Aus der Amazon.de-Redaktion
Schluss mit lustig, wäre nicht ganz wahr. Immerhin reimt und singt Olli Schulz und der Hund Marie auf der neuen LP
Warten auf den Bumerang auch Launiges wie Kleine Meise, großes Herz zum Krach einer Tuba. Aber ansonsten sind die Stand-Up-Musiker auf ihrem dritten Album so direkt und klar wie nie, was nicht nur für die oftmals besinnlichen Texte, sondern auch die Musik gilt. Da liegt der Schwerpunkt auf deutschen Powerpop mit vielen kleinen Schlenkern in andere Genres. Mit DrumnBass zu Keiner hier bewegt sich (wir fallen) fordert Olli Schulz mehr Ehrlichkeit und Einsicht, obs nun um Geld oder Ideologien geht. Woanders darf es auch mal zu schnellen Gitarrenriffs leicht hymnisch hoch hergehen, siehe etwa Wenn die Musik nicht so laut wär oder In jede Richtung. Der Stehbass macht aus Was macht man bloß mit diesem Jungen? feinen Lounge-Jazz, ein Cello untermalt das anrührende Vater-Lied Armer Vater. Unter den Liebesliedern ist die Synthi-Elegie Wenn das Leben dich beisst sicher eines der schönsten auf diesem Album. Zum Bumerang-Werfen ist das Album viel zu schade, aber es darf gern zum Wiederhören zurückkommen.
-- Ingeborg Schober
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