Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schönes aber teilweise auch brutales Fantasy-Drama, 9. Oktober 2009
Spanien 1944, zu Zeiten des Bürgerkrieges: Ophelia und Ihre hochschwangere Mutter sind auf dem Weg zu Ophelias Stiefvater, einem grausamen und sadistischen spanischen Hauptmann. In einer kurzen Rastpause, als der Mutter die Strapazen der Schwangerschaft zu schaffen machen, entdeckt Ophelia einen Stein. Das Auge einer Statue. Als sie dieses in die Statue steckt, klettert ein Insekt, dass an eine Gottesanbeterin erinnert aus dem Mund dieser Statue. Dieses Insekt folgt Ophelia auf dem Weg zu der Mühle, in der ihr Stiefvater stationiert ist. Auf ihren Spaziergängen entdeckt das Mädchen schließlich ein altes, verfallenes Labyrinth: Pans Labyrinth. Neugierig und von dem Insekt geleitet steigt Ophelia in das Labyrinth hinab und trifft das Fabelwesen Pan. Von nun an erlebt Ophelia phantastische Abenteuer, denn Pan ist davon überzeugt, dass in Ophelia die Seele einer einst unsterblichen Prinzessin, eines längst vergessenen Volkes wiedergeboren wurde. Um ihre Unsterblichkeit zu beweisen, muss Ophelia drei Prüfungen ablegen. Langsam beginnt auch sie an Pans Worten zu glauben, doch die Dinge sind nicht so, wie sie scheinen.
Regisseur Guillermo del Toro (Blade 2, Hellboy 1+2) erzählt in Pans Labyrinth über die phantastischen Abenteuer der 12jährigen Ophelia. Das, in tollen Bildern verfilmte, Fantasy-Drama spielt zu Zeiten des spanischen Bürgerkrieges, im Jahre 1944. Der Film schafft gekonnt den Spagat zwischen den Grausamkeiten des Krieges, den skrupellosen Unterdrückungen und Demütigungen von Ophelias Stiefvater und der skurril anmutenden Fantasy-Welt, in der Ophelia ihre Prüfungen zu meistern hat. Allerdings spielt der Film nicht so oft in der Fantasy-Welt, wie ich es mir gewünscht hätte. Das Verhältnis liegt hier bei etwa 70:30 zwischen der realen Welt (70%) und den Geschehnissen in und um Pans Labyrinth (30%). Wer den Film gesehen hat weiß auch, dass der Film aus gutem Grund die Geschehnisse des spanischen Bürgerkrieges und der Beziehung zwischen Ophelia und ihrem Stiefvater in den Vordergrund stellt. Darauf will ich jetzt aber nicht eingehen, da ich sonst das wirklich sehr gute Filmende vorweg nehmen müsste.
Bild und Ton der Blu Ray sind sehr gut. Das Bild ist gestochen scharf, hat einen sehr guten Schwarzwert und satte Farben (Abspielgeräte Philips BDP 7200, Samsung LE32R). Auf Grund des guten Schwarzwertes kann man keinerlei Bildrauschen ausmachen (trotz der vielen Dunkelszenen). Der 5.1-Digital-Sound ist ebenfalls erstklassig: Wuchtige Bässe, räumliche Dialoge und in den Schlachtszenen kommen Schüsse und Kanonendonner aus allen Richtungen. Vorbildlich!
Ich kann Pans Labyrinth bedenkenlos weiterempfehlen. Der außergewöhnliche Film gehört, meiner Meinung nach, mit zu den besten Filmen der letzten Jahre. Den Juroren in Hollywood war dieser Streifen immerhin 6 Oscar-Nominierungen wert. 3 goldene Statuen hat der Film eingeheimst (beste Kamera, Ausstattung und Maske). Der Film ist spannend, dramatisch und mit sehr guten Schauspielern besetzt. Auch der Soundtrack bietet wunderschöne Musikstücke, die toll zum Film passen und hervorragend die Stimmungen und die Atmosphäre des Films unterstützen. Wer sich 2 Stunden lang verzaubern lassen möchte, ist mit Pans Labyrinth wirklich gut beraten. Nur für die ganz kleinen ist der Film etwas zu hart. Auf Grund einiger derber Szenen ist die Altersfreigabe, ab 16 Jahren, mehr als gerechtfertigt. Meine Frau und ich sind von Pans Labyrinth begeistert und ich kann mir vorstellen, dass Ihr es auch sein werdet.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Surreales Meisterwerk - spannend, wundervoll und tragisch zugleich, 5. Oktober 2009
Der Film ist von Guillermo del Toro nach seinem eigenen Drehbuch entstanden und hat zu Recht nicht nur 3 Oskars erhalten. Seine Erfahrungen aus u.a. Blade II und den Hellboy-Filmen ist deutlich, führt aber in die falsche Richtung. Dieser Film ist keine leichte Unterhaltung, sondern zeigt das Spanien unter Franco und deutlich - teils drastisch- was es für eine schöne Frau (Ofelias Mutter) samt Kind direkt bedeutet.
Aus der Sichtweise des Kindes Ofelia erzählt sind Realität & Phantasie untrennbar miteinander verwoben. Dies Surreale könnte leicht effekthascherisch oder aufgesetzt wirken, ist hier sehr einfühlsam und plausibel umgesetzt. Der Film ist oft wundervoll, immer spannend, tragisch und auch grausam. Einer seiner besten Filme, der durchaus im Gedächtnis bleibt.
Die deutsche Blu-ray enthält erfreulicherweise die ungekürzte Fassung. Daher insgesamt 5 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Märchen... aber nicht für Kinder!, 4. November 2009
Das ein bekanntes Gesicht der Mainstream-Comic-Verfilmungen (Hellboy und Blade) hier Regie führt, hat mich zuerst ein bisschen abgeschreckt. Aber nachdem ich mehrfach gehört hatte, um welch phantastischen (im wahrsten Sinne des Wortes) Film es sich hierbei handeln soll, wurde ich neugierig. Neugierde hat über die Zweifel gesiegt und der Film ist in jeder Hinsicht kein üblicher Mainstream, im Gegenteil. Hier ist ein Meister am Werk, der eine Realität zur Zeit Frankos in Spanien abbildet und gleichzeitig einen wunderschönen Übergang aus der grausamen Realität, in eine Welt der Phantasie schafft, in der ein kleines Mädchen sich zu beweisen hat!
Der Film besticht durch seine Einfachheit, ohne viel Schnickschnack alias "Hollywood, wir haben eh zuviel Kohle", sondern arbeitet mit einer intensiven Geschichte, genialen Kostümen und unbekannten, aber grandiosen Schauspielern.
Ich kann diesen Film nur jedem empfehlen... es ist nicht nur ein Märchen. Es ist ein Exkurs in eine Welt der Pans, Elfen und der augenlosen Monster... aber haltet den Film von Kindern fern, es sei denn... Albträume und "nächtliches geweckt werden" sind erwünscht!
Ein tolles Märchen für Erwachsene, grandios umgesetzt. Allein schon wegen der Kostüme ist der Film ein absolutes Muss!!!
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