Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Experiment ist geglückt!, 7. April 2007
Ich habe nun einige der Rezensionen gelesen und stimme einigen davon zu, anderen gar nicht: Dass man Back To Basics" als Schrott und Müll bezeichnet, muss sich Christina Aguilera wahrhaftig nicht bieten lassen, dass man diese CD jedoch ohne Begründung in den Himmel lobt, ist auch nicht Sinn und Zweck der Sache.
Erst einmal: Back To Basics" ist eine Doppel-CD; auf der 1. CD sind 13, auf der 2. CD 9 Songs enthalten, das macht insgesamt 22 Songs, was man auf heutigen Tracklisten leider nur noch sehr selten vorfindet. Das Cover ist einfach gehalten und unterstreicht den Slogan Back To Basics". Im Booklet finden sich - für heute auch eher ungewöhnlich - alle Songtexte und genaue Angaben zur Produktionsarbeit. Zudem hat man hier hochwertiges Glanzpapier verwendet und vielseitige, sehr gelungene Bilder von Christina im 20-er Jahre Stil angefertigt. Diese Elemente sind für den Käufer sehr erfreulich.
Stilistisch bewegt sich Christina Aguilera im 20-er Jahre Stil. Und genau das ist der Punkt, an dem viele Aguilera-Kritiker scheitern. Die 20-er Jahre dienten Christina laut eigener Aussage (!) nur zur Inspiration und Stilrichtig, es war also nie das Ziel, ein Album zu produzieren, dass genau nach 20-er Jahre Musik klingt. Es war eher das Ziel, hochwertige Popmusik zu machen, die Charaktermerkmale der Antike hat. Dieses Ziel ist Christina Aguilera gelungen. Stimmlich ist Back To Basics", wie zu erwarten, unangefochten und unübertroffen - einfach perfekt! Meiner Meinung nach ist sie momentan die beste Sängerin der Welt, da sie es schafft, ihre exzellenten Möglichkeiten vielseitig zu nutzen: Sie singt nicht nur immer Balladen wie Sarah Connor oder Mariah Carey und bleibt nicht nur beim Up-Tempo wie Madonna. Sie kann mehr. Die Lyrics überzeugen diesmal auch wieder sehr: Sie sind nicht so persönlich wie bei Stripped", sondern verfügen über mehrere Themengebiete: Liebe, Beziehung, Partnerschaft. Um den Sound zu beschreiben, braucht es mehrere Worte: Der Künstlerin gelingt es, sowohl HipHop und R&B, Gospel und Soul als auch Jazz und Funk zu einem großartigen und hochwertigen Popsound zu vereinen, der sich Gott sei dank dem Bubble-Gum-Pop alá Banaroo oder Ch!pz widersetzt. Nun will ich die Songs im einzelnen kurz bewerten und kommentieren.
CD1:
01. Intro (Back To Basics): Ein fröhliches, jazziges und schwungvolles Intro, das gute Laune verbreitet. Sehr schön. (2+)
02. Makes Me Wann Pray: Der erste Song des Albums überzeugt mich sehr: Es ist eine Mischung aus beschwinglichen Popsounds und Gospelelementen. Melodie und Choros bleiben sofort im Ohr. (1-)
03. Back In The Day: Es geht in Richtung Pop/R&B. Nach langem Instrumental-Intro kommt ein guter Song heraus. Nicht schlecht, aber nichts besonderes. (3+)
04. Ain´t No Other Man: Die erste Single-Auskopplung und ein absoluter Welthit. Es geht in die Jazz & Funk-Ecke. Die Sounds hauen einen um, Melodie, Lyrics und vor allem der Rhythmus sind ausnahmslos gelungen. Einer der besten Songs überhaupt! (1)
05. Understand: Es wird ruhiger. Eine softe Popnummer und eine Mischung aus Ballade und Up-Tempo. Schöne Melodie und gute soundliche Umsetzung. Gut! (2+)
06. Slow Down Baby: HipHop, R&B und Jazz vereint. Dieser Song macht einem das Album echt schmackhaft. Sehr schöne Melodie und tolle Lyrics bzw. stimmliche Umsetzung. Absolutes Highlight. (1)
07. Oh Mother: Erinnert an Stripped"-Zeiten. Ein bisschen wie I´m OK" oder The Voice Within". Sehr persönlich und melodisch, aber ehrlichgesagt nichts Neues. Stimmlich wie immer top. (2)
08. F.U.S.S. (Interlude): keine Wertung
09. On Our Way: Wieder etwas ruhiger und dennoch temperamentvoll: Schöne Melodie und perönliche Lyrics. Sehr schöner Wiedererkennungswert. Highlight. (2+)
10. Without You: Meiner Meinung nach der einzige Flop des Albums: Stimmlich wie immer gut, aber die Ballade will einfach nicht ins Ohr und könnte von jedem anderen gesungen werden. Objektiv betrachtet immer noch gut. (3+)
11. Still Dirty: Nein, dieses Lied ist kein Dirrty Pt. II", es geht zwar auch in Richtung HipHop/R&B, hier lassen sich aber auch Soul und Funk wiederfinden. Beschwingt, Up-Tempo und gute Umsetzung. Großartig. (1-)
12. Here To Stay: Jetzt gehts in Richtung Swing. Sehr schöne Melodie, lockere Beats und Sounds und einfach großartige Feelings. (1)
13. Thank You (Dedication To Fans): keine Wertung
CD1 insgesamt: Schnitt: 1,65 = 2+/voll gut
CD2:
01. Enter The Circus: Genial! Linda Perry, meiner Meinung nach die größte Songwriterin und Producerin unserer Zeit, singt die einflößenden Lyrics. Die Streicher und Beats sind genial! Besser kann eine CD nicht anfangen. (1)
02. Welcome: Nun ist Christina an der Reihe: Einwandfrei gesungen und einfach nur noch genialer. (1)
03. Candyman: Mit Big Band gibts Jazz und Funk pur. Jetzt wird endgültig abgeschwingt! Dieser Song ist genial und super tanzbar. Perfekter Sound! (1)
04. Nasty Naughty Boy: Wieder mehr melodisch und ruhiger: Eine gute Ballade, dennoch vermitteln die Bläser und die tiefe Stimmlage eine gewisse erotische Ausstrahlung. (1-)
05. I Got Trouble: Ein 20-er Jahre Cover. Der Ton ist absichtlich verschwommen. Unterlegt den Stil des Albums, ist aber kein Highlight. (2-)
06. Hurt: Gaaanz große Gefühle bei einer Jahrhundert-Ballade. An der 2. Single-Auskopplung kann man nichts aussetzten das ist DER Abräumer des Albums schlechthin. Eine stimmliche Mega-Glanz-Leistung! (1+)
07. Mercy On Me: Jetzt sind wir bei Gospel. Schöne Klavier-Begleitung und leichtes Orchester unterlegen Christinas Stimme. Beruhigend und phantasievoll. (1-)
08. Save Me From Myself: Jedes gutes Album hat einen Accoustik-Song. Egal ob Pinks Dear Mr. President" (I´m Not Dead) oder "Washes Over Me" von den No Angels (Pure), auch Christina. Allerdings bleibt sie hier unter ihren Möglichkeiten. Sie nutzt ihre Stimme zu nachhaltig, dennoch gefühlvoll und berührend. (2-)
09. The Right Man: Sehr schöne Streichinstrumente und die letzte stimmliche Glanzleistung des Albums. Schöne Melodie, große Gefühle. Sehr gutes Schlusslicht" und Ende der Vorstellung. Leave the circus! (1)
CD2 insgesamt: Schnitt: 1,25 = 1-/noch sehr gut
Back To Basics insgesamt (CD1+2) = Schnitt: 1,5 = 1-2/sehr gut-gut = klar 5 Sterne
Diese Wertung beweist hoffentlich, dass dieses Album KEIN Schrott ist, sondern ganz klar ein sehr gutes Meisterwerk seiner Zeit. Christina hat es geschafft, sich von den 90-er Jahre Sound weit hinter sich zu lassen und sich vom Stripped"-Sound weiterzuentwickeln, was nur seeehr wenigen Künstler/innen ihrer Zeit gelingt. Dafür vollen Respekt und Anerkennung. Das Warten (4 Jahre!) hat sich gelohnt!
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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
SO schlecht ist es nicht!, 23. Oktober 2006
So, ich habe mir jetzt lange genug angeschaut, was hier so geschrieben wird, jetzt möchte ich auch mal meine Meinung kundtun!
Und zwar halte ich Reszensionen mit nur einem Stern und einem Titel, wo "Schrott" drinsteht für dumm und einfach nur unkonstruktiv. Natürlich hat jeder seine eigene Meinung aber wenn ich Rezensionen über ein Album lesen möchte, dann bringt mich ein "Schrott!" Und "Bloß nicht Kaufen!" nicht gerade weiter was das beurteilen des Inhalts der CD angeht, oder? Also, Leute, wenn ihr meint eine CD rezensieren zu müssen, die ihr nicht mögt, dann bringt doch bitte ein paar genaue Gründe, warum ihr eine CD nicht mögt. Wie wär das denn?
Und jetzt zur CD, wie bereits erwähnt halte ich das Album keineswegs für "Schrott"! Natürlich, viele Fans haben ein 2. Stripped-Album erwartet. Aber mal ehrlich: wäre das wirklich möglich gewesen? ich finde nicht. Das Stripped Album war so innovativ und ausdrucksstart, erstklassig produziert und einfach NEU. Es gab 20 Songs und keiner der Songs beinhaltete ein gleiches Thema. Aguilera befand sich im Umschwung ihrer Karriere, konnte endlich eigene Songs schrieben und hatte viele kreative Ideen, die sie über die Jahre gesammelt hatte. So was lässt sich (auch nach einer 4 Jährigen Pause) nicht einfach reproduzieren!
Ich finde, dass das B2B Album ganz klar auch einige wirklich starke Songs hat, die mitreißen und an denen man Aguileras Talent einmal mehr entdeckt. Die Songs sind abwechslungsreich, facettenreich und man entdeckt immer mehr Details je öfter man sie hört. Als Beispiele nenne ich zB Mercy on me, Hurt, Oh Mother, Slow down oder CandyMan. Diese Lieder verbreiten einen irgendwie inspirierenden Flair und neben ihnen verblassen tatsächliche Stangewaren wie beispielsweise Understand, Without you oder Save me from myself. Aber ich finde, das oft übersehen wird, dass viele Album NUR mit solchen Lückenfüllern gefüllt sind. Für mich musiziert Aguilera in einer höheren Ebene als manch anderer Popkünstler und nur weil sie nicht das erwartete "SuperAlbum" abgeliefert hat wird sie sofort niedergemacht. Schade, wirklich.
Zu Aguileras Stimme muss ich den vorausgehenden Rezensionen leider teilweise zustimmen. Sie singt wie gewohnt ausdrucksstark und kräftig, allerdings fehlt auch mir ab und zu die Emotion und die ständigen Uhs und Ahs können einem zwischendurch wirklich auf die Nerven gehen. Was ich schade finde ist, dass die Stimme aufgrund ihrer Kraft und "geballtheit" einem nach ein paar Liedern irgendwie auf die nerven geht. Sehr schade, aber so singt sie nun einmal.
Nun ja, trotz allem halte ich B2B für ein gelungenes Album, zwar mit ein paar schwächeren Songs, dafür aber auch mit Songs, die herausragend sind und die Schlechten wieder wett machen.
Ines
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Da hat sich jemand richtig Mühe gegeben..., 14. August 2006
Vier Jahre ist es nun schon her seitdem Christina mit STRIPPED provoziert, gedisst und alle Blicke auf sich gezogen hat. Die damaligen Tracks waren alle persönlich, einprägsam und sehr melodiös und dennoch nichts anderes als gut produzierte, kommerzielle Mainstreamkost. Damals ist es ihr gelungen ernst genommen zu werden, das Girlieimage blieb jedoch an ihr haften.
BACK TO BASICS, Mrs Aguileras zweiter Geniestreich (über den ersten Longplayer verlier' ich lieber kein Wort), ist wieder mal ausnahmslos mit großartigen Songs bestückt. Doch das neue Album hebt sich eindeutig vom Vorgänger ab.
Schon die verschiedenen Ausstattungen lassen die Augen des erwartungsvollen CD-Käufers aufleuchten: 2 CDs mit 22 brandneuen TRACKS (die Intros und Interludes können als eigenständige Musikstücke betrachtet werden); ein herausragendes Booklet mit über 30 (!) kunstvollen Hochglanzfotos + Lyrics und ein BACK TO BASICS Bonus Video auf der 2ten CD - alles für einen fairen Kaufpreis!
Was aber macht BACK TO BASICS besser als STRIPPED?
Ein durchstrukturiertes Konzept war beim Dirrty-Longplayer bereits erkennbar, doch das "zu Hause" der Single AIN'T NO OTHER MAN zieht dieses Anliegen präziser und transparenter durch. Es werden nicht auf Zwang Lückenfüller zwischen potenzielle Maxi-Auskopplungen gepresst, sondern alles ergibt ein großes Ganzes. Jeder Song ist gezielt und sinnvoll platziert, rundet den vorigen Track ab oder ebnet den Weg für das nächste Lied - inhaltlich, aber auch vom Arrangement her.
Die erste CD, auf der sich 13 "moderne", beatlastige Songs mit verschiedenen Samples, sowie Jazz- und Soulelementen befinden, besticht vor allem durch tanzwütige Rhythmen, tolle Chöre und natürlich Christinas kraftvoller Stimme. Mal fühlt man sich wie in einer Kirche voller Gospelsänger, will aufstehen, mitklatschen und den Hintern bewegen, mal wie in einem vollen Club mit pumpendem Parkett. Wichtig ist aber, dass Christina Aguilera hierbei nicht Legenden wie Otis Redding oder Aretha Franklin kopiert, sondern sie würdigt und eine stilsichere Verbindung zwischen alter und neuer Musik schafft. Sie hat bei der Komposition und dem Schreiben jedes Tracks maßgebend mitgewirkt und war die ausführende Produzentin dieses Albums!
Nach mehrmaligem Hören hat mich diese CD total mitgerissen, leider haben jedoch die für Christina so typischen Balladen gefehlt.
Linda Perry (ehemalige Frontsängerin der 4non-blondes + Mit-Songwriterin/Produzentin bei STRIPPED) und Mrs Aguilera haben sich diesmal nach vergangenen Erfolgen (z.B. BEAUTIFUL) eine gemeinsame Extra-CD gewidmet. WOW!!! Die zweite CD bildet ein vollständiges Kontrastprogramm zur ersten, hier findet man die BASICS die man beim Kauf des Albums erwartet hat. Die 9 Tracks der CD2 gehen ins Ohr und man verliebt sich nach jedem Anspielen mehr und mehr in das verrauchte Jazz-Bar Feeling. Die Balladen sind emotionaler und atmosphärischer als je zuvor. Der einzige schnelle Track CANDYMAN reißt jeden Tanzmuffel vom Hocker und NASTY NAUGHTY BOY klingt so erotisch und lustvoll, dass DIRRTY dagegen wie Kinderdisco wirkt. Der Sexappeal auf BACK TO BASICS kommt nicht schmutzig und provokant schlampig daher, sondern subtil, gereift und lady-like.
Christina Aguilera hat das geschafft, was die Whitneys und Mariahs seit Jahren vergeblich versuchen: Eine echte Diva (im pos. Sinne) zu sein und an alte Erfolge anzuknüpfen.
Volltreffer! The Grammy goes to ....
Anspieltipps:
-UNDERSTAND (eine moderne Ballade, welche an alte Aretha Franklin- Klassiker erinnert)
-SLOW DOWN BABY (pompöse Beat-Nummer mit HipHop-Elementen)
-STILL DIRRTY (schnelle Nummer, gut tanzbar und mit einem pfeffrigen Beat gemischt)
-CANDYMAN (das TARZAN AND JANE ARE SWINGING ON A VINE- Sample und der Rhythmus klingen nach alter Schule und lassen den Boden beben)
-I GOT TROUBLE (wie ein Schmuckstück einer alten zerkratzten Schallplatte vom Dachboden, Billie Holiday würde jubeln!)
-HURT (DIESE eine Piano-Ballade, die man bei anderen Künstlern vergeblich sucht)
-SAVE ME FROM MYSELF (sanft hauchend zeigt Christina eine neue Facette ihrer Stimme ihrer Stimme; mit dezentem musikalischen Background für mich der beste Song des Albums)
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