Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schöne Musik zum Träumen, 7. September 2008
Zuallererst bin ich ja der Meinung dass, wer für Ritchie Blackmore zu Deep Purple und Rainbow-Zeiten schwärmt und mit "fader Renaissancemusik" nichts anfangen kann, sich nicht alle 11 Alben von Blackmore's Night kaufen und sich dann jedes Mal erneut darüber beklagen sollte, dass der Mann nun eben **nicht** mehr Rainbow und Deep Purple macht. Irgendwann muss man sich halt auch mal mit der Tatsache abfinden, dass auch Rocker älter werden und mal was anderes machen möchten :o)
Als nächstes: Blackmore's Night machen keine *Renaissance*musik, zumindest nicht das, was wir Europäer darunter verstehen. Aber wer schon einmal in den USA auf einem der beliebten "Ren Faires", wo BMN ja auch gerne auftreten, war, der wird wissen, dass die Grenzen dort nicht so eng gefasst sind. Und obwohl Ritchie natürlich Brite ist und auch die meisten Mitglieder der Band, ist die Musik doch sehr auf das US-Publikum zugeschnitten.
BMN machen also eine Mischung aus Mittelalterlich, Renaissance (wobei zu diesen beiden Kategorien nur die Verwendung altertümlicher Instrumente zählen dürfte), Folk, Fantasy, Pop und Rock. Dass das Ganze gut ankommt zeigt sich unter anderem daran, dass eingängige BMN-Songs immer wieder gerne als Untermalung für diverse TV-Shows herhalten müssen; sowie an der Besucherzahl der Konzerte (auf denen übrigens auch so mancher Altrocker anzutreffen ist).
Mit "Secret Voyage" haben BMN nun endlich wieder ein Album geschaffen, das an den Erfolg von "Under a violet moon" oder "Shadow of the Moon" anknüpfen kann. Der unmittelbare Vorgänger "Village lantern" war auch nicht schlecht, hatte jedoch für meinen Geschmack nur 3-4 Highlights, während der Rest halt so dahinplätscherte und mit "Olde Mill Inn" sogar eine gar grauslige Nummer in bestem amerikanischen Kitsch-"Renaissance"-Klischee aufwies.
Bei "Secret Voyage" dagegen klingen keine zwei Stücke gleich. Besonders positiv fällt die Experimentierfreudigkeit mit anderen Instrumenten als dem Dudelsack, Flöte, Harfe und Schalmei auf: So bekommen wir hier Zimbeln zu hören, ungarische Geigen und allerhand exotisches anderes. Die Lieder sind abwechslungsreich und stimmungsvoll (Peasant's promise) von heiter-beschwingt bis traurig-anrührend (Sister Gypsy, das ein wenig an "Ocean Gypsy" vom Shadow of the Moon-Album erinnert). Teilweise klingen orientalische Weisen an, dann fühlt man sich wieder in ein typisches "Zigeuner"-Lager-Ambiente versetzt ("Toast to tomorrow") und möchte am liebsten zu dem flotten umta-umta-umtata-Rhythmus mittanzen. Auch "traditionelle" BNM-Stücke gibt es, wie z.B. "Rainbow eyes" oder "Gilded cage", die für meinen Geschmack ein bißchen zu brav daherkommen, aber an alte Klassiker sicherlich anknüpfen. Solche wenigen 'Schwachstellen' werden aber durch die überdurschnittlich herausragenden anderen Nummern mehr als wettgemacht.
Natürlich klingt irgendwann mal jedes Album einer Band irgendwie "gleich", aber genau das macht doch auch einen unverwechselbaren Stil aus. Würde die Band plötzlich ganz was anderes machen, würden die Fans auch wieder aufjohlen. Klar, wenn man 3 BMN-Alben hintereinander hört, verschmilzt alles irgendwie zu einem Brei und wird Candices ohnehin gewöhnungsbedürftige Stimme nervig, aber man sollte ja auch wissen, wo dann mal Schluß ist ;-)
Innerhalb ihrer eigenen Stildefinition haben BNM hier dann tatsächlich ein abwechslungsreiches, interessantes und dennoch für sie typisches Album mit schöner Musik zum Träumen geschaffen.
Auch mit dem "leidigen" Elvis-Cover kann man leben. Coverversionen sind ja fast schon Tradition auf einem BNM-Album, und der gute Ritchie kann ja nicht auf jedem Album eine alte Deep Purple-Nummer einspielen ;-)
Alles in allem gebe ich "Secret Voyage" fünf Sterne und eine glatte Kaufempfehlung. Anspieltips: "Toast to tomorrow", "The circle", "Sister Gypsy", "Peasant's promise".
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine geheime Reise von Ritchie und Candice, 27. Juli 2008
Hier also das neue Album von Blackmore`s Night namens "Secret Voyage". Es hat sich eigentlich wenig verändert, man erkennt die Gruppe sofort. Das kann man positiv finden oder eben auch nicht, sicher Ansichtssache.
Das Album fängt ganz stark an mit `God save the keg` und `Locked within the crystal ball`. `God save...` ist ein Instrumental mit toller Orgel und dann kommt der Mittelaltertouch dazu. `Locked within...` würde ich zu den Top 10 aller Blackmore`s Night-Songs zählen, klasse. Dann wird es aber langsam mauer, besonders viele highlights kommen nicht mehr. `Rainbow eyes` gefällt mir von Rainbow besser. Ritchie spielt hier aber eine geniale E-Gitarre. Was das mit `Can`t help falling in love` soll, keine Ahnung?! Der Song ist nicht schlecht, aber vollkommen anders als von Elvis. Das Album hört unspektakulär mit den 2 Songs `Far far away` und `Empty words` auf. Gut, aber nicht überragend.
Insgesamt ist "Secret Voyage" ein wirklich gutes Album, einige (kleine) Hänger aber auch mehrere gute Stücke. Ansonsten nichts Neues von den beiden Liebenden. Fans der Gruppe sollten sich das Album zulegen, anderen würde ich eher zu "Shadow Of The Moon" und "Under A Violet Moon" raten.
4 Sterne.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Exzellentes Mittelmaß mit Perlen, 29. Juni 2008
Auch dieses Blackmore's Night Album wird wieder polarisierende Meinungen ernten. Im Gegensatz zur letzten Scheibe "The Village lanterne" klingt das Ganze wieder griffiger. Der einzige richtige Ausreißer nach unten ist zweifellos "can't help falling in love", daß sich sicherlich gut in jeder Frühsendung deutscher mainstream Radiostationen etablieren könnte, aber zwischen Werbung, Wetter und Verkehr gehört Candice Night mit Ihrer wunderbaren Stimme nicht hin.
Die beiden für mich besten Tracks sind zweifellos "Locked within the crystal ball", welches über eine wahnsinns Power verfügt, neben Candice's Stimme kommen sowohl akustische wie auch elektrische Gitarren ins Spiel, verfeinert wird das Ganze durch die mittelalterliche Stimmung sowie eine elegante Melodieführung und das über acht Minuten länge.
Getoppt wird die Stimmung nur noch durch das Stück "The circle " welches zwar nur knapp fünf Minuten lang ist, aber noch mehr Potential aufweist, Raum und Zeit lösen sich auf, so als würde sich das Paradies dem Zuhörer offenbaren, die hymnische Struktur machen die Benutzung der Repeat-Taste zur Pflicht und irgendwie erinnert es ein wenig an den Rockklassiker "Lady in Black", welcher ebenfalls nur aus zwei Acorden besteht und ´sowohl im großen gefüllten Stadium aber auch in enger Zweisamkeit mit einem geliebten Menschen funktioniert.
Weitere Anspieltipps sind für mich die Titel "Rainbow eyes", welches ebenfalls durch seinen satten Sound ppunkten kann und das romantische "Far far away ", welches mit Sicherheit ein typischer Blackmore's Night Seelenstreichler ist.
Fazit: An das Debutalbum "Shadow of the moon" reicht es nicht heran, trotzdem halte ich es für einen Pflichtkauf für alle Blackmore's Night Fans und für alle Anderen lohnt es sich einmal reinzuhören.
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