Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit seinem zweiten Album begibt sich der ehemalige Surfprofi Donavon Frankenreiter in ungewohnte Gewässer. Nach dem Wechsel von Brushfire, dem Label seines Mentors Jack Johnson, zu Lost Highway hat der bärtige, langhaarige Sänger und Songschreiber mit dem sanften Blick nämlich den Stevie Wonder der
Talking Book-Phase in sich entdeckt: Auf einem teils funkigen und durchgehend ansprechenden, keyboardbetonten Album schwebt Frankenreiters verträumte, beinah falsettartige Stimme über perfekten Soul-Pop-Nummern. Der lockere Funk und der nonchalante, aber charaktervolle Gesang erinnern streckenweise an Curtis Mayfield oder Boz Scaggs. Der Sänger und seine Band setzen auf solide Grooves; das gesamte Album strahlt Unangestrengtheit und natürliche Wärme aus. Nichts wirkt unfertig oder gezwungen, wenn die Musiker ihren sonnigen, melodischen weißen R&B zelebrieren. Ein paar weitere flotte Tracks wie der unwiderstehliche Titelsong oder das riffbetonte That's Too Bad hätten zwar für Belebung gesorgt, doch entfalten selbst die Balladen ungekünstelten, dezenten Charme. Obwohl Frankenreiter den Appeal des Beach-Boys aus den Tropen nicht vollkommen ungenutzt lassen will, wie das letzte Stück, Beautiful Day, zeigt, ist
Move by Yourself doch erfrischend originell und beweist, dass dieser Künstler weit mehr ist als ein Dauersurfer, für den die Musik nur eine Ersatzbeschäftigung an Regentagen bedeutet.
--Hal Horowitz
Frankenreiter zieht an! Für die neuen Aufnahmen wechselte der Surfprofi von Jack Johnsons Label Brushfire Records zu Lost Highway, und der Kulissenwechsel ist nicht zu überhören: Im Gegensatz zum Vorgängeralbum ist Move by yourself" deutlich funkiger und fetter im Sound, im Background von All around us" röhrt eine Soulsängerin, That's too bad" ist unterlegt mit kräftigen Keyboards und prägnanten Gitarren, These Arms" und Beautiful Day" klingen wieder etwas mehr nach Sonne, Surfen und Salzwasser. Bis auf den Titelsong Move by yourself" nicht ganz so ohrwurmträchtig wie das Debüt. (js)