Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein schwieriger Geniestreich, 18. Januar 2008
Battles. Mirrored. Nie gehört.
Als ich die internationalen Kritikercharts dieses Jahr durchstöberte, fielen mir Battles immer wieder auf. Ganz weit oben, überall. Seltener Konsens.
Irgendwas in Richtung Post-Rock also. Aha. Na ja, werd' ich es einfach mal bestellen.
Was dann bei mir zuhause ankam, war nichts anderes als ein gewaltiges Stück Freiheit, Individualität, Experimentirfreude und Genius.
Battles fordern den Hörer. Sie verlangen das Äußerste, wollen, dass man sich einstellt auf ihr Genie, dass man sich Zeit nimmt und anstrengt, Battles zehren an den Nerven und drohen, diese zu zerreißen und in jenem Moment, da man sich gescheitert wähnt, da man das Experiment Mirrored bereits aufgegeben hat, in just diesem Moment explodiert die Scheibe.
Die Wiederholungen machen plötzlich Sinn, das Unruhige wird vertraut und zur Regel, man erwartet es nahezu, das Regelmäßige erscheint frei und gewohnt, als wäre es jedem Wesen immanent.
Mirrored besteht aus elf Liedern deren jedes einzigartig ist. Und damit ist nicht die Einzigartigkeit in Abgrenzung zu den eben anderen Liedern des Albums gemeint, sondern vielmehr die Einzigartigkeit in der Musikwelt überhaupt. Es ist ein fiebergeträumtes Chaos großartiger Hintergrundmelodien, die sich durch epochale acht-Minuten Wiederholungen zwängen und rammen; ein tollwütiger Kleingeist im Erahnen seiner Größe, es ist wie Omar Rodriguez-Lopez, nachdem er die restlichen neun seiner zehn Schalter gefunden hat.
Wem schon diese Metaphern zu viel sind, der sollte die Scheibe gar nicht erst ansehen, denn Battles sind nichts als reine Komplexität, sind nichts als eine Herausforderung an den Hörer. Und dieser wird neue Klangwelten, ganz neue Möglichkeiten kennengelernt haben, wenn er die Hürde, die ihm Mirrored in den Weg stellt, schließlich überwunden hat und er wird sich fragen, warum nicht längst andere Musiker eben diesen Weg beschritten und derart frei musiziert haben.
Nie zuvor klang die andere, die gewöhnliche Musik langweiliger.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
-Das Wort Musik ausgereizt: BATTLES., 1. Juni 2007
Battles schwingen die Inovationsaxt, und landen reichlich Treffer.
John Starniers erschreckend präzises und druckvolles Schlagzeugspiel bildet den Herzschlag für elf wahrlich ungewöhnliche Songs. Vier kreative Künstler formen hier ein Gebilde, das dem ersten Anschein nach nur schwer zu durchschauen ist; eine sterile Welt, in der es aber gerade zu wuchert vor tollen Ideen und Songarrangements. Den Zugang zu muß man sich erarbeiten. Wer aber den Eingang einmal gefunden hat, wird belohnt. Volle Punktzahl.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das erste Highlight 2007!!!, 20. Juni 2007
Wer auf der Suche nach frischer, aufregender, neuer & im besten Sinne progressiver Mucke ist, kann hier fündig werden. Selten genung, dass mir eine Pladde gleich beim ersten Mal so gut hinter die Binde läuft. Ein nahezu aberwitziger Clash aus Rock, Jazz, Metal, Techno & Minimal Music, dessen furztrockene und knallige Produktion auf's angenehmste die Ohrmuscheln freipustet. Der gnadenlose Maschinen-Rhythmus des ehemaligen HELMET-Drummers John Stanier treibt diesen Mahlstrom verquerer Sounds unnachgiebig voran bei stets steigendem Tempo - kann dieses aber auch wieder langsam rausnehmen, bis sich schließlich ein klassischer Blues-Takt herausschält, den vermutlich keiner auf solch einer Platte erwarten würde...
Auch wenn dann und wann Vocals zu vernehmen sind, handelt es sich hier um lupenreine Instrumental-Fusion, bei der die Stimmen (allenfalls Nonsens-Texte absonderend) eine weitere Klangfarbe darstellen. Keine Ahnung, welches Instrumentarium die Musiker hier im einzelnen auffahren, aber die zu Tage geförderten Sounds (größtenteils erreicht durch Überlagerung) hab' zumindest ich bis dato noch nicht in dieser Form zu hören bekommen. Wem das jetzt alles zu akademisch klingt: Keine Bange, die Mucke ROCKT (trotz allem Anspruch) ohne Ende!!!
Um mal einen Vergleich anzustrengen: Man/Frau stelle sich eine Jamsession mit KING CRIMSON (mit dem Unterschied, dass die schon seit Jaaaahren nicht mehr so frisch & frei von der Leber rocken), YES à la "Soundchaser", APHEX TWIN à la "Ventolin" sowie HELMET, AMPLIFIER & TOOL (... und vielleicht noch 'ne Prise ZAPPA) vor - dann kommt man/frau der Sache schon etwas näher - oder auch nicht... ;-)
Lange Rede, kurzer Sinn: Mit Sicherheit die fortschrittlichste Mucke der letzten Monate - eine lange Beschäftigung ist garantiert!!!
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