Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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129 von 163 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Er lebt und schwitzt, 11. Januar 2007
Vier Jahre (gefühlte acht) später ist es soweit: endlich wieder ein neuer Bond-Film! Und dann auch noch mit einem Blond Bond. Frevel! Aber was soll ich sagen: es funktioniert!
Nach gut zweieinhalb (gefühlten anderthalb) Stunden kann man nur feststellen, dass die Wiederbelebung und Reinvention des langlebigsten Seriencharakters der Filmgeschichte perfekt gelungen ist. Anstelle der smarten Womanizer vom Schlage Brosnan und Moore, die auch während der heftigsten Fights kaum einen Tropfen Martini verschütteten, erleben wir mit Daniel Craig einen blutenden, schwitzenden und kompromisslos grimmigen Bond. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass Craig die physisch forderndste und erkennbar oft ohne Stuntdouble auskommende Performance der Serie abliefert. So kommt der erste Akt, der eine spektakuläre Actionsequenz nach der anderen in im Bond-Universum selten gesehener Rasanz aufbietet, über weite Strecken ohne viel Dialog aus.
Ab dem Schauplatzwechsel zum titelgebenden Casino macht sich dann die Verpflichtung des oscargekrönten Drehbuchautoren Paul Haggis (MILLION DOLLAR BABY, L.A. CRASH) bemerkbar, der eine Handvoll der (in den vergangenen 2-3 Bondstreifen vermissten) geschliffensten Dialoge der Serie geschrieben hat, die der Klasse eines bspw. GOLDFINGER in nichts nachstehen. So findet Bond in Kollegin Vesper Lynd (schön und klug: Eva Green) kein weiteres williges Laken-Opfer, sondern eine komplexe, zunächst undurchschaubare Persönlichkeit, deren für das Alphatier Bond ungewohnt abweisendes Verhalten umso anziehender wirkt. Ihr verbaler Schlagabtausch sprüht vor Ironie und tatsächlich Erotik. Ähnliche ironische Brechung sorgt auch dafür, dass eine für empfindsame Gemüter zu lang geratene Foltersequenz - der fiese Gegenspieler Le Chiffre traktiert den nackten Bond mit einem Schiffstau an des Mannes sensibelster Stelle - nicht die komplette Stimmung des bereits ernster als die unmittelbaren
Vorgänger ausgefallenen Films kippt.
Im Schlussakt werden noch einmal die Schauwerte aufgeboten, die der Fan erwartet und die für erhöhten Puls und freudigen Glanz in den Augen sorgen. Der Mann-gegen-Mann Schlussfight in einem zusammenstürzenden Gebäude hebt sich dabei wohltuend ab von den zu oft gesehenen, abgehobenen Materialschlachten in Raumstationen, Flugzeugen oder U-Booten, die bis dato zwangsläufig den Rahmen jedes 007 Showdowns bildeten. Und wenn in der letzten Filmsekunde endlich die magischen Worte "Mein Name ist Bond - James Bond" gesprochen werden, wird hoffentlich auch der letzte Zuschauer überzeugt sein, der ersten und sicher nicht letzten Mission des einzig wahren Doppelnullagenten mit dem Namen Craig, Daniel Craig beigewohnt zu haben.
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33 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Craig ist Bond!, 27. März 2007
James Bond ist zurück - und zwar so gut wie schon lange nicht mehr! Endlich hat das Produzententeam die wiederholte Ankündigung, frischen Wind in die Filme zu bringen, tatsächlich umgesetzt. Vorbei sind die Zeiten, in denen der völlig unterkühlt wirkende Pierce Brosnan am Ende eines Bondfilms so aussah, als würde gerade aus dem Büro kommen. Keine übertriebenen Superwaffen mehr, die Bond immer zur richtigen Zeit die Haut retten. Kein John Cleese, dessen Rolle als R bzw. Q für mich zu den absoluten Tiefpunkten gehörte. Kein Gegenspieler mit geheimer Basis und Privatarmee, die am Ende von James Bond aufgerieben wird.
Daniel Craig verkörpert endlich wieder einen härteren, kantigen James Bond. Craig bekommt allein bei seinem ersten Einsatz mehr ab, als Brosnan in allen seinen Auftritten als Bond zusammen. Dieser Bond blutet und hat Schmerzen, während bei Brosnan bestenfalls die Frisur beschädigt worden wäre. Zwar gibt auch er den einen oder anderen zynischen Spruch von sich, doch es wirkt nicht aufgesetzt, sondern ziemlich lässig. Man nimmt Daniel Craig die Rolle des knallharten Agenten einfach ab. Der überzeugenste Bonddarsteller seit Sean Connery, rein schauspielerisch sogar der beste.
Ähnlich überzeugend ist auch der dänische Superstar Mads Mikkelsen, der in meinen Augen den besten Gegenspieler seit Gert Fröbe abgibt. Mikkelsens LeChiffre hebt sich wohltuend von den austauschbaren Superschurken mit Drang zur Weltherrschaft ab. Ein Gegner, der die Bezeichnung verdient und über die nötige Ausstrahlung verfügt.
Die Story von "Casino Royale" ist zwar sehr bondtypisch, was den Ablauf und die exotischen Schauplätze angehen, aber dennoch nicht so altbekannt und einfallslos wie bei den letzten paar Filmen. Die Actionsequenzen sind rasant in Szene gesetzt, packend und weniger übertrieben, vielmehr zeigt der Film Action im Stil von "Stirb langsam". Das alles übrigens ganz ohne computergenerierte Animationen, sondern einzig mit klassischen handgemachten Effekten, und das ist einfach eine Wohltat. Allerdings fand ich das Finale insgesamt schwächer als die toll gemachte Flughafensequenz, die meiner Meinung nach der Höhepunkt in Sachen Action war. Überzeugend sind auch die ruhigen Momente des Films, wie etwa die Wortgefechte zwischen Bond und Vesper Lynd (Eva Green) und vor allem das Psychoduell zwischen Bond und LeChiffre am Pokertisch, bei dem Craig und Mikkelsen schauspielerisch glänzen. Und sogar bei der Musik ist der Neuanfang vollzogen worden. Der Score von David Arnold erinnert an die klassischen Bond Soundtracks von John Barry und mit "You know my Name" von Chris Cornell wird die Titelksequenz von einer richtigen Rocknummer unterlegt, der perfekt zu härteren Gangart des Film passt und dazu auch der beste Bondsong seit vielen Jahren ist.
"Casino Royale" ist ein von der ersten bis zur letzten Minute packender Actionthriller und dazu noch einer der besten Bondfilme überhaupt. Neuorientierung geglückt, denn das ist der frische Wind, der seit Jahren über überfällig war. Am Ende des Abspanns heißt es wie immer "James Bond will return", und diesmal freue ich mich auf die Rückkehr.
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29 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Endlich wieder ein guter Bond! , 9. Mai 2007
Casino Royale hat mich von der ersten Minute bis zum überraschenden Ende gefesselt. Ich habe ihn damals im Kino gesehen und kann nur eins sagen: Vergessen sie die ganzen Pierce Brosnan Bonds der letzten Jahre mit all ihren lächerlichen Stunts, völlig übertriebenen Special Effects und total abgedrehten und unglaubwürdigen Handlungssträngen!
Casino Royal ist wieder ein Bond der alten Schule. Er hat wieder Stil, eine Seele, so wie z.B. Goldfinger oder Jagt auf Dr. No.
Zugegeben, ich war am Anfang auch sehr am zweifeln, ob dieser Daniel Craig einen guten Bond abgeben würde, aber am Ende des Filmes war ich fest davon überzeugt, dass sich Craig direkt hinter Sean Connery und Roger Moore in der Ahnengalerie einreihen wird.
Nun zur Technik: Die Blu Ray Disc kann man wohl als Vorzeigebeispiel des neuen Mediums BR-Disc nennen. Sowohl das Bild als auch der Ton sind brilliant. Der Film ist im hochwertigen VC-1 Format auf der Disc gespeichert und nicht (wie viele andere frühe BR-Discs) im veralteten MPEG-2 Format.
Mein Fazit: Endlich wieder ein überzeugender Bond, der auch die Menschen wieder fesseln wird, die durch die Brosnan Bonds abgeschreckt wurden.
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