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Produktinformation

  • Darsteller: Doug Jones, Ivana Baquero
  • Regisseur(e): Guillermo Del Toro
  • Format: Anamorph, PAL, Import
  • Sprache: Spanisch
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.85:1
  • Anzahl Disks: 2
  • BBFC: Freigegeben ab 15 Jahren
  • Studio: Optimum Home Entertainment
  • Erscheinungstermin: 12. März 2007
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 119 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (315 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000L42MUQ
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 67.836 in DVD & Blu-ray (Die Bestseller DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Inspiriert von den zusammengetragenen Geschichten der Gebrüder Grimm, von Jorge Luis Borges und nicht zuletzt von Guillermo del Toros eigener, scheinbar grenzenloser Phantasie, ist Pan´s Labyrinth, auf den Punkt gebracht, ein Märchen für Erwachsene.

Ofelia (Ivana Baquero) mag zwar erst 12 Jahre alt sein, aber ihre Welt ist mindestens so dunkel und bedrohlich wie alles was del Toro bislang in seinen Filmen erforscht hat. Die Geschichte spielt mitte der vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts im ländlichen Spanien. Ofelia und ihre verwitwete Mutter Carmen (Ariadna Gil aus Belle Epoque) haben gemeinsam mit Carmens neuem Mann - Captain Vidal (Sergi López aus Harry meint es gut mit dir) -eine verlassene Mühle bezogen. Während die kränkelnde Carmen erneut schwanger ist, bleibt die verträumte Ofelia sich selbst überlassen. Daran ändert die Anwsenheit des freundlichen Hausmädchen Mercedes (Maribel Verdú aus Y Tu Mamá También) genausowenig wie ihr Stiefvater, ein ausgesprochen grober, brutaler Kerl, der für das Mädchen keinen Sinn hat und viel zu beschäftigt damit ist, mutmaßliche Informanten zu foltern. Ofelia findet bald heraus, dass sich unter der Mühle ein komplett andere Welt befindet. Ihr Führer wird der charismatische Faun (Doug Jones aus Mimic). Als ihre Mutter von Tag zu Tag schwächer wird, verbringt Ofelia immer mehr Zeit in Fauns Labyrinth. Faun bietet Ofelia seine Hilfe an. Sie muss im Gegenzug drei tückische Aufgaben erfüllen. Ofelia willigt ein, aber existiert die Parallelwelt unter der Mühle wirklich oder ist sie nur ein Hirngespinst? Del Toro trifft darüber keine abschließende Aussage. Der Film ist eine wundervolle, wenn auch brutale Variante seines früheren Werkes The Devil´s Backbone, der wie Pans Labyrinth von den Nachwehen der spanischen Diktatur unter Franco erfüllt ist. Auch wenn der Film del Toros Humor aus Hellboy vermissen lässt, befindet sich der Regisseur erneut auf der Höhe seines Könnens. --Kathleen C. Fennessy



MovieGod.de

Die junge Ofelia muss mit ihrer hochschwangeren Mutter in die spanische Provinz zu ihrem Stiefvater ziehen, der dort als gnadenloser Kommandant für das Franco-Regime gegen die letzten Rebellen zu Felde zieht.

Durch Zufall entdeckt das aufgeweckte Mädchen ein Labyrinth und stößt dort auf eine Kreatur namens Pan, das ihr ein besseres Leben ins Aussicht stellt. Dafür muss sie allerdings immer gefährlichere Aufträge für den Faun ausführen.

Mit Pans Labyrinth besinnt sich der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro nach einigen Jahren in Hollywood, in denen er die Comicverfilmungen Blade 2 und Hellboy drehte, auf seine filmischen Wurzeln.

Wie in seinen früheren Werken Cronos und Devil’s Backbone steht ein Kind mit seinem ganz eigenen Blick auf das Geschehen im Vordergrund.

Ofelia - der Name spielt auf die dem Wahn verfallende Prinzessin aus Hamlet an - deutet die Unmenschlichkeit, die sie umgibt, in ein Märchen um. Gleichzeitig nötigt Del Toro dem Zuschauer aber auch den ungeschützten Blick auf die gewaltvolle Realität der Epoche auf. Der Film zerfällt also in zwei Perspektiven, die unversöhnt nebeneinander stehen, ohne aber den Film zu zerreißen, sondern ihm eine ganz eigene Spannung verleihen.

Hinzu kommen ein sehr ansprechendes Bühnenbild und hervorragende Spezialeffekte aus der Hand des Experten del Toro (der bis in die Neunziger eine Special-Effect-Firma besaß), dessen Prunkstück der surreale Kinderfresser ist.

Darüber hinaus erfreuen ein im besten Sinne märchenhafter Soundtrack von Javier Navarretes und eine exzellente Darstellerriege.

Allen voran ist hier natürlich die Entdeckung des Jahres, die 11jährige Ivana Baquero als mutige und doch verletzliche Ofelia, zu nennen.

Aber auch Sergi Lopez als entgrenzter Erzschurke Vidal und Maribel Verdú (Y tu mamá también) als couragiertes Hausmädchen Mercedes tragen dazu bei, dass Pans Labyrinth einer der besten Filme ist, die dieses Jahr hervorbringen wird: mutig, kompromisslos und dabei wunderschön.

Hoffen wir, dass der eine oder andere Oscar - sechs mal ist Pans Labyrinth nominiert - diesem Werk zu seiner verdienten Verbreitung verhelfen wird.

Sven Ole "Leisure Lorence


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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ganz großes Kino!, 29. März 2009
Von Schwalbenkönig - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Diese Rezension stammt von: Pans Labyrinth (DVD)
Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich damals mit Bekannten aus dem Kino kam -völlig geplättet von diesem Meisterwerk- und mir dann von den Bekannten Kommentare wie "Was sollte das denn sein?" oder "Völliger Blödsinn" anhören musste. Absolutes Unverständnis haben diese Aussagen bei mir ausgelöst. Waren wir im gleichen Saal, haben aber unterschiedliche Filme gesehen? Es hat sich dann herausgestellt, dass sie mit völlig falschen Erwartungen an die Sache heran gegangen sind. Sie dachten, es sei Fantasy im Stil von "Herr der Ringe" oder "Harry Potter". Helden, etwas Humor, noch mehr Action und ansonsten jede Menge Popcorn-Spass...
Tja, viel mehr kann man mit diesen Vorstellungen eigentlich nicht daneben liegen, denn genau diese Dinge bietet der Film NICHT. Natürlich ist es Fantasy, allerdings Fantasy der grausamen, harten Art. Anstelle von mutigen, glorreichen Helden gibt es ein verängstigtes Mädchen, dass sich in trostloser Atmosphäre mit Kreaturen wie aus Horrorfilmen, Faschisten und dem örtlichen Anführer dieser -ihrem brutalen Stiefvater- herumschlagen muss. Das Ganze bildet dabei so einen gewaltigen Bilderrausch, dass man oft meint, in einem bizzaren Traum gelandet zu sein. Ein dickes Lob an dieser Stelle für die (dann auch oscarprämierte) Kamera-Arbeit und die Maske.
Zur Story will ich nicht viel schreiben, nur dass die elfjährige Ofelia inmitten des spanischen Kriegsgeschehens im Jahr 1944 mit ihren Eltern in den Bergen landet und dort auf das zwielichtiges FabelwesenPan trifft.Von ihm bekommt sie 3 Aufgaben gestellt, die sie bis zum nächsten Vollmond erfüllt haben muss...Ob oder wie sie das anstellt verrate ich nicht- diese Erfahrung sollte jeder selbst machen. Daher meine Empfehlung: Ansehen und weitersagen!!

Mein Fazit: Es ist einer dieser großartigen Filme, die man nicht mehr vergessen wird. Versprochen.

Das Filmzitat: "Meine Großmutter hat immer gesagt, vor einem Pan muss man sich in Acht nehmen."
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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Dies ist kein Fantasyfilm (und das ist auch gut so), 14. November 2007
Diese Rezension stammt von: Pans Labyrinth (Einzel-DVD) Steelbook (DVD)
Nachdem so ungefähr jeder zweite Rezensent sich hier darüber aufregt, dass die "Fantasy" in Pans Labyrinth recht schwach daher komme, sollte man vielleicht einfach mal klarstellen: Es handelt sich hier nicht um einen Fantasyfilm! (dass er unter diesem Etikett irgendwie besser verkauft werden soll ist irgendwo zwischen unpassend und unredlich). Wer Drachen, Schwerter oder Orkgemetzel sehen will und es nicht ausstehen kann, wenn ein Film die eigenen Erwartungen umgeht und irgendwie überraschend ist, der sollte von diesem Film tatsächlich lieber die Finger lassen.

Noch dazu, weil die Gewalt in diesem Film tatsächlich an die Nieren gehen kann. Plakativ (und unzureichend) könnte man diesen Film als eine Mischung aus Clockwork Orange und Alice im Wunderland betrachten. Das zentrale Thema ist die menschliche Gewalt und die Frage, wie man darauf reagiert, wenn alle Möglichkeiten des eigenen Handelns an ihre Grenzen stoßen. In diesem Film trifft das Böse in Form des spanischen Bürgerkriegs und eines sadistischen Offiziers mit voller Wucht auf ein kleines Mädchen, dessen Verletzlichkeit nur durch seine Hoffnung übertroffen wird, einer ausweglosen Situation entkommen zu können.

Das Ausmaß der Gewalt benötigt in diesem Film keine Begründung. Unmotiviert bricht sie immer wieder aus und bahnt sich ihren Weg erbarmungslos in die Bilder. Keine schnellen Schnitte ersparen dem Zuschauer Kopfschüsse, Verstümmelungen und andere Grausamkeiten, denen man erbarmungslos ausgesetzt ist. Hier wird nicht mit wohligem Grusel kokettiert sondern ausgelotet, wie viel Unausweichlickeit man ertragen kann. Dramaturgisch ist diese explizite Darstellung jedoch notwendig: Weil der Zuschauer der Gewalt ebenso wenig entkommen kann wie das Mädchen, rückt er viel näher an ihr Erleben und Empfinden heran. Man verbündet sich stillschweigend mit ihr und lässt sich von ihr in eine märchenhafte Traumwelt mitnehmen, in der man die eigene Angst nicht zu fürchten braucht und Mut mit einem guten Ende belohnt wird.

Obwohl dieser Film allegorisch und (übertrieben gesprochen) verkünstelt angelegt ist, schafft er dennoch einen direkten Zugang zu der Frage, wie der menschliche Geist auf traumatische Belastungen und Ängste reagieren kann.

Fazit: Wenn man diesen Film nicht mit Fantasy-Scheuklappen ansieht, hat man die Chance, ein Drama über die menschliche Befindlichkeit zu sehen und vielleicht das erstaunliche Gefühl zu erleben von einem Film auch eine längere Zeit danach nicht losgelassen zu werden.

Den Versuch ist es allemal wert!
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269 von 293 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gnadenlos falsch vermarktet und missverstanden, 24. August 2007
Diese Rezension stammt von: Pans Labyrinth (Einzel-DVD) Steelbook (DVD)
Vorab: Die Erfahrung, dass hochkarätige und ambitionierte Filme unter dem Zwang, sich bezahlt machen zu müssen, gnadenlos falsch vermarktet werden, macht man leider häufig. Brutale Szenen, die zweifelsohne kompromisslos krass dargestellt werden, missbraucht man dann, um den Film mit "SAW" oder ähnlichem zu vergleichen. Mit einer so produzierten Erwartungshaltung kann der Film nur enttäuschen. Das Label "Fantasy" ist im Prinzip auch nicht wirklich passend und somit wundern viele Negativ-Rezensionen in diesem Forum nicht.
Ich habe diesen Film gesehen, ohne eine Rezension, Werbung oder ähnliches vorher mitbekommen zu haben und für mich stellte er sich so dar: Zwei Welten, eine grausame, reale Welt (spanischer Bürgerkrieg im faschistischen Spanien) und die Phantasiewelt der 12jährigen Protagonistin verschmelzen hier zu einem beeindruckenden Szenario. Egal, was der Regisseur sich nun wirklich dabei gedacht hat oder tatsächlich sagen wollte - wer mit Menschen zu tun hatte, die tatsächlich traumatische Erlebnisse hatten oder selbst Grausamkeiten erleiden musste weiß, dass die Flucht in eine Phantasiewelt oft die einzige Möglichkeit darstellt, so etwas seelisch zu überleben. Dies wird meinem Eindruck nach in diesem Film visionär großartig umgesetzt. Die brutalen Folterszenen sind schwer auszuhalten und wurden dementsprechend in vielen Reszensionen stark kritisiert. Meiner Meinung nach sind sie jedoch nicht um des Ekeleffektes willen eingesetzt worden oder um ein gewaltlüsternes Publikum zu bedienen. Der Horror im Faschismus war real. Er ist auch heute bei allen aktuellen Kriegsschauplätzen real. Sobald Krieg oder andere besondere Umstände Menschen die Möglichkeit bietet, sadistische Züge auszuleben und diese auch fördert und produziert, findet dieser Horror statt. Wer dies als zu düster und pessimistisch kritisiert, dem sei die aktuelle Berichterstattung zum Thema "Guantanamo" oder zum aktuellen Foltermord in einem deutschen Gefängnis als Vergleich empfohlen.
Sicherlich - man hätte die Szenen zurückhaltender darstellen können. Jedoch mit "Folter light" (man verzeihe mir den Sarkasmus) wäre der reale Horror, vor dem die Hauptdarstellerin in ihre Phantasiewelt flieht, nicht so deutlich geworden. Und wie im realen Leben haben zutiefste Menschlichkeit, Aufopferung und Mut neben dem Sadismus einen festen Platz in dieser Geschichte. Natürlich stilisiert und metaphorisch, aber keinesfalls übetrieben ist der Film für mich eine bildgewaltige Darstellung von Kriegstraumata und der Möglichkeit der menschlichen Seele, damit fertig zu werden. Und so ist für mich die Klärung, ob die Phantasiewelt am Ende der Geschichte nun tatsächlich existiert haben soll oder nicht, eher zweitrangig. Übrig bleibt eigentlich nur für jeden, der sich vorher informiert, die Frage, ob er sich damit konfrontieren will oder nicht.
Für mich lautet das Fazit: Grandioser, mutiger Film für Menschen, die sich nicht scheuen, sich mit Abgründen auseinanderzusetzen. Ansonsten gilt für alle Freunde des Horros oder von reinen Fantasy-Filmen: besser auf andere einschlägige Filme zurückgreifen...
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Vor 17 Tagen von gargoyle veröffentlicht

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4.0 von 5 Sternen Faszinierend, aber keine leichte Kost
Pans Labyrinth ist eine Mischung aus Fantasy und dem realen Grauen des spanischen Krieges.
Einige brutale Szenen jagen einem den einen oder anderen Schauer über den Rücken,... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Feuerhexe veröffentlicht

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