broken" ist mehr oder minder eine stille Verneigung vor Philip Kaufmans "Invasion der Körperfresser"... wenn nicht das, dann zumindest eine sehr geglückte Variante des Themas. Es ist schon länger her, dass ein amerikanischer Genre-Film (oder ist es gar ein kanadischer?) mit solch eher subtilem, mehr auf Atmosphäre denn auf Gore und Splatter bedachtem Horror aufgefahren hat. Zuschauer mit schlichtem Gemüt werden diesen Film nachvollziehbarerweise allein schon aufgrund seiner stylischen, kühlen Art der Kameraführung in die Kiste "bescheuerter Kunstfilm" stecken und denen sei dann doch eher empfohlen, ihr Popcorn mit ihrer Clique zusammen vor dem kommerzielleren Gegenstück "Mirrors" einzunehmen, denn "The Broken" kann weder mit Häusern aufwarten, in denen dereinst irgendeinem Kind Böses angetan wurde, und welche deshalb der gequälten Seele wegen Unheil anrichten und ihre Einwohner belästigen, noch mit dem üblichen Serienkillermist, dem ein als Kind misshandelter Trottel zugrunde liegt, der Jahre später seinen albernen Groll aufs Ärgste an Frauen austobt.
Erfrischend ist an "the Broken" ferner, dass einem eben genau diese plumpen, logischen Auflösungen verwehrt bleiben, was - meines Erachtens - um ein Vielfaches verstöhrender und unangenehmer wirkt. Selbst die Hauptdarstellerin Lena Headey, semibekannt aus der kläglichen "SarahConnorChronicles"-Serie, ist hier gut untergebracht und steht ihren Mann. Richard Jenkins sowieso. Und auch mit Ton und ultraspärlicher Musik wurde auffällig gut hantiert.
Dem Regisseur kann ich nur Respekt zollen und hoffen, dass ihm dieser Film nicht das Karrieregenick bricht.
Kurzum: Eher ein Film zum Alleine angucken, kein Partykracher. Aber ein mutiger, notwendiger Schritt in eine längst überfällige Genrerichtung.
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