Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Voll in die Offensive, 19. März 2007
Noch vor kurzem war Leeds besonders in Fußballkreisen ein großer Begriff. Die Mannschaft der einstigen Textilmetropole, die nun wirtschaftlich am Boden liegt, brachte es in der Champions League bis ins Halbfinale. Doch fünf Jungs aus dem Norden Englands träumten einen anderen Traum. Im Jahre 2005 sollte sich dieser erfüllen. Die Kaiser Chiefs benannt nach einem südafrikanischen Fußballvereins, bei dem der damalige Leeds-Verteidiger Lucas Radebe spielte starteten mit ihrem Debütalbum "Employment" durch in Richtung Rockn'Roll-Thron. Das Quintett ist mittlerweile eine der größten musikalischen Attraktionen der Insel, während der ortsansässige Fußballverein ohne Lucas Radebe auf dem letzten Platz der zweiten englischen Liga herumdümpelt. Nun stürmen sie mit "Yours truly, angry mob" wieder nach vorn.
Schon mit der ersten Singleauskopplung ließ das Quintett aus der nordenglischen Textilmetropole keinen Zweifel daran, dass auch das neue Werk dort anknüpft, wo "Employment" aufgehört hatte. Wie vormals "Oh my god" setzte sich "Ruby" in den Ohren der geneigten Zuhörer fest. "Wir sind eine großartige Band und wir schreiben großartigen Songs", posaunt Keyboarder Nick Baines und liegt damit nicht gänzlich falsch. Immer dann, wenn die Kaiser Chiefs in die Offensive gehen und die Menge mit rockigen Klängen nach vorne treiben, zeigen sich die Stärken des Albums. Der sich langsam entwickelnde Titelsong "The Angry Mob" ist das beste Beispiel zuerst scheint der Angriff durch eine mittelmäßige Popattitüde ins Leere zu grätschen, um dann am Ende mit einem fulminanten Schlussspurt aus der Distanz zu treffen. Auch das locker-poppige "Heat dies down", das dennoch nach vorne geht, und das eingängige "Learnt my lesson well" zeugen davon, dass das Hitpotenzial des Erstlingswerks des Leeds-Fünfers kein Zufallstreffer war.
Es zeigen sich in den wenigen, ruhigen Phasen des Albums ("Try your best", "I can do it without you") zwar gewisse Schwächen, doch wer hatte dies von den stürmischen Briten erwartet? Die Kaiser Chiefs überzeugen auf anderem Gebiet: Offensiver Indierock, der durch starke Ohrwurmgefahr und rockige Rhythmen überzeugt, ohne mit der Brechstange zu agieren. Zum Schluss setzt der "Angry Mob" mit "Retirement" noch einen wütendes i-Tüpfelchen auf eine gelungene Platte. "Kaiser" Franz wäre begeistert.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gelungener Zweitling, 23. Februar 2007
Das zweite Album der Kaiser Chiefs wurde von keinem geringeren als Stephen Street produziert.Den jüngeren sei gesagt, dass dieser Herr seinerzeit maßgeblich am Erfolg der Smiths und Morrissey (dessen erstem Solowerk) beteiligt war.Damit ist die grobe Richtung, Brit-Pop und artverwandtes, vorgegeben und der Hörer wird in dieser Hinsicht nicht enttäuscht.Etwas von den Eigenarten, die das Debüt der KC zumindest in Punkto Wiedererkennungswert auszeichneten, wurde abgeschliffen und weicht nun einer reiferen und runderen Präsentation.Keine Angst,"Your`s truly,angry mob" wird dadurch nicht zwangsläufig langweiliger als sein Vorgänger.Das zickige und schrullige kommt nur etwas gebändigter daher.Die Kompositionen wissen durchaus zu überzeugen,verleugnen dabei keinerzeit Einflüsse der Achtziger.Neben XTC (natürlich !),Clash und Go-Betweens als musikalische Referenz gibt es textliche (Billy Bragg,wenn er nicht politisiert, bis hin zu Talking Heads) Anleihen, die aber nie aufgesetzt wirken.Einen zweiten Single-Hit wie "Ruby" sucht man zwar vergeblich, doch das kommt der Nachhaltigkeit dieses Albums eher zugute. Sicher liegt hier kein Klassiker vor und erst recht keine moderne Musik des Jahres 2007.
Dieses Problem ist jedoch ein grundsätzliches und den sympathischen Chiefs
nicht vorzuwerfen, denn die machen ihre Sache anständig.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gute Indie/BritRock-Platte, 28. Februar 2007
Gleich zu Anfang: Zu sehr sollte man die neue CD nicht mit "Employment" vergleichen. Ich fand den Vorgägner zu "Yours Truly, Angry Mob" insgesamt besser und, wenn man das bei den Kaiser Chiefs überhaupt sagen kann, innovativer. Die Kaiser Chiefs füllen weiterhin die Lücke zwischen Bands wie Coldplay und Maximo Park (wobei sie von Coldplay weiter entfernt sind!).
Alle neuen Songs haben Elemente, die einem sehr vertraut sind. Von billigen Kopien zu sprechen wäre aber total übertrieben, denn die Songs enthalten allesamt soviel neues bzw neu kombiniertes, dass zumindest ich kein direktes Vorbild ausmachen konnte. Außerdem musste ich das Album ein paar mal hören bevor ich wusste woran ich wirklich bin, was ich eigentlich als positiv ansehe.
Die Songs auf der neuen CD sind allesamt ziemlich gut, mit gefälligen Melodien oder zumindest guten Texten. Es gibt eigentlich keinen richtigen Durchhänger. Die richtig guten Stimmungsmacher fehlen meiner Meinung nach, denn "Ruby" ist zwar gut, aber wie bei den anderen Songs mit Hitpotenzial wie "Heat Dies Down" oder "Everything is average nowadays" fehlt noch etwas - die sind dann doch irgendwie eintönig geraten, auch wenn sie cool klingen.
Die anderen Songs auf dieser CD sind definitiv die besseren - besonders "Learnt my lesson well" mit einem Piano-und-Gesang-Vorspiel des Keyboarders. Nicht nur der Text von "Retirement" ist mit britischem Humor gewürzt: "There are many things that I would be proud of If i'd only invented them such as the wheel, the washing machine and the tumble dryer". Den Brit-Rock neu erfunden haben die Kaiser Chiefs diesmal sicherlich nicht, aber eines der besseren Mainstream-Alben von der Insel wird "Yours Truly, Angry Mob" 2007 sicherlich bleiben!
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