Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Es macht einfach nur noch Spaß!, 12. Mai 2007
Dream Theater polarisieren, keine Frage. Selbst in den eigenen Fanreihen wird die Qualität jedes einzelnen Outputs teilweise heftig diskutiert.
Einige sprechen der Band seit dem Austieg des Keyboarders Kevin Moore jegliche Innovation ab, andere (wie auch ich) sind jedoch der Meinung, dass mit Jordan Rudess musikalische Genialität dazu kam.
Nicht umsonst zauberten die New Yorker 1999 den Prog-Meilenstein "Metropolis Pt.2 - Scenes from a memory" aus der Hutkrempe.
Danach folgte (leider) das eher durchwachsene "Six degrees...", welches zwar starke Songs aber auch einige Füllstücke beinhaltet.
Mit "Train of thought" wurden die Grenzen des Prog-Härtegrades gekonnt ausgelotet und mit "Octavarium" wurde ein Album vorgelegt, welches allen Möchtegern-Metallern zeigte, wie man ein Orchester miteinbezieht, ohne, dass es gleich peinlich und völlig überladen klingt.
Dieser Umstand wurde dann auch auf der folgenden Live-DVD "Score" nochmals eindrücklich unter Beweis gestellt.
Nun liegt mir wieder mal ein DT-Output vor und ich habe ehrlich gesagt etwas gezögert, das Album anzuhören, da ich mich ernsthaft fragte, was jetzt noch kommen soll...
Auf "Systematic Chaos" erfinden DT ihren Sound mal wieder neu, zitieren sich selbst und experimentieren mit Soundeffekten (vor allem bei LaBrie's Gesang), die man so nicht von ihnen erwartet hätte.
Trotzdem klingt alles unverkennbar nach DT.
Sehr mutig finde ich die Entscheidung, dass der Opener "In the presence of enemies Part 1" erstmal geschlagene 5 Minuten die Prog-Keule schwingt, bevor die erste Silbe gesungen wird.
"Forsaken" klingt herrlich erfrischend und zeigt deutlich, dass DT die Ideen nicht auszugehen scheinen.
Insgesamt erinnert mich "Systematic Chaos" an die starken Momente von "Six degrees..." und "Metropolis Pt.2" und führt konsequent den mit "Octavarium" eingeschlagene Weg fort.
Mehr Melodie, mehr singende Gitarren aber stellenweise dann doch wieder eine Gitarrenwand, die ihresgleichen sucht.
DT müssen schon lange keinem mehr was beweisen und haben einfach nur noch Spaß. Und genau das vermittelt dieses Album! :)
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Wiedergutmachung, 27. Juni 2007
Den beiden eher negativen Bewertungen zuvor kann ich fast nur entgegenhalten!
Nachdem ich auch als Fan der ersten Stunde vom Vorgänger "Octavarium" maßlos enttäuscht war, ist "Systematic Chaos" für mich wie eine Wiedergutmachung!!
Denn im Gegensatz zum letzten Album, bei dem mich Songs wie "I Walk Beside You" oder "The Answer Lies Within" sowie die ersten 6 Minuten des Stücks "Octavarium" vollkommen abgeschreckt haben, gibt es auf "Systematic Chaos" meiner Meinung nach nicht einen Aussetzer!
Ich möchte dabei hier keine einzelnen Stücke 'rausgreifen. Ein oder zwei halten dabei nicht ganz das Niveau, das von den übrigen Songs, und dann ohne Ausnahme, aber auch ziemlich hoch gesetzt wird.
OK, dass Dream Theater seit geraumer Zeit mal den einen oder anderen Part spielen, der offensichtlich eher spontan denn lang überlegt daherkommt, ist wahr. Und ja, die Kompositionen auf "Images & Words" und "Awake" fand' ich insgesamt auch noch atemberaubender als auf eigentlich allen folgenden Platten.
Aber dies macht doch Songs wie "The Dark Eternal Night" oder "The Ministry Of Lost Souls" oder eigentlich alle neuen Stücke in keinster Weise zu schlechten Songs! Kann man denn nicht einfach einen tollen Song als solchen bestehen lassen, auch wenn kein Mörder-Solo oder unglaubliche Taktwechsel oder was auch immer drin vorkommen. "Disappear" auf "Six Degrees ..." ist doch beispielsweise ein echtes Highlight und besticht auch auf einer ganz anderen Ebene, die so bei den ersten Platten vielleicht nur bei "Space-Dye Vest" vorhanden war. Und mit "Prophets Of War" gibt's auch auf der neuen Scheibe wieder so ein atmosphärisches Stück.
Produktion? Im Booklet steht: Engineered and mixed by Paul Northfield, ich denke, dass dieser Herr dann eher für den Sound zuständig ist bzw. auch Herr Vlado Meller, der das Master fabriziert hat. Meiner Meinung nach ist bereits seit "Falling Into Infinity" der knallige Drumsound einem eher natürlichen gewichen; Geschmackssache halt. Bass höre ich eigentlich sehr gut 'raus, mein Eindruck ist sogar eher, dass es besser ist als auf anderen Platten. Insgesamt bietet der Sound jetzt nichts Überraschendes, ist aber in Ordnung.
Tja, und dann letzlich noch zu James LaBrie. Die Diskussion um ihn kann ich nach wie vor überhaupt nicht verstehen. Man höre sich nur mal sein Solo-Album "Elements Of Persuasion" oder die DT-Live-DVD "Score" an, wie er dort bspw. "Innocence Faded" live bringt, ist für mich schier unglaublich. Wie dem auch sei, ich kann mir DT ohne LaBrie nur sehr schwer vorstellen und Russel Allen ist auch meiner Meinung nach ein Ausnahmetalent, passt aber überhaupt nicht zu DT, genau so wenig, wie ich mir den fast übermächtigen Ray Alder von Fates Warning dort vorstellen könnte. Und außer der Tatsache, dass die Strophen von "Constant Motion" exakt wie typische Metallica-Lines klingen, kann ich kaum Schwachstellen bezüglich des Gesangs auf "Systematic Chaos" feststellen.
Alles in allem: Kein Meilenstein wie "Images & Words" oder "Awake" (wieviele Meilensteine kann man schon in seinem Leben fabrizieren?), aber einfach ein super gelungenes Album!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Was gibt es da zu meckern?, 22. Mai 2007
Das ist hier eindeutig die Frage. Man kann diesem Album sehr viel vorwerfen, beispielsweise das es einfach genial ist oder äusserst ideenreich oder auch dass es in weiten Teilen überaschend melodiös ist und vieles mehr. Was am Kern völlig vorbei geht ist der Vorwurf, sich zu viel selbst zu zitieren und aus diesen Zitaten Songs zusammenzubauen. Natürlich ist es unverkennbar DT at it's best, alles andere wäre ja schlimm, oder? Zitate werden genial integriert, gutes Beispiel hierfür "Repentance". Gut, das letzte Stück "In the Presence of Enemies Pt.2" greift schon eine Reihe von Zitaten, vor allem von Scenes auf, ohne dabei jedoch zum Selbstplagiat zu werden. Man könnte sicher hier jeden Song durchgehen, das führt aber sicher zu weit, möge sich jeder selbst ein Urteil machen, hier ein kurzer Abriss:
- In the Presence...Pt.1
= einfach genialer DT - Prog
- Forsaken
= schöne Mischung aus UpTempo und Ballade
- Constant Motion
= hier gibts was auf die Ohren, Metallica lässt grüssen
- The dark eternal Night
= ToT der nächsten Dimension
- Repentance
= 10 Minuten schwelgen, einfach geil, für die düsteren
Momente im Leben...
- Prophets of War
= schöne Hommage an Muse, DT ungewöhnlich aber gut
- The Ministry of Lost Souls
= Sinfonie wie sie nur DT kann, alles drin
alles dran
- In The Presence...Pt.2
= Scences 2007
Fazit: Altes und Bewährtes mischt sich mit neuen Sounds und Ideen, grossen Melodien und Spannungsbögen...da kann man nur 5 Punkte geben
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