Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
96 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Endlich wieder da: Die wohl beste Jazz&Lyrik-Platte aller Zeiten!, 25. Juli 2006
Die LP mit diesen Aufnahmen besitze ich seit Dezember 1964. Es handelt sich hier - ich übertreibe gewiss nicht - um ein einzigartiges Meisterstück, das in der PHILIPS-twen-Serie erschienen war. Der Sprecher Gert Westphal (1920 - 2002), der "König der Vorleser", und die Musiker des Attila-Zoller-Quartetts (Attila Zoller, Gitarre; Emil Mangelsdorff, Flöte, Klarinette, Altsaxophon; Peter Trunk, Bass; Klaus Weiss, Schlagzeug) korrespondieren auf eine wunderbare Weise miteinander. »Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, / und küsse die Marketenderin! / Das ist die ganze Wissenschaft, / das ist der Bücher tiefster Sinn.« skandiert Westphal und Klaus Weiss trommelt dazu die passenden Figuren. Und wenn Westphal »Doch horch! ein schollernd schnöder Klang / Ertönt unfern der öden Bühne ...« rezitiert, liefert der famose Trunk (1936 - 1973) ein dazu passendes Solo auf seinem sonoren Bass. Zoller und seine Mitmusiker erzeugen eine Flamenco-Jazz-Stimmung in der Art von Miles Davis/Gil Evans (»Sketches of Spain«) und John Coltrane (»Olé Coltrane«) zu Heines »Donna Clara«: »In der Laube wird es stiller, / Und man hört nur, wie verstohlen, / Das Geflüster kluger Myrten / Und der Blumen Atemholen. / Aber Pauken und Trommeten / Schallen plötzlich aus dem Schlosse, / Und erwachend hat sich Clara / Aus des Ritters Arm gezogen.« Lob muss nicht nur dem Sprecher und den Musikern, sondern auch dem Regisseur Joachim-Ernst Berendt gespendet werden. Berendt, der später leider in esoterisches Geraune abgedriftet ist, hat hier eine sehr glückliche Hand bewiesen. Es ist sehr schön, dass diese kleinen Kostbarkeiten nun wieder auf CD erschienen sind. Und es ist sehr erfreulich, dass das Original-Cover, wenn auch verkleinert, wieder zu sehen ist. Mein dringender Rat: Sofort kaufen, bevor dieses Stück wieder verschwindet!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
30 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine geniale Kombination von Musik und Text, 6. Februar 2002
1987 hörte ich diese Aufnahme auf Schallplatte, habe sie jahrelang gesucht und vor kurzem endlich hier gefunden. Als Joachim-Ernst Berendt als Regisseur und Produzent mit dem genialen Rezitator Gert Westphal und dem Attila-Zoller Quartett sich im Jahre 1963 dem Werk Heinrich Heines annahmen, kam eine Inszenierung heraus, welche ich beeindruckender nicht kenne.Die CD enthält eine sehr gute Auswahl von Heines Schaffen, sie ist sehr politisch und sehr menschlich - und nach wie vor sehr aktuell. Gert Westphals Stimme klagt an, wird sentimental, bäumt sich auf und wird wieder besinnlich. Das Attila-Zoller-Quartett unterstreicht dies durch vielfältige verswingte Zitate aus der deutschen und internationalen Musikgeschichte, zeigt ein großes Gespür für Heines Texte und tritt in einen lebendigen Dialog mit den Rezitationen von Gert Westphal. Es ist ein beeindruckendes Werk für die Lebendigkeit des Jazzes und der Lebendigkeit von Heines Werk. Einziger Kritikpunkt: Das Booklet zu der CD gibt nur spärlich Auskunft über die Texte von Heine, so dass man etwas Mühe hat, die Texte den Veröffentlichungen Heines zuzuordnen. Dieser Mangel reicht aber bei weitem nicht, von meiner positiven Bewertung abzuweichen. ... und außerdem ist die CD viel zu kurz!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
58 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die wohl beste Jazz&Lyrik-Platte aller Zeiten, 22. Juli 2005
Die LP mit diesen Aufnahmen besitze ich seit Dezember 1964. (Ich war damals kaum mehr als 17 Jahre alt.) Es handelt sich hier - ich übertreibe gewiss nicht - um ein einzigartiges Meisterstück. Der Sprecher Gert Westphal (1920 - 2002) und die Musiker des Attila-Zoller-Quartetts (Attila Zoller, Gitarre; Emil Mangelsdorff, Flöte, Klarinette, Altsaxophon; Peter Trunk, Bass; Klaus Weiss, Schlagzeug) korrespondieren auf eine wunderbare Weise miteinander. »Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, / und küsse die Marketenderin! / Das ist die ganze Wissenschaft, / das ist der Bücher tiefster Sinn.« skandiert Westphal und Klaus Weiss trommelt dazu die passenden Figuren. Und wenn Westphal »Doch horch! ein schollernd schnöder Klang / Ertönt unfern der öden Bühne ...« rezitiert, liefert der famose Trunk (1936 - 1973) ein dazu passendes Solo auf seinem sonoren Bass. Zoller und seine Mitmusiker erzeugen eine Flamenco-Jazz-Stimmung in der Art von Miles Davis/Gil Evans (»Sketches of Spain«) und John Coltrane (»Olé Coltrane«) zu Heines »Donna Clara«: »In der Laube wird es stiller, / Und man hört nur, wie verstohlen, / Das Geflüster kluger Myrten / Und der Blumen Atemholen. / Aber Pauken und Trommeten / Schallen plötzlich aus dem Schlosse, / Und erwachend hat sich Clara / Aus des Ritters Arm gezogen.« Es ist sehr schön, dass diese kleinen Kostbarkeiten auch auf CD erschienen sind. Und es ist jammerschade, dass diese CD schon wieder vergriffen ist. Ich erflehe eine Neuauflage.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|