Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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25 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
...ein geniales Nervenspiel einer tödlichen Konfrontation, 25. Juni 2008
Es ist unglaublich, welche Stars Martin Scorsese in seinem Film aus dem Jahre 2006 aufbieten konnte, und es ist grandios, dass sich Scorsese mit Jack Nicholson einigte. So entstand trotz Remake ein eigenständiger Streifen mit scheinbar gnadenloser Brutalität, ein spannender und sich selbst parodierender Action-Thriller, der die Grenzen zwischen Gut und Böse nahezu vernichtet.
Grandiose Stars in allerbester Schauspiellaune, überragende Synchronisation und ein genialer Soundtrack skizzieren in einem meisterlich zurückgehaltenen Ambiente mehr als eindrucksvoll und in nahezu zeitgleich stattfindenden Handlungen die Ironie des Schicksals der zwei vertauschten Identitäten sowie die Umgangsformen aus Schlagfertigkeit, verbalem Tiefschlag und Machoritual der beteiligten Parteien.
Und gleichsam als tragische Figur skizziert dieser Männerfilm wunderbar die Polizeipsychologin Madol als einzige Frau.
Auch wenn am Ende fast alle Hauptbeteiligten etwas unpassend bzw. abrupt ihr Leben, jeder für sich, in einem Kugelinferno beenden, ist "Departed" ein Meisterwerk von scharfzüngigen und direkten Filmdialogen und von spannenden, gleichsam barockartig dargestellten Abläufen, ein zynisches und packendes, blutiges Epos über das irisch-katholischen Gangstermilieu in Boston, das einen außergewöhnlichen Filmabend in Hollywoodmanier garantiert und nicht zu unrecht seine vielen Auszeichnungen bekam.
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15 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
...und er hat die Oscars dennoch verdient!, 30. Dezember 2007
Ja, auch ich bin großer Fan der alten Scorsese-Klassiker der 70er - 90er Jahre. Wer hat denn noch nicht Meisterwerke wie Taxi Driver, Goodfellas oder Casino gesehen, Werke, mit denen er wie kein zweiter das "Big City Life" beschreibt bzw. das Leben und Handeln der Mafia? Ich habe mir mit dem Ansehen des Films lange Zeit gelassen, um nach all den Spekulationen, ob er sich die Oscars nun verdient hätte oder nicht, mir mein eigenes Bild von diesem Werk zu verschaffen. Ich muss sagen, er hat sie verdient. Doch wie oft ist es schon passiert, dass Meilensteine der Filmgeschichte wie z.B. Es war einmal in Amerika den begehrten Award nicht bekamen, deshalb möchte ich die Beutung des Oscars ein wenig anzweifeln. Jedenfalls kann ein Regisseur wie Martin Scorsese laut vieler Kritiker nicht ohne Oscars verbleiben, daher waren viele der Meinung, es handle sich hierbei eher um Ehrenoscars, Auszeichnungen fürs Lebenswerk, doch ich vertrete diese Meinung ganz und gar nicht.
Bereits die Einleitung lässt an Glanzzeiten wie Casino erinnern. Mit Charme, etwas Humor und der Einführung der Hauptcharaktere lässt er den Zuschauer bereits in dieses "Gangsterleben" von Boston versinken. Besonders hervorzuheben ist finde ich auch die Szene, als Jack Nicholson alias Frank Costello aus dem Schatten ins Licht tritt. Der ganze Film ist eigentlich voll von diesen Details am Rande, die jedoch einen guten Film ausmachen, die beispielsweise einen Meister dieses Fachs, Sergio Leone, auch berühmt machten. Nach der Einführung verstrickt sich das Geschehen immer mehr zu einem Geflecht aus Verrat, Korruption und Bestechung - der Zuschauer wird von Anfang bis Ende auf höchstem Niveau unterhalten. Das alles führt dann bis zum finalen Duell der beiden (großartigen) Hauptdarsteller Damon und DiCaprio, der für mich die beste Leistung seiner Karriere abliefert und nicht umsonst der selbsterklärte Liebling Scorseses ist. Wenn man schon von Oscar spricht, hätte sich Leo für diesen Film ohne Zweifel einen verdient, nur leider wurde er für Blood Diamond nominiert, den ich jedoch noch nicht gesehnen habe.
Jedenfalls ist das Ende für mich eigentlich der einzige Kritikpunkt, denn es fällt für mich etwas zu "spröde", nicht Scorsese-mäßig aus - es kann die Stilsicherheit und den Glanz des vorherigen Filmverlaufes leider nicht ganz unterstreichen. Dennoch kann ich die Rezensionen, die völlig unverdienterweise mit oft einem Stern nur bewertet wurden, überhaupt nicht verstehen.
Im Großen und Ganzen ein erstaunlich guter Film, der meine Erwartungen bei Weitem noch übertroffen hat und der die Klasse und das Genie des Ausnahmekünstlers Scorsese noch abrundet. Ich kann nur sagen, mein großes Kompliment, worauf er uns noch viele solche meisterhaften Filme bescheren möge!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Wie man es von einem Remake erwartet hätte...., 4. Mai 2008
the Departed kommt nicht annähernd an das Niveau des Originals heran. Jeden Fan von Infernal Affairs kann ich diesen Film nur abraten,
denn er wird euch in Grund und Boden enttäuschen. Der Film ist deutlich vulgärer, weniger spannend
und brutaler als Infernal Affairs, wurde also "amerikanisiert". DiCaprio macht seine Rolle anständig, gleiches gilt für Wahlberg.
Bei Matt Damon bin ich maßlos enttäuscht. Er bleibt ein Plagiat und kann Andy Lau nicht
das Wasser reichen. Viele Szenen wurden vom Original übernommen, weswegen ich nicht verstehen kann, dass der Film vier Oscars bekam.
Außerdem gefällt mir der Schluss überhaupt nicht. Es ist, als ob die Macher nicht genügend Drehmaterial hätten und
darum das Ende kurz fassen mussten. Insgesamt ist "the Departed" langatmiger, das liegt wohl an der Länge von 147 Min.,
das Original hingegen "nur" 101 Min. Zudem ist die Soundmusik übel,da sie keine Spannung erzeugt.
Letzten Endes hätte der Film vier Sterne verdient, da es sich hierbei aber um ein Remake handelt, nur drei Sterne.
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