Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine unvergessliche Reise, 4. Januar 2009
Transsiberian von Regisseur Brad Anderson handelt von einer Zugfahrt von Wladiwostok nach Moskau. Eine lange Strecke. Während der Fahrt durch Sibirien lernt das amerikanische Paar Jessy (Emily Mortimer) und Roy (Woody Harrelson) die junge Amerikanerin Abby (Kate Mara) und ihren spanischen Freund Carlos (Eduardo Noriega) kennen.
Nachdem der Film mit einem Mordfall und verschwundenen Drogen im äussersten Osten Russlands begonnen hat, den Drogenfahnder Grinko (Ben Kingsley) untersucht, verläuft der erste Teil der Reise friedlich und ausgelassen, trotz der andauernden Eheprobleme von Jessy und Roy.
Wie bei so vielen westlichen Filmen über den ehemaligen Ostblock gibt es auch in Transsiberian die bekannten Klischees über Russland zu sehen: Russen trinken ständig Wodka, sind grob und die russische Mafia ist allgegenwärtig. Die Handlung des Films ist nicht allzu komplex, bietet zwar auch Anlass über Moral und christliche Werte nachzudenken, allerdings weit weniger als Andersons The Machinist. Transsiberian ist ein gut gemachter, weil durchgängig spannender und unvorhersehbarer Thriller. Russland ist hier nicht das reale Land, sondern ein Symbol. Die immer beklemmendere Atmosphäre des Films gipfelt beinahe in einem Hostel-Moment. Allerdings ist Transsiberian nicht so plump brutal und bestialisch.
Spannender, empfehlenswerter Thriller mit starken Landschaftsaufnahmen und engagierten Schauspielern!
3,5 Sterne
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spröde, faszinierende und beklemmende Zugreise durch das Eis..., 1. Oktober 2009
Irgendwo in Sibirien: Der russische Drogenfahnder Grinko (Ben Kingsley) ermittelt im Mordfall an einem berüchtigten Drogendealer. Zur selben Zeit in Peking: Das amerikanische Ehepaar Roy (Woody Harrelson) und Jessie (Emily Mortimer) beenden erfolgreich ihre Arbeit bei notleidenden Kindern. Die beiden sind streng gläubig und sind im Auftrag einer christlichen Bibelgruppe dort tätig. Die Ehe steckt in der Krise, obwohl man sehr schnell die Zuneingung der beiden füreinander spürt. Jessies Hobby ist das Fotographieren, Roy ist riesengrosser Eisenbahnfan. Deshalb soll die Heimreise nicht im Flugzeug stattfinden, sondern mit der legendären Transsibirischen Eisenbahn von Wladiwostok bis nach Moskau. Eine lange Strecke liegt vor den beiden: 9000 Kilometer, sieben unvergessliche Tage sollen es werden. Die abenteuerliche Reise durch exotische, wilde und schneebedeckte Orte könnte auch einen positiven Schub für die alltagsgeschädigte Ehe werden.
Doch der legedäre Glanz ist verblasst, die länsten Zugverbindung der Welt hat seine besten Tage schon gesehen:
Die Zugabteile wirken irgendwie heruntergekommen, die Reisenden bestehen aus ganz einfachen Leuten, aber auch dubiose Gestalten bevölkern den Zug. Die Route gilt bei der russischen Drogenpolizei als beliebter Tummelplatz für den Schmuggel im grossen Stil, meistens führen harmlos wirkende Zugreisende als Kuriere die Ware mit sich, gut versteckt in Souveniers wie diesen faszinierenden Matroschkapuppen. Mit den beiden jungen Weltenbummler Carlos (Eduardo Noriega) und seiner Freundin Abby (Kate Mara) bekommen Jessie und Roy Gesellschaft in ihrem kleinen Abteil. Irgendwie freunden sich die vier etwas an. Bei einem Zwischenstopp des Zugs vertritt man sich die Beine. Als der Zug dann seine Fahrt wieder aufnimmt, ist Roy plötzlich verschwunden....
"Transsiberian", ein Film von Brad Anderson (The Machinist) ist lange Zeit ein sehr ruhiger Film, der eine extrem langsame Erzählweise zelebriert und seine Figuren vorstellt.
Es passiert nicht viel an Thrill, lediglich die latent unsichere Atmosphäre im Zug und die einsamen Waldlandschaften außerhalb, die vom spanischen Kameramann Xavi Gimenez eingefangen wurden, vermitteln Fremdheit und Einsamkeit. Die Problematik des Paares, die sich einerseits fremd und doch sehr nah sind, untertreicht diese eigenartige Stimmung.
Erst im Laufe der Zugfahrt gewinnt auch die Story an Fahrt. Die Suspenceanteile steigern sich kontinuierlich. Als es richtig spannend wird, dreht der Film sogar im Turbo auf und schleudert neben ein paar kleineren Überraschungen, eine extrem ungeahnte Wendung in die Story, die dann dominierend den Handlungsablauf beherrschen wird.
Vor allem die Figur der Jessie lässt eine dunkle Seite zu, die Motor für die Dynamik der Story wird.
Eine der Hauptstärken des Films, neben seinen Überraschungsmomenten und den exzellenten, aber kalten Bebilderung, ist die Figurenzeichnung der beiden Paare.
In "Transsiberian" erscheint Russland als unzivilisiertes und bedrohliches Land. Wie schon in "Hostel" ist der Osten ein gefährlicher Platz: Kalt und roh,Gangster, korrupte Beamte, unfreundliches Personal, brutale Mentalität der Menschen. Dies könnte vielleicht ein Kritikpunkt in Punkto Vorurteile sein, allerdings funktioniert so das gewollte Höchstmaß an Spannung. Und selbst der beste Zugfilm aller Zeiten, Hitchcocks "Eine Dame verschwindet" zeigte da starke Ähnlichkeiten in der Beschreibung von Zugfahren im Osten....
Mir hat der Film sehr gut gefallen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hochspannender und außergewöhnlicher Thriller - eine echte Überraschung, 23. Juli 2009
Brad Anderson erarbeitet sich einen immer besseren Ruf als profilierter Filmemacher mit "Transsiberian", einem enorm spannenden Thriller voller Atmosphäre und gelungenen Wendungen, die einen immer wieder überraschen. Dies ist keine Hollywood Standard-Thriller-Ware, sondern ein mit europäischen Geldern finanzierter Film, der weit raffinierter ist, als man denken mag.
Der Streifen handelt vo dem amerikanischen Paar Roy (Woody Harrelson) und Jessie (Emily Mortimer), die mit dem Transsiberischen Eisenbahn von Peking nach Moskau reisen und dabei ein eher zwielichtiges Paar (Eduardo Norieaga & Kate Mara) kennenlernen. Roy verpasst den Zug bei einem Zwischenstopp mitten in Russland und was dann folgt möchte ich nicht verraten, denn es macht wirklich Spaß, die geschickt gesponnene Geschichte sich entfalten zu sehen. Hier ist nichts, wie es scheint, der Film bleibt wirklich unvorhersehbar.
Brad Anderson zeigt wie schon in seinen vorangegangenen Werken "Session 9" und "Der Maschinist" ein exzellentes Gespür für Atmosphäre: "Transsiberian" entführt den Zuschauer in eine (für die Meisten) fremde Welt voller Unwägbarkeiten, man fühlt regelrecht, wie es ist, in einem fremden Land mit fremder Kultur zu sein. Der Film versprüht jede Menge Authentizität durch großartiges Lokalkolorit, Anderson setzt wie schon in seinem Gruselfilm "Session 9" (dort war es eine ehemalige Psychiatrie) faszinierende und außergewöhnliche Originaldrehorte ein, die man bestimmt nicht alle Tage sieht.
Der Film ist wie schon gesagt extrem spannend und fachmännisch inszeniert, mit dem Auge fürs Detail und den richtigen Spannungsaufbau, der von Anfang bis Ende nicht abreißt. "Transsiberian" ist ganz in der Tradition von Hitchcock gedreht, man wird direkt von Beginn an in die Handlung aufgesogen, es entsteht ein undefinierbares Gefühl, der Film ist latent unheimlich, beunruhigend und mysteriös. Die klaustrophobische Stimmung des engen Raumes im Zug trägt sicher auch dazu bei.
Ein besonderes Lob geht auch an Emily Mortimer, die mit ihrer Darstellung der Jessie, eines extrem fehlerhaften Charakters, fasziniert. Sie setzt starke Akzente, spielt sehr nuanciert und glaubwürdig, man kann ihr sämtliche Emotionen von den Augen ablesen.
Auch Woody Harrelson macht wie immer eine gute Figur, hier als sympathischer, rechtschaffender und ehrlicher Ehemann.
Eduardo Noriega überzeugt ebenfalls als charmanter, undurchschaubarer Carlos.
Ein Highlight ist natürlich auch Ben Kingsley, der einen russischen Drogenpolizisten mit Bravour darstellt. Dieser wird von Thomas Kretschmann unterstützt, der allerdings nicht viel zu tun hat, außer bedrohlich auszusehen.
"Transsiberian" ist in jedem Fall eine große Empfehlung für Thriller-Fans, jedoch ist der Film durch die inspirierten und interessanten Dialoge, die tolle Insenierung und stark aufspielenden Darsteller auch für gehobene Ansprüche sehr interessant.
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