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Lovetune for Vacuum
 
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Lovetune for Vacuum

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Produktinformation

  • Audio CD (13. März 2009)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: PIAS Recordings (Rough Trade)
  • ASIN: B001QIRSQE
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  Schallplatte  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
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Hörproben
Titel Länge Preis
Anhören  1. Sleep 2:44EUR 0,90
Anhören  2. Cry Wolf 3:48EUR 0,90
Anhören  3. Thanatos 2:34EUR 0,90
Anhören  4. Extinguish Me 2:38Nicht verfügbar
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Anhören  7. Fall Foliage 2:44EUR 0,90
Anhören  8. Spiracle 2:50EUR 0,90
Anhören  9. Mr. Gaunt PT 1000 2:27EUR 0,90
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Anhören13. Brother Of Sleep 5:25EUR 0,90


Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Anja Plaschg alias Soap&Skin hätte sich fügen und in einem steirischen Dorf mit den Eltern Schweine mästen, den verhassten Klavierunterricht lustlos weiterführen können. Nie hätten wir ihre unglaubliche Stimme und die digital angereicherten, fesselnden Piano-Balladen ihres umwerfenden, bemerkenswert reifen Debüts Lovetune For Vacuum zu hören bekommen. Zum Glück entschied sie sich schon in jungen Teenagerjahren und für ein anderes Leben, getrieben vom Wissen, was sie nicht will und dem wissen, was sie will. Nicht aber vertrieben von den Eltern, zu denen sie ein herzliches Verhältnis pflegt. Mal gerade 18 Jahre ist die Österreicherin zum Veröffentlichungszeitpunkt dieses jede Sekunde fesselnden Albums alt, da hat sie das Kunststudium in Wien bei Daniel Richter schon abgebrochen und das einst ungeliebte Piano ist Teil des Lebens geworden. Damit, ein wenig Elektronika und ihrer Stimme erzielt sie auf Lovetune For Vacuum und vor allem live eine Wirkung, der man sich kaum entziehen kann. Der Stil ihrer sich keinem Pop-Schema unterwerfenden Stücke ist jetzt schon an diesem frühen Punkt so einzigartig und unverkennbar wie bei Antony & The Johnsons, Kate Bush oder einst Nico. Wenn sie ihren Scherz herausschreit, einem Sehnsüchte entgegenschleudert, die Seele herauskotzt, einen mit Ängsten konfrontiert oder Hilferufe aussendet, dann bleibt sie doch immer unnahbar, unerreichbar. Völlig verwirrt und berauscht von diesen kristallklaren Liedern - von denen „Spiracle“ alle anderen noch übertrifft - stellt sich immer wieder die Frage: Ist Anja Plaschg Soap&Skin, vereinen sich hier zwei Personen, überlappen sich zumindest oder handelt es sich um ein Kunstprodukt, ein divenartiges Rollenspiel? Sie weiß es selber nicht. Wer so betörende, verstörende und beklemmenden Stücke komponiert, von beinahe erschreckender Offenheit ist, hinterlässt eher den Eindruck, aufrichtig die eigenen Dämonen vertreiben zu wollen. Ein Geschenk, diese Platte. - Sven Niechziol


motor.de

Tragik, die fesselt: Soap&Skin erzählt in dreizehn Elektronika-Klavierstücken von Weltschmerz und Sehnsucht.

Bereits das Cover von „Lovetune For Vacuum“ offenbart eine düstere geheimnisvolle Anja Plaschg alias Soap&Skin. Ihre Songtexte sind –nicht gleich augenscheinlich– auf der Innenseite der Papphülle verborgen. Als wolle die österreichische Songwriterin ihren Seelenzustand, den sie zwar offenherzig vertont, dennoch verstecken.

Sanft tragen Klaviermelodien den Hörer in den ersten Song der Platte. Eine zarte Frauenstimme flüstert zerbrechlich „I Lay On The Floor“. Langsam nähert man sich ihr. Mit plötzlicher Wucht verrät sie, wonach sie sucht - dem Mond, der Nacht, der Welt des Traumes. Eben noch düster, wird der Stimme gleich im nächsten Lied „Cry Wolf“ eine andere Facette verliehen. Untermalt von E-Piano, Akkordeon und leichtem Hintergrundklingeln singt sie in Höhen, die einem Gänsehaut verschaffen.

Immer wählt Soap&Skin das richtige Instrumentenkostüm für ihre Zeilen: Schnelles Wippen der Finger auf den Tasten des Klaviers und dunkle Schläge in “Thanatos“ oder Kontrabass mit Cello und der Forderung „Extinguish me“, die einem das Herz in der Brust schnüren. In ihrem imposanten Stück „Marche Funébre“ bedient sie sich sogar einer der berühmtesten Klaviersonaten Frédéric Chopins', dem Trauermarsch.

Es folgen Zeilen übers Vergraben und Ersticken - dieses junge Mädchen liefert sich aus. Sie entblößt sich dem Hörer mit jedem Wort, was sie haucht. Es entsteht Nähe, die von Minute zu Minute wächst. Selbst die Instrumentalpassagen und der plötzliche Einbruch wellenartigen Elektrogefrickels schildern ihre verborgene Sehnsucht. Die Melodien sprechen Bände, es braucht nicht viel mehr. In “Spiracle” schreit sie „I still beg please help me“. Wie gern möchte man ihr helfen. Und zugleich nicht. Weil in ihrem Leiden gleichzeitig ihr größtes Potential liegt. Woher dieser Unmut zum Leben rührt, mag man sich fragen. Erschreckend authentisch klingen die Bitterkeit, das Elend und die Gedanken an den Tod.

Neben dem noch immer zerbrechlichen Kind liegt auch eine selbstbewusste Frau in dieser melancholischen Stimme. Eine 18-Jährige, die von Liebe, Körperlichkeit und ihrem inneren Verlangen erzählt. Soap&Skin klingt als wäre sie ein ganzes Orchester, wenn sie inbrünstig eigens verfasste Zeilen vom Wahnsinn singt. Manchmal erinnert ihre klare Stimme in Kombination mit dem Piano an Cat Power. Doch ihre Musik ist experimenteller, wirrer, lauter. Immer tiefer verstrickt sie sich in ihrem Geräuschkonstrukt. Die obskuren Tonsequenzen winden sich ineinander, die minimalistische Elektronik umspinnt den Hörer und lässt sein Kopfkino arbeiten. Wie eine vertonte Traumsequenz wirkt der finale Track “Brother Of Sleep“ durch Rauschen und Vogelgezwitscher.

Von der Klavieruntermalung zu Beginn bis zu den finalen elektronischen Spinnenweben fesseln die 13 Stücke auf „Lovetune For Vacuum“. Sie steigern die Hoffnungslosigkeit, in die man versetzt wird. Es scheint, als laufe diese junge Frau nicht weg, sondern als wachse sie an ihrem Schmerz und dem Zweifel, der an ihr nagt. Erst der Paukenschlag zum Schluss erinnert daran, dass die Nacht und eine dreiviertel Stunde exzessive Traurigkeit zu Ende sind.

Jasmin Hollatz

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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen ganz erstaunlich, 9. Juli 2009
Von Stephan Urban "stevo" (wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
dieses lange erwartete album von der erst 18-jährigen bauerntochter anja plaschg erstaunt von beginn an ob der reife und musikalischen abgeklärtheit, irgendwo zwischen anthony and the johnsons und peter hammill. ein unglaublich selbstbewußtes debut als offizieller longplayer.

die songs werden von diffizilen klavierloops getragen, die stimme hat absoluten wiedererkennungswert und erinnert mich an etwas, aber ich komm nicht drauf... das wird eingerahmt von klug eingesetzten und höchst originellen electronics.

diese musik ist nicht tanzbar, macht betrunken, ist was zum abhängen und wegchillen, vermittelt melancholie und lebensfreude gleichermaßen, will mit herz und hirn unbeweglich gehört werden. nebenbei gehört könnte das aber auch mit der zeit nerven, das gilt aber doch fast für jegliche musik mit hohem künstlerischem anspruch.

das piano ist - vermutlich absichtlich - etwas zu groß und verwaschen aufgenommen, die sounds rundum lösen sich hingegen höchst knackig, prägnant und realistisch von den lautsprechern. also auch vom arrangement und der aufnahmetechnik her eigenständig und selbstsicher produziert.

sollte frau plaschg ihren stil auch noch ausbauen und sich weiterentwickeln - nicht auszudenken, was hier noch an musikalischer qualität auf uns zukommen könnte.

ein lebenszeichen aus österreich, fernab von austropop ala christl stürmer, es wurde wieder einmal zeit für sowas. anhören!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen mal genial, mal angestrengt nervig, 29. März 2009
Diese Rezension stammt von: Lovetune for Vacuum/Jewel (Audio CD)
Mal vorneweg: Bei einem Debutalbum dieser Qualität muss man den Hut ziehen.
Originell, eigenwillig und persönlich ist es allemal. Dennoch fällt es schwer, sich den Produktbeschreibungen der Amazon.de-Redaktion und der aufgeblähten Kurzbeschreibung kritiklos anzuschließen. Wer immer auch die Saga des Kate Bush Vergleichs in die Welt gesetzt hat - mit dieser hat nun Soap+Skin absolut nichts gemein. Da gibt es nicht einmal Sekundenbruchteile, die an die gute Kate erinnern. Während es über die stimmlichen Qualitäten einer Kate Bush sicher nicht zu diskutieren gilt, wirkt Anja Plaschg stellenweise schon etwas bemüht und angestrengt. Die Assoziation zu Nico liegt da deutlich näher, wenn schon verglichen werden muss (?!).
Vielleicht typisch für ein Debut, und deshalb auch legitim, ist die noch spürbare Stilsuche. Mal Simple-Klassik-Piano Fragmente (Cynthia), mal einfach gestricktes Akkordspiel (Spiracle), darauf ein Clint Mansell artiges Minimalpiano im Titel Mr.Gaunt PT 1000. Vollkommen überraschend dann im Marche Funèbre ein Keyboardssound den die Residents auch nicht hässlicher und nerviger hinbekommen hätten, das aber stimmig auf das unnötige und dahinblubbernde, instrumentale DDMMYYYY vorbereitet.

Und dennoch gibt es jede Menge Glanzlichter, geniale Passagen, viel Ungewöhnliches und manch Kreatives auf der CD zu hören. Vielleicht hinkt die Gesamtstimmung zu sehr in die Depression, jedenfalls vermittelt das Album eine nachhaltige Stimmung.
Lediglich der gepushte Hype, der um diese CD gemacht wird, erscheint mehr als übertrieben und versucht Anja Plaschg in künstlerische Höhen zu katapultieren, denen sie (noch) nicht gerecht wird.
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21 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Erstklassiges Debütalbum, 11. März 2009
Das Werk entführt den Hörer auf eine spannende wie abwechslungsreiche Reise zwischen düsteren, schwermütigen Tonszenarien und versöhnlichen, lieblichen Melodien der Erlösung.

Die deutlich wahrnehmbare Polarisierung der Künstlerin in Medien und Webforen ist fast eine Vorschau auf die von den Liedern erzeugten Stimmungslagen.

Wenngleich "Lovetune for Vacuum" schon beim ersten Anhören sehr intensiv und bewegend rüberkommt: so richtig entfaltet sich das Album erst nach einigen Durchgängen.
Nicht zuletzt deshalb, weil es in einigen zunächst recht schlicht anmutenden Liedern überraschend komplexe, interessante Details zu entdecken gibt.

Darüber hinaus:
Habe schon sehr viele interessante CD-Covers gesehen und nicht geglaubt, dass man hier noch was wirklich Neues draufsetzen zu kann...

Soap & Skin ist dies aber gelungen. Daher größte Hochachtung der Künstlerin - sie hat ja neben der gesamten Musikproduktion auch dieses Element des Werks selbst umgesetzt - für das unglaublich stimmige Zusammenspiel von Musik, Textinhalt, Artwork sowie den charmant-schmerzvollen Einbezug des CD-Besitzers...
(wer das Album nur elektronisch kauft, versäumt was ;-)

Es würde mich nicht wundern, wenn sich der Kauf von "Lovetune for Vacuum" in der Erstauflage als echtes Investment für die Zukunft entpuppt. Ich habe nach dem CD-Release im Wiener "Brut" jedenfalls 2 Exemplare gekauft.

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Ohne detailiert auf den Stil und jeden einzelnen Track eingehen zu wollen: "Lovetune for Vacuum" ist für mich bisher die Neuerscheinung des Jahres. Lesen Sie weiter...
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