Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
10 Songs...,, 31. Januar 2008
eine akustische Gitarre (und ganz dezenter Background), dazu ein Interpret, der bereits 11 Jahre zuvor seinen ersten Gedichtband veröffentlicht und diese Platte eigentlich nur aufgenommen hat, um etwas Geld zu verdienen, weil er von seiner Dichtkunst alleine nicht leben konnte oder wollte, und herausgekommen ist eines der bis heute unumstritten eindringlichsten und einflussreichsten Singer/Songwriter-Alben aller Zeiten! Zum schnellen Erfolg des Albums, v.a. in Kanada und Europa, hat vielleicht auch beigetragen, dass Judy Collins mit "Suzanne", "Sisters Of Mercy" und "Hey, That`s No Way To Say Goodbye" immerhin drei Songs dieses Albums bereits zuvor auf ihren Alben "In My Life" (1966) und "Wildflowers" (1967) veröffentlicht hat. Während Judys Versionen heute jedoch (es sei denn, man hat vielleicht ein paar Alben von ihr im Plattenregal stehen) nahezu vergessen sind, verkauft sich Cohens Debutalbum heute immer noch und findet immer wieder neue Anhänger. Für die Special Edition, die wie ein Mini-Buch aufgemacht ist, wurden alle Aufnahmen remastert, außerdem gibt es noch zwei bislang unveröffentlichte Bonustracks, mit denen das ursprüngliche Album, das immerhin eine für damalige Verhältnisse überdurchschnittlich lange Spielzeit von 41 Minuten hatte, wohl wirklich zu lang geworden wäre.
Übrigens sind vor ein paar Jahren auch die oben genannten und noch weitere ältere Alben von Judy Collins remastert und wiederveröffentlicht worden, sehr zu empfehlen, wie natürlich (wer`s noch nicht haben sollte) die "Songs Of Leonard Cohen"!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
DAS nenn ich ein Debüt!, 29. Mai 2007
Unglaublich, aber wahr: Eigentlich nahm Cohen sein erstes Album eher verlegenheitshalber auf; seine seine Lyrik und sein Roman "Beautiful Losers" wurden zwar gelobt (zu Recht!), aber leben muss man schließlich auch von irgendwas...
Das Ergebnis dieser "Verlegenheitslösung" war eines seiner besten Platten überhaupt -- und das will schon was heißen bei Cohen. "Songs of Leonard Cohen" hält, was der Titel verspricht: Zwölf Songs sind es nun, in der Neuauflage, allesamt spartanisch instrumentiert, und fertig ist das Meisterwerk. Cohen und seine Gitarre, dazu seine damalige Band Kaleidoscope, die sich seinem zurückhaltenden Stil kongenial anpasst. Nicht, dass Cohen ein Gitarren-Zampano wäre, und sichere Intonation ist seine Sache auch nie gewesen. Aber w i e er singt, w i e treffsicher sein Gitarrenspiel rüberkommt, w i e er seine Melodien entfaltet -- das ist einfach genial. Der Mann kann nicht nur dichten, nein, er hat diesen Instinkt, was wie klingen muss. Diesen Instinkt hat man, oder man hat ihn nicht. Und Cohen hat ihn.
Nunmehr sind's sogar zwölf Songs, zehn davon Klassiker über alle Zeiten und Moden hinweg, kein einziger Durchhänger. "Suzanne", "Master Song", "Sisters of Mercy", "Stories of the Street", "Winter Lady"... wer kennt sie nicht? Die beiden Bonus-Tracks (Store Room, Blessed Is the Memory) fügen sich nahtlos ein in diese Reihe, klingen so, als seien sie schon immer auf dem Album enthalten gewesen.
Der Bass ist 1968 noch nicht so abgrundtief wie später, die Cohen-typischen Background-Sängerinnen machen sich nur selten bemerkbar, aber Cohens Stil ist dennoch fertig; die eindringliche Stimme drückt haargenau das aus, was auch seine Songtexte atmen: Sie handeln von Schmerz und Verlust, Liebe, Einsamkeit und Furcht -- ohne alles Selbstmitleid, stattdessen blitzt die für Cohen so typische Selbstironie immer wieder durch. "I told you when I came I was a stranger"... Und natürlich seine Sprache, diese schwindelfreien Metaphern, die die Alltagsszenen, die er besingt, immer wieder in unbekannte Welten mitnimmt.
Diese CD ist viel zu schade als Hintergrundmusik. Wie ein gutes Bild braucht sie eine (akustische) weiße Wand, um die ganze Wirkung zu entfalten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Poesie - in Noten gegossen, 6. August 2008
Die ersten 3 Alben von Leonard Cohen (Songs, Songs from a room, Songs of Love & Hate) sind unvergleichbare Ausnahmeerscheinungen der Popmusik - jedes für sich ein Meisterwerk und ALLE Nummern auf höchstem musikalischen Niveau. Cohen ist aufs erste mehr ein Poet denn ein Musiker - seine Lieder sind in Musik gegossene Poesie, und werden dadurch zu einem hypnotisierenden Erlebnis. Seine dunkle, warme und etwas brüchige Stimme berührt das Herz und fasziniert. Sich mit Hit-Compilationen zu begnügen, wäre ein Jammer, da wirklich jedes Lied ein Erlebnis und ein Juwel ist.
SONGS - ist das "romantischeste" und am leichtesten ins Ohr gehende Album. Sentimental, gefühlsbetont, leicht melancholisch - ohne je kitschig zu werden. Neben aller Poesie auch ideal für Verliebte und kuschelige Erlebnisse.
SONGS FROM A ROOM - ist von der Instrumentierung her sparsamer und textlich und musikalisch verdichtet, nüchterner. Cohen erzählt und singt Geschichten von archaischer und doch schlichter Größe.
SONGS FROM LOVE AND HATE - ist ein düsteres und hypnotisierendes Meisterwerk. Die faszinierenden Texte werden kongenial musikalisch in der Wirkung gesteigert. Die ruhige, sonore und nachdenkliche Stimme Cohens versetzt einen in ein quasi mystisches Erleben.
Man kann hier nicht sagen, welche CD "besser" ist - jede für sich ist ein eigenständiges und in sich vollkommenes Werk. Das ist mehr als Pop-Musik. Das ist Kunst.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|