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Strange Circus
 
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Strange Circus

DVD ~ Masumi Miyazaki
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Produktinformation

  • Darsteller: Masumi Miyazaki, Issei Ishida, Rie Kuwana
  • Komponist: Sion Sono
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Japanisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
  • Erscheinungstermin: 16. Februar 2007
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 106 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000LZ69FY
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 57.938 in DVD & Blu-ray (Die Bestseller DVD & Blu-ray)

Rezensionen

VideoMarkt

Von ihrem zwölften Lebensjahr an muss die junge Mitsuko ihrem als Schuldirektor wirkenden Vater sexuell zu Willen sein. Mama Sayuri wohnt den Vergewaltigungen bei, eingesperrt in einen Cello-Kasten mit Guckloch. Später sieht Mitsuko ihren Eltern aus dem Cellokasten beim Beischlaf zu. Irgendwann wird die Mutter dann eifersüchtig und misshandelt Mitsuko schwer. Jahre später: Die Schriftstellerin Taeko hat ihre kaputte Kindheit literarisch verarbeitet. Doch ist es wirklich ihre wahre Geschichte?


VideoWoche

Sexueller Missbrauch in der Kindheit und die damit verbundenen Traumata sind auf der Leinwand wohl selten verspielter und zugleich drastischer thematisiert worden als in diesem in stilverliebten Inzesterotikdrama des japanischen Regisseurs Sion Sono. Ein Best-of der europäischen klassischen Musik beschallt da eine bizarr verschachtelte Story, unterbrochen immer wieder von Ausflügen in eine fantastische Zirkuswelt und gepflastert mit Blut- und Sexszenen, die nichts für schwache Nerven sind. Interessanter Trip vom Fantasy Filmfest.

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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Bildgewaltig, inhaltsschwer, 14. Februar 2007
Von todaystomorrow (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   
Man darf sich von der bizarr anmutenden Eröffnungssequenz und den unzähligen Täuschungsmanövern des Films nicht in die Irre führen lassen: "Strange Circus" besitzt durchaus eine klare, nachvollziehbare und in sich stimmige Handlung. Er offenbart sie nur eben auf eine sehr verklausulierte Art und Weise und lockt auf allerlei falsche Fährten, bevor er im letzten Filmdrittel dann umso deutlicher darüber aufklärt, was hier eigentlich gespielt wird.

Dabei besticht er vor allem in seiner ersten Hälfte durch eine außergewöhnlich kraftvolle und innovative Bild- und Tongestaltung. Immer wieder treten wir hier in grotesk übertonte Traumwelten ein, die in ihrer Atmosphäre mehr als einmal an bestimmte Filme bzw. Filmsequenzen David Lynchs erinnern. In der zweiten Hälfte baut "Strange Circus" da zwischendurch leider öfters mal deutlich ab: die Außenszenen wirken eher schäbig und sorgen für einen gewissen Bruch im Erzählfluß. Aber es gibt nur vergleichsweise wenige dieser Szenen, über den größten Teil des Films sind wir Innen: nämlich im Elternhaus Mitsukos, in dem sie unfaßbare Greueltaten ihrer Eltern über sich ergehen lassen mußte. Und innen drin in ihrem Kopf.

Mitsuko wird von ihrem Vater aufs Übelste mißbraucht, in gewisser Hinsicht werden hier wirklich neue Perversionslevel erreicht. Ihre Mutter duldet das alles nicht nur, sondern nimmt aktiv an der Vernichtung ihrer Tochter teil - und haßt das hilflose Mädchen dann auch noch dafür, zum Sexobjekt ihres Vaters geworden zu sein. Mitsukos Leben ist die Hölle - aber das ist erst der Anfang der Geschichte... Was folgt, sind kaum zählbare Wechsel der Erzählebene, eingeschobene Traumsequenzen und ein vorläufig nur schwer entwirrbarer Irritationsgrad hinsichtlich der Grenzen zwischen Realität und Traum bzw. Halluzination. Insbesondere, als in der Mitte des Films eine komplette Verschiebung der Narrationsperspektive eintritt, verliert man durchaus den Boden unter den Füßen und kann sich nur noch schwer im Geflecht einander widersprechender Handlungsstränge orientieren. Doch "Strange Circus" ist kein selbstverliebter Kunstfilm oder nur daran interessiert, den Betrachter vor den Kopf zu stoßen. Er bietet uns am Ende eine Auflösung alles zuvor Gesehenen, die nicht nur stimmig ist - und dabei die inhaltliche Härte des Films noch mal deutlich erhöht. Nein, außerdem läßt diese Auflösung vieles des Vorangegangenen als äußerst angemessene Darstellungsweise erscheinen, im Nachhinein schwindet ein Gutteil der Irritation und verwandelt sich in pure Intensität.

"Strange Circus" ist ein sehr rauschhaftes, ungewöhnliches Filmerlebnis, das über weite Strecken hypnotisiert und mit seiner künstlerischen Kraft nachhaltig beeindruckt. Inhaltlich ist er konsequent tabulos, was die Beschäftigung mit seinem Thema angeht, und dabei über weite Strecken auch ziemlich schmerzhaft.

Leider aber nur über weite Strecken, für mich persönlich nicht in seiner Gänze. Denn so traurig, widerwärtig und dabei ja doch realistisch seine Ausgangssituation ist: nach einiger Zeit nutzt sich der Schockeffekt des Ganzen ein Stück weit ab. Die Lage von Mitsuko wird im Laufe der Zeit ganz und gar nicht erträglicher. Allerdings wird sie ab einem gewissen Punkt, wenn überhaupt, nur noch in ihrer Intensität, nicht aber in ihrer Qualität variiert. So geht auf Dauer ein Teil der Wirkung des Geschehens ein wenig verloren.

Dies gilt jedoch nur vorübergehend, denn ab dem zentralen Wechsel der Erzählperspektive baut sich hier etwas völlig Neues auf. Etwas, das man inhaltlich etwas fragwürdiger bzw. etwas weniger glaubwürdig finden kann als das vorher Gezeigte. Unglaublich krass wirkt es aber zweifellos, die Aufdeckung des Mysteriums erzielt einen ähnlichen Effekt wie damals bei "Oldboy" (ohne dabei inhaltliche Ähnlichkeiten meinen zu wollen). Da es mir aber vor dieser Aufdeckung, nach dem Perspektivwechsel ein ganzes Stück zu lange dauert, bis das Geschehen wieder Fahrt aufnimmt; da ich die Sequenzen, die sich mit dem namengebenden "Seltsamen Zirkus" beschäftigen, eher störend fand; und da sich für mich an manchen Stellen doch Ausreizungserscheinungen hinsichtlich der Storyidee bemerkbar machten, gebe ich dem Film nur 7 von 10 Punkten.

Dennoch sollte man ihn sich unbedingt ansehen, wenn man Interesse am kraftvollsten und beeindruckendsten Mindfuck des Fantasy FilmFests 2006 hat - der zudem noch über eine klare Idee und Botschaft samt originärer Umsetzungsmethode verfügt.

Mit nur einem Making-Of und dem Trailer als Extras überwältigt die deutsche DVD leider nicht gerade. Aber das im Schuber enthaltene Postkartenset ist eine nette Beigabe, und eigentlich spricht "Strange Circus" ja ohnehin für sich selbst. Einer der lohnenswerteren Filme im Vertrieb von Rapid Eye Movies.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Grand Guignol, 19. Mai 2007
"Strange Circus" ist alles andere als ein einfacher Film und er macht es dem Zuschauer nicht leicht.

Die Einschätzung, ob es sich hierbei um verstörende, asiatische Filmkunst jenseits moralischer Schranken oder absurden und abartig gewalttätigen Schwachsinn handelt, muss jeder selbst treffen. Wer Filme wie "Lost Highway", "Eraserhead" oder "Audition" mag, dem wird auch "Strange Circus" zusagen.

Über jede Kritik erhaben bleibt aber die einzigartige und in puncto Bildsprache erstklassige Inszenierung. Allein dieser Bildsprache und der satten Farbwahl ist es wohl auch zu verdanken, dass der Film die Klippe vom Trash zum Arthouse meistert. Dazu gesellt sich in den extremen Szenen musikalische Untermalung durch feinste klassiche Musikstücke.

Der Film hat im übrigen völlig zu Recht keine Jugendfreigabe erhalten.
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0 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Krank und widerlich, 10. Dezember 2007
Auf eine gewisse Weise faszinierend und von der Geschichte her ganz interessant. Leider macht die idiotische Gewalt alles kaputt und lächerlich.
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