Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
123 von 142 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Äußerst gelungene Übertragung der Fallout-Reihe in die dritte Dimension, 1. November 2008
Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Fallout 3 (Computerspiel)
Fallout 3 hat es tatsächlich geschafft. Es überträgt die altehrwürdige Serie in eine stimmungsvolle 3D-Welt und bietet Neues, bleibt auf der anderen Seite aber im Grundgerüst den Vorgängern treu. Es gab monatelang ein riesiges Fragezeichen hinter dem Spiel, das grundsätzlich aufgelöst werden kann: Fallout 3 ist ein Meisterwerk geworden und das, obwohl es seine Schwächen hat und obwohl man die Oblivion-Herkunft der Engine nicht verleugnen kann. Es setzt aber einfach die richtigen Prioritäten...
Grafik und Sound sind absolut stimmig umgesetzt und tragen zu einem erheblichen Teil dazu bei, dass das Spiel eines der atmosphärischsten ist, das ich in letzter Zeit gespielt habe. Ob nun die verrosteten Weiten im Oberland, die mit kaputten Häuserblocks und Strommasten gespickt sind, die behelfsmäßigen Städte, die mit Abfall zusammengeschustert wurden oder gar auf einem riesigen Schiff Platz haben oder die unheimlichen weil schwach beleuchteten Dungeons, die einem sehr oft das Gruseln lehren: Diese Welt ist erkundenswert; Erkundung wird immer mit besonderen Items, Quests, zu treffenden Personen oder Örtlichkeiten belohnt!
Man will einfach diese zerstörte und nur notdürftig zusammengeflickte Welt des post-apokalyptischen Washingtons erfahren und seine Bewohner kennenlernen. Hier sei allerdings angemerkt, dass die naturgemäß monotone braun-graue Kulisse immer mal wieder auf das Gemüt schlagen kann. Durch geschickt platzierte Besonderheiten und viel Erkundungswürdiges in der Umgebung, stellt sich aber niemals wirkliche Langeweile ein. Zudem wird man im Gegenzug mit einer fantastischen Sichtweite belohnt. Trotzdem muss man anerkennen, dass die Grafikengine so langsam an ihre Grenzen stößt (besonders bei Texturen und Animationen).
Die erwähnten NPCs sind dementsprechend glaubwürdig integriert und bieten den wohl spannendsten Aspekt des Spiels. Sie leben tatsächlich in der Welt, besser gesagt überleben, und haben durch die Bank erinnerungswürdige Charaktere. Sie sind lustig, ängstlich, rau, warmherzig, brutal, verrückt oder arbeiten als mutierte Ghule in einer Bar. Sie bieten besondere Aufträge, die man wirklich gerne macht, entweder um ihnen zu helfen, oder ihnen eins auszuwischen. Die (bis auf wenige Ausnahmen) gut geschriebenen Dialoge und die zu lösenden Quests bieten eine fantastische Vielzahl an möglichen Herangehensweisen und man lernt die Menschen durch die ausgiebigen Gespräche wirklich kennen. Es gibt zwar etwas weniger Nebenquests als noch bei Oblivion zu finden, dafür sind die zu findenden Quests allesamt liebevoll designt und führen immer wieder zu spannenden, lustigen oder anrührenden Situationen. Keine Sorge, es gibt massig zu entdecken und zu tun.
Auch der Kampf mit den verschiedenen Gegnern macht großen Spaß, denn so langsam sollte auch der größte Skeptiker herausgelesen haben, dass das Spiel ein waschechtes Rollenspiel ist. Entgegen vieler Befürchtungen der Fallout Fans wie mir wurde das Spiel nicht zu einem simplen Shooter heruntergeschraubt, und das macht auch vor den anspruchsvollen Kämpfen nicht halt. Wer erwartet, dass man hier mit simplen Dauerfeuer durchkommt, der wird spätestens nach dem Verlassen des Bunkers große Probleme (und ständig Munitionsmangel) haben.
Der Kampf aus der Ego- bzw. Third-Person Perspektive ist zwar schnell und actionreich, aber dafür auch sehr ungenau und nicht effektiv, deswegen nur ideal, um kleinere Gegner schnell auszuschalten. Das VATS System, in dem das Spiel pausiert und man die verschiedenen Körperregionen der Gegner unter Trefferwahrscheinlichkeiten aufs Korn nimmt, ist also nicht nur pseudomäßiges Beiwerk, sondern integrales Spielelement, ohne das man wirklich aufgeschmissen wäre. Manchen Gegnern sollte man schnellstens den Raketenwerfer aus den Händen schießen, andere sind nur in der schmalen Augenregion verwundbar und wieder anderen sollte man die Beine verkrüppeln, da sie sonst flitzeschnell sind. Abgerundet wird das Ganze durch die Wahl von 5 Schwierigkeitsgraden, die die Kämpfe nach Bedarf entweder schwerer oder leichter gestalten. Einzig die nur sehr mäßige KI bewirkt stellenweise Frustmomente. Zwar zeigt sie gelegentlich interessante Aktionen, wie das Flüchten, das Aufheben anderer Waffen und das Verstecken hinter Erhöhungen, andererseits hat sie auch oftmals merkwürdige Aussetzer, vor allem bezüglich der schlechten Wegfindung.
Wie alles andere im Spiel basiert der Kampf stark auf dem Charaktersystem, das unter kleineren Anpassungen direkt aus den Vorgängern übernommen wurde. Fast jede Aktion wird unter Berechnung der Charakterwerte, der Skills und der gewählten Perks vollführt.
Das Rollenspiel im Spiel ist viel direkter spürbar, als es noch beim früheren großen Projekt von Bethesda Oblivion der Fall war. Kein umständliches Aufleveln mehr durch ständiges Wiederholen einer Aktion, sondern klassische Erfahrungspunkte durch erfolgreiches Kämpfen, Quests lösen und Entdecken. Dazu kommt ein Karma-System, das durch gute und böse Aktionen des Spielers definiert wird. Dies hat nicht nur unmittelbare Auswirkungen darauf, wie der Spieler bei Personen ankommt, sondern führt zu entscheidenden Änderungen in der Spielwelt. Größere Aktionen (im Guten wie im Bösen) werden einem unter Umständen an ganz anderen Orten vorgehalten.
Allgemein merkt man bei Fallout 3 den Willen der Entwickler, kritikwürdige Sachen aus Oblivion zu verbessern. Bis auf die zwiespältige KI, die hakeligen Animationen der NPCs und die umständliche Bedienung mit Massen an Scrolleisten ist es ihnen auch gelungen. Die relativ kurze dafür aber knackige Hauptstory ist viel persönlicher und bleibt bis zum Ende spannend. Die Dungeons sind trotz der immergleichen Strukur der Welt im Allgemeinen viel interessanter designt und nicht so übermäßig auffallend generisch aufgebaut. Die Levelanpassung der Gegner an die Stufe des Spielers ist zwar technisch vorhanden, aber viel, viel glaubwürdiger und sparsamer eingesetzt. Starke Supermutanten bleiben trotz niedrigem Level stark, schwache Mutantenratten trotz hohem Level schwach.
Bethesda verdient also großes Lob für die gelungene Umsetzung. Wer auch immer Interesse an immersiven Rollenspielen hat, die in einem Endzeit-Szenario spielen, das ironisch, satirisch und morbide den Atombomben-Wahn der 50-er Jahre in den USA weiterspinnt, ebenso wie Fallout Fans, die offen für die Anpassungen in der Perspektive und dem Kampfsystem sind, sollten sich den Kauf ernsthaft zu Gemüte führen. Allen anderen kann ich sowieso nicht helfen...
P.S. Der Schnitt der Gewalt in der deutschen Version bezüglich Blut und zerplatzenden Gegnern ist allgemein zu verkraften, stellt aber nichtsdestotrotz einen Einschnitt in das Feedback im Kampf dar. Die deutsche Vertonung ist gut. Besser als bei Oblivion, aber trotzdem mit Fehlern und Ungereimtheiten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
|
|
|
|
|
|
49 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Krieg. Kriegt bleibt immer gleich" - Fallout feiert ein kolossales Comeback !, 30. Oktober 2008
Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Fallout 3 (Computerspiel)
(Spiele dutesche Version, PC)
Auch ich war anfangs skeptisch ob die geniale Atmosphäre der Vorgänger ohne Verlust in 3D übertragbar ist. Zudem habe ich dieses Jahr mit STALKER - Clear Sky und SPORE schon zwei enttäuschende Erfahrungen machen dürfen.
Doch da ich seit MORROWIND ein größer Fan von Bethesda bin, war ich optimistisch das die Jungs das hinbekommen.
(Installation lief reibungslos und war nach 10 Min. erledigt, Spiel hat einfache CD-Abfrage. also keine Onlineaktivierung wie andere Games in den letzten Monaten)
Schon das Intro lässt einen tief, durch seine ruhige und dunkle Art, in die Welt von Morgen eintauchen. Kein fulminates Renderfeuerwerk, sondern eine dem Thema gerechte Einführung. "Krieg. Krieg bleibt immer gleich" - der Spruch aus den Intros der Vorgänger findet auch hier im Intro seinen Platz.
Das witzige Tutorial ist wirklich das beste Tut. was ich je spielen durfte, (wann habt ihr das letzte mal als 1jähriger gespielt? ).
Schon hier merkt man, wenn man alles über Steuerung, Charaktersystem etc. erfährt, das dieses Spiel was Besonderes ist. Die Steurung gestalte sich üblich, WASD, und ist sehr intuitiv. Die Verteilung von Punkten auf die Charakterwerte ist auch sehr spielerisch gestaltet und nicht vergleichbar mit "Excel-Tabellen" anderer Spiele.
Der anschließende Ausbruch aus der Vault ist packend inszeniert und macht wirklich Lust auf mehr.
Im Ödland angekommen, entfaltet sich ein "wundervoll" zerstörte Welt, welche wirklich detailverliebt umgesetzt wurde. Ist zwar teils wirklich "öde", doch an jeder Ecke ein NPC oder Gegner würde der Thematik nicht gerecht werden, es ist also nicht überladen wie manch ein Ego-Shooter mit Open-World-Prinzip.
In den Trailern kam oft das Gefühl auf, das es ein reines Shooter bzw. "Blutfest" werden würde, doch dies kann ich absolut nicht bestätigen. Denn in den ersten 10 Stunden waren die Kämpfe wohl dosiert.Das neue VATS-System macht einfach Spaß, am liebsten würde ich es ständig verwenden, doch es ist von Aktionspunkten abhängig.
Das Inventar bzw. der Pip-Boy 3000 ist zwar sehr gewöhnungsbedürftig, aber erfüllt seinen Zweck.
Die Architektur von z. B: der ersten Stadt Megaton lässt Erinnerungen an Filme wie "Mad Max" oder "Waterworld" aufkommen, das ist als Kompliment gemeint. Man fühlt sich wirklich in eine kalte, deprimierende Zukunft versetzt.
Die ersten Quests sind gut gestaltet und heben sich von RPG-Allerlei wie "..Bringe mir 10 von blablaba..." ab. Leider leidet man am Anfang unter starken Munitionsmangel, was aber genauer betrachtet gut ist, da es sonst zu einfach werden könnte.
Dem Spieler werden in den Quests etliche Lösungswege begegnen und verlangen somanche moralische Entscheidung. Viele Entscheidungen haben Auswirkungen auf den späteren Spielverlauf, da es mehrere Endsequenzen gibt.
Spätere Dungeons wie U-Bahn Tunnel mit Ghulen hinter mancher Tür brauchen sich aufgrund ihren audiovisuellen Umsetzung nicht vor Horrorgames verstecken. Gänsehaut ist garantiert!
Die deutsche Sprachausgabe und Texte sind im Gegensatz zu Oblivion bisher wirklich tadellos, es scheint als ob sich diesmal nicht Bethesda selbst um die Übersetzung gekümmert hat.
Das auch die deutschen Sprecher von Liam Nesson (spricht den Vater) und von Ron Perlman (Intro) verpflichtet wurden, ist ein echter Atmosphärebonus!!!
Grafisch ist es klar kein CRYSIS, doch die bereits erwähnte Detailverliebheit macht die eine andere verwaschene Textur oder Polygonarmut mancher Objekte mehr als weg. Die NPC weisen, meiner Meinung nach, mehr Mimik und Emotionen auf als noch in Oblivion. Die vielen kleinen Details die man hier findet, sind die, die anderen Spielen oftmals zum absoluten Eintauchen in die Spielewelt fehlt.
Die Welt ist absolut stimmig, und nichts reisst einen plötzlich aus Atmosphäre raus, weil es nicht passt. Bei Oblivion wirkte vieles zufallsgeneriert, bei Fallout 3 nicht.
Ich kam jetzt nach ca. 20 Stunden eine klare Empfehlung für Fallout 3 aussprechen. Selten erlebte ich Welt, die mich sofort in ihren Bann zog.
Fans von "Endzeit" als auch RPGlern sei der Titel ans Herz gelegt. Habe seit Oblivion, Mass Effect und The Witcher kein so gutes RPG mehr gezockt.
Und vom Ersteindruck ausgesehen übetrifft es sogar alle genannten Titel. Und es ist oft der 1. Eindruck der etwas bestätigt.....
Anmerkung zu CUT / UNCUT:
Leider stimmt es mich wirklich traurig, das die DVD geschnitten ist. Versteht mich nicht falsch, brauch nicht zwingend Blut in Games, sondern nur wenn es der Atmosphäre dienlich ist. Ein Zombiefilm oder ein Resident Evil-Spiel ohne Blut wäre ebenso unpassend. Nachdem ich kurz, das Spiel uncut spielen konnte , gewann das Spiel erneut an Atmosphäre. Fallout 3 ist nunmal eine bedrohliche, eiskalte und nicht geschonte Sicht auf eine mögliche Zukunft, und die sollte nicht geschönt werden. Blut gehört hier einfach hin. So wie zu einer OP in "Emergency Room".....
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
|
|
|
|
|
|
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fallout 3, 8. September 2009
Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Fallout 3 (Computerspiel)
Fallout 3 ist ein hervorragend gewordenes Meisterwerk von derselben Spieleschmiede die schon das hochgelobte Oblivion herausgebracht hat. Es entfaltet in seiner glaubwürdigen Geschichte, seiner gekonnt inszenierten Action und seiner Grafikpracht absoluten Spielspaß und fesselt den Spieler wochenlang vor dem Monitor.
Auf höchsten Details versteht Fallout 3 es bestens sein Endzeitszenarioähnliche Grafik voll zu entfalten und entführt den Spieler in eine Welt in der Recht und Gesetz und überhaupt ein Menschleben nicht viel wert ist.
Die Story ist gigantisch, bombastisch und sehr emotional angelegt. Wo in Oblivion die Nebenaufgaben eigentlich keinen Einfluss im Spiel gehabt haben, ist hier jede Entscheidung wie eine Aufgabe gelöst wird, für das Ansehen im Ödland der Hauptstadt wichtig und außerdem entscheidend für die verschiedene Enden.
Spielerisch orientiert sich Fallout 3 sehr an Oblvion: z. B: das Rängesystem oder das Nahkampfsystem.
Neu hingegen ist der einwandfrei gelungene V.A.T.S.-Modus in der man die einzelnen Gliedmaßen des Feindes unter Beschuss nehmen kann. Die deutsche Synchronisation ist gegenüber Oblivion bedeutend besser gelöst und enthält z. B. die deutsche Synchronstimme von Liam Neeson und Ron Perlman.
Fazit: absolute Kaufempfehlung
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
|
|
|
|
2115|R1X1U3BIWSZ9OS;2115|R2BO9ZOA6PHX5K;2115|R1ZO6MIVCG3X35;
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|