Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
ein Paukenschlag...groteske Satire und menschliche Anteilnahme, 5. Oktober 2007
Irrwitzige Ideen und unerfüllbare Wünsche zeichnet die Familie Hoover aus mit ihren großen und kleinen Helden eines überzogenen Erfolgsstrebens und mit dem Mittelpunkt eines Instinkt gesteuerten, naiven und doch gleichsam "wissenden" Mädchens.
Mit Greg Kinnear als phobischer Versager, Steve Carrell als geplagter schwuler Literaturprofessor mit Liebeskummer, Abigail Breslin als die, in keiner Szene nervige Olive sowie eine kaputte Gangschaltung, eine quäkende Hupe, ein Leichnam im Kofferraum und die grotesk aufgestylten und geschminkten Püppchen der Sunshine-Wahl nehmen Jonathan Dayton und Valerie Faris nicht nur falsche Schönheitsideale und menschliche Zielvorstellungen gekonnt und herrlich schräg aufs Korn. Bis hin zu dem furiosen und überzeugenden Finale inszenieren die beiden eine derart skurrile Parallelität bzw. Doppelbödigkeit einer menschlichen Abstumpfung und moralischen Verkommenheit, dass es einem fürwahr die Tränen in die Augen treibt, vor allem nach wiederholtem Ansehen des Filmes.
...ein herrliches Schauspiel von sechs Protagonisten über das Klischee des amerikanischen Erfolgs- und Gewinnerwahns.
Wie Selbstironie wirken da die 2 Oscars und die vielen anderen Auszeichnungen und Nominierungen.
Besetzung
* Abigail Breslin : Olive Hoover
* Greg Kinnear : Richard Hoover
* Toni Collette : Sheryl Hoover
* Paul Dano : Dwayne
* Steve Carell : Frank Ginsburg
* Alan Arkin : Großvater (Edwin Hoover)
* Bryan Cranston : Stan Grossman
* Beth Grant : Pageant Official Jenkins
* Gordon Thomson : Larry Sugarman
* Mary Lynn Rajskub : Pageant Assistant Pam
* Matt Winston : Pageant MC
* Regis Philbin : [Er selbst]
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33 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mit Langzeitwirkung!, 24. Juni 2007
Little Miss Sunshine" ist ein Film zum Lachen und Weinen, ein amerikanisches Roadmovie und er wirkt wie ein ABC-Pflaster: Seine herzerwärmende Komik, der Slapstick-Charakter seiner (Anti)-Helden, vor allem aber die sich auf den Zuschauer übertragende "Wir gehören zusammen und nichts kann uns erschüttern"-Haltung über alle Widerstände hinweg wirken noch lange nach! Am Ende bleibt der Wunsch, den eigenen Kindern das mitgeben zu können, was diese Familie ausmacht: Rückhalt und bedingungsloses Vertrauen! Das wird dem Zuschauer aber keineswegs übergestülpt: Diese Quintessenz aus knapp zwei Stunden Kino stellt sich ganz unprätentiös und leise ein.
Zur Handlung: Olive ist acht Jahre alt und fasziniert von Schönheitswettbewerben. Sie ist ein bisschen moppelig, trägt eine Brille mit Flaschenbödengläsern und glaubt fest an sich! Ihre Familie besteht aus liebenswerten Chaoten: Der Vater ist erfolgloser Motivationstrainer und versucht ebenso erfolglos sein Gewinner-Konzept den Familienmitgliedern schmackhaft zu machen. Seine Frau hat alle Hände voll zu tun mit den beiden Kindern, wobei Olives Bruder gerade eine Schweigegelübde abgelegt hat und sich dauernd hinter seinen Büchern von Nietzsche versteckt. Dann ist da noch ein leicht-cholerischer Großvater, der seine Enkeltochter über alles liebt und mit ihr auch die Choreographie für ihren Auftritt der "Little Miss Sunshine"-Wahl festgelegt hat. Komplettiert wird der Reigen vom Bruder der Mutter, der kurzfristig Aufnahme findet, nachdem er versucht hat, sich die Pulsadern aufzuschneiden...
Gemeinsam macht sich diese Familie nun auf den Weg quer durch die Staaten. Im altersschwachen, kanarienvogel-gelben VW-Bus liefern sich die Familienmitglieder viele amüsante Scharmützel, haben aber im Laufe ihrer Reise auch einige Hindernisse zu überwinden.
Es werden auch nicht alle das Vorstadt-Hotel, in dem jene Miss-Wahl stattfinden wird, erreichen. Doch das gehört zu den witzig-traurig-tragisch-komischen Wendungen, die an dieser Stelle nicht verraten werden sollen...
Was sich dann während dieser Wahl abspielt, rührt den Zuschauer schließlich zu Tränen...
Lange habe ich keinen Film mehr gesehen, der mich so nachhaltig froh gestimmt hat und seine einfache Nachricht: "Was auch passiert - gemeinsam sind wir stark" auf so schöne Weise an den Zuschauer bringt!
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29 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Urkomischer Roadtrip, 13. Mai 2007
Schlechte Zeiten für die chatoische Familie Hoover: die Pläne von Vater Richard (Greg Kinnear), sein Buch zu veröffentlichen ziehen sich in die Länge. Für Richard lassen sich neun Stufen des Erfolges feststellen, es gibt nur zwei Sorten Menschen: Gewinner und Verlierer. Da er immer mehr auf die Seite der Verlierer abzurutschen droht, bessert diese Tatsache seine Laune nicht gerade. Mutter Sheryl (Großartig: Toni Collette) kümmert sich um die Familienmitglieder, wo sie nur kann, muss aber unversehens ihren Bruder Frank (Steve Carrell), dessen Selbstmordversuch scheiterte, aus dem Krankenhaus abholen. Sohn Dwayne hingegen hat sich in die Lektüre von Nietzsche vertieft und sich ein Schweigegelübde aufgelegt, dass er seit bereits neun Monaten durchhält. Dem kleinsten Familienmitglied, Olive (einfach himmlisch: Abigail Breslin), die davon träumt, einmal in ihrem Leben eine Miss-Wahl zu gewinnen, bleibt oft nur der Großvater, der sich um sie rührend kümmernd. (Alan Arkin, bekam für die Rolle des Grandpa einen Oscar).
Dann stellt ein Anruf das Familienleben plötzlich auf den Kopf. Olive ist auf einer Gewinnerliste nach oben gerutscht und hat sich somit für die Wahl zur Little Miss Sunshine in Kalifornien qualifiziert. Das Problem: Kalifornien ist meilenweit entfernt. Und so quetscht sich die gesamte Familie in einen alten VW Bus und macht sich auf zu einer unglaublichen Reise, die nicht nur für die kleine Abigail ein wahrhaftiges Abenteuer wird...
Unheimlich witzig, skurril und gleichzeitig rührend wird in diesem mehrfach ausgezeichneten Film (darunter 2 Oscars) die Geschichte der Familie Hoover erzählt, die alles erduldet, um der kleinen Abigail ihren Wunsch zu erfüllen. Die jeweiligen Marotten und Spinner der Familienmitglieder sind ein wahrer Hingucker, obendrein wird der typische "American Dream" ordentlich durch den Kakao gezogen. Stimmiger Soundtrack, wenige, aber sehr gute Extras und eine gute Bildqualität machen "Little Miss Sunshine" zu einem wahren Sonnenschein für das Wohnzimmer.
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