Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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87 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Was für eine Story!, 14. Juni 2007
Zugegeben, Brad McGann nimmt einen gewaltigen Anlauf, ehe die Geschichte in Fahrt kommt. Wer mit tiefsinnigen, warmen und melancholischen Bildern nicht viel anfangen kann, der wird die erste halbe Stunde des Films vermutlich nicht "überleben". Aber was dann passiert, wie sich Handlungsstränge, auf die wir vom Regisseur mit äußerster Präzision hingewiesen werden, zu einer Story verdichten, die vor Sinn und Verstand und vor allem jeder Menge Überraschungen fast schon platzt, das ist phänomenal. "Als das Meer verschwand" ist ein genialer Autorenfilm, der die Romanvorlage mit dem viel passenderen Titel "My fathers den" so kontrastreich und unterhaltsam auf Zelluloid bannt, dass man am Ende des Films sogar noch den Abspann genießt.
Der Kriegsfotograf Paul kommt nach 16 Jahren in der Fremde in sein Heimatdorf zurück. Er will zur Beerdigung seines Vaters. Im Ort scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Paul trifft die Familie seines Bruders, die ihm gegenüber sehr verschlossen reagiert. Er bezieht die ehemalige Wohnung seines Vaters und trifft dort in einer Hütte, die sein Vater mit Büchern und Alben vollgestellt hat, die 16jährige Celia. Zwischen den beiden entsteht nach und nach eine innige Beziehung, wie zwischen Vater und Tochter. Als Celia eines Tages verschwindet, richtet sich der Verdacht der kleinbürgerlichen Bevölkerung sofort gegen Paul. Der macht sich auf die Suche und landet prompt in der eigenen Vergangenheit. Im Geheimnis seiner Familie liegt der Schlüssel zu Celias Verschwinden. Paul ist wild entschlossen, dieses Geheimnis zu lüften. Als er die Schatten der Vergangenheit zerreisst, erwartet ihn ein unvorstellbarer Abgrund...
"Als das Meer verschwand" ist melancholisch, dramatisch und schonungslos offen erzählt. Die Story schlägt Haken und Purzelbäume, denen der Zuschauer jedoch problemlos folgen kann. Die Rückblenden sind exquisit gesetzt und sorgen nicht für Verwirrung sondern für Klarheit und Verständnis. Zum Schluss fügen sich Hunderte von Puzzleteilen zu einem perfekten Bild. Das Ganze wird untermalt von einem Soundtrack, dessen Herzstück Pattis Smiths magischer Gesang ist. Ein hundertprozentiger Treffer!
Matthew McFayden und Emily Barclay spielen das ungleiche Paar mit Hingebung und Liebe. Jede Geste, jedes Wort, jede noch so kleine Andeutung erscheint glaubwürdig.
Lassen sie sich also von der ersten halben Stunde nicht abschrecken. Manchmal braucht man einen langen Anlauf für einen gewaltigen Sprung. Und der ist Brad McGann mit "Als das Meer verschwand" gelungen. Nicht umsonst hat der Film etliche Preise eingeheimst. Ich werde mir in jedem Fall auch noch die Romanvorlage zulegen; denn dieser Film ist wirklich etwas Besonderes.
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34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ganz großes Kino!, 14. November 2005
Ich habe den Film gerade auf dem Filmfest Braunschweig gesehen, wo er sich in zwei Vorstellungen so sehr zum Publikumsrenner entwickelte, daß noch eine zusätzliche dritte Vorstellung angesetzt werden mußte. Von der Geschichte sollte man nicht allzu viel verraten, denn der Film spielt auf geniale Weise mit den Erwartungen und Sehgewohnheiten der Zuschauer. Dieser Film gehört ganz einfach zu denen, durch die man Zeit und Raum völlig vergißt und tief berührt wird. Neben der großartigen Story, der raffinierten Erzählweise und den wunderbaren Bildern tragen vor allem auch die atemberaubenden schauspielerischen Leistungen dazu bei, vor allem von Matthew MacFadyen, den man nach "Stolz und Vorurteil" und diesem Film ganz bestimmt nicht so schnell wieder vergißt. Aber auch die Schauspielerin in der Rolle der jungen Celia ist großartig. Kaum zu glauben, daß das ein Debütfilm ist!!! Ich hoffe sehr, daß dieser Film auch in Deutschland ins Kino kommen wird, damit ich ihn mir nochmal ansehen kann, und fiebere schon der deutschen Ausgabe der DVD entgegen (ich brauche dann doch ab und zu die Untertitel...). Prädikat: Unbedingt anschauen! Ihr werdet es garantiert nicht bereuen!
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fünf Sterne sind berechtigt, 6. Mai 2006
Auf den Film gestoßen bin ich allein durch Schauspieler Matthew MacFadyen, den ich in 'Stolz und Vorurteil' gesehen habe. Die Rezensionen hier haben mich überzeugt, also habe ich mir den Film zugelegt. Gerade habe ich ihn mir angesehen und muss sagen: es ist wirklich einer der besten Filme, die ich bisher gesehen habe. Die Erzählung selbst und der Handlungsablauf sind sehr gut durchdacht und die Einschnitte der Vergangenheitsbilder in die Gegenwart sind eine gute Idee. Man wird in den Film und die Story regelrecht hineingezogen - ich saß da, schüttelte abwechselnd den Kopf und nickte. Man sieht Menschen und ihre Fehler, was ein kleiner Augenblick oder was ein bestimmtes Gefühl bei uns auslösen kann und uns zu Taten führt, die -- nun ja, zu einem schlimmen und tarurigen Ende führen. Der Film ist einnehmend und einfühlsam, aber keineswegs kitschig. Was auch an den klaren Bildern und der Kameraführung liegt. Was mir besonders gut gefallen hat und was ich wohl verraten kann (wo ich schon das Ende erwähnt habe) ist, dass man trotz eines 'tragischen', traurigen Endes nicht völlig niedergeschlagen ist. Das letzte Bild zeigt die (noch) glückliche Zeit, das Positive.
Ein wirklich guter, sehr guter Film. Schade, dass es bisher keine deutsche Version gibt. Trotz ziemlich guter Englischkenntnisse würden mir Untertitel an der ein oder anderen Stelle nicht missfallen. Nun, nichtsdestotrotz: wenn Sie einigermaßen fit in English sind - kaufen Sie sich die DVD.
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