Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mega-Platte von den Metal-Königen !!!, 2. September 2006
In vielen Rezensionen zu "A Matter of Life and Death" kann man lesen, daß Iron Maiden jetzt eine progressivere Richtung eingeschlagen hätte. Wer jedoch die gesamte Entwicklung von Iron Maiden verfolgt hat, sollte eigentlich bemerkt haben, daß diese Metal-Band immer schon progressiv war und bei fast jeder Platte neue Elemente und Spielvariationen mit eingebracht hat. Man denke hier speziell an "Somewhere in Time" wo erstmals Keyboards verwendet wurden. Auch die "schwachen" Platten mit Blaze Bailey als Sänger hatten "progressive" Elemente.
"A Matter of Live and Death" jedenfalls ist seit langem das Beste, was auf dem Metal-Markt zu finden ist und bietet mit 10 Songs keinen einzigen, der als schwach oder Lückenfüller zu bezeichnen wäre. Nein, sind sind alle genial !!! Einzelne Stücke hier heraus zu heben macht keine Sinn. Kauft einfach die Scheibe und genießt.
Diese Platte erfordert jedoch wie bereits bei "Dance of the Death" ein mehrmaliges Anhören um die Genialität der einzelnen Stücke wirklich realisieren zu können. Denn durch die Länge der Stücke und die vielen Tempo- und Rhythmuswechsel dauert es eine Weile bis einem die Stücke wirklich im Kopf hängen bleiben. Beim ersten Durchhören dachte ich noch - ja, ganz ordentlich. Beim 3. Mal war es - super - geil - genial !!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gereift? Ja. Aber kein bisschen zu alt!, 2. April 2009
Das Iron Maiden eine DER Metalbands schlechthin ist, wenn nicht sogar DIE Metalband, dass muss man keinem der sich in dem Genre halbwegs auskennt, erklären. Allein mit den 7 Alben der 80er verewigten sie sich in der Metalhistorie, eine kleine Schwächephase folgte in den 90ern (auch wenn da nicht alles schlecht war), und eine Wiedergeburt feierten die Jungfrauen nach der Jahrtausendwende. Während die Band bei "Brave New World" noch unter ihren Möglichkeiten blieb, schmissen sie mit dem Nachfolger "Dance of Death" ein proglastiges Feuerwerk auf den Markt welches locker mit alten Großtaten mithalten konnte. Offensichtlich war diese Band noch lange nicht am Ende angelangt. Im Gegenteil, die Band entwickelte sich sogar weiter und ging langsam vom traditionellen NWOBHM zum Progressive Metal über. Was auf dem Vorgänger schon sehr gut funktionierte wurde "A Matter of Life and Death" weitergeführt und das mindestens genauso gut. Maiden zeigen sich gereift und spielfreudig. Der Großteil der Songs geht deutlich über 7 Minuten und ist oft mit harten wie ruhigen Passagen gespickt. Ein gewisses Maß an Selbstrecycling ist zwar erkennbar (das Album wurde immerhin innerhalb von 2 Monaten geschrieben und aufgenommen), fällt aber nicht sehr Negativ ins Gewicht. Hervorzuheben ist der Gesang von Bruce. Der ist ja auch nicht mehr der jüngste singt aber genau so fantastisch wie vor 20 Jahren. Respekt!
Das Hauptthema des Albums ist Krieg. Lieder über den Krieg haben Maiden zwar schon immer und sehr oft geschrieben, aber das gehört irgendwie auch zur Band. Schaden tut es der Platte jedenfalls nicht. Es verleiht der Platte eine düstere, durchaus depressive Atmosphäre. Das liegt nicht zuletzt daran das ruhige Stücke gerade gegen Ende der Platte überhand nehmen. Langeweile lässt die Band allerdings nie aufkommen.
Die Produktion ist im Vergleich zum Vorgänger druckvoller ausgefallen, sprich besser, allerdings wirkt der Gesang an manchen Stellen etwas nach hinten gedrängt.
Different World: Die mittlerweile übliche kurze Eröffnungsnummer. Pluspunkte gibts für den Gesang und den Mittelteil. (4/5)
These Colours Don't Run: Ordentlicher Midtemposong. (4/5)
Brighter Than a Thousand Suns: Genialer und bitterböser Brecher über den Bau der ersten Atombombe. (5/5)
The Pilgrim: Gutes Lied, aber nichts besonderes. (4/5)
The Longest Day: Ein weiteres langes Stück mit klasse Riffs und fantastischem Gesang. (5/5)
Out of the Shadows: Sehr gute Halbballade. (5/5)
The Reincarnation of Benjamin Breeg: Ein ruhiger Anfang geht in einen harten Midtemposong über. (5/5)
For the Greater Good of God: Der längste Song des Albums und genau so Abwechslungsreich ist er auch gestaltet. (5/5)
Lord of Light: Eine ziemlich ungewöhnliche, fast schon psychotisch anmutende Nummer. (5/5)
The Legacy: Ein märchenhaft aufgebautes Akustikstück zum Ende. Und es hat tatsächlich etwas endgültiges, bedrückendes aber auch schönes. (5/5)
Iron Maiden lässt sich offenbar nicht klein kriegen. Dieses Album knüpft sehr gut an "Dance of Death" an und damit an die progressive Ausrichtung der Band. Das Ergebnis weiß zu gefallen und man kann durchaus gespannt sein ob die Band weiterhin in der Lage ist das hohe Niveau zu halten, aber da muss man ein neues Album abwarten, welches hoffentlich bald in Arbeit ist :).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Keine Neuerfindung des Rads, aber ..., 21. Januar 2008
Iron Maiden erfinden sich auf ihrem letzten Studiooutput nicht neu, wenn man mal ihre leicht progressive Entwicklung hier außer Acht lässt. Auffällig ist für mich hier auch an dieser Scheibe, dass es der Band wohl immer schwerer fällt, kürzere, knackige Stücke zu schreiben. Für jemanden wie mich sicher kein Problem, ich stehe auf gute lange Songs, die es ja in der Tradition von Iron Maiden immer gab. Was mit Hallowed be thy Name begann, findet sein vorläufiges Ende in The Legacy, Fortsetzung wohl nicht ausgeschlossen. Ersterer Song kam noch mit etwas weniger als 8 Minuten aus, das ist heute dann schon Standardlänge eines Maidensongs. Der einzige wirklich kürzere Song ist der Opener Different World, für mich aber ein allenfalls durchschnittlicher Song. Auch etwas schwächer ist die Ballade Out of the Shadows, die von der Songstruktur stark an Revelations erinnert, aber wie gesagt beileibe nicht so gut ausfällt. Das wars aber auch schon mit negativer Kritik, der Rest ist wirklich gut bis spitzenklasse. The Legacy ist eine außergewöhnliche Komposition, da sie starke Anleihen aus dem Progressiverock nimmt. Bei den ersten zwei, drei Minuten hatte ich den Eindruck, Genesis haben sich mit Steve Hacket und Peter Gabriel wieder getroffen und was neues gezaubert. Wen es mal interessiert, die alten Genesisstücke Musicalbox oder Cinemashow haben einen, wen auch nur leicht, ähnlichen Anfang. Das meine ich hier aber durchaus als Kompliment für Iron Maiden, die im Rest des Stückes dann aber wieder zeigen, wie die Haare im Wind stehen. Ein weiteres meiner Favoriten ist These Colours dont run, mit etwas über 6 Minuten ein "kürzerer" Track, toller treibender Rythmus und gewohnt tolle Melodielinie. Mit Brighter than a thousand Suns übertreffen sich Iron Maiden mal wieder selber. Überhaupt zeigt sich für mich, dass Adrian Smith als Composer unverzichtbar ist, auch wenn sie mit Steve Harris einen weiteren überragenden Songschreiber haben. Alle Platten, auf denen Steve Harris die Hauptlast des Schreibens hatte, waren mir zu einseitig, auch wenn es da immer wieder absolute Übersongs gab. Insbesondere nach The Seventh Son ... merkte man das Fehlen von Adrian Smith. Um aber Steve Harris die Ehre zu erweisen, For the greater Good of God ist wirklich gelungen. Der vielleicht überraschendste Song ist für mich The Reincarnation of Benjamin Breeg, und zwar deshalb, weil Dave Murray sich bisher eigentlich nicht so wirklich als der Riesensongschreiber hervorgetan hatte. Aber hier, tolles Riff, feine Melodie ... wirklich gut. Und ich erinnere mich nicht an einen weiteren Fall, dass eine Band einen 7minütigen Track als Single veröffentlicht hätte. The Pilgrim ist mit guten 5 Minuten ein wahrer "Kurztrack" und im Vergleich zum Opener wesentlich stärker. Alles in allem ist es eine sehr gelungene Platte, die Gitarren kommen richtig knackig und trocken, Steve Harris ist eh einer der besten Bassisten auf der Erde und über Bruce braucht es keine langen Worte. Seine Rückkehr ist der Garant, dass wir Maiden noch ein paar Jährchen genießen dürfen. Up the Irons.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|