Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Born to be wild" ... eine Legende im Rausch von Harleys, Drogen und vermeintlicher Freiheit, 3. Dezember 2008
Dieser still (an)klagende Kultfilm der ausklingenden Hippie-Ära illustriert in krassen visuellen Antagonismen Illusionen einer, um Frieden, Freiheit und Unabhängigkeit kämpfenden, jugendlichen Minderheit in einer, von eitlen Glaubensbrüdern einer etablierten Ego- und Pfründegesellschaft bekämpften, oft folgenschweren vielschichtigen Enthemmung, unter dem Sternenbanner "on the road" in wunderschönen Landschaften eines reaktionären und rebellischen Amerikas, ohne viele Worte, dafür in grandiosen Bildern und mit einem aufwühlenden, fast isoterisch angehauchten Soundtrack "heading out" zu Zeiten des Vietnamkrieges, der sexuellen und gesellschaftlichen Befreiung und des kurz bevorstehenden Woodstock Festivals, "off road" mit der ernüchternden tödlichen Erkenntnis der Divergenz erfahrener und gelebter Freiheiten und einer unlösbaren, emotionalen Dissonanz von Sex, Drogen und Geld für sich allein.
Ganz sicher nicht nur für Biker, Rocker, Kiffer und Rebellen ... ein sehens- und (vor allem in Englisch) hörenswerter, wunderschön restaurierter Kultfilm der End-60er des Regiedebütanten Hopper, mit glänzend besetzten Hauptrollen.
Hauptdarsteller
* Peter Fonda : Wyatt
* Dennis Hopper : Billy
* Luke Askew : Fremder auf dem Highway
* Jack Nicholson : George Hanson
* Antonio Mendoza : Jesus
* Mac Mashourian : Bodyguard
* Phil Spector : Connection
* Luana Anders : Lisa
* Karen Black : Prostituierte in New Orleans
Soundtrack
* The Pusher (Hoyt Axton 'Steppenwolf)
* Born to be Wild (Mars Bonfire - Steppenwolf)
* I wasn't Born to Follow (Gerry Goffin und Carole King - The Byrds)
* The Weight (Jaime Robbie Robertson - The Band)
* If you want to be a Bird (Antonia Duren - The Holy Modal Rounders)
* Don't Bogart Me (Elliott Ingber und Larry Wagner - Maternity of Man)
* If Six was Nine (Jimi Hendrix - The Jimi Hendrix Experience)
* Let's Turkey Trot (Gerry Goffin und Jack Keller - Little Eva)
* Kyrie Eleison (David Axelrod - The Electric Prunes)
* Flash, Ram, Pow (Mike Bloomfield - The Electric Flag, an American Music Band)
* It's Alright Ma, I'm not Bleeding (Bob Dylan - Roger McGuinn)
* Ballad of Easy Rider (Roger McGuinn - Roger McGuinn)
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Toller Film, tolle DVD, 7. März 2007
"Easy Rider" war der erste Independent-Film, der von einem großen Label vertrieben wurde. Die Dreharbeiten waren chaotisch und ausschweifend. Das junge Produktionsteam mit Fonda und Hopper nicht immer gleicher Meinung.
Heraus kam ein starker Film über Freiheit, Landschaft, Leute, Drogen und Kommunen.
Dabei ist es weder ein Hippiefilm noch ein Motorradfilm. Harleys symbolisieren die Freiheit, werden aber nicht weiter thematisiert. Ein Hippiefilm ist es irgendwie auch nicht, weil die Hauptdarsteller keine sind, allenfalls einmal beim Besuch der Kommune in Buffalo hineinschnuppern.
Das Ausleben der Freiheit wird am Ende vom prüden Redneck-America der späten 60er bestraft, verkörpert durch zwei Farmer in New Orleands, die lange Haare hassen und die beidel Helden erschießen. Ähnliches widerfährt dem hervorragend spielenden Jack Nicholsen.
Der Film lebt von schönen Bildern entlang der amerikanischen Highways, erzählt aber wenig von den Akteuren, ihrer Herkunft, der Entstehung ihrer Reise. Er hat aber viele überraschende Elemente (der Drogenexzess auf dem Friedhof, die Szenenwechsel...). Der Soundtrack ist zeitlos.
Die FOCUS-DVD ist schlicht perfekt. Eine Film-Doku sowie Hoppers Kommentare aus Tonspur sind aufschlussreich.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
immer noch frisch - nach all den Jahren, 8. September 2007
Die Geschichte ist schnell erzählt: Zwei kalifornische Hippies (Hopper, Fonda) finanzieren sich über einen Drogengeschäft Harleys, gehen on the road, treffen unterwegs einen alkoholkranken jungen Anwalt (J. Nicholson), der sich ihnen anschließt. Die drei sind eine unerträgliche Provokation für den konservativ-reaktionären Süden. Erst wird der Anwalt nachts erschlagen. Die beiden anderen kommen noch bis New Orleans, wenig später werden auch sie erschossen. Der Film war damals Kult - nicht zuletzt wegen der offen dargestellten Drogenszenen, der fortschrittlichen Schnitt- und Montagetechnik und der mitreißenden Musik (u.a. Steppenwolf, The Band). Er ist auch heute noch uneingeschränkt sehenswert - nicht zuletzt wegen Jack Nicholson in der brilliant gespielten Rolle des Südstaatenanwalts, der an den Konventionen seiner Heimat zerbrochen ist. Die pessimistische Grundaussage des Films - nämlich das sich ein freies Leben in den USA nicht durchsetzen lässt, sondern von der reaktionären Mehrheit brutal unterdrückt werden wird, hat sich so nicht bewahrheitet. Auch wenn die von den beiden besuchte Landkommune - die gab es damals wirklich - einige Zeit später aufgeben musste, so hat zumindest in vielen Bereichen das von der Hippie-Bewegung Gelebte in modifizierter Form Eingang in die Lebensweise der sogenannten Mehrheitsgesellschaft gefunden.
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