Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
46 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erstklassige Dokumentation, 4. Dezember 2006
Nach den beiden negativen Bewertungen sehe ich mich veranlasst, auch eine Rezension zu schreiben.
Sicher kennt man schon viele Fakten hinter und zu der Nahrungsmittelproduktion weltweit. Aber selten wird durch den fehleden Kommentar und die ausgezeichneten Bilder und "Darsteller" so eindrücklich vermittelt, wohin die Welt und die (sic!) Produktion der Nahrungsmittel geht: Auf einer schiefen Ebene Richtung Unglück. Die Sache beginnt bei 2 Tage altem Brot, das selbstverständlich vernichtet werden muss, über subventioniertes europäisches Gemüse, dass afrikanischen Bauern die Lebensgrundlage entzieht bis zu Menschen in Brasilien, die verhungern, obwohl das Land gewaltige Mengen an Soja für die Tiermast exportiert.
Irgendwann hat der Mensch von und mit der Natur gelebt, die im Film gezeigten Rumänen bei der Zwiebelernte machten trotz Armut einen zufriedenen Eindruck. Die Hühnerproduktion zeigt jedoch, wie weit sich der Mensch mit seiner Nahrungsmittelproduktion von irgendeiner Form der Natur entfernt hat.
Tolle Doku, deren Bilder und Darsteller für sich selbst sprechen und einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen.
|
|
|
29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Verantwortung tragen wir alle, 11. Dezember 2006
Man sieht Bilder und hört die Meinung von betroffenen Akteuren und Opfern der Globalisierung und muss feststellen, dass es auf der Welt eigentlich nur diese 2 Kategorien gibt. Ob wir es wahrnehmen/wollen/ignorieren o.nicht, wir können uns nicht davon stehlen, denn wir machen alle mit.
Jean Ziegler untermauert durch Zahlen der UN diese durch mächtige Menschen organisierte Unmenschlichkeit, die im Film - stellvertretend für alle Multis - ein Gesicht serviert bekommt, den CEO von Nestlé in unkommentiertem, aber vielsagendem Statement.
Dieser Film ist ein Rufen nach Veränderung unserer Gewohnheiten. Spätestens danach, braucht sich niemand zu fragen, warum immer mehr Boat-People Zuflucht in der 1. Welt suchen müssen.
|
|
|
125 von 134 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ohne Worte ..... einfach beeindruckend, 1. September 2006
Ich habe diese Dokumentation im Kino gesehen und bin schwer davon begeistert! Es wird an verschiedenen Orten gezeigt, wie die Lebensmittelindustrie aus dem Ruder geraten ist. Der Verbraucher, also wir alle!, sieht nur die fertigen Produkte in den Supermarktregalen. Aber was für großes Leid durch den Überfluss an Angebot entsteht, weiß kaum einer. Hinter den Kulissen wird noch genießbares Brot in unvorstellbar großen Mengen weggeworfen, Hühnerküken verkommen zur Massenware, die man im Alter von wenigen Wochen "erntet". Wie pervers das Ganze geworden ist, wird einem spätestens dann überdeutlich, wenn man den plötzlichen Übergang von Hungersnot einerseits sieht, der durch den dann dargestellten Überfluss andererseits verursacht wird. Die ganze Dokumentation ist sehr "ungeschminkt", was heißen soll, dass weder durch viel Musik (meiner Erinnerung nach so gut wie keiner), noch durch viel Gerede des Dokumentators auf den Zuschauer eingewirkt wird. Meistens sprechen die dargestellten Menschen, also z. B. der LKW-Fahrer, der das wegzuwerfende Brot transportiert oder der Fischer, der erzählt, wie die EU das Wissen der kleinen Fischer dazu nutzen will, die Meere noch intensiver zu befischen.
Diese Dokumentation hat mich teilweise sehr wütend gemacht, diese Zustände sind einfach absolut, wie soll ich sagen, gelinde gesagt sind sie einfach inakzeptabel!! Ich kann jedem empfehlen, sich diese Dokumentation anzusehen, jeder sollte wissen, was durch unseren Konsum bewirkt wird. Und dies wird in sehr klaren Bildern und Worten dargestellt. Was ich mir auch wünschen würde, ist, dass wir klarer Position beziehen in dieser Sache. Wollen wir wirklich indirekt diese Situation unterstützen, dass z. B. in sogenannten Dritte-Welt-Ländern Menschen durch Hungersnöte leiden und sterben, obwohl das Land in dem diese leben, genügend Nahrungsmittel für alle produziert, diese jedoch in Form von z. B. Sojabohnen dazu verwendet werden, unsere Kühe und Hühner zu füttern? Wir leben im Überfluss. Es wird soviel weggeworfen.
Ich glaube, ich wiederhole mich, aber was ich sagen will ist: Natürlich haben wir alle so viel zu tun, dass wir manchmal gar nicht mehr wissen, wo uns der Kopf steht. Aber vielleicht könnten wir uns einmal fragen, was eigentlich wirklich wichtig ist. Und dafür einstehen. Jeder kleine Beitrag zählt :-)
Kurz und gut: Diese Doku ist einfach gut gemacht und hat vor allem eine wichtige Botschaft. Unbedingt anschauen :-)!!
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|