Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Herrlich lebendiges Road Movie, 4. Februar 2007
Endlich mal wieder ein herausragender Ensemblefilm, der nicht nur einen guten Trailer hat, sondern der von der ersten bis zur letzten Minute überzeugt, bewegt, zu Tränen rührt und herzhaft zum lachen bringt.
Die Besetzung der chaotisch-liebenswerten Familie ist sehr passend und ohne Ausnahme hervorragend gelungen. Besonders aber Abigail Breslin in der Rolle der achtjährigen Tochter Olive, mit der alle zusammen zu ihrer Endausscheidung zur "Little Miss Sunshine" im klapprigen VW-Bus nach Kalifornien reisen, trägt einen so natürlichen Charme nicht nur in ihre Familie sondern auch in den ganzen Film, dass es eine wahre Freude ist, ihr bei ihrem Spiel zuzuschauen. Absolutes Highlight ist für mich dabei die Szene, in der sie auf der Bühne in der Endausscheidung die Tanznummer präsentiert, die sie mit ihrem Großvater (wunderbar direkt und respektlos gespielt von Alan Arkin) einstudiert hatte.
Dieser Film ist ein herrlicher Bilder- und Gefühlsreigen aus dem ganz normal wahnsinnigen Leben ... jede der Figuren bekommt angemessen Raum, sich zu entfalten, die Regie ist mit leichter Hand perfekt getimt.
Was mir auch besonders gefallen hat, ist die Tatsache, dass der Film sich traut, einen erfolglosen Erfolgstrainer und einen drogensüchtigen Großvater zu zeigen, ohne dass deshalb eine Tragödie daraus würde ...
Die deutsche Filmbewertungsstelle Wiesbaden vergab das Prädikat "Wertvoll", was dieser Film meiner Meinung nach für Herz und Seele auch ist ...
Übrigens: Wenn Sie sich fragen sollten, weshalb der Film unter dem Label von Fox läuft (die einen solch anarchischen und kommerziell riskanten Film natürlich nie produzieren würden), sei hier erwähnt, dass die Rechtekäufer von Fox den Film nach seinem grandiosen Erfolg beim Sundance Festival für 10 Millionen Dollar erwarben, was der höchste je bei diesem Festival für die Rechte an einem Film bezahlte Betrag ist.
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38 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
ein Paukenschlag...groteske Satire und menschliche Anteilnahme, 5. Oktober 2007
Irrwitzige Ideen und unerfüllbare Wünsche zeichnet die Familie Hoover aus mit ihren großen und kleinen Helden eines überzogenen Erfolgsstrebens und mit dem Mittelpunkt eines Instinkt gesteuerten, naiven und doch gleichsam "wissenden" Mädchens.
Mit Greg Kinnear als phobischer Versager, Steve Carrell als geplagter schwuler Literaturprofessor mit Liebeskummer, Abigail Breslin als die, in keiner Szene nervige Olive sowie eine kaputte Gangschaltung, eine quäkende Hupe, ein Leichnam im Kofferraum und die grotesk aufgestylten und geschminkten Püppchen der Sunshine-Wahl nehmen Jonathan Dayton und Valerie Faris nicht nur falsche Schönheitsideale und menschliche Zielvorstellungen gekonnt und herrlich schräg aufs Korn. Bis hin zu dem furiosen und überzeugenden Finale inszenieren die beiden eine derart skurrile Parallelität bzw. Doppelbödigkeit einer menschlichen Abstumpfung und moralischen Verkommenheit, dass es einem fürwahr die Tränen in die Augen treibt, vor allem nach wiederholtem Ansehen des Filmes.
...ein herrliches Schauspiel von sechs Protagonisten über das Klischee des amerikanischen Erfolgs- und Gewinnerwahns.
Wie Selbstironie wirken da die 2 Oscars und die vielen anderen Auszeichnungen und Nominierungen.
Besetzung
* Abigail Breslin : Olive Hoover
* Greg Kinnear : Richard Hoover
* Toni Collette : Sheryl Hoover
* Paul Dano : Dwayne
* Steve Carell : Frank Ginsburg
* Alan Arkin : Großvater (Edwin Hoover)
* Bryan Cranston : Stan Grossman
* Beth Grant : Pageant Official Jenkins
* Gordon Thomson : Larry Sugarman
* Mary Lynn Rajskub : Pageant Assistant Pam
* Matt Winston : Pageant MC
* Regis Philbin : [Er selbst]
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mit Langzeitwirkung!, 20. April 2007
"Little Miss Sunshine" ist ein Film zum Lachen und Weinen, ein amerikanisches Roadmovie und er wirkt wie ein ABC-Pflaster: Seine herzerwärmende Komik, der Slapstick-Charakter seiner (Anti)-Helden, vor allem aber die sich auf den Zuschauer übertragende "Wir gehören zusammen und nichts kann uns erschüttern"-Haltung über alle Widerstände hinweg wirken noch lange nach! Am Ende bleibt der Wunsch, den eigenen Kindern das mitgeben zu können, was diese Familie ausmacht: Rückhalt und bedingungsloses Vertrauen! Das wird dem Zuschauer aber keineswegs übergestülpt: Diese Quintessenz aus knapp zwei Stunden Kino stellt sich ganz unprätentiös und leise ein.
Zur Handlung: Olive ist acht Jahre alt und fasziniert von Schönheitswettbewerben. Sie ist ein bisschen moppelig, trägt eine Brille mit Flaschenbödengläsern und glaubt fest an sich! Ihre Familie besteht aus liebenswerten Chaoten: Der Vater ist erfolgloser Motivationstrainer und versucht ebenso erfolglos sein Gewinner-Konzept den Familienmitgliedern schmackhaft zu machen. Seine Frau hat alle Hände voll zu tun mit den beiden Kindern, wobei Olives Bruder gerade eine Schweigegelübde abgelegt hat und sich dauernd hinter seinen Büchern von Nietzsche versteckt. Dann ist da noch ein leicht-cholerischer Großvater, der seine Enkeltochter über alles liebt und mit ihr auch die Choreographie für ihren Auftritt der "Little Miss Sunshine"-Wahl festgelegt hat. Komplettiert wird der Reigen vom Bruder der Mutter, der kurzfristig Aufnahme findet, nachdem er versucht hat, sich die Pulsadern aufzuschneiden...
Gemeinsam macht sich diese Familie nun auf den Weg quer durch die Staaten. Im altersschwachen, kanarienvogel-gelben VW-Bus liefern sich die Familienmitglieder viele amüsante Scharmützel, haben aber im Laufe ihrer Reise auch einige Hindernisse zu überwinden.
Es werden auch nicht alle das Vorstadt-Hotel, in dem jene Miss-Wahl stattfinden wird, erreichen. Doch das gehört zu den witzig-traurig-tragisch-komischen Wendungen, die an dieser Stelle nicht verraten werden sollen...
Was sich dann während dieser Wahl abspielt, rührt den Zuschauer schließlich zu Tränen...
Lange habe ich keinen Film mehr gesehen, der mich so nachhaltig froh gestimmt hat und seine einfache Nachricht: "Was auch passiert - gemeinsam sind wir stark" auf so schöne Weise an den Zuschauer bringt!
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