Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Alles nur kein "Miami Vice", 26. Januar 2007
Story:
Über den Inhalt selber ist (oben) schon genug gesagt worden. Daher nur die Bewertung: Die Story ist zu kühl und emotionslos heruntergespielt und viele Aspekte sind nicht logisch. So ist bspw. die Liebesgeschichte von Sonny Crocket reichlich unverständlich und unglaubwürdig. Der gesamte Undercover-Einsatz ist viel zu schnell eingefädelt, viel zu einfach und verläuft viel zu lange zu glatt.
Optik:
Das Miami Vice der 80er war fetzige Musik, grelle bunte Farben und coole aber charmante Hauptdarsteller (gepaart mit interessanten Storys). Nur genau davon bleibt im Film rein gar nichts übrig! OK, heute würden bonbonfarbene Sakkos etc. nur noch lächerlich aussehen, also muss man bei der Kleidung mit der Zeit gehen und die Darsteller tragen feine, aber dezente Armanianzüge. (Alternativ hätte man sonst den gesamten Film in die 80er verlegen müssen, was aber vermutlich ein zu großes Risiko gewesen wäre.)
Stilmittel:
Merkwürdige Kameraeinstellungen sind kennzeichnend für diesen Film. Sie führen zu sonderbaren Bildausschnitten mit dem Blick direkt hinter oder über die Schulter eines Darstellers, es gibt verwackelte Bilder, oft ist man zu nah am Geschehen, mal stößt die Kamera mit einem Akteur zusammen, mal spritzt Blut auf die Linse. Man erhält den Eindruck, es handelt sich um eine Reality Show oder um einen Livereporter mit einer Handkamera. Auch die Bildqualität ist stark schwankend. Mal ist das Bild grobkörnig, mal ist es übermäßig scharf wie mit einer HD Kamera gefilmt.
Anscheinend konnte man sich für keinen Stil in der Darstellung konsequent entscheiden und das nervt gewaltig! Besonders im Showdown, welcher dadurch ziemlich unecht wirkt. Hinzu kommt, dass der Sound auch noch zu dünn für so eine umfangreiche Schießerei ist! Gewehre klingen wie Erbsenpistolen.
Regie:
Michael Man ist sicherlich ein erstklassiger Regisseur. Mit "Der letzte Mohikaner", "Heat" und "Collateral" hat er grandiose Arbeiten abgeliefert. Aber gerade "Heat" und "Collateral" zeigen seinen Hang zu "kalten" Bildern und Neonfarben. Das passt aber weder zum Serienvorbild "Miami Vice", noch zu Miami, Florida! Zudem ist Michael Man bekannt für seine ausführlichen Charakterstudien und nicht für Actionfeuerwerke und Farbenpracht.
Die bessere Wahl für diesen Film wäre hier eindeutig Michael Bay gewesen. "The Rock" und "Bad Boys 1 + 2" waren grandiose farbenprächtig Actionfilme. (Außerdem hat er mit "Bad Boys" schon Erfahrung in Miami gesammelt.) Dazu noch Jerry Bruckheimer als Produzent und fertig wäre der passende knallbunte Actionbonbon gewesen - zumindest wenn man tatsächlich "Miami Vice" hätte drehen wollte.
Musik:
Auch bei der Musik orientierte man sich nicht an der Serie. Es herrschen Rap und Rock des neuen Millenniums vor, was auch ok ist. Nur wäre es besser gewesen, wenn man wenigstens Jan Hammers Titelsong der Serie übernommen hätte - und sei es in einer Neufassung.
Oft übernimmt die Musik auch die gesamte Akustik, so dass nur das Bild und die Musik auf den Betrachter wirken - andere Geräusche sind nicht zu hören.
Darsteller:
Mit Collin Farrell und Jamie Foxx hat man vermutlich die idealsten Darsteller der Neuzeit für dieses Projekt gefunden. Für die Umsetzung kann man sie nicht verantwortlich machen. Da aber von beiden (!) jeweils eine ausführliche Duschszene zu sehen ist, wird klar, dass es in dem Film im Wesentlichen um die Darsteller/Charaktere selbst geht.
Miami:
Man sieht fast gar nichts von Miami und dem Flair der Stadt! Die Farbenpracht und der Art Deco Stil sind nie zu sehen. Statt dessen ist es dort quasi immer nur dunkel und trist. Der Film hätte genauso gut in Chicago oder New Orleans spielen können (da wäre auch genug Wasser für die Speedbote gewesen), das hätte keinen Unterschied gemacht.
Fazit:
Im Grunde ist der Film eine echte Mogelpackung, denn mit der Serie "Miami Vice" hat er rein gar nichts zu tun! Wer den Film mit dem Gedanken an die Serie guckt, kann nur enttäuscht werden. So erging es mir (zwangsläufig) auch.
Aber selbst ohne die Serie zur Bewertung heranzuziehen, ist der Film enttäuschend. Zu keinem Zeitpunkt war er wirklich spannend und die Kameraführung (Stilmittel - siehe oben) war streckenweise richtig nervig - besonders im Showdown. Prinzipiell handelt es sich bei dem gesamten Film um eine Charakterstudie à la "Heat" - nur eben nach Miami transportiert.
Geschmäcker sind verschieden und so werden viele den Film dennoch mögen - wohl hauptsächlich wegen der Hauptdarsteller. Nur sollte man wenigstens vorher wissen, worauf man sich einlässt (abermals: Stilmittel!!!), bevor man den Film sieht. Den meisten hat es offenbar nicht gefallen, was sich in den mäßigen Zuschauerzahlen zeigt.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Don Johnson und Philip Michael Thomas sind eben doch nicht zu ersetzen!, 23. Oktober 2007
Sportwagen, Speedboote, Learjets, rassige Frauen, finstere Typen,
zwielichtige Informanten, gefährliche Undercoverarbeit in den Reihen des
organisierten Verbrechens, sehenswerte Spezialeffekte, "Ausflüge" nach
Südamerika und in die Karibik - Ideen und Material genug, um einen richtig
guten und eigenständigen Thriller zu drehen - der erfolgreichen
US-Fernsehserie "Miami Vice" kann der Streifen hier aber trotzdem nicht das Wasser reichen!
Warum ich so urteile?
Ich hatte mich auf ein echtes Remake der Fernsehserie gefreut - vorab
leider keine Rezension gelesen - entsprechend groß war die Enttäuschung -
bereits nach 5 Minuten wünschte ich mir die blasse Kopie (Colin Farrell),
des damals so überragenden Don Johnson, zurück in die New Yorker
Telefonzelle des Streifens "Nicht auflegen!".
Don Johnson (James "Sonny" Crockett) und Philip Michael Thomas (Ricardo
Tubbs) haben im Serien-Original eben einen ganz eigenen und absolut
unverwechselbaren Stil entwickelt, welchen Colin Farrell und Jamie Foxx
zwar eifrig zu kopieren versuchten - meiner Meinung nach jedoch zu 99%
nicht auf die Leinwand bringen konnten.
Wenn schon "Miami Vice" - dann doch bitte mit Alligator Elvis an Bord, Lt.
Castillo, Gina Calabrese, Trudy Joplin, Stanley Switek und Larry Zito im
Team, sowie vor allen Dingen mit der alten und wesentlich besseren Musik
von Jan Hammer, Bryan Adams, Phil Collins, Depeche Mode, Billy Idol,
Frankie Goes To Hollywood u.v.a.m.
Zwei Sterne Abzug wegen des überflüssigen Versuches, einen selbstständigen
und durchaus sehensweten Thriller als Remake zu verkaufen....
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Nach Collateral eine maßlose Enttäuschung!, 10. März 2007
Miami Vice...
Ich bin maßlos enttäuscht! Ich habe einen spannenden Film erwartet mit einer durchwachsenen Story und außgezeichneten Actionszenen... Vielleicht verlange ich zu viel! Aber nach dem Meisterwerk Collateral von Micheal Mann habe ich meine Erwartungen entsprechend hochgestellt!
Miami Vice fängt gut an! Eine coole Actionszene in den ersten Minuten gibt wirklich Lust auf mehr, aber leider folgt darauf eine belanglose Story, die Atmosphäre die Anfangs aufgeschnappt wurde, geht den Bach runter, viele Dialoge und durchwachsene Sexszenen überzeugen leider nicht.
Nur die letzten 15min überzeugen, weil die Story einen anderen Weg geht, so kommt es zu tollen Schießereien einerseits, andererseits kommt die Story endlich zum Ende, welches relativ offen ist!
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