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49 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Blood Diamond - Ambitioniert, aber leider auch mit Schwachpunkten, 23. Juli 2009
Im Jahre 1999 tobt in Sierra Leone ein grausamer Bürgerkrieg zwischen der Regierung und Rebellen. Die Bevölkerung leidet schrecklich unter dem Krieg. Familien werden getrennt oder getötet, Männer zur Arbeit auf den Diamantenfeldern gezwungen, Frauen werden vergewaltigt und Kinder zu Soldaten gemacht. Vor diesem Hintergrund findet Solomon Vandy (Djimon Hounsou), der zu einen dieser Diamantenfelder verschleppt worden ist, einen rosa-farbenden Diamanten. Er sieht den wertvollen Stein als einzige Möglichkeit an, seinen verschleppten Sohn wiederzubekommen und seine Familie zu retten. Unterstützung erfährt er dabei von der engagierten Journalistin Maddy Bowen (Jennifer Connelly) und dem Ex-Söldner Danny Archer (Leonardo DiCaprio). Doch dieser hat nur ein Ziel: Den Diamanten in seine Gewalt zu bekommen und damit Afrika für immer zu verlassen...
Edwards Zwicks "Blood Diamond" ist ein insgesamt funktionierendes Abenteuer-Epos, dass gleichzeitig aber auch eine Lovestory, Polit-Melodram mit Botschaft und eine persönliche Entwicklungsgeschichte (hier in Form von Danny Archer) sein will - leider will Zwick damit zu viele Bereiche abdecken, was ihm aber teilweise nur in Fragmenten gelingt. Diese sorgen zwar für eine lückenlose und unterhaltende Geschichte, aber Zwicks filmischer Enthusiasmus bietet dann doch manches Klischee zu viel und raubt dem Film defintiv einen Stern.
Trotz dieser offensichtlichen Schwäche, ist "Blood Diamond" auf der einen Seite zwar eine typische Hollywood-Produktion die viele gute Absichten hat, aber zwischendurch einfach zu viele Klischees auspackt. Auf der anderen Seite hingegen, ist die Geschichte durchaus spannend und von Anfang bis Ende unterhaltsam. Zusätzlich liefert sie auch einen gewissen Wahrheitsgehalt mit: Der illegale Handel mit Blutdiamanten führte im Jahr 2000 zum sog. "Kimberley-Prozess". Der seit 2003 durch Absichtserklärungen zahlreicher Nationen, den Handel mit Diamanten aus Kriegsgebieten unterbinden soll.
Schließlich gelingt es Zwick sogar den Zuschauer mit einer geradezu wuchtigen Bilderflut zu fesseln. Auf der einen Seite zeigt er die wunderschönen Landschaften Afrikas und auf der anderen Seite die Perversion des Bürgerkrieges in Sierra Leone. So erzeugt der Regisseur sicherlich manche Anteilnahme beim Zuschauer, denn der grausame Handel mit Blutdiamanten ist keine Erfindung Hollywoods, sondern (trotz Absichtserklärungen) immer noch finstere Realität.
Die Darsteller sind insgesamt gut gewählt. Leonardo DiCaprios Rolle des skrupellosen Ex-Söldners, der sich vom Saulus zum Paulus wandelt überzeugt zwar nicht durchweg, ist aber zufriedenstellend. Zumal seine Figur gut gezeichnet ist. Dijmon Hounsou als engagierter Vater und Ehemann beherrscht zweifelsohne die Herzen der Zuschauer und sein Schauspiel ist wirklich glaubwürdig. So spürt man seine Angst und seine Sorgen um seine Familie und seinen verschleppten Sohn in jeder Minute Film. Jennifer Connellys Part hingegen ist weder Fisch noch Fleisch. Zum einem spielt sie die engagierte Journalistin überzeugend, auf der anderen Seite leidet ihre Rolle unter der mangelnden Chemie zwischen den Hauptdarstellern. Hier hat der Drehbuchschreiber schlichtweg geschlampt. So verschwindet ihre Figur irgendwann einfach aus der Handlung, bis sie für einen kurzen "Gastauftritt" am Ende wieder auftaucht. Dies schadet zwar nicht zwingend der Geschichte, aber diese Drehbuchlücken sind einfach unnötig und haben bei mir zu einem bitteren Nachgeschmack und damit zu einem weiteren (halben) Stern-Abzug geführt.
Fazit:
"Blood Diamond" hat in Sachen Handlungstiefe und Klischeehaftigkeit sicherlich seine größte Schwäche. Was stellenweise auch nicht wundert, ist das Thema rund um die Blutdiamanten doch für rund 140 Minuten zu komplex. So fehlt dann doch der letzte Funke Sprengkraft, um in einer Liga mit Filmen wie Hotel Ruanda mitzuspielen. Trotzdem schafft es Zwick bei allen kleineren und größeren (Drehbuch-)Schwächen ein wichtiges Thema glaubwürdig zu transferieren und die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers zu gewinnen - 3,5 Sterne.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
THIS IS AFRICA !, 27. Juni 2008
Als Afrika-Liebhaber musste ich mir selbstverständlich "Blood Diamond" anschauen. Und ich war mehr als hin und weg! Bereits der Trailer ist Atemberaubend und stimmt den Zuschauer darauf ein was ihn im Film erwartet.
Die Gewalt, Das Leid und die Unterdrückung von eines der ärmsten Völker der Erde wird hier sehr detaillgetreu und manchmal auch sehr grausam dargestellt. Der Soundtrack schafft gemeinsam mit der Dramatischen Handlung eine Atmosphäre die Beängstigend ist.
In "Blood Diamond" wird Afrika gezeigt wie es wirklich in den tiefen des Kontinents zugeht. Das schürfen nach "Blutdiamanten" und das anschließende illegale vertreiben auf den Weltmärkten ist nicht fiktiv sondern spiegelt wahre Ereignisse. Leonardo Di Caprio alias "Archer" ist für seine Rolle eine Traumbesetzung. Auch alle anderen bringen hier Schauspielerische Glanzleistungen.
Zur Story denke ich muss ich nichts mehr sagen, der Trailer ist ausserdem, neben der Handlungsbeschreibung, mehr als Aussagekräftig.
Sehr sanftmütige Gemüter werden an einigen Szenen den Tränen sehr Nahe sein, da mit sehr bewegenden Momenten nicht gespart wird! Die Freigabe ab 16 ist durchaus gerechtfertigt, jüngere sollten da nicht ran!
"Blood Diamond" ist ein Knallharter African-Thriller der genauso Schockiert wie Begeistert. Eine absolute Perle des Genres!
Bild und Ton ebefalls Top, Hier gibt es nichts zu meckern
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31 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannend und erschütternd, 24. Juli 2007
Auch wenn ich von Leonardo deCapio früher nie viel hielt, so muss ich doch zugeben, das er auch in diesem Film mit seinen hervoragenden schauspielerischen Leistungen voll überzeugte. Was er wirklich draufhat sah ich z.B. in "Gangs of New York", einer meiner absoluten Lieblingsfilme.
Das Hauptthema dieses Filmes war aber nicht der Blutdiamant, sondern es sollte im allgemeinen die brutalen und menschenverachtenden Bürgerkriege in vor allem afrikanischen Länder angeprangert werden. Und dieses Thema kam in diesem Film erschütternd authentisch rüber.
Sinnlose Morde an unschuldigen Frauen und Kindern, Rebellen, die angeblich für die Freiheit ihres Landes kämpfen und dabei doch nur ihre eigenen Mitbürger ermorden, Kinder verschleppen und diese zu "Mördern" züchten.
Die Problematik der Kindersoldaten wurde hier brutal und authentisch an den Pranger gestellt.
Unschuldige Kinder zu Mördern zu mache: Gibt es ein größeres Verbrechen?
Die schauspielerischen Leistungen von Djimon Hounsou, der nach seinen verschleppten Kindern sucht, mit einer erschütternden Ausdauer wie sie nur ein liebender vater aufbringen kann, und ihm am Ende doch noch die Flucht in ein asylgebendes Land gelingt war einfach glänzend.
Ebenso grausam realsitisch wurden die geldgeilen Geschäftemacher dargestellt, jene welche für einen profitbringenden Diamanten über Leichen gehen, nur um zu sehen wie ihr Konto weiter anwächst. Solche Verbrecher gibt es auf unserem Planeten mehr als wir ahnen, und Frauen, die einen großen und teuren Diamanten am Finger oder um den Hals tragen sollten einmal überlegen, wo dieser herkommt und wieviele unschuldige Menschen dafür sterben und wieviele Kinder dafür töten mussten.
Dies war, meiner Meinung nach die wichtigste Botschaft diese Filmes.
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