Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Da weiß man was man hat..., 2. Mai 2007
Lange ist es her, dass Dimmu Borgir ein reguläres Studioalbum herausgebracht haben. Beinahe vier Jahre sind seit DEATH CULT ARMAGEDDON ins Land gestrichen. Das 2005er Re-Recording von STORMBLÅST mal nicht mitgerechnet.
Was kann man also nach der langen Zeit von IN SORTE DIABOLI erwarten?
Im Prinzip haben Dimmu Borgir das Konzept ihres Geniestreichs aus dem Jahre 2003 weitergeführt. Mit dem Unterschied, dass die orchestralen Einlagen deutlich reduziert wurden und dafür die Gitarren wieder mehr braten. Dafür sind besagte orchestrale Einlagen punktgenau platziert und fügen sich gut ins Klangbild ein und wirken auch nicht überladen.
Shagrath keift ganz ordentlich ins Mikro und die Clearvocal-Einlagen von Vortex sind wie immer toll. Nur hat man manchmal das Gefühl, dass sie nicht so recht ins Lied passen. Die beste Leistung von Vortex kann man in THE SACRILEGIOUS SCORN hören. Da stimmt wirklich alles. Nicht umsonst einer der besten Songs vom Album!
Durch eine insgesamt kürzere Spielzeit der Lieder und dem deutlich zurückgefahrenen Orchester sind die Songs im Einzelnen sehr kompakt geworden. Das heißt aber nicht, dass die Songs deswegen eingängig wären ganz im Gegenteil.
IN SORTE DIABOLI ist ein Album, dass seine Zeit braucht. Ich denke, dass es bei den Wenigsten auf Anhieb zündet. Und wer das Album nach den ersten Durchläufen eher ernüchternd findet, sollte der Scheibe eine Chance geben. Hat man erstmal den Zugang zu den Liedern gefunden erwartet einen ein gut durchdachtes Konzeptalbum, dass musikalisch und atmosphärisch auf ganzer Linie überzeugen kann und es hoffentlich auch tut.
Zu den Highlights zählen für mich THE SERPENTINE OFFERING mit seinem genialen Intro, dass Erinnerungen an Star Wars wach werden lässt, der Bonustrack THE ANCESTRAL FEVER (die Drums in dem Stück sind einfach nur gigantisch), das schon erwähnte THE SACRILEGIOUS SCORN und THE SINISTER AWAKENING.
Allerdings muss ich auch sagen, dass IN SORTE DIABOLI nicht das übermegagigantische Killeralbum ist, dass Nuclear Blast einem im Vorfeld hat erwarten lassen.
Nichtsdestotrotz haben Dimmu Borgir hier astreine Arbeit abgeliefert!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dimmu Borgir auf dem Höhepunkt ihrer Karriere? Und wie !!!, 18. Mai 2007
Es scheint sich hier wieder um ein ziemliches Gefällt mir - Gefällt mir nicht - Album zu handeln. Ein "mittelmäßig" existiert nicht. Man mag es oder nicht, wie so vieles im Leben. Ich persönlich finde, dass In Sorte Diaboli zusammen mit Puritantical Euphoric Misantropia die mit großen Abstand besten Alben ihrer Laufbahn sind. Schon der Opener mit tollen Orchestereinlagen, gepaart mit musikalischer Abwechslung und der gewohnt genial bösen Stimme von Shagrath macht das Album schon zu einem Pflichtkauf. Wer aber denkt, dass könnte es schon gewesen sein, liegt falsch: Es gibt keinen Titel, der negativ herausfällt, alle enthalten herrliche Melodien und seine brutalen Stellen und der allgegenwärtige Chor und auch einige klar gesungene Stellen machen das Album zum abwechslungsreichsten und vielleicht sogar besten Album der Norweger. Genau wie bspw. in Puritantical Euphoric Misantropia gibt es wieder einen reinen Akustiktitel, der bei diesem Album die Halbzeit einläutet. Hier trumpft das Orchester auf, lässt eine Wahnsinnsathmophäre entstehen (man fühlt sich direkt in Mittelalter versetzt und das will schon was heißen) und lässt anschließend die zweite Hälfte mit einem wahren Dimmu-Kracher eröffnen.
Ich kann wirklich nichts schlechtes über In Sorte Diaboli sagen. Sicherlich wird einigen der neue Stil nicht gefallen, aber mir persönlich gefällt Dimmu Borgir erst seit den bombastischen orchesterunterstützten Produktionen. Allen denen die Alben seit ca. 2001 gefallen, denen sei dieses musikalische Meisterwerk nur zu raten.
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Böse lebt !!!, 12. Mai 2007
Dimmu Borgir verfeinern in der Tat ihren Stil aus Black und Death Metal immer mehr, kombinieren ihn auf eine sehr harte und aggressive Art mit Neoklassik und haben mit "In Sorte Diaboli" ein Werk produziert, welches Kraft und Gewalt ausstrahlt. Die Symphonie ist in insgesamt neun Kapitel aufgeteilt, die in 42 Minuten vorgetragen werden. Damit haben die Stücke durchschnittlich eine Länge von vier einhalb Minuten. Lange Weile kommt in dieser Zeit ganz bestimmt nicht auf. Im Gegenteil, dieser Hyperblast ist in der regulären Spielzeit nicht zu verdauen, sondern es bedarf mindestens eines weiteren Hördurchlaufes. Um dieses Werk zu verstehen, sollte man sich auf jeden Fall viel Zeit nehmen, bevor man in die Musik eintaucht.
Zur Musik: Die symphonischen Anteile sind auf "In Sorte Diaboli" im Vergleich zum Vorgängeralbum "Death Cult Armageddon" nicht so dominant. Dies fällt allerdings erst nach genauerer Analyse auf, denn die getragenen Passagen sind im Vergleich zu "Death Cult Armageddon" weniger geworden. Hier dominiert die rohe Gewalt.
Dieses Konzeptalbum führt uns ins dunkle Mittelalter, wo ein Priester-Anwärter sich dessen bewusst wird, dass ihm das Christentum nur Schlechtes bringt und so eine Wendung zur "dunklen Seite" erfährt:
Kapitel eins "The Serpentine Offering": Nach einem orchestralen Intro, der unwillkürlich Erinnerungen an John Williams' Imperial March aufkommen lässt, bricht ein Inferno auf den Hörer ein, der sich dem Klang nach in der Hölle wieder findet (so war es doch auch bei Anakin Skywalker welcher zu Darth Vader mutierte). Innerhalb des Songs wird eine unglaublich dichte Atmosphäre aufgebaut, die in einer Chorpassage mündet und somit einen vorläufigen Höhepunkt darstellt. Diesen Chor gab es auf der "Death Cult Armageddon" leider viel zu kurz zu hören.
Kapitel zwei "The Chosen Legacy": Hyperblast! Chaos! Gewalt! Qualen! Atmosphäre! Nach gut einer Minute Spielzeit erhält man eine kurze Pause, in der das Orchester die dichte Dunkelheit etwas lichtet. Aber gibt wenige Lichtblicke, in denen man verschnaufen kann, um zu verstehen was um einen passiert. Die Textpassage "In Sorte Diaboli" wird häufig zitiert und man fühlt sich unweigerlich in die Hölle versetzt, wo alles brennt. Ein wahnsinnig dichtes Kapitel...
Kapitel drei "The Conspiracy Unfolds": Nach einem etwas durchschnittlichem Anfang wird mit einem gewaltigem Riff die Apokalypse eingeleitet die den Hörer auf eine Reise in weite Sphären einlädt. Das Schlagzeug bildet zum groovigem Grundrhytmus einen sagenhaften Kontrapunkt. Der Song ist fast schon als poppig zu bezeichnen. Mit breitbändigen Disharmonien wird der Gewaltritt beendet. Auf jeden Fall besitzt dieses Kapitel Hitpotential...
Kapitel vier "The Sacrilegious Scorn": Mit Keyboards wird zunächst monumental eingeleitet, danach stimmt das Schlagzeug mit Blastbeat ein. In wenigen Schritten wird in einer erneuten Chorpassage der erste Höhepunkt dieses Kapitels erreicht. Durch eine kurze Klavierpassage wird der Song sehr aufgelockert und erinnert dadurch gar ein wenig an My Dying Bride's Turn Loose the Swan. Durch langsame Steigerung zum bestialischen Schrei wird der eigentliche Höhepunkt dieses Kapitels und damit des ersten Teils der Symphonie erreicht. Mit knappen vier Minuten ist dieses Kapitel das kürzeste.
Kapitel fünf "The Fallen Arises": Ein reines Instrumentalstück, welches eine schauriges Stimmung verbreitet und an so manches Elend Album erinnert (v.a. Winds Devouring Man). Gleichzeitig stellt dieses Kapitel einen Wendepunkt des Albums dar, denn der erste Teil des Albums war im Vergleich zum zweiten Teil noch vergleichsweise leichtverdaulich.
Kapitel sechs "The Sinister Awekening": Jaaaaaaaah... Disharmonien bestimmen dieses Kapitel. Kreischende Gitarren. Kreischende Geigen. Bis im höllischen "Anti Christus" der Teufel endgültig die Macht übernimmt und alles was noch nach Leben aussah zerstört wird. Jaaaaaaaah... Fast verträumt wird dieses Kapitel ausgeläutet um das nächste Kapitel einzuleiten.
Kapitel sieben "The Fundamental Alienation": Dieses Kapitel wird durch einen Chor eingeleitet, der im Laufe des Songs eine tragende Funktion erhält, da er wiederkehrt. Nach sanfter Ausblendung wird das vorletzte Kapitel eingeleitet.
Kapitel acht "The Invaluable Darkness": Nach der Abkehr vom Licht wird der Dunkelheit gehuldigt. Dimmu Borgir drücken dies wird mit feierlichen Melodien, Chören und Tänzen aus. Eine sehr feierliche Stimmung des Songs bringt die volle Freude des Haupthelden von "In Sorte Diaboli" zu Ausdruck. Mit Sicherheit der positivste Song des Albums, da er kaum auf Disharmonien baut.
Kapitel neun "The Foreshadowing Furnace": Die aufkommende Freude des "The Invaluable Darkness" wird sofort wieder zunichte gemacht. Freude ist nicht gut, Freude ist schlecht!!! Jaaaaaaaah... Disharmonien! Gewalt! Qual! Musikalisch knüpft es an das Anfangskapitel an, ist jedoch wesentlich gewaltiger, kompromissloser! Diese Qualen werden durch das Albumausklingende Fegefeuer bekräftigt...
Fazit: Was für eine Symphonie! "In Sorte Diaboli" ist mit Sicherheit nicht leicht verdaulich und nichts für Weicheier. Es nimmt jede Freude am Leben, ist destruktiv, gewaltig, kompromisslos. Wer mit "Death Cult Armageddon" nicht zu Recht kam, sollte sich dieses Album auf keinen Fall kaufen. Fans brutaler und dichter Atmosphäre und neoklassischer Musik, die durch bombastisch-orchestrale Klanglandschaften besticht, werden dieses Album lieben. Um die Vielschichtigkeit zu erfassen, ist es jedoch notwendig sich in die Musik hineinzudenken. Und dazu benötigt man viel Zeit. Congratulations!!!
Die häufigen Vergleiche mit Cradle of Filth halten nicht stand, da CoF bei weitem keine so dichte Atmosphäre der Angst aufbauen können.
Anspieltipps:
- The Serpentine Offering
- The Conspiracy Unfolds
- The Sinister Awekening
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