Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungene Actionserie - Nachdenken, aber nicht zu ernst nehmen!, 4. Januar 2009
Black Lagoon gehört zu den wenigen Animeserien, die mir auf Anhieb gefallen haben. Auch wenn die Serie auf den ersten Blick sehr erwachsen wirken mag, sollte man die dargestellte Handlung keinesfalls zu ernst nehmen. Es gibt immer wieder Szenen oder Wendungen, die wirklich einfach etwas zu absurd wirken (beispielsweise ein Kindermädchen mit Handgranaten unter dem Rock und Maschinengewehr in Schirm und Koffer), aber ich denke gerade das macht die Serie doch irgendwie aus.
Die Handlung ist schnell erzählt: Ein kleiner Angestellter stolpert aus seiner "heilen" Welt und landet in einer Stadt, in der Korruption, Mord und Totschlag an der Tagesordnung stehen. Hier versucht er, sich auf seine Weise durchzubeißen, sogar seine neuen "Freunde" von seiner Einstellung zu überzeugen - was allerdings nur selten klappt.
Auch wenn die Actionszenen - wie auch in einer anderen Rezension erwähnt - sehr auf "Action" und "Coolness" getrimmt sind, so wird doch immer wieder verdeutlicht, dass es hier keine unbesiegbaren Superhelden gibt (auch Revy bekommt ab und zu etwas ab) und auch "gut und böse" eher eine Sache des Standpunktes sind.
Auch durch Rocks Kommentare wird immer wieder verdeutlicht, dass er das alles garnicht gut heißt und es irgendwie auch nicht in Ordnung sein kann ("Ich möchte nicht wissen, was ein Mensch durchgemacht haben muss, um so kaputt zu sein wie Revy.").
Trotz der teilweise vorhandenen Gewalt und Brutalität gibt es trotzdem auch hin und wieder einzelne Szenen und Einstellungen, die einfach zum Schmunzeln einladen sollen. Beispiele hierfür wären Rocks erster Kaperversuch ("Entschuldigen Sie bitte ...") oder auch die Drogenhalluzinationen ("Das sind Playmates!") im Staffelfinale.
Die Serie ist sicherlich nichts für leichte Gemüter - es gibt ordentlich Tote und Verwundete und auch an Beschimpfungen, Flüchen usw. wird nicht gespart. Wer sich davon nicht abgeschrecken lässt und auch etwas übertriebene Action aushält, sollte sich die Box zumindest einmal ausleihen. Ein Kauf mit über 50 ¤ für gerade einmal 12 Folgen sind zwar recht viel, im Vergleich zu anderen Serien aber trotzdem noch (leider) sehr günstig.
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Nachdem beide Staffeln nun pünktlich zum Veröffentlichungstermin ins Haus geflattert sind ein paar Details zu den DVDs bzw. zum "Rahmenprogramm":
- Menüsprachen: Deutsch oder Polnisch
- Untertitel: Deutsch, Polnisch oder aus
- Audio: Deutsch oder Japanisch (jeweils in Dolby Digital 2.0)
Eine englische Tonspur hätte ich persönlich gerne noch mitgenommen, aber das muss ja nicht unbedingt sein. Die DVD-Menüs selbst bzw. die "Eröffnung" der DVD muss man an dieser Stelle eigentlich loben: Nach der Sprachwahl (Deutsch oder Polnisch) folgen nur das Anime-Virtual-Logo und der obligatorische Hinweis zum Urheberrecht (letzterer besitzt eine recht nett gemachte Überblende ins Hauptmenü). Nervige Raubkopierhinweise oder Zwangstrailer sucht man vergeblich - so ist's richtig!
Jede DVD beinhaltet vier Episoden, die - wie eigentlich im Genre üblich - jeweils in vier Kapitel (Titel, Teil 1, Teil 2, Credits) unterteilt sind. Alternativ kann man sich natürlich auch alle Episoden am Stück ansehen (Titel und Credits bekommt man dann nur jeweils einmal zu sehen und die Episoden werden nur durch die jeweilige Vorschau unterbrochen). An Bild- und Klangqualität kann man jedenfalls nicht meckern: Kein kratzen, kein Rauschen und auch keine Kompressionsartefakte.
Neben obligatorischem Audio-/Untertitelmenü und einem Abschnitt mit verschiedenen Trailern für andere Animes gibt es auch noch einen Bonus-Abschnitt, der allerdings sehr mager ausfällt: Hier findet sich neben einem "Originaltrailer" nur jeweils der Hinweis auf einen Bildschirmschoner bzw. einen Desktophintergrund, den man auf der jeweiligen DVD finden kann. Ein "Making of", Storyboards oder ähnliches wird man hier nicht finden. Für den doch recht stolzen Preis wäre hier etwas mehr sehr wünschenswert gewesen, zumal es gerade Wallpaper auch massenweise im Internet (u.a. auch auf den offiziellen Seiten zur Serie) gibt.
Die 3 DVDs selbst befinden sich in 3 Slimcases, die in einem recht stabilen und schicken Pappschuber unterkommen. Auch wenn ich das selbst nicht überprüfen kann, scheint es sich bei den einzelnen DVDs um die ursprünglich schon einzeln erhältlichen Ausgaben zu handeln, da z.B. auch die einzelnen DVDs und deren Coverhüllen Copyrightvermerke von 2006 bzw. 2007 tragen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Lagune, in die man eintauchen sollte, 4. Januar 2009
Black Lagoon hat sich in der deutschen Animeszene, zumindest unter den (fast) erwachsenen Fans, einen Namen gemacht. Dieser Anime hat das Potenzial, das Bild, welches im Westen von Animes vorherrscht (nämlich jenes von Kinderfilmen) mit einem Mal zu zerschlagen. In Black Lagoon hagelt es gradezu Vulgärsprache, Gewalt, Schießereien und coole Sprüche. Doch eins nach dem anderen.
Zunächst etwas zur Story: der japanische Büroangestellte Rokuro Okajima bekommt von seiner Firma den Auftrag, einen Koffer von A nach B zu befördern. Das Boot, welches ihn an seinen Zielort bringen soll, wird jedoch von niemand geringerem als der Lagoon Company, bestehen aus dem afroamerikanischen Boss Dutch, dem US-amerikanischen Techniker Benny und der schießwütigen Revy mit dem Spitznamen "Two Hands", die halb US-Amerikanerin und halb Chinesin ist, geentert. Diese sollen den Koffer besorgen und nehmen Rokuro gleich mit. Dessen Firma setzt nun ihre Leute auf die Lagoon Company an. Das Schicksal ihres Angestellten interessiert sie nicht mehr. In Japan erklären sie ihn offziell für tot. Die Gruppe wird aus der Luft attackiert und schließlich in die Enge getrieben. Rokuro hat jedoch die rettende Lösung und es gelingt der Company, mit einem blauen Auge davonzukommen. Den Koffer übergeben sie Balalaika, der Chefin der russischen Mafia-Organisation "Hotel Moskau" und Rokuro, dessen Spitzname fortan "Rock" ist, bleibt bei der Lagoon Company. Im weiteren Verlauf der Serie erledigt die Company mit ihrem Torpedoboot, der Titelgebenden "Black Lagoon", Aufträge für verschiedene Ganoven, meist hohe Tiere in bekannten Verbrecherorganisationen. Die Handlung trägt sich größtenteils in der fiktiven Hafenstadt Roanapur in Thailand zu. Die stadt wird ausschließlich von Verbrechern bewohnt, Mafia-Organisationen sorgen für die Ordnung, die Polizei arbeitet schlampig und hat keine rechte Lust, ihre Aufgabe zu erledigen, selbst die Nonnen in der Kirche tragen stets eine Waffe unter der Kutte und sind bereit, jederzeit jemanden umzulegen.
Rock wird immer wieder mit einer Welt konfrontiert, die seinem ganzen bisherigen Lebensbild widerspricht. Gewalt ist nahezu immer das erste Mittel, Moral hat keinerlei Wert mehr. Die ganze Serie hindurch gerät er in innere Konflikte mit sich selbst und wehrt sich dagegen, den neuen Lebensstil völlig anzunehmen, klammert sich also an sein altes, sicheres Leben, in dem Recht, Ordnung und Anstand noch nicht durch Waffengewalt ersetzt waren. Vor allem zu Beginn stößt er hierbei immer wieder an Revy, die mit großem Ärger auf Rocks Gewissensbisse reagiert. Sie selbst kannte nie etwas anderes als das Leben, das Rock nun langsam kennenlernt, und ist (unwissentlich?) eifersüchtig auf ihn.
Was die weitere Handlung angeht, steht Black Lagoon einem Actionfil mit echten Schauspielern in nichts nach (die letzten James Bond Filme übertrifft die Serie gar um Längen). Es gibt keine Folge, in der es nicht wenigstens ein kleines Duell gibt, meist gibt es jedoch Handfeste Schießereien, auch Autoverfolgungsjagden gibt es immer wieder. Später kommen auch Waffen wie Flammenwerfer und Katanas vor. Für ausreichend Abwechslung während der Action-Szenen ist also gesorgt. Die Themen, welche der Handlung zu Grunde liegen, sind in Black Lagoon stets sehr ernste. So kommt es gleich zu Beginn zu einem Zusammentreffen mit Neo-Nazis, später geht es dann beispielsweise um 2 Kinder, die ihren Verstand verloren und zu Mordlüsternen Irren mutierten (da diese Folgen zu den für mich spannendsten gehören, verrate ich nichts weiter). Meinem Vorredner möchte ich übrigens an dieser Stelle einmal widersprechen: Die behandelten Themen und die Gewalt werden nicht mehr verherrlicht, als in bekannten Actionfilmen. Dies mag so erscheinen, da Emotionen und Moral in Black Lagoon, im Gegensatz zu besagten Filmen, niemals die Oberhand gewinnen. Trotz allem sind sie, grade durch ihre Abwesenheit, zentrale Elemente der Serie und werden oft Hinterfragt. Das ganze ist jedoch nur realistisch: man mag als Zuschauer anfangen, Revy zu mögen, doch ihre Geschichte ändert nichts an der Tatsache, dass sie eine abgebrühte Killerin ist, die vielleicht sogar Kinder töten könnte, ohne mit der Wimper zu zucken. Ebenso verhält es sich mit den anderen Charakteren. Dadurch wird Gewalt jedoch nicht verherrlicht, sondern einfach realistisch dargestellt: kalt und grausam.
Während der geneigte Zuschauer teilweise stark mit den Charakteren mitfühlt, Freud und Leid mit ihnen teilt, holen ihn die Charaktere selbst schnell wieder aus dieser Position: die sind nämlich allesamt total abgebrüht und haben in der Regel kein Problem damit, jemanden umzulegen, ob es nun ein Mann oder ein kleines Kind ist. Wer stört, muss weg. Natürlich hat ein solches Verhalten siene Wurzeln in der Vergangenheit. Leider erfährt man über keinen der Charaktere wirklich viel, sondern lediglich Bruchstücke der Vergangenheit. Doch gerade das macht die Charaktere in Black Lagoon so interessant: man weiß, dass etwas war, aber nicht WAS es war. Lediglich das Leben von Rock kann man sich relativ genau vorstellen, da er ein durchschnittliches Tokioter Leben führte.
Auf der technischen Seite kann sich Black Lagoon wahrlich sehen lassen. Tolle Farbgebung und gelunge Animationen lassen den Anime flüssig und dynamisch wirken. Noch dazu sind auch die Hintergründe in aller Regel nicht nur steife Bilder, sondern stets lebendig, was viele Anime nicht von sich behaupten können (in denen "vorbeigehende" Passanten mit einem ausgestrecten Bein in der Luft stehen). Die Hintergrundmusik unterstreicht das Geschehen stets wundervoll. Auch Opening und Ending sind nicht zu verachten. Das Opening sorgt mit flotten Rock- und Technoklängen dafür, dass man Lust auf ein paar Schüsse mit aus diesen resultierendem Blut bekommt, während das Ending fließend von der Episode in die Endsequenz übergeht und durch ruhige Klänge eine fast melancholische Stimmung hervorruft. Auch die deutsche Synchronisation findet meinen Gefallen (und das können die meisten deutschen Anime-Synchros, abgesehen von dem genialen Dragonball Z) nicht von sich behaupten. Die Sprecher aus Black Lagoon gefielen mir jedoch allesamt sehr gut.
Fazit: Ich habe mir Black Lagoon sowie die 2. Staffel, "The Second Barrage", im Internet auf Deutsch zu Gemüte geführt und war von der ersten Folge an begeistert. Durch die DVD Boxen bekomme ich nun die Gelegenheit, mir die beiden Staffeln für einen erschwinglichen Preis in guter Qualität nach Hause zu holen. Bedenkt man, dass jede DVD einzeln etwa 30 Euro kostet, bekommt man theoretisch sogar eine DVD geschenkt, es lohnt sich also. An alle Liebhaber von Actionfilmen und anspruchsvoller, erwachsener Zeichentrickunterhaltung richte ich eine Kaufempfehlung. 5 Sterne für einen Anime, welcher, zumindest in Deutschen Breitengraden, seinesgleichen sucht.
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
SATTE ACTION, TEILS ZU BRUTAL UND UEBERTRIEBEN, 13. März 2009
Als begeisteter Anime Sammler habe ich mich tierisch auf die Sammlerboxen von "Black Lagoon" gefreut. Die erste Staffel umfasst 12 Episoden, die alle in dieser Box vertreten sind, die zweite Staffel mit ebenfalls 12 Episoden gibt es auch in einer Box zu kaufen.
Nun, ich habe mir nun alle 24 Episoden dreimal angesehen und und leider kann ich nur drei Sterne vergeben.
"Black Lagoon" ist sicherlich ein qualitativ hoch anzusiedelnder Anime, denn die technische Umsetzung ist Klasse. Allerdings wurde ich von den Storys bitter enttaeuscht.
Zunaechst das Positive:
- fantastische Zeichnungen und Animationen;
- atemberaubende Action-Sequenzen mit toller musikalischer Untermalung;
- interessante Charaktere;
- kompromisslos in der Gewaltdarstellung.
Das Negative:
- kompromisslos in der Gewaltdarstellung. Ja, genau, ist fuer mich sowohl ein postiver als auch negativer Punkt. Ich finde, explizite Gewaltdarstellung ist in Filmen und Animen immer dort angebracht, wann es der plot verlangt und wenn damit nicht uebertieben wird. Leider wird in "Black Lagoon" zu oft mit Gewalt, Waffen und Morden gespielt und nach ein paar Folgen sehen sich die in der Gegend herumliegenden, blutigen Koerper geradezu laecherlich an. Mordende Nonnen, Kinder als Serienmoerder, russische Armeeeinheiten als Mafiabanden - zuviel des Guten, zuviel grundlose Gewalt (die Kinder bitte immer vorher ins Bett schicken)! Dies laesst sich am besten an der Protagonistin Revy erklaeren. Sie hat alles, um an den Charme von anderen Animeladys aufzuknuepfen (z.B. der Mayor in "Ghost In The Shell" oder Faye aus "Cowboy Bebop"): kesse Sprueche, Lara Croft-Outfit und geheimnisvolle Vergangenheit. Allerdings faellt sie in jeder Folge durch grundloses Morden an unschuldigen Menschen negativ auf und wird so im Verlauf der Serie zu einem oberflaechlichen, brutalen Charakter, der im Vergleich zum sensiblen Rock alle negative Seiten eines Menschen aufzeigt. Schade;
- storys: der Prolog (Rock kommt als braver Bueroangestellter in eine gesetzlose Stadt) ist nicht einmal so schlecht. Aber ueber 24 Episoden haette ich mir schon etwas sinnvolleres erwartet. Geschichten, die hoechstens fuer ein Folge ansatzweise glaubhaft sind, werden ueber drei Folgen geschleppt und durch sinnlose Ballereien miteinander verbunden. Vor allem die letzte Geschichte (6 Folgen glaub ich) kann ich bei besten Willen nicht nachvollziehen: die fiktive Stadt Ruanapur in Thailand ist doch die beste Idee der Serie, warum sollte man den Showdown nach Tokyo verlegen, noch dazu ohne Dutch und Benny???
FAZIT: "Black Lagoon" lebt von den Actionszenen, die den Kauf sicherlich wert sind. Allerdings sollte zwischen einem Kampf und den anderen noch was anderes dabei sein und genau dies fehlt. Beispielsweise haette ich mir eine sinnvolle Vertiefung des Verhaeltnis von Rock und Revy gewuenscht.
Fuer Animefans ist "Black Lagoon" trotzdem einen Blick wert. Einsteigern, die in die Welt des Animes eintauchen wollen, empfehle ich auf jeden Fall andere Serien wie COWBOY BEBOP, SAMURAI CHAMPLOO oder GHOST IN THE SHELL, die um einiges tiefgruendiger sind und nicht durch uebertriebene Gewaltverherrlichung auffallen.
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