Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine unvergessliche Reise, 4. Januar 2009
Transsiberian von Regisseur Brad Anderson handelt von einer Zugfahrt von Wladiwostok nach Moskau. Eine lange Strecke. Während der Fahrt durch Sibirien lernt das amerikanische Paar Jessy (Emily Mortimer) und Roy (Woody Harrelson) die junge Amerikanerin Abby (Kate Mara) und ihren spanischen Freund Carlos (Eduardo Noriega) kennen.
Nachdem der Film mit einem Mordfall und verschwundenen Drogen im äussersten Osten Russlands begonnen hat, den Drogenfahnder Grinko (Ben Kingsley) untersucht, verläuft der erste Teil der Reise friedlich und ausgelassen, trotz der andauernden Eheprobleme von Jessy und Roy.
Wie bei so vielen westlichen Filmen über den ehemaligen Ostblock gibt es auch in Transsiberian die bekannten Klischees über Russland zu sehen: Russen trinken ständig Wodka, sind grob und die russische Mafia ist allgegenwärtig. Die Handlung des Films ist nicht allzu komplex, bietet zwar auch Anlass über Moral und christliche Werte nachzudenken, allerdings weit weniger als Andersons The Machinist. Transsiberian ist ein gut gemachter, weil durchgängig spannender und unvorhersehbarer Thriller. Russland ist hier nicht das reale Land, sondern ein Symbol. Die immer beklemmendere Atmosphäre des Films gipfelt beinahe in einem Hostel-Moment. Allerdings ist Transsiberian nicht so plump brutal und bestialisch.
Spannender, empfehlenswerter Thriller mit starken Landschaftsaufnahmen und engagierten Schauspielern!
3,5 Sterne
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spröde, faszinierende und beklemmende Zugreise durch das Eis..., 1. Oktober 2009
Irgendwo in Sibirien: Der russische Drogenfahnder Grinko (Ben Kingsley) ermittelt im Mordfall an einem berüchtigten Drogendealer. Zur selben Zeit in Peking: Das amerikanische Ehepaar Roy (Woody Harrelson) und Jessie (Emily Mortimer) beenden erfolgreich ihre Arbeit bei notleidenden Kindern. Die beiden sind streng gläubig und sind im Auftrag einer christlichen Bibelgruppe dort tätig. Die Ehe steckt in der Krise, obwohl man sehr schnell die Zuneingung der beiden füreinander spürt. Jessies Hobby ist das Fotographieren, Roy ist riesengrosser Eisenbahnfan. Deshalb soll die Heimreise nicht im Flugzeug stattfinden, sondern mit der legendären Transsibirischen Eisenbahn von Wladiwostok bis nach Moskau. Eine lange Strecke liegt vor den beiden: 9000 Kilometer, sieben unvergessliche Tage sollen es werden. Die abenteuerliche Reise durch exotische, wilde und schneebedeckte Orte könnte auch einen positiven Schub für die alltagsgeschädigte Ehe werden.
Doch der legedäre Glanz ist verblasst, die länsten Zugverbindung der Welt hat seine besten Tage schon gesehen:
Die Zugabteile wirken irgendwie heruntergekommen, die Reisenden bestehen aus ganz einfachen Leuten, aber auch dubiose Gestalten bevölkern den Zug. Die Route gilt bei der russischen Drogenpolizei als beliebter Tummelplatz für den Schmuggel im grossen Stil, meistens führen harmlos wirkende Zugreisende als Kuriere die Ware mit sich, gut versteckt in Souveniers wie diesen faszinierenden Matroschkapuppen. Mit den beiden jungen Weltenbummler Carlos (Eduardo Noriega) und seiner Freundin Abby (Kate Mara) bekommen Jessie und Roy Gesellschaft in ihrem kleinen Abteil. Irgendwie freunden sich die vier etwas an. Bei einem Zwischenstopp des Zugs vertritt man sich die Beine. Als der Zug dann seine Fahrt wieder aufnimmt, ist Roy plötzlich verschwunden....
"Transsiberian", ein Film von Brad Anderson (The Machinist) ist lange Zeit ein sehr ruhiger Film, der eine extrem langsame Erzählweise zelebriert und seine Figuren vorstellt.
Es passiert nicht viel an Thrill, lediglich die latent unsichere Atmosphäre im Zug und die einsamen Waldlandschaften außerhalb, die vom spanischen Kameramann Xavi Gimenez eingefangen wurden, vermitteln Fremdheit und Einsamkeit. Die Problematik des Paares, die sich einerseits fremd und doch sehr nah sind, untertreicht diese eigenartige Stimmung.
Erst im Laufe der Zugfahrt gewinnt auch die Story an Fahrt. Die Suspenceanteile steigern sich kontinuierlich. Als es richtig spannend wird, dreht der Film sogar im Turbo auf und schleudert neben ein paar kleineren Überraschungen, eine extrem ungeahnte Wendung in die Story, die dann dominierend den Handlungsablauf beherrschen wird.
Vor allem die Figur der Jessie lässt eine dunkle Seite zu, die Motor für die Dynamik der Story wird.
Eine der Hauptstärken des Films, neben seinen Überraschungsmomenten und den exzellenten, aber kalten Bebilderung, ist die Figurenzeichnung der beiden Paare.
In "Transsiberian" erscheint Russland als unzivilisiertes und bedrohliches Land. Wie schon in "Hostel" ist der Osten ein gefährlicher Platz: Kalt und roh,Gangster, korrupte Beamte, unfreundliches Personal, brutale Mentalität der Menschen. Dies könnte vielleicht ein Kritikpunkt in Punkto Vorurteile sein, allerdings funktioniert so das gewollte Höchstmaß an Spannung. Und selbst der beste Zugfilm aller Zeiten, Hitchcocks "Eine Dame verschwindet" zeigte da starke Ähnlichkeiten in der Beschreibung von Zugfahren im Osten....
Mir hat der Film sehr gut gefallen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Super Film!, 22. August 2009
Habe den Film in einer Sneak gesehen und war davon auch ziemlich überrascht. Persönlich hätte ich den Film nicht im Kino angeschaut aber so wäre mir dieser nicht vor die Augen gekommen. Das wäre verdammt Schade gewesen. In "Transsiberian" geht es um ein Pärchen das auf einer Reise durch Russland mit Lügen, Drogen, Mord und Vertrauen konfrontiert wird. Dabei ist es fantastisch mit Anzusehen, wie vielschichtig die Charaktere sind und wie viel man ertragen kann, bis man endgültig explodiert. Eindeutig ein Geheimtipp!
Die Extras laufen ca. 60 Minuten und bestehen aus Interviews mit Cast & Crew, dass aus meiner Sicht der Dinge nicht gut geworden ist, Trailer und ein gutes Making-of gibt es zum Schluss noch mit dazu. Der Film bietet einen guten Sound und gutes Bild. Alles in allem bekommt der Film 4 Sterne.
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