Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Rundum gelungener Schwarzhumor , 2. Februar 2007
Handlung (ohne zu viel zu verraten):
Der Reisebürobesitzer Paul hat Probleme. Da ist erst mal seine am Tourette-Syndrom leidende Frau Margaret, die er über alles liebt; aber auch ein leeres Bankkonto, das die Zukunft der Beiden zutiefst gefährdet. Helfen könnte dem Paar nur ein warmer Geldsegen, der auch tatsächlich zu erwarten ist, denn Pauls schwerkrimineller Bruder ist seit Jahren verschwunden und es steht die Auszahlung einer dicken Lebensversicherung an. Doch leider verweigert der zuständige Versicherungsagent Ted hartnäckig die Auszahlung. Kein Toter - kein Moos.
Da trifft es sich gut, dass Paul zufällig eine Leiche findet, die er auf eher makabren Weg als den verschwundenen Bruder herrichtet und sodann beerdigen lässt. Dumm nur, dass
--diese Leiche von zwei grenzdebilen Killern gebraucht wird, um ihren Boss Vollzug melden zu können
--Ted immer noch die Auszahlung der Lebensversicherung verweigert
--Raymond, der todgeglaubte Bruder, wieder auftaucht
--etc., etc., etc.
State:
Regisseur Mark Mylod legt uns hier eine absolut gelungene, wenn auch sehr makabre, dennoch warmherzige Komödie vor, die trotz oder wegen des vielschichtigen Plots nie langweilig wird, und ungeachtet der abgedrehten Handlung durchgehend mit innerer Logik glänzen kann. Der Soundtrack ist schlicht Klasse, jeder Song ist absolut passend gewählt. Zudem wurde eine Riege erstklassiger Schauspieler verpflichtet, die ganz offensichtlich Spaß an der Story und den skurrilen Charakteren fanden und ihr ganzes Können einbrachten.
Allerdings seien an dieser Stelle alle Cineasten gewarnt, die auf seichte Softkomödien stehen. Bei diesem Streifen ist der Humor meist makaber bis extrem Schwarz angelegt, gelegentlich auch nur unterschwelliger Art. Da bleibt so mancher Lacher im Halse stecken. Nicht umsonst wird The Big White oft mit Fargo verglichen, hat mit diesem Film allerdings abgesehen von viel Schnee und der Art des Humors wenig gemein.
Cast:
--Robin Williams (Insomnia, Jumanji, One Hour Photo) spielt Paul
In einigen seiner vorgeblich lustigen Rollen wirkte sein Humor für mich zu aufgesetzt. Doch diesmal kann er wirklich überzeugen, spielt gelungen hintergründig seinen verzweifelten, bauernschlauen, rumtricksenden Charakter
--Holly Hunter (Dreizehn, Lebe lieber ungewöhnlich, O Brother, Where Art Thou) spielt Margaret
...und hat schon in der Anfangsszene, in der sie im Pyjama und Puschen durch Alaskas riesige Schneewüste rennt, gewonnen. Sie gibt die abgedreht liebenswerte, ständig Beleidigungen ausstoßende Gattin gekonnt und ohne dabei zu überziehen. Und spätestens wenn sie zum Entführungsopfer wird, werden die Lachmuskeln verschärft gefordert. Perfekte Darstellung!
--Giovanni Ribisi (Phoenix, Der Flug des Phoenix, Unterwegs nach Cold Mountain) spielt Ted
Trotz starker Konkurrenz die vielleicht beste Darstellung im Team. Wie er den an allen Fronten (Chef, Kollegen, Freundin) kämpfenden, um sich beißenden Loser spielt, der letztlich an Pauls Fall sein Ego aufrichten möchte; herrlich, ergreifend, virtuos.
--Alison Lohman (Big Fish, Tricks, The 13th Floor) spielt Tiffany
In der Rolle von Teds Freundin, die sich ihr Geld als eine Art Telefonseelsorgerin verdient, kann sie absolut überzeugen. Doch leider ist ihr Part viel zu klein geraten, um an die Meisterleistung in Weisser Oleander (unbedingt anschauen) anknüpfen zu können.
--Woody Harrelson (Money Train, NBK, Abgezockt) spielt Raymond
Ebenfalls nur in einer kleinen Rolle, doch in der dargestellten dumpf gierigen Boshaftigkeit absolut überzeugend.
--Tim Blake Nelson (Wonderland, Minority Report, Donnie Brasco) und
--W. Earl Brown (Deadwood, Backdraft, Scream) spielen Gary und Jimbo
Beide sind optimal geeignet, um in ihren Rollen als vertrottelte, überforderte, aber im Zweifelsfall durchaus gefährliche Killer zu überzeugen.
Die DVD (Normal)
Code2, Typ9, Amaray Case, 20 Kapitel, Laufzeit ohne Abspann 96:17 Min., uncut
Das sehr gute Bild lässt keine Wünsche offen, liegt in anam. Widescreen im Verh. 1.85:1 vor
Nahezu perfekte Tonspuren finden sich auf Deutsch und Englisch DD5.1, beide weisen keine Mängel auf; vielleicht hätten die hinteren Lautsprecher ein wenig mehr gefordert werden dürfen.
Nur deutsche Untertitel
An Extras finden sich nur Trailer: Goldene Zeiten, Ein perfektes Verbrechen, Der letzte Trapper, Like Minds, Attentat auf Richard Nixon, State of Mind, The Best Man, 11:14elevenfourteen, Evil und der OT zu The Big White
Hinweis: Es gibt auch DVD Special Edition mit mehr Extras
Fazit: Film 5 Sterne, Darsteller 5 Sterne, DVD-Technik 5 Sterne, DVD-Extras 1 Stern
Warum diese geniale Komödie der etwas anderen Art bislang keinen höheren Bekanntheitsgrad erlangen konnte ist mir schlicht ein Rätsel.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hut ab! Robin Williams kann auch anders..., 14. November 2006
Eins voran: Ich mag Robin Williams nicht. Seine Filme (Hook, Mrs. Doubtfire o.ä.) sind mir i.d.R. zu schrill, zu erzwungen komisch und zu oberflächlich. Doch dieser Robin-Williams-Film ist kein typischer Robin-Williams-Film, schon allein weil nicht der ganze Film eine one man show ist und Williams, obwohl er Hauptdarsteller ist, angenehm zurückhaltend agiert. So glänzen neben ihm die in diesem Film hinreißend liebenswerte Holly Hunter (mit zugegebenermaßen stark übertriebenem Tourette-Syndrom) und der begnadete, oftmals unbeachtete Giovanni Ribisi in ihren sympathisch-verrückten Charakterrollen. Die skurrile Story, das exotische Setting (Alaska) und der hervorragende Soundtrack tun ihr Übriges für eine durch und durch gelungene Komödie.
Wer typische Robin-Williams-Filme mag, könnte hier enttäuscht sein, aber alle anderen haben einen Riesenspaß.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
klasse schwarzhumorige komödie!, 24. März 2007
ich hatte mir von dem film nicht sooo viel erwartet, da ich von den letzten filmen mit robin williams doch eher enttäuscht war. dieser hier hat das aber quasi auf einen schlag wieder gut gemacht!
paul barell (williams) hat ein reisebüro in alaska und verkauft reisen nach waikiki. leider läuft es nicht so gut und er steht kurz vor der pleite. zusätzlich hat er zuhause riesenprobleme, da seine frau (simuliert?) am tourette-syndrom erkrankt ist. da kommt die lebensversicherung über eine mio. dollar für den verschollenen bruder grad recht. dummerweise zahlt die versicherung nur, wenn es auch eine leiche gibt oder nach ablauf von 7 jahren. eines abends findet barell in einem müllcontainer vor seinem geschäft eine leiche und beschliesst diese als seinen bruder auszugeben, um so an das geld zu kommen. dummerweise arbeitet bei der versicherung ein nahezu besessener detektiv in der schadensabwicklung, der ihm den tod seines bruders nicht abnimmt. und zur krönung "gehörte" die leiche zwei killern, die diese ebenfalls zur auftragsbestätigung brauchen. nun nimmt das chaos seinen lauf...
ganz offensichtlich ist hier vieles bei altmeistern wie hitchcock kopiert worden, das tut dem film aber keinerlei abbruch. von überraschenden wendungen wie dem plötzlichen auftauchen des echten bruders, bis zu echten "vomsofafallvorlachen-brüllern" ist hier alles dabei.
das bild ist stabil und durch den drehort alaska fällt ein leichtes rauschen bei dem weissen hintergrund kaum auf. die tonspur wird selten genutzt, zumeist spielt sich alles auf den frontlautsprechern ab.
fazit:
eigentlich ein 5-sterne-film für mich, da aber einiges "geklaut" wurde und es nicht wirklich eine neue idee ist, gebe ich "nur" 4. klasse heimkinoabend mit einer sehr guten besetzung, da fällt niemand grossartig ab. empfehlung für williams-fans und für freunde von schwarzhumorigen filmen mit guter story!
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