Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Eine irische Geschichte", 30. Dezember 2006
Twas hard the woeful words to frame
to break the ties that bound us
But harder still to bear the shame
of foreign chains around us
And so I said, "The mountain glen
I`ll seek at morning early
And join the bold united man,
while soft winds shake the barley"
Robert Dwyer Joyce (1830 - 1883)
Wenn man in Ken Loach`s neuestem Meisterwerk "The Wind That Shakes The Barley" die Zeilen gleichnamigen Liedes das erste Mal in voller Länge hört, dann gehen sie einher mit dem Tod eines Menschen, welcher unmittelbar zuvor der Willkür englischer Besatzer im Irland der zwanziger Jahre zum Opfer fiel. Die Eindringlichkeit jener Szene bildet nur den Auftakt zu vielen weiteren des Films, die - insgesamt gesehen - einen verstörten Zuschauer zurücklassen, der das Ende ohne jegliche Hoffnung hinnehmen muss.
Zunächst einmal scheint Loach`s Geschichte den Werdegang zweier Brüder zu schildern. Damien, der in London eine verheissungsvolle Karriere als Arzt vor sich hat - und Teddy, sein älterer Bruder, der nach einem Priesterseminar längst Partei für den Kampf um die Unabhängigkeit Irlands bezogen hat. Damien schliesst sich im Verlauf der Ereignisse den Idealen seines Bruders an. Zeitlich nach dem irischen Oster-Aufstand des Jahres 1916 angesiedelt, in dessen Folge die Unabhängigkeit Irlands international nicht anerkannt wurde, findet sich der Zuschauer alsbald im Guerilla-Krieg einer aufopferungsvollen Minderheit gegen die britische Krone wieder.
Ken Loach macht sich gar nicht erst die Mühe, etwaige Fragen nach Schuld oder Ursache zu beantworten. Seine Geschichte nimmt uns mitten hinein in das Herz der Menschen, die teilweise unfreiwillig in den Kampf verwickelt werden und sich ihm mit unweigerlichen Konsequenzen stellen müssen. Wer nach der Moral Ausschau hält, der sucht vergebens...
Letztlich entpuppt sich "The Wind That Shakes The Barley" dann aber doch als Geschichte nur eines der beiden Brüder - nämlich der Damiens. Dessen finale Motive werden im Laufe des Films doch sehr viel besser herausgearbeitet, als etwa der Wandel seines Bruders, der sich mehr und mehr von der Widerstandsbewegung distanziert und in der "politischen Lösung", dem das Land spaltenden Friedensvertrag, seine Zukunft sucht. Ob es eine Zukunft und welche Zukunft es für beide geben wird, soll hier nicht verraten werden...
Mit dem Gewinn der "Goldenen Palme" der 59. Filmfestspiele von Cannes erweist sich Ken Loach einmal mehr als Meister kompromissloser, poetischer und sozialkritischer Erzählkunst. Die Zerissenheit der Hauptdarsteller, die Zerissenheit der irischen Bevölkerung, ja die Zerissenheit Irlands selbst - entwickelt in "The Wind That Shakes The Barley" einen Nachhall, der angesichts anderer Besatzungskriege der heutigen Zeit mehr denn je von Bedeutung ist. Dass einige Kritiker der englischen Presse Loach für seine in ihren Augen "einseitige Darstellung" in der Luft zerissen, sollte umso mehr Argument für den Kauf dieser DVD sein.
Und wer den seit dem 28.12.06 in Deutschland im Kino angelaufenen Film auf der grossen Leinwand nicht ansehen kann, der greife zu.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfach fantastisch! , 25. März 2007
Aufmerksam wurde ich auf den Film zuerst bei den Filmfestspielen von Cannes 2006 bei denen der Film -zurecht- eine goldene Palme erhielt. Dann sah ich den Trailer im Kino und wollte den Film unbedingt sehen. Gott sei Dank habe ich das auch gemacht und ich war begeistert. Vor allem die Schauspieler haben mich beeindruckt. Cillian Murphy, der die Hauptrolle spielt, kannte ich aus "Das Mädchen mit dem Perlenohrring", aber er war mir nicht sehr aufgefallen. Aber in "The Wind That Shakes The Barley" hat er mich vollkommen überzeugt.
Der Film ist sicher nicht für Jedermann. Manche könnten ihn langweilig finden, aber ich fand gerade, dass er mit wenig Action und langsamen Bildern gemacht wurde, macht den Film so einzigartig.
5 Sterne für Story, Schauspieler, Bilder und Musik! Besser hätte man den Film nicht machen können!
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