Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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67 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hochromantische Quantensprünge im Briefkasten, 19. April 2007
Dieser Briefkasten hat's wirklich in sich. Er steht vor dem einsamen Haus am See und transportiert die Liebesbriefe von Alex (Keanu Reeves) und Kate (Sandra Bullock) in der Zeit vorwärts und rückwärts. Kate hat nämlich bei ihrem Umzug nach Chicago im Jahre 2006 ihrem Nachmieter dort eine Botschaft hinterlassen mit der Bitte ihr die Post nachzusenden. Kates Nachricht erreicht aber nicht den Nachmieter sondern den Vorbesitzer, der im Jahre 2004 das Haus am See saniert hat.
Sofort entspinnt sich vermittels des seltsamen Briefkastens vor dem Haus am See ein romantischer Schriftverkehr zwischen den beiden aus dem schon bald der Wunsch erwächst sich näher zu kommen, sich zu treffen.
Aber wie soll das funktionieren, über Raum und Zeit hinweg?
Ganz einfach, möchte man meinen, denn zwei Jahre sind schließlich keine Zeit für die wahre, große Liebe, und mit etwas logischem Überlegen lässt sich leicht eine Lösung ersinnen, wie die beiden sich treffen könnten. Das denkt man als Zuschauer jedenfalls, aber da täuscht sich der geneigte Quantenphysiker, denn bis Kate und Alex sich endlich in der Zukunft in den Armen liegen (Was für eine Szene, Mädels!) gibt es noch schreckliche Komplikationen (und herrlich unlogische noch dazu ;-)).
Bewertung:
Als Liebesschnulzenliebhaberin, die gleichzeitig Zeitreise- und Science Fiction Fan ist, muss ich hier zwei verschiedene Bewertungen abgeben, denn je nachdem mit welchen Augen ich den Film betrachte, ist es ein Herzkammerflimmern-Romantikhammer oder ein Quantenflopp direkt ins seichte Teichwasser.
Der Romantikhammer 8 Sterne:
Schon alleine die Kombination von Keanu Reeves und Sandra Bullock als Liebespaar garantiert den 100prozentigen Dahinschmelzfaktor - wobei Keanu Reeves mit seinem Standard-Gesichtsausdruck durchaus zu überzeugen vermag, während Sandra Bullock ihr Können als Schauspielerin unter Beweis stellt.
Aber nicht nur das Paar, sondern auch die Story über die zwei Liebenden, die durch die Zeit getrennt sind, ist geradezu märchenhaft inszeniert. Ganz zart entspinnt sich die Liebe zwischen den beiden. Rührend sind Alex Einfälle Kate trotz der Zeitdifferenz nahe zu sein. Einfühlsam sind seine Aufmerksamkeiten, die er ihr durch die Zeit zukommen lässt. Da bleibt für uns Mädels rein gar nichts mehr zu wünschen übrig und man (oder genauer gesagt frau) wird dem Film mit einem verzückt-zufriedenen Lächeln folgen und die zartschmelzende Romantik in vollen Zügen inhalieren. Dafür gibt es von mir 8 Sterne.
Der Quantenflopp 0 Sterne:
Ein Zeitreisefilm (oder gar Science Fiction) ist "Das Haus am See" ganz sicher nicht! Sobald man versucht, in der hier gezeigten Zeitreisethematik eine nachvollziehbare Logik zu finden, verknoten sich einem Gehirnwindungen unweigerlich. So mutet der zeitnahe Postaustausch am Briefkasten eher magisch als wissenschaftlich an, und auch die Tatsache, dass die beiden sich offenbar nicht begegnen können wird sehr überstrapaziert, weil man als Zuschauer spätestens nach 20 Minuten eine einfache Lösung parat hat. Als Zeitreise-Fan fand ich es schade, dass man aus dieser "schlichten" Romanze nicht einen guten Zeitreisefilm gemacht hat, denn etliche sehr geistreiche Ansätze sind durchaus vorhanden. Als Alex zum Beispiel den Baum für Kate pflanzt oder Graffiti, für sie hinterlässt. Auch als sie sich auf einer Party treffen und er weiß wer sie ist, während sie ihn noch gar nicht kennt. Aber diese guten Ansätze versinken leider in der unerträglichen Unlogik der anderen Szenen. Dass man es trotz der unvermeidlichen Paradoxa, die Zeitreisegeschichten nun mal mit sich bringen, auch besser machen kann zeigen Filme wie Frequency oder 12 Monkeys.
Fazit:
Im Grunde muss man sich entspannt darauf einlassen, dass man hier eine belanglose aber erquickliche Romanze zu sehen bekommt, bei der es um eine eher untypische Fernbeziehung geht und dass man weder auf Logik noch großartige Spannung zu hoffen braucht, dafür aber mit einem zuckersüßen Happy End belohnt wird.
DVD:
Laufzeit 95 Min, 16:9, 2,40:1, Dolby Digital, Sprachen Deutsch/englisch (Dolby Digital 5.1) Untertitel Deutsch/Englisch, Untertitel für Hörgeschädigte Deutsch. Specials: Nicht verwendete Szenen, USA-Kinotrailer
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38 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
...Paradoxien der Liebe, 22. Juni 2007
Dieser an sich wunderschöne, melancholische Film (ein Remake von 'Il Mar' von Lee Hyun-Seung) aus dem Jahre 2006, gefilmt von Alejandro Agresti, spaltete Zuschauer und Kritiker eindeutig in zwei Lager.
Mit Sandra Bullock und Keanu Reeves in den Hauptrollen ist "Haus am See" eine klassisch romantische Geschichte über die Liebe und ihre ergreifenden Wege, die auf eine so ruhige und charakterisierende Weise dargestellt wird, dass viele Zuschauer dahin schmelzen und viele sich tierisch langweilen werden.
Ohne eine hieb- und stichfeste Logik und Synchronie, sondern vielmehr mit dem spürbaren Charme einer so menschlichen Werbung und der großartigen schauspielerischen Leistung der beiden Hauptdarsteller zeigt dieser Film eine träumerische und zugleich witzige Variante der Kommunikation der Liebe in einer Distanzbeziehung, einer Liebe in dieser Welt, die durchaus die Zeit überwinden und somit eine Manipulationen der Vergangenheit erlauben darf.
Einer traumhaft schönen Landschaft gegenwärtig und umgeben von malerischen und ergreifenden Songs fällt es nicht nur den Sehnsüchtigen und Verliebten sondern wohl vielen von uns nicht schwer, in diese umwerfend romantische Erklärung an die Liebe abzutauchen und sich in ihr zu verlieren.
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53 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wahre Liebe überwindet alles, 21. Oktober 2006
Zwölf Jahre nach ihrem ersten gemeinsamen Film "Speed" stehen Sandra Bullock und Keanu Reeves wieder zusammen auf der Leinwand. In das Haus am See, einem Remake des koreanischen Filmes Il mare, spielen sie ein Liebespaar, das sich auf eine ungewöhnliche Art und Weise kennenlernt: Kate Foster (Sandra Bullock) zieht aus ihrem Glashaus am See aus, um nach Chicago zu gehen und dort als Ärztin in einem Krankenhaus zu arbeiten. Ihrem Nachmieter hinterlässt sie eine Nachricht im Briefkasten, daß er ihre Post bitte an die nachfolgende Adresse nachschicken soll und er solle nicht zu verärgert sein über die Hundespuren auf dem Steg in Richtung Haus, da diese bereits dort gewesen sind, als sie in das Haus einzog.
Alex Wyler (Keanu Reeves), ein Architekt, der gerade das Haus gekauft hat, erhält diese Nachricht und wundert sich darüber, dass in diesem Haus bereits jemand gelebt haben soll. Denn das Haus, welches ursprünglich von seinem Vater Simon Wyler (Christopher Plummer) erbaut wurde, ist in einem so desolaten Zustand, daß man nicht annehmen kann, daß vorher jemand dort gewohnt hat. Zudem kann er keine Hundefußspuren entdecken. Einige Tage später, als er den Steg streicht, läuft plötzlich ein Hund über den Steg und hinterlässt genau die Spuren, von denen Kate gesprochen hat. Wie konnte sie das wissen? Und so schreiben sie sich nun Briefe über den amerikanische Briefkasten (Mailbox) und stellen fest, daß genau zwei Jahre zwischen ihnen liegen: Alex lebt in 2004 und Kate in 2006 und die Mailbox fungiert quasi als Übertragungsmedium über die Zeiten hinweg.
Ehrlich gesagt, ist die Story zwar zunächst für den Zuschauer schwer zu fassen, aber wenn man es schafft, sich auf das Thema einzulassen, ist dies ein wirklich romantischer und bewegender Film mit einem interessanten Thema: Was wäre, wenn man jemanden aus der Zukunft bzw. der Vergangenheit kennenlernt und sich in ihn verliebt? Denn genau das passiert mit Alex und Kate.
Sie lernen sich durch ihre Briefe immer mehr kennen. Und so nimmt Alex Kate zum Beispiel durch einen Brief mit auf einen Spaziergang in Chicago, wo er ihr all die überragenden Bauwerke erläutert und ihr am Ende eine romantische Nachricht auf einer Hausmauer hinterläßt. An ihrem Geburtstag erinnert sich Kate plötzlich daran, daß sie Alex schon einmal auf ihrem Geburtstag vor zwei Jahren gesehen hat. In einem Rückblick erfährt der Zuschauer dann, wie intensiv dieses Treffen war und nachdem Kate nun weiß, wer Alex ist, will sie ihn sofort treffen. Für sie heißt das am nächsten Tag, für Alex bedeutet das aber erst in zwei Jahren. Sie machen einen Treffpunkt aus, aber Alex erscheint nicht. Da Kate zutiefst verletzt ist, beendet sie die Beziehung. Erst zwei Jahre später erfährt sie, warum er nicht da war...
Neben dieser wunderschönen Liebesgeschichte, gibt es aber noch viel mehr Beziehungen zu entdecken: Zum Beispiel die gestörte Beziehung zwischen Alex und seinem Vater, unter der auch die Beziehung zu seinem Bruder gelitten hat, den er vier Jahre nicht mehr sah. Oder die freundschaftliche Beziehung zwischen der Ärztin Anna (Shohreh Aghdashloo) und Kate, die für Kate Wärme in die kalte klinische Umgebung des Krankenhauses bringt, welches im englischen Original besonders durch Anna's Stimme, die erstaunlich tief und warm ist, transportiert wird. Dann gibt es noch die Beziehung zwischen Kate und ihrem (Ex-) Freund Morgan Price (Dylan Walsh aus Nip/Tuck).
Zudem ist das Haus am See, welches komplett aus Glas ist, auf Stelzen im See steht und einen echten Baum in den Wohnraum integriert hat, ein absoluter architektonischer Traum. Darüber hinaus ist die Musik des Filmes von Rachel Portman bestens geeignet, um die romantische Stimmung zu transportieren. Ein wirklich sehr schöner und empfehlenswerter Liebesfilm.
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