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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der dunkle Ritter auf Blu-Ray eine Referenz, 2. September 2010
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight - 2-Disc Special Edition [Blu-ray] (Blu-ray)
"The Dark Knight" von Christopher Nolan als weitere Comicverfilmung anzusehen, grenzt fast an Majestätsbeleidigung. Wie schon sein Vorgänger ist Batman in der Wirklichkeit angekommen. Zu ähnlich sind die Parallelen von Gotham in die heutige Zeit zu übertragen. Nichts ist einfach mehr nur Schwarz oder Weiß oder Recht und Unrecht, Nolan hat den "moralischen Kompass" seiner Vorgänger abgelegt. Er geht seinen angefangen Weg konsequent weiter und schafft eine Welt in der alles möglich ist, aber wenig phantastisch erscheint. Recht und Gesetz sind korrumpiert und Batman ist kein einfach gestrickter Kämpfer für Recht und Ordnung mehr.
Auf eine familienfreundliche Rezeption zu verzichten, die als Standardfortsetzung planbaren Erfolg garantiert hätte geht voll auf. "The Dark Knight" traut sich eingesessene Gefilde zu verlassen und präsentiert sich verschachtelt, mit einer doppelbödigen Geschichte und komplexen Charakteren. Auch für Leute die keine Comicverfilmungen und Blockbuster mögen, können hier einen Blick wagen ohne enttäuscht zu werden. Denn filmisch ist der Film nahezu einwandfrei. Einfallsreich mit cleveren Kunstgriffen wie den Imax Szenen gekonnt inszeniert.
Kritik gibt es hier nur im Detail. Etwa Christian Bale, der schwächer als im Vorgänger wirkt. Auch wirken manche seiner Actionszenen zu hektisch geschnitten. Der tragische Tod von Heath Ledger der eine grandiose Interpretation des Jokers gibt ist ein entscheidender Erfogsgarant gewesen. Doch sollte man dabei nicht Aaron Eckhart als Staatsanwalt Harvey Dent vergessen. Dieser kann seine Rolle ebenfalls überzeugend darstellen und mit Präsenz füllen. Der Film ist recht lang und hätte nicht jede Nebenrolle groß einführen müssen, um diese dann doch fallen zu lassen. Etwa leidet die Rolle von Maggie Gyllenhall darunter. Ihr gelingt es nicht vollends in ihrer Figur zu überzeugen. Sie ist die Nachfolgerin von Katie Holmes die verhältnismäßig hart kritisiert wurde. Durch die komplexe Story wirkt Batman ernsthafter als es ihm seine früheren Filme zugestanden haben. Der gesamte Film ist düster gehalten und nimmt sich selbst ernst. Ich mag sehr die Filme von Tim Burton und seine Art der Inszenierung halte aber nicht viel davon solche Filme gegeneinander aufzuwiegen. Unbestritten stellt "The Dark Knight" in seinem Genre ein Meilenstein da. Wie groß dieser ist oder wie lange er Bestand hat wird sich zeigen.
Blu-ray
Bei der Bildqualität fehlt selbst dem häufigen Blu-ray Seher die Sprache. Alle mit Imax Kamera gefilmte Szenen sind grandios. Die dort gebotene Weitsicht, Tiefenschärfe und fantastische Detailreichtum sind bis jetzt unerreicht. Die aufwändigen Imax Kamerafahrten die immer wieder als Stilmittel benutzt werden zeigen auf was in Zukunft noch von diesem Medium zu erwarten ist. Auch die "normal" gefilmten Szenen fallen in ihrer Qualität nicht ab. Das wahnsinnige Niveau des Bildes lässt andere Produktionen im Schatten stehen und kann fast über die gesamte Spielfilmlänge gehalten werden. Weder Graining noch Bildrauschen sind vorhanden. Nur in wenigen Szenen wirkte die Kantenschärfe etwas übertrieben hoch. Bemerkenswert ist der Schwarzwert. Tiefstes Schwarz und feinste Abstufungen wie ich es noch bei keiner Blu-ray gesehen habe. Wer Christian Bale vom Hochhaus springen oder den Joker bei der Explosion des Krankenhauses erlebt, weiß wie beeindruckend das Bild ist. Dieses setzt neue Maßstäbe und ist aktuell die Referenz. Top!
Beim Ton könnte man sich im Prinzip aufregen. Wie immer ignoriert Warner, dass auch deutsche Kunden in den Genuss von TrueHD kommen möchten. Die hier erhaltene Tonspur (DD 5.1) ist wie bei vielen anderen Produktionen mittlerweile nicht mehr zeitgemäß. In der englischen Version liegt TrueHD vor und ist ebenfalls wie das Bild die Referenz. Sicher wird mit der Zeit auch bei uns TrueHD kommen und bei The Dark Knight besteht kein Anlass zu meckern. Denn die Tonspur liefert ein Sounderlebnis der Extraklasse. Eindrucksvollste Bässe und ein sehr gutes Räumlichkeitsgefühl. Dialoge sind immer gut verständlich erreichen aber nicht die Präzession des englischen Originals. Bei den Surroundeffekten kann mein kein besseres DD 5.1 bekommen.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
DIE Referenz unter den Comic-Verfilmungen !!!, 21. Juni 2010
In der vergangenen Dekade gab es so viele Comic-Adaptionen wie noch nie zuvor. Alle Werke aufzuzählen würde hier glatt den Rahmen sprengen. Darum sollte man sich auf die Besten beschränken, und das waren zeitweise die "Spider-Man"- , "X-Men"-Filme (jeweils die ersten beiden Teile !) und "Batman Begins". Diese Superhelden-Marken überflügelten die restliche Konkurrenz mit Leichtigkeit, die entweder nur aus üblen Gurken oder mittelprächtigen Versuchen bestand. Dabei hatte Jede der oben genannten Helden-Marken seinen eigenen Schwerpunkt:
In "Spider-Man" spielte Peter Parkers Hineinwachsen ins Helden-Dasein und die damit verbundene Verantwortung eine maßgebliche Rolle.
"X-Men" fokussierte die Außenseiter-Position der Mutanten, die mit Vorurteilen und Ausgrenzung zu kämpfen haben.
Und "Batman Begins" behandelte das Leben eines normalen Menschen (ohne übernatürliche Kräfte), der mit erlernten Kampfkünsten und hilfreicher Technik versucht, in einer ungerechten Welt etwas zu verändern.
All diese Filme hatten technisch und inhaltlich die Vorreiter-Rolle, wobei man Keinen von denen als absoluten Genre-König hervorheben konnte. Doch das war im Jahre 2008 dann auch nicht mehr nötig, denn Regisseur Christopher Nolan schaffte das Unmögliche und übertrumpfte seinen ohnehin schon hervorragenden "Batman Begins" mit seiner direkte Fortsetzung "The Dark Knight", der sämtliche Comic-Verfilmungen auf die hinteren Plätze verweist.
Der Film ist die konsequente Fortführung der BB-Handlung, die noch düsterer und härter ausfällt als beim Vorgänger und auch lückenlos an dessen Niveau anknüpft. Vollgestopft mit opulenten Bildern, praller aber dennoch bodenständiger Action und messerscharfen Dialogen wird dem Comic-Fan das Nonplusultra kreativen Schaffens gezeigt. Nolans zweite Batman-Geschichte ist nicht nur der klassische Kampf zwischen Gut und Böse, sondern viel mehr auch Vorführ-Beispiel für intensive, dichte Charakterprofile, und das kommt bei einer so interessanten Figuren-Konstellation wie hier voll zum Tragen. Ein zwiegespaltener Bruce Wayne alias Batman, der zwischen Gerechtigkeitswillen und persönlichen Anliegen hin und her pendelt, ein Joker, der pures Chaos, Tod und Anarchie verkörpert, und ein tragischer Harvey Dent aka Two-Face, der sich vom gesetzestreuen Saubermann zum Ebenbild dessen verwandelt, was er leidenschaftlich zu bekämpfen versucht.
Von diesen drei Figuren nimmt der Joker die dominante Stellung ein, welcher den Typus des Filmschurken von Grund auf neu definiert und sich neben den wohl prominentesten Bösewichtern der Filmgeschichte wie Darth Vader, Hannibal Lector und Co. dazugesellen darf. Die personifizierte Mischung aus Wahnsinn und Gewalt kann locker als neuer Bösewichts-Standard des modernen Kinos angesehen werden, und schon daraus bezieht der Film seine einzigartige Klasse. Je besser der Schurke, desto besser auch der Film. Schon allein deswegen ist "The Dark Knight" mehr als sehenswert.
Das gesunde Maß an visuellen Effekten, die fantastische musikalische Untermalung (Hans Zimmer in Bestform), das stimmige Verhältnis aus Action, Tempo und ruhigen Momenten und die Inszenierung an sich sprechen ebenso für sich. Nolans Werk erliegt zu keinem Zeitpunkt dem allgemein erwarteten Bombast, sondern punktet mit einer sehr dramatischen, wendungsreichen und toll durchdachten Geschichte, das mit seiner edlen Optik und zeitgemäßen Action-Einlagen nur unterstrichen wird.
"The Dark Knight" ist großes und anspruchsvolles Popkorn-Kino zugleich ! Und der vorläufige Höhepunkt des Comicfilm-Genres. Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass er laut der internationalen Filmdatenbank IMDB der (bis dato) bestbewerteste Film dieses jungen Jahrtausends ist.
Er bewegt sich in jederlei Hinsicht in fast unerreichbare Sphären, da haben es nachfolgende Comic-Adaptionen richtig schwer, auf gleiche Augenhöhe zu kommen. Ein fast unmögliches Unterfangen, dass höchstens von Meister Nolan selbst getoppt werden könnte. Und wenn ihm Das mit dem abschließenden dritten Teil (welcher noch gedreht wird) gelingen sollte, wäre das einmalig in der Filmgeschichte.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Weg in die Dunkelheit, 26. Januar 2009
Batman war und ist neben Spiderman wohl mein Lieblings Comic-"Held". Oder Anti-Held?
Vielleicht eine Mischung aus beidem.
Ich mochte "Batman Begins" nicht so richtig. Irgendwie war er mir zu... ich weiß nicht... realistisch.
Klingt seltsam, aber ich bin mit den Tim Burton-Filmen aufgewachsen, welche ich beide großartig finde, allein schon wegen dem skurrilem Stil.
"Batman Forever" war so schrill und bunt und trotzdem noch sehenswert (wegen Jim Carrey als Riddler). Den 4. Teil (da weigere ich mich schon den Titel auszusprechen) war einfach eine Katastrophe. Vergessen wir ihn lieber...
Nun, jedenfalls war ich immer diese etwas aufgemotzen Comic-Versionen gewöhnt, daher fand ich den ersten Film von Nolan nicht so berauschend, aber auch nicht schlecht.
Nun zu "The Dark Knight". Also da muss ich sagen, dass er mich schlicht weg aus den Socken gehauen hat!
Obwohl es mir beim Kinobesuch damals gesundheitlich nicht gut ging wollte ich keine Sekunde des Films verpassen, weil er mich einfach in den Sitz gefesselt hat.
Schon die Anfangsszene in der Bank war genial, wo ein Bankräuber den anderen auslöscht um die Belohnung nicht noch mehr zu teilen und am Ende der "Boss" der Bande mit einem Schulbus entkommt. Auf die Idee muss man erstmal kommen.
Batmans Erzfeid erscheint auf der Bildfläche. Der Joker. Heath Ledger "spielte" den Joker nicht nur, er "lebte" ihn auch spürbar. So krank, brutal und psychopatisch hat man ihn noch nie gesehen. Man weiß nichts über ihn, weil er jedem eine andere Geschichte über seine Narben erzählt. "Warum denn so ernst?"
Was hat ihn nach Gotham City geführt?
Batman.
Das ist einer der Gründe, die ich besonders bei dem Film schätze. Der Joker selbst sagt, dass er Batman niemals umbringen könnte, da er ihn vervollständigt.
Dazu hat Batman noch privat genug Probleme zu bewältigen. Seine Freundin hat einen anderen, einen erfolgreichen Rechtsanwalt, der in der Öffentlichkeit viel mehr Ansehen genießt als er.
Die Verwandlung des erfolgreichen Harvey Dent in den zwiespältigen Two-Face ist wirklich sehr gelungen und glaubwürdig und auch das Aussehen ist... schön ekelig. Nein in "Batman Forever" war es viel zu übertrieben. Hier passt es perfekt.
Was am Ende des Films übrig bleibt ist die Erkenntnis, das Batman einfach kein "Held" sein kann. In einer Stadt wie Gotham, in der es voller Verbrechen und Skrupellosigkeit nur so wimmelt ist er gezwungen sich dem anzupassen, auch wenn er nach wie vor für die andere Seite kämpft. Ein dunkler Ritter eben.
Nun, wie gesagt ist dieser Film für mich deutlich besser als sei Vorgänger und gutes Action-Kino mit Story-Tiefgang. Verdiente 5 Sterne.
Dennoch werde ich immer auch Fan der Burton-Filme bleiben. Und auch wenn Ledger wirklich großartig gespielt hat, ein Vergleich zwischen ihn und Jack Nicholson von 1989 ist einfach unangebracht. Beide Rollen werden auf völlig gegensätzlich Weise interpretiert und der Joker war 1989 ideal und genial gespielt. Punkt.
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