Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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30 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Burtons Best, 6. Juni 2007
Genial, diese HD-DVD: Man bekommt einen Fullscreen-HD Transfer (1:1,85) mit einem so wunderbar plastischen Bild, das einem glatt die Worte fehlen. "Corpse Bride" entstand nicht wie die Kassenhits "Ice Age" oder "Happy Feet" u.a. digital am Computer, sondern wurde mit geradezu unmenschlichem Aufwand als Stop-Motion-Film produziert, eine Technik, die vom legendären Harryhausen in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts erdacht wurde.
Dabei werden alle Charaktere als Figuren gebastelt und bei der Durchführung etwa einer Armbewegung pro Sekunde 25 Bilder mit einer Digitalkamera geschossen. Dies wird sehr ausführlich im Making-Of deutlich und man sieht erneut, welch aufwändige Produktion stattfand. Bei knapp 76 minuten Länge und 25 Bildern pro Sekunde sind dies 114.000 (!) Einstellungen.
Da hier mit einer speziellen Digitalkamera gearbeitet wurde (Canon EOS), zieht diese auch alle Register eines erstklassigen Bildes. Akribisch wurde auf Beleuchtung, Farbgebung und Sättigung geachtet und aus all den Einzelbildern dann ein Film gefertigt, dessen Bildqualität so ziemlich alles überragt was bisher auf HD-DVD zu sehen war. Da "Corpse Bride" ja nicht direkt am PC entstand, sind Vergleiche zu "KING KONG" oder anderen Filmen indirekt ja durchaus gestattet und da heißt es: Staunen.
Man möchte fast ins Bild greifen. War bis letzte Woche noch "Riddick: Chroniken eines Kriegers" noch Bildreferenz, hat Tim Burton hier einen ABSOLUT perfekten HD-Transfer vorzuweisen der Maßstäbe setzt. Weder die Komprimierung noch die o.g. Farbgebung, Sättigung oder Kontrastgebung sind in irgendeiner Weise zu beanstanden!
Ebenso ist der Ton, maßgeblich unterstützt von Danny Elfmans phantastischer Soundtrackkomposition äußerst gelungen. Man sehe sich nur einmal in Verbindung mit dem HD-Bild die wunderschöne Piano-Szene im Hause des Lord Everlot an...da musste ich immer wieder auf ´Replay´ drücken. Etwas ergreifenderes wurde Bild/Tontechnisch selten in Szene gesetzt, besonders bei diesen Filmen.
Bei den Extras zeigt sich Tim Burton zwar spendabel, allerdings kennt man diese noch von der DVD-Version. Leider liegen die Extras auch nicht in HD vor - schade.
Trotzdem bleib folgende Bewertung für "Corpse Bride"
Bild 10+/10 Ton 9.5/10 Extras 6 / 10
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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
anrührende Liebesgeschichte jenseits von Tod und Leben, 11. Januar 2007
märchenhafter Animationsfilm mit Musicalelementen
19 Jh, Viktor van Doort, Sohn einer Kaufmannsfamilie, die durch Fischhandel reich geworden ist, soll Viktoria von Erverglot, Tochter aus verarmten Adelshause ehelichen, so der Plan der Eltern. Die Zwangshochzeit soll zu beider Glück beitragen: die van Doorts steigen gesellschaftlich auf, die Erverglots werden vor dem Armenhaus bewahrt.
Viktor, der schüchterne, unbeholfene Kaufmannssohn, der sich gern in melancholischen Tagträumen verliert, dem Schönen dieser Welt nachhängend, das doch der Realität so fern zu sein scheint und Viktoria von Erverglot, die schüchterne, liebevolle, herzliche Tochter von adeligem Geblüte lernen sich auf den Vorbereitungen zu ihrer eigenen Hochzeit kennen und langsam keimt eine schüchterne Liebe auf. Alles könnte perfekt sein, wenn Viktor, sich im dunklem Walde in Ehezeremonien übend, nicht einer toten Leichenbraut, im Laufe der Zeit bis zur Unkenntlichkeit verwittert, den Ehering aufstecken würde. Die Braut erwacht zum Leben und fordert, voll von Liebe, Leben und Fröhlichkeit die Einlösung des Eheversprechens. Nun beginnen die amüsanten Probleme.
Ein Film, der in zärtlich melancholischer und zeitloser Weise die Unerbitterlichkeit und Unabänderlichkeit des Schicksals in der Welt der Lebenden und Toten zeigt, gegen das sich niemand zu wenden vermag, so es auch die Hauptpersonen versuchen. Trotz allem oder vielleicht gerade deswegen leben in der harten, kalten, unmenschlichen, düsteren Realität die kleinen Momente des Schönen und Glücks umsomehr kurz auf, wie bunte Schmetterlinge, die rasch davontaumeln.
Ein wunderschöner, düsterer, melancholischer Film über Leben + Sterben, die Unerbitterlichkeit des Schicksals, Liebe, Leid, Freundschaft und was uns sonst noch so alles am Leben hält.
Sehr sehenswert - und nicht nur an einem kalten, nebelverhangenen, kalten, feuchten Novemberabend.
"Wie tot ist denn mein Herz, wenn ich still eine Träne wein' vor Schmerz?"
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die Unterwelt muss nicht finster sein, 13. Oktober 2009
Der Tod ist nichts, wovor man sich fürchten muss. Wer außer Tim Burton kommt schon auf die Idee, die lebendige Welt in finsteren Schattierungen versinken zu lassen, während das Totenreich ein paar Meter unter der Erde in opulenten Farben und skurrilen Figuren prächtiger denn je in einer nicht enden wollenden Partymeile erscheint. Victor Van Dort findet seinen unbeabsichtigten Aufenthalt an diesem mysteriösen Ort allerdings weniger erfreulich. Gerade eben erst von einer Hochzeitsprobe mit einer scheuen Aristokratentochter mit kalten Füßen vom Traualtar in die sichere Obhut des Waldes geflüchtet, probiert er an einem abgestorbenen Ast schnell noch einmal, bevor es wirklich ernst wird, ein paar zeremonientechnische Dinge wie das Aufstecken des Eheringes. Schade nur, dass dieser abgestorbene Ast in Wahrheit ein Skelettarm einer gar nicht so unlebendigen knochenklappernden Dame ist. So kommt Nick vom Regen in die Traufe oder, um es anders zu sagen, aus den Armen einer verklemmten Jungfer in die Hände einer quicklebendigen obskuren Untoten. Ein Daueraufenthalt in der Hölle ist in dieser Ehe inklusive.
Tim Burton liefert mit Corpse Bride den legitimen Nachfolger seines Stop-Motion-Klassikers Nightmare Before Christmas. Das Konzept ist dabei ähnlich: absurde Figuren, eine groteske Handlung und viel schwarzer Humor erschaffen eine finstere und doch kunterbunte romantische Welt. Für den Soundtrack verantwortlich war wieder Danny Elfman. Die Melodien der schmissigen Musicalpassagen sind vielleicht nicht ganz so catchy wie beim Vorgänger. Aber dies fällt durch das Sammelsurium an bizarren Figuren und Ideen gar nicht weiter ins Gewicht. Die Figuren werden im Original von Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Christopher Lee und Albert Finney gesprochen. Auch die deutsche Synchronisation kann sich hören lassen. Der Film hat ein sehr hohes Tempo, ist gerade in den gesungenen Szenen sehr mitreißend und zu jedem Zeitpunkt mit einem charmanten Witz versehen. Die 75 Minuten dieses kleinen Crashkurses in Sachen Toleranz und Menschlichkeit vergehen wie im Flug, sodass sich sowohl die 10 Jahre andauernde Vorbereitungszeit, als auch die 55 Drehwochen mit 110.000 Einzelaufnahmen auf jeden Fall gelohnt haben.
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