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52 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Film wie ein gutes Buch., 14. Mai 2009
Das mag sich jetzt seltsam anhören, aber genau daran musste ich bei -Sieben Leben- denken. Wie oft kommt es vor, dass die Verfilmung eines Lieblingsbuches misslingt. Nur selten ist ein Regisseur in der Lage verschiedene Handlungsfäden, die scheinbar ziellos gestreut vor einem liegen, zu einem dichten, festen und packenden Geschichtenknäuel zu verbinden. Gabrielle Muccino hat genau das geschafft. Dabei sind die ersten zwanzig Minuten des Films nicht leicht anzuschauen. Zu zerrissen und verworren scheinen die Sequenzen aus Ben Thomas(Will Smith) Leben, als das man darin einen Sinn erkennen könnte. Aber ich kann jedem Zuschauer nur raten: Schalten sie auf keinen Fall ab! Sie würden einen ergreifenden, tief bewegenden Film verpassen.
Ben Thomas driftet scheinbar ziellos durch sein Leben. Er sucht Menschen auf, die sich in Notsituationen befinden. Davon gibt es in L.A. reichlich. Ben hat nur noch sporadischen Kontakt zu seinem Bruder, was mit dem Rest seiner Familie passiert ist, können wir nur ahnen. Wir folgen Ben zu Menschen, die Schutz benötigen oder denen nur noch ein wichtiges Organ, wie z.B. eine Niere, die Augen, Rückenmark oder ein Herz das Leben retten können. Dabei ist Bens Ziel für uns nur diffus erkennbar. Als er Emily(Rosario Dawson) kennenlernt, die dringend ein neues Herz benötigt, scheint sich so etwas wie Liebe zwischen den beiden ungleichen Partnern zu entwickeln. Aber Emily hat keine Ahnung, welche Dämonen in Bens Vergangenheit lauern...
-Sieben Leben- zeigt eindrucksvoll, wie stark Will Smith als Schauspieler agieren kann. Sein Ben Thomas ist so klar strukturiert und lebensecht, dass man ihn fast als real ansieht. Auch Rosario Dawson überzeugt. Gabrielle Muccino hat mit der Geschichte einen perfekten Kreis geformt, beginnt langsam, zärtlich, behutsam und steigert sich zu einem furiosen Finale. Unterlegt wird das Ganze mit einem breiten Soundmix von Blues, Soul und gelungenen Coverversionen. Die radikalen Schnitte machen es am Anfang nicht leicht, der Story zu folgen, aber sie erweisen sich im Lauf des Films als unabdinglich, um diesen grandiosen Spannungsbogen zu erzeugen.
So bleibt für mich nur ein begeisterndes Fazit. Was für eine Geschichte! Wer auf gefühlsbetontes, intelligentes Kino steht, der ist hier richtig. Wer mehr Action und Spaß braucht, sollte die DVD aus dem Player lassen. Aber dann werden sie auf jeden Fall etwas verpassen.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Trauriger Film über Schuld und Wiedergutmachung, 17. Mai 2009
Zum Glück habe ich mich nun doch endlich entschieden, diesen Film zu sehen.
Aus meinem Bekanntenkreis habe ich ständig sehr unterschiedliche Meinungen gehört und in den Medien war die Kritik ja auch ziemlich durchwachsen.
Dabei kann ich das überhaupt nicht nachvollziehen.
Dieses Drama hat alles, was ein gutes Drama haben muss.Erstklassige Darsteller (besonders auffallend:Woody Harrelson), viel Emotion, traumhafte Musik, noch schönere Bilder und eine sehr originelle, spannende Story. Zugegeben,die Geschichte ist für eine Weile schon etwas undurchsichtig. In der ersten halben Stunde war ich so verwirrt, dass ich mich gefragt habe, ob man irgendwelche Vorkenntnisse haben muss.Dem ist natürlich nicht so!
Im Laufe des Films wird dann (fast) alles ausreichend aufgeklärt.
Und zwar mit einer Überraschung, die sich vielleicht schon angedeutet hatte, allerdings nicht in dieser Art.
Das Ende ist dann wirklich sehr berührend und wirkt noch eine ganze Weile nach.
Für meine Freundin und mich ist "Seven Pounds" ganz klar ein unvergessliches DVD-Highlight aus dem Jahr 2009 und somit eine uneingeschränkte Empfehlung!
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unterhaltsam und emotional ergreifend trotz chronologischer Komplexheit, 21. Juli 2009
"Sieben Leben", nach "Das Streben nach Glück" die zweite Zusammenarbeit von Regisseur Gabriele Muccino und Hollywood-Star Will Smith, gibt dem Zuschauer zunächst mal einige Rätsel auf.
Smith` Filmfigur Ben Thomas "läuft" scheinbar relativ ziellos in der Welt umher und scheint es sich zum Ziel gemacht zu haben, anderen gezielt ausgewählten und in verschiedener Hinsicht bedürftigen Menschen, die er zunächst kennen lernt, um eine Beziehung zu ihnen aufzubauen und auch ihren Charakter zu testen, zu helfen und ihnen den Weg in ein glücklicheres und unbeschwerteres Leben zu ermöglichen.
Warum er das tut, wird dem Zuseher dabei erst nach und nach klar. Erst nach einiger Zeit versteht man, wer Ben Thomas ist, was seine Geschichte und daraus resultierend die Intention seines Handelns ist.
Und genau das ist auch einer meiner zentralen Kritikpunkte: die filmische Struktur, die Chronologie des Films. Sicher kann man da auch anderer Meinung sein, aber die Frage ist doch, was man damit bezwecken will, dass man den Zuschauer so lange derart im Unklaren lässt und ihm vor allem die ersten 20 Minuten so schwer macht. Die Geschichte an sich ist eigentlich schon so ergreifend und mitreißend, dass es sicher nicht nötig gewesen wäre, durch die komplexe Chronologie der Handlung und die zunächst nebulös bleibende Hauptfigur auch noch so etwas wie einen detektivischen Spürsinn beim Zuschauer zu erzeugen, der das, was da passiert, zu verstehen versucht. Und ob diese Verundeutlichung der Handlung wirklich als kunstvoll zu bezeichnen ist (und nicht einfach nur unnötig anstrengend für den Zuseher ist), scheint doch sehr fraglich. Denn ohne einen charismatischen Will Smith in der Hauptrolle wäre insbesondere der Anfang des Films wohl noch um einiges zäher zu konsumieren gewesen.
Fern ab des Konjunktivs allerdings - schließlich ist Will Smith nun mal der Hauptdarsteller, dem es tatsächlich auch am Anfang durchaus gelingt, das Interesse des Zuschauers zu wecken - und damit fern ab dieses einen Kritikpunktes kann man den Film jedoch fast uneingeschränkt empfehlen.
Warum?
Nun, er ist - wie schon erwähnt - ergreifend und mitreißend, er ist emotional und dramatisch, traurig, doch nicht durchweg melancholisch, einfühlsam, aber doch nicht kitschig oder übermäßig pathetisch. Und wenn er wohl auch nicht das ganz große Meisterwerk ist, das manch einer in ihm zu sehen scheint, so ist es aber, ohne euphemistisch oder zu kritisch sein zu wollen, ein mehr als nur gelungener, ein interessanter Film, der den Zuschauer unterhält und emotional ergreift - und damit genau das leistet, was man von einem guten Film erwarten darf.
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