Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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102 von 136 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Halbherzig..., 26. Mai 2009
Der Buchrestaurator Mo Folchart (Brendan Fraser) stellt erst spät in seinem Leben fest, dass er in der Lage ist durch lautes Vorlesen die Inhalte des jeweiligen Buches zum Leben zu erwecken. Als Pfand dafür verschwindet jedoch immer ein Mensch von dieser Welt und lebt fortan im Universum des jeweiligen Buches weiter. Als er seiner Frau Resa und seiner Tochter Meggie (Eliza Bennett) eines Abends aus "Tintenherz" vorliest, bringt er dabei versehentlich den Bösewicht Capricorn und andere finstere Gestalten in seine Welt...
Die aufwändige Produktion "Tintenherz" strotzt nur so vor gelungenen Effekten und ist damit wohl das einzig lobenswerte an der Romanverfilmung. Der Roman von Cornelia Funke wurde dermaßen gekürzt wiedergegeben, dass es selbst dem Nicht-Kenner des Buches auffallen sollte. Denn "Tintenherz" hat eigentlich viel mehr zu bieten, als auf rund 100 Minuten zusammengerafft wurde. So offenbart sich für die Schauspieler ein weitesgehend sinnfreier Handlungsverlauf, der vielleicht oberflächlich betrachtet kurzzeitig unterhält, aber im Detail an allen Ecken und Enden krankt. Der Film offenbart Logiklöcher wo ganze Heerscharen drin verschwinden könnten. Der Handlungsverlauf führt linear und ohne Umschweife zum Finale, welches kindgerecht aber nicht wirklich zufriedenstellend ist.
Warum man den Film nicht noch um ein paar Minuten ausgeweitet hat (rund 100 Minuten sind definitv zu kurz), damit "Tintenherz" vielleicht etwas mehr Tiefe erhält, wissen wohl nur die Macher. Die Darsteller sind mit Ausnahme von Brendan Fraser oder Paul Bettany größtenteils oberflächlich gezeichnet. Helen Mirren als Elinor Loredan wird wohl jede Minute in diesem Film bereut haben, denn ihre Figur als Tante gibt nichts her. Die Bösewichte rund um Capricorn wirken wie eine Gruppe verkaterter Punker die sich zu einem Mittelalter-Festival eingefunden haben. Schwach.
Fazit:
Das Erschreckende an Tintenherz ist, dass man auch ohne Kenntnis des Buches schnell merkt, dass an vielen Stellen geschraubt und geändert wurde, und sich am Ende keiner die Frage nach dem Sinn gestellt hat. In technischer Hinsicht hat sich der Film nichts vorzuwerfen. Die Schauspieler geben größtenteils ihr Bestes, aber selbst die kommen kaum gegen den sinnentleerten Handlungsverlauf an. Schade aber dieser Film ist halbherziges Flickwerk ohne Sinn und Verstand und einer Romanverfilmung nicht würdig - 1 Stern.
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51 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Letztendlich bin ich auch enttäuscht.., 27. April 2009
Zu allererst möchte ich erwähnen, dass ich lange überlegt habe wie viele Sterne ich an diesen Film vergeben soll. Ich bin keine Person die sehr wählerisch und kleinlich ist und sich mit Freude über Filme aufregt. Ganz im Gegenteil. Ich war Anfangs der Meinung, dass der Film gar nicht so schlecht sein kann wie so viele ihn beschreiben, jedoch muss ich zugestehen, dass ich sehr enttäuscht von diesem Film bin. ( Höchstwahrscheinlich weil ich zu denen gehöre die das Buch mit Genuss verschlungen haben. )
Erst dachte ich, der Film wäre für die, die das Buch nicht gelesen haben ein sehenswerter Film, doch dies kann ich leider nicht bestätigen.
Eine Buchverfilmung an sich ist schonmal eine schwierige Sache. Wenn ein Buch es Wert ist einen Film daraus zu machen, muss dies ja anscheinend ein sehr beliebtes sein und daher muss man ja wohl auch davon ausgehen, dass viele die diesen Film ansehen wollen auch ebenfalls das Buch gelesen haben.
Daher kann ich wirklich nicht nachvollziehen warum bei dieser brillianten Vorlage, die sie bei diesem Buch hatten nichts daraus gemacht haben.
Natürlich muss hier und da etwas weggelassen werden oder Kleineres auch umgeändert werden, nur wurde hier sogut wie alles geändert. Sei es, dass im Buch ein Zinnsoldat und Tinkerbell herausgelesen werden, so wird im Film Toto herausgelesen. Da fragt man sich wirklich warum soetwas umgeschrieben wird. Und dies war ja nur ein Beispiel. Schon alleine der Anfang und das Ende sind komplett anders. Desweiteren sieht man Mo im ganzen Film nicht einmal ein altes Buch in die Hand nehmen um es zu reparieren oder, dass man kein einziges mal das Haus von Meggie und Mo sieht.
Teilweise wurde so viel herausgelassen, dass so viel innerhalb von 5 Minuten passiert was im Buch bestimmt in 15 Kapitel verpackt ist. Daher kommt leider auch gar keine Spannung auf weil es keinen Höhepunkt gibt, selbst bei der Flucht aus dem Dorf und die Befreiungsversuche, die im Buch so aufregend und spannend beschrieben wurden gingen total verloren oder waren erst gar nicht vorhanden wie z.B. das Versteck bei den Hügeln hat man auch nie zu Gesicht bekommen. Elinor fährt auch nie nach Hause um dann ihre verbrannten Bücher aufzufinden, denn die wurden schon verbrannt bevor sie überhaupt zu Anfang entführt wurden. Ja, das heißt es wurde nicht nur viel ausgespart und ausgelassen, sondern auch alles durcheinander gebracht.
Wie vorin schon erwähnt, halte ich den Film auch nicht wirklich sehenswert für Leute die das Buch nicht gelesen haben. Dadurch, dass so viel ausgelassen wurde und alles auch viel zu schnell passiert, hat man gar keine Chance nachzukommen.
Als einzigstes positiv zu bewerten sind die Schauspieler.
Da ich nicht zu viel schreiben will, weil es eh schon zu lang geworden ist und es auch sonst keiner lesen wird, höre ich an diesem Punkt auf.
Ich bin eigtl. Positiv an diesen Film herangegangen und hab mich auch wie wahnsinnig gefreut, dass dieses Buch verfilmt wird/wurde. Nur leider musste ich bitterer Weise feststellen, dass dieser Versuch so ein gelungenes Buch zu verfilmen definitiv fehlgeschlagen ist.
Trotzdem würde ich mich darauf freuen wenn auch die anderen 2 Bücher von der Tintentriologie verfilmt werden, hoffe dabei aber auch, dass diesmal mehr Mühe und mehr vom Buch dabei verwendet wird.
Danke für's Lesen dieser Rezession.
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24 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kurzweiliges Märchenfutter für zwischendurch, 21. Oktober 2009
Die Statements:
1) Ich kenne das Buch nicht.
2) Ich konnte der Handlung problemlos folgen.
3) Große Schauspielernamen halten was sie versprechen
4) Die geniale Grundidee der Geschichte vermochte mich durchweg zu fesseln.
5) Die Effekte sind beeindruckend, die Stimmung düster-märchenhaft
6) Kurzweilige Unterhaltung deutlich über dem Mittelmaß
Die Begründung:
1) Das Buch nicht zu kennen, erweist sich mal wieder als großer Vorteil für meinen Filmgenuss, denn wenn ich mich auf die anderen Rezensionen verlassen möchte, dann hätte ich wohl anders herum wenig Spaß an dem Film gehabt.
2) Die Handlung des Films, so wie ich sie, übrigens als durchaus zusammenhängend, wahrgenommen habe:
Mo(rtimer) ist eine Zauberzunge. Er kann Figuren und Gegenstände aus Büchern herauslesen und auch hineinlesen. Bevor ihm seine Fähigkeiten klar werden, hat er damit schon großen Schaden angerichtet. Denn er hat vor Jahren den Bösewicht Carpricorn aus dem Roman Tintenherz heraus gelesen und seine eigene Frau darin verschwinden lassen. Seither hat Mo sein Leben dem Wiederfinden seiner Gattin verschrieben. Natürlich trifft er bei dieser Suche, auf der seine pfiffige Tochter Meggie ihn begleitet, ebenso fiese wie interessante Typen und erlebt fantastysche Abenteuer. Und natürlich müssen die Guten, wie in jedem anständigen Fantasywerk, verhindern, dass das ultimativ Böse über die Welt gebracht wird.
3) Alleine die Darsteller sind so großartig, dass sie über eine holperige Handlung (falls es denn eine zu beklagen gäbe) schlicht hinwegspielen. Brendan Fraser und Hellen Mirren waren Cornelia Funkes Wunschbesetzung für Mo und Tante Elinor, und Hellen Mirren als wahre alte Dame ist ein echter Knaller. Diese Frau rettet jeden Film, und auf jeden Fall rettet sie zusammen mit Paul Bettany, der den sehr vielschichtigen Staubfinger umwerfend spielt, diesen Film deutlich über das Mittelmaß hinaus.
Weitere große Namen, die hier für meine 4-sternige Zufriedenheit verantwortlich sind, lauten: Eliza Bennett, die im Verlaufe des Films immer besser wird, Sienna Guillory einfach nur zum Anschauen, weil wie immer elfenschön, Andi Serkis-Gollum, der zum Fiesling geboren scheint und nicht zu vergessen Rafi Gayron als Ali-Baba-Räuber, der so witzig spielt, dass die meisten Lacher auf sein Konto gehen.
4) Aus dieser genialen Idee hätte man sicher weitaus mehr machen können, und es ist mir schon klar, dass es genau das ist, was die Buchkenner bemängeln, aber für mich als Buchunkundige stellt sich Cornelia Funkes Idee, so wie sie der Film präsentiert, als absolut originell und äußerst fesselnd dar.
Die Bücher wispern verlockend. Es gibt ein paar Wenige, die die Macht haben sich hineinzulesen oder auch jemanden herauszulesen. Staubige Antiquariate, protzige Bibliotheken, schrullige Autoren, exzentrische Sammlerinnen, Fleisch gewordene Helden und Sand gewordene Wüste... die Liebe zum Buch als Medium der Verzauberung quillt diesem Film aus allen Poren.
Ich war gespannt wie nix, ab dem Moment wo Rotkäppchens Umhang vom Himmel hernieder flatterte und diese Spannung hat sich bis zum Schluss gehalten. Ja, ich bin filmisch vom Buch verzaubert worden.
5) Ich bin kein großer Experte in Sachen computergenerierten Effekten, hatte aber den Eindruck, dass Regisseur Ian Softley eher sparsam mit CGI-Animationen hantierte und stärker auf gute alte Kulissen und stimmungsvolle Drehorte setzte. Dennoch gibt es einige sehr gute Szenen (z.B. Hurricane oder Schwarzer Schatten), wo das CGI-Potenial packend ausgespielt wird
6) Vielleicht sollte man bei all der peniblen Aufzählung von Schwächen und Lücken nicht ganz vergessen, dass es sich bei Tintenherz um ein Film gewordenes Kinder- und Jugendbuch handelt, und dass die meisten Kids sehr pfiffig sind und auch komprimierte Inhalte leicht verstehen und vor allem sollte man nicht vergessen, dass Kids meist sehr viel weniger anspruchsvoll sind, was die so oft beschworene Logik in Märchen- und Fantasyfilmen angeht, als der erwachsene Kritiker.
Das heißt:
Ein sehenswerter Film für Jung und vielleicht auch für Kindlich-Alt, dessen Wiederansehensfaktor sich aber - ganz nach dem persönlichen Geschmack - zwischen 0 und 10 bewegen dürfte. ;-)
DVD im Amaray Case:
Laufzeit ca. 102 Minuten,
Bildformat: 16:9 (1.78:1) anamorph, Die Angabe 16:9 (2.35:1) anamorph auf der Hülle ist falsch
Tonformat: Deutsch: Dolby Digital 5.1, Englisch: Dolby Digital 5.1,
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte,
Ausstattung: Szenenauswahl, Bonus-Feature, US-Kinotrailer
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