Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ehrfurchtgebietend und zutiefst spirituell, 2. Mai 2008
Wolves in the Throne Room sind nicht wie andere Bands.
Die Band, die auf einer Farm in den Wäldern ihrer am Nordpazifik gelegen Heimat Washington lebt, interessiert sich nicht für Konventionen, erst recht nicht für musikalische.
So ist auch ihr zweites Album "Two Hunters" nicht der Versuch, es dem Geschmack irgendeiner Szene oder selbsterklärten elitären Gruppe recht zu machen, sondern wirkt auf den Hörer vielmehr wie eine Urgewalt, wie eine Verkörperung jener elementaren, brutalen und reinen Naturkräfte, die solche wahrhaft großen Black Metal Bands wie einst Burzum inspirierten. Wolves in the Throne Room spielen auf "Two Hunters" nun aber keinen vollkommen klassischen Black Metal. Konzpierten sie ihr Vorgängeralbum noch als Tribut an diese Musikrichtung, werden die typischen Black Metal Elemente hier teilweise reduziert eingesetzt. Wie bereits auf "Diadem of 12 Stars" findet jedoch auch auf diesem Album neben dem dröhnenden männlichen Schreigesang hin und wieder heller und klarer Frauengesang seinen Platz, was manche Hörer stört und in der Tat zunächst etwas ungewohnt erscheint, sich aber dennoch wunderbar ins Gesamtkonzept einfügt, da der Frauengesang eine ausgesprochen majestätische Wirkung ausstrahlt und dennoch nie aufdringlich oder aufgesetzt erscheint.
Auch die Keyboards werden nicht überbelastet, sondern eher zurückhaltend eingesetzt, aber gerade dieser Minimalismus trägt viel zu einer ganz eigenen Atmosphäre bei.
Denn wo bspw. Burzum die Kälte und die von Isolation bestimmte, grausame Seite der Natur auf imposante Weise lebendig werden lassen, so bereichern Wolves in the Throne Room diesen, in ihrem eigenen Werk ebenfalls essentiellen Aspekt um lichte Momente, sodass sich auf ihrem Album "Two Hunters" nicht nur die Kräfte der Zerstörung vertont finden, sondern ebenso jene der Schöpfung, der Wiedergeburt und der Hoffnung.
Wie sich das anhört? Absolut erhaben.
Als musikalisches Stilmittel wird hier auch oftmals die Monotonie eingesetzt, sodass die Musik oftmals geradezu hypnotisch klingt, manchmal gar bedrückend.
Da klingt das donnernde Schlagzeug wie ein Hagelsturm und die brummenden Gittaren wie ein langsam, aber mächtig dahinfließender Fluss.
Was Wolves in the Throne Room hier vorstellen, ist Kunst auf höchstem Niveau. Es wäre sinnlos, ein einzelnes Lied gesondert hervorheben zu wollen, da das Album zweifellos als Gesamtkunstwerk zu verstehen ist.
Allein Liedtitel wie "I Will Lay My Bones Among The Rocks And Roots" zeugen schon von jener kargen Poesie und der ursprünglichen, kompromisslosen Form der Naturverbundenheit, die sich wie ein roter Faden durch das Werk der Band zieht und den Hörer staundend, erschüttert und letztlich zutiefst beglückt zurücklässt.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Abseits der Klischees, 18. Dezember 2008
Endlich mal ein Black Metal-Album, falls man es überhaupt so nennen kann, das auch mich begeistern kann. Süchtigmachend, ich verspreche es. Und auch keine Verbindungen zur rechten Thor-Szene oder Satanisten. Einfach geiler Metal. Weihnachtstipp!
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5.0 von 5 Sternen
Back to the roots mit Niveau, 11. Juli 2009
"Two Hunters" ist als Gesamtkunstwerk zu verstehen-wie die seelenverwandten Negura Bunget mit Om. Daher lohnt es sich auch nicht, das Album nach Tracks zu sezieren, da einfach alles zueinander paßt. Keyboards, Frauengesang und schwarzmetallische Raserei bilden eine unzertrennbare Einheit, das Melodiöse ist stets präsent, wenn nicht gerade im Gesang, dann auf jeden Fall in den Gitarrenriffs und Keyboards. Die Intensität dieser Band erinnert mich an die frühen Neunziger und hier vor allem an Emperor mit In the Nightside Eclipse.
Majestätisch und erhaben, aber auch filigran und zerbrechlich-eine solche Scheibe ist mir schon seit langem nicht mehr begegnet. Daher kommt für mich nur die Höchstnote in Frage-und eine strikte Kaufempfehlung für alle Freunde des unverfälschten Underground!
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