Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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46 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
ein sensibler Film für ein sensibles Thema, 30. März 2007
Emma bewirtschaftet alleine ihren Bauernhof, leider kommt sie mit ihren Finanzen nicht ganz klar, und der Hof steht kurz vor dem Aus, was Emma allerdings weit von sich schiebt. Da taucht eines Tages Max in Form eines verunglückten Autofahrers auf und bringt ihr sorgsam gehütetes Leben durcheinander.
Wirklich durcheinander? Ich finde, Emma, egal was sie tut, ob sie ein Schwein schlachtet oder den Dorfpolizisten vom Hof jagt, bleibt sich selbst stets treu, verliert sich nie in den Emotionen, die Max plötzlich in ihr hervorruft. Alles passt zueinander, Emma und Max ergänzen sich völlig harmonisch.
Es gibt einige witzige Szenen, doch der Film ist keine Komödie, es gibt skurrile Szenen, anrührige und ganz weiche; man riecht förmlich die Gerüche des Bauernhofs, die Schweine und die Landluft, doch man sieht keinen Heimatfilm. Von allem etwas und das wurde zu einer guten Mischung zusammengebracht.
Triebel und Vogel - die beiden spielen wirklich kongenial und verleihen ihren Figuren absolute Echtheit. Ein wunderbarer Liebesfilm, der ohne Schmalz auskommt und nicht vor aktuellen Themen (Sterbehilfe) Halt macht. Richtig gutes deutsches Kino, eine Story ohne erhobenen Zeigefinger, gute Unterhaltung, sehenswerte Schauspieler - gute Komponenten für einen gelungenen DVD/Kino-Abend.
Nebenbei: es lohnt sich, auch das Buch zu lesen.
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30 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Am Ende schenkte der Tod das Glück, 22. März 2007
Den Film Emmas Glück sah ich zuerst im Kino.Zu meinem Glück alleine,denn die Geschichte von Emma und Max ließ meine Tränen laufen.
Genau das beschreibt Emmas Glück, Leben und Tod ,Glück und tiefes Leid liegen dicht beieinander, und das eine gibt es nicht ohne das andere.
Lustige Momente, in denen Emma und Max Freude spüren, daß die umstehenden Menschen nur so den Kopf schütteln, in dem kleinen Dorf, gehören genauso dazu, wie das Sterben.
Jördis Triebel spielt glänzend die Rolle der burschikosen, weisen Bauernfrau, die in finanziellen Nöten steckt und im Alleingang ihren Bauernhof bewirtschaftet. Nein, zunächst ist sie nicht ganz alleine, denn sie züchtet Schweine ,die sie liebevoll behandelt, auf ihre eigene Art schlachtet ,voller Gefühl und Respekt vor den Tieren. Ja und dann ist da zunächst noch ein vergeblicher Verehrer von Emma, der Dorfpolizist, zugleich auch Schuldeneintreiber.
Parallel zum Geschehen erfährt der Autoverkäufer Max, gespielt von Jürgen Vogel,daß er todkrank ist und seine Wochen gezählt sind.
In einer Nacht und Nebelaktion raubt er die Geschäftskasse aus,die überwiegend nicht ganz rein ist ,und flieht in einem Jaguar über die Landstrassen. Die Kurve vor Augen, aus der er hinausfliegt, landet er in Emmas Leben. Emma hütet den bewusstlosen Mann und nimmt ihn mit ihren ganzen Sinnen auf. Emma ist schließlich eine leidenschaftliche Frau, die ihre Höhenflüge bisher nur auf dem vibrierenden Mopedsattel geniessen konnte. Nun liegt dieser Mann da auf dem Bett...Mehr möchte ich nicht verraten. Die Atmosphäre dieses Filmes, der abgelegene Bauernhof, die Tiere, die Ruhe ,vermitteln einen Frieden. Die hektische Zeit ist dort stehengeblieben. Emma hat andere Inhalte in ihrem Leben, ist keine moderne Frau in dem Sinne, daß ihr Mode, Geld oder Partyleben im Vordergrund steht. Emma ist Emma. Das Dorf kennt sie und sie verwundert es stets auf neue.
Sie lebt ihren eigenen Rhythmus, der nicht viel Kontakt zu den Menschen in ihrer Umgebung zulässt.
Max gelingt es ,durchzudringen, in Emmas Herz.
Das zählt , für beide;und selbst das Ende dieses gemeinsamen Glücks überdauert den Tod.
Der Moment, in dem Emma ihr Glück findet ,entscheidet so vieles ,was vorher in Frage stand.
Also bekommt Emmas Glück von mir fünf Sterne !!
Tom Netzer
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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das kurze zweite Leben von Max., 28. März 2007
Max erfährt, der er nur noch kurze Zeit zu Leben hat. Er bestiehlt seinen Teilhaber und will die restlichen Tage in der Ferne genießen. Doch er kommt nicht weit. Mit seinem Wagen stürzt er einen Abhang hinunter und landet auf Emmas Bauernhof.
Emma lebt nach dem Tod ihres Vaters allein auf dem Hof und betreibt Viehzucht. Sie schlachtet auch selbst auf eine eigenwillige höchstpersönliche Art, ein wenig wie der Pferdeflüsterer seine Tiere zähmt. Emma findet Max und das entwendete Geld. Sie bringt Max ins Haus und zündet den Wagen an. Das Geld kann Emma dringend gebrauchen, denn der Hof steht kurz vor der Versteigerung. So gibt es eigentlich genug Handlungsstoff, nachdem Max erwacht. Er lernt Emma und ihr Leben kenne. Die beiden haben eine kurze schöne Zeit. Als die Zeit kommt und Max Leid unerträglich wird, leistet Emma aktive Sterbehilfe auf ihre eigenwillige höchstpersönliche Art.
Nicht das Sterben ist schlimm, sondern nur die Angst davor", sagt die Protagonistin weise im Film zu Max. Die Geschichte ist eine Liebesgeschichte und eine Geschichte vom Umgang mit dem Sterben. Das einfache Leben auf dem Lande zeigt, verbundenen mit einer schweren Krankheit, wie einfach und wertvoll Leben sein kann. Der anfängliche, verständliche Wunsch in der Ferne unter Palmen glücklich zu sterben, wirkt am Ende des Filmes grotesk.
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