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E. N. d. [Energy Never Dies]
 
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E. N. d. [Energy Never Dies]

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Produktinformation

  • Audio CD (9. Juni 2009)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Import (Megaphon)
  • ASIN: B00192IV0O
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Schallplatte
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 10.091 in Musik (Die Bestseller Musik)

1. Boom Boom Pow
2. Rock That Body
3. Meet Me Halfway
4. Imma Be
5. I Gotta Feeling
6. Alive
7. Missing You
8. Ring-A-Ling
9. Party All the Time
10. Out of My Head
11. Electric City
12. Showdown
13. Now Generation
14. One Tribe
15. Rockin to the Beat

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein gerader Strich von unten links nach oben rechts markiert den Karriereverlauf der Black Eyed Peas. Keine Bergkettenformationen oder Unebenen mit dem Aussehen eines Sägeblattes sind zu sehen, alles ist makellos. Von Album zu Album erhöhten sich die Verkaufszahlen, und was im freundlichen dreistelligen Bereich begann, befindet sich längst in den Millionenregionen. Es sei ihnen frei von Neid gegönnt. Parallel zum Erfolg aber entfernten sich die Core-Gründungsmitglieder Taboo, Will.I.Am, Apl De Ap vom Conscious Rap hin zum Mainstream, spätesten mit dem Eintritt der Sängerin Stacy „Fergie“ Ferguson nahm diese Entwicklung Fahrt auf. Auf ihrem fünften Album The E.N.D., ein Akronym für „The Energy Never Dies“, ist die stilistische Abkehr vom Underground-HipHop mit seinen Wurzeln im Jazz so radikal wie nie zuvor. Legt man zwischendurch das Debüt Behind The Front (Platz 129 der US-Charts!!) oder den Nachfolger Bridging The Gap auf, so fällt es einem schwer zu glauben, dass es sich hier um ein und dieselbe Gruppe handelt. Selbst die radikalen Genre-Hopper Beastie Boys haben nie ihren Wiedererkennungswert verloren, die BEP aber nehmen mit dem extremen Kurswechsel von The E.N.D. in Kauf, ihre komplette alte Fangemeinde zu verprellen, ja zu verjagen. Das Cyber-Cover und sämtliche Bilder im Booklet machen früh klar, was die Songs dann bestätigen: ade Analogie, willkommen in der Digitalität, ade Underground, willkommen Mainstream, vergesst die Vergangenheit, hier ist die Zukunft. Auch das geht neidfrei völlig in Ordnung, wäre das nicht ein massives Problem. Für eine Band, die sich außerhalb der Musik engagiert (Independent-Film, Politik), haben die Texte teilweise ein unterirdisches Niveau. Wichtiger aber dürfte eine Mehrheit aber die Musik sein, und die reduziert sich auf satt produzierten Elektro-Pop-Rap mit Funk-Elementen, vielen digitalen Beats und nervenden Vokoder-Stimmen. Damit mögen sie im Sommer 2009 mit Hits wie Boom Boom Pow auf jeder Party präsent sein, nachhaltig aber ist an The E.N.D. gar nichts, kein Track hat die Klasse zur Hymne. Wer das Glück hatte, Dance-Ikonen wie Daft Punk, Chemical Brothers oder Justice in deren ganz frühen Tagen auf der Bühne gesehen zu haben, dürfte sich fragen, warum die Black Eyed Peas auf einen Zug aufspringen, von dem nur noch die Rücklichter zu sehen sind. - Sven Niechziol


motor.de

"The E.N.D." ist da, um die Medien und Clubs diesen Sommer in Beschlag zu nehmen. Dabei sind die Black Eyed Peas elektronischer als je zuvor.

Als gestandene Hip Hop Crew kamen sie aus dem Untergrund. Von Rap bis Breakdance bedienten sie alles, was notwendig ist, um "street-credibel" zu sein. Dann schlugen sie eine kommerzielle Richtung ein, holte die ansehnliche Stacy Ferguson (besser bekannt als Fergie) ins Boot und die Charts wurden annektiert. Seither produzieren die Black Eyed Peas Hits am Fließband, bleiben aber trotz Mainstream-Anspruch abwechslungsreich. So auch im neuen "The E.N.D.", ein Album, was sich vornehmlich auf Dance, Electro, Dancehall und House konzentriert.

"Boom Boom Pow" schallt es schon in den Wochen vor Release des Albums aus den Boxen. Die neue stilistische Ausrichtung die Hip Hop Crew um Mastermind Will.i.am kommt dem Konsumenten mit dem digitalen Holzhammer entgegen. In feinster Kanye West-Manier rappen roboterhaft die Auto-Tune verfremdeten Stimmen, was kein Einzelfall auf "The E.N.D." darstellt. Dazu ein aufwendiges Video in futuristischer Computer Ästhetik.

Kurzerhand wurde die erste Single auch zum Opener erkoren, dem nur ein kurzes Roboter-Stimmen-Intro zuvorkommt. Dieses greift lehrerhaft das Akronym des Albumtitels auf, um quantenphysikalisch zu erklären, dass Energie nicht verloren geht ("Energy Never Dies"). Und schon beginnt die spacige Fahrt durch treibendes Material. Für den massiven Sound sorgen entsprechende Produzenten wie MSTRKRFT, die französische House-Legende David Guetta oder Keith Harris, die Will zur Perfektion seines Dance-Punks hinzuzog.

Genregrenzen werden dabei rigoros weggebeamt, so dass ungehindert vom Dancehall-Vibe des Titels "Electric City" zum eher Country-Rockingen in "Now Generation" gesprungen werden kann. Im humanistischen "One Tribe" finden sich afrikanische Anklänge, während in feinster Ibiza-Sommer-Hit-Manier bei "Party All The Time" der klassischen Club-Philosophie Platz machen muss ("Throw your hands...").

Die Rapper Taboo und Apl.de.ap liefern wie üblich neben Will solide Beiträge und Fergie setzt die melodischen Akzente ohne die Fans intellektuell zu überfordern. Hinzu gesellt sich die gesamte digitale Effektpallette. Synthies und Vocoder-Klänge reichen sich die Hand. Organische Sounds oder gar das Remake eines Klassikern à la "Mas Que Nada" von Sergio Mendes bleiben aus. Durch kurze Bläser- und Gesangs-Samples sowie eine groovige Bassline stellt "Out Of My Head" noch das unsynthetischste Stück des Albums dar. Ansonsten wird durchweg gebounct und geraved.

Effekt-beladen, stimmenverfremdet und überwiegend synthetisch glorifizieren die Black Eyed Peas flächendeckend auch 2009 die Party-Kultur. Inhaltliche und musikalische Alternativen bzw. Verschnaufpausen bilden die Ausnahme. "The E.N.D." stellt dadurch einen weiteren Meilenstein ihrer kommerziellen, massentauglichen Pop-Musik dar. Das Richtige, um den urbanen Alltag hinter sich zu lassen und unbeschwert der Club-Nacht zu frönen.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Electro Pop und Dancefloor im Überfluss, 23. Juli 2009
Von V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Ähnlich wie ,die fantastischen vier', haben auch will.I.am und co nun endgültig den Wandel von Hip Hopzu Pop vollzogen. Hier in Form eines Electro und Dancfloor-lastigen Albums, mit dem Sie anscheinend das im Sterben liegend Genre der Dancfloor Music wiederbeleben wollen.

Die Kompositionen gehen größtenteils in Ordnung ist doch die Qualitätskontrolle von will.i.am für das was aufs Album kommt sehr streng, und Ohrwürmer finden sich hier ja wieder zu Hauf - ,Rock That Body', ,Meet Me Halfway', ,Ring-A-Ling', ,Party All The Time' - ja und genau letzteres ist als Motto genommen denn - neben der seit ,elephunk' eh immer geringer werdenden Halbwertszeit der Lieder - auch das Hauptproblem dieses Albums - es ist zu eintönig, die beats und die tempi ähneln sich zu sehr, auch wenn die BEP immer wieder in den Liedern Passagen einbauen, bei denen es zu Rhythmus und Tempi-Wechseln kommt - der Grundtenor bleibt fast immer der Gleiche. Das gilt auch für die Harmonien - alles happy, alles party, man sehnt sich nach der Hälfte so richtig nach einem düsteren Stück mit schleppenden beat.

Funktioniert für einen Sommer auf den Tanzflächen sicher hervorragend, Nachhaltigkeit sucht man hier aber vergeblich. Wegen der astreinen Produktion und dem Kommerz-Potential aber trotzdem (noch) 4 Sterne. In der Disziplin sind die BEP immer noch konkurrenzlos, allerdings hättens hier 10 tracks auch getan.
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