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DVD ~ Moritz Bleibtreu
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Produktinformation

  • Darsteller: Moritz Bleibtreu, Christian Ulmen, Martina Gedeck
  • Regisseur(e): Oskar Roehler
  • Komponist: Martin Todsharow
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Highlight
  • Erscheinungstermin: 5. Oktober 2006
  • Produktionsjahr: 2006
  • Spieldauer: 108 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000G02TNK
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 4.693 in DVD & Blu-ray (Die Bestseller DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Movieman.de

Moviemans Kommentar zur DVD: Die DVD ist technisch gut umgesetzt, bei den Extras gibt es in gleich 3 Menüpunkten Trailer (DVD-Empfehlung, Besonderer Filmtipp und Trailershow), was den ersten fülligen Bonuseindruck deutlich schmälert. Das Making Of ist gelungen, das Kapitelmenü könnte übersichtlicher sein.

Bild: Der optische Eindruck ist sehr plastisch und bisweilen hochscharf (03.25). Dies zeigt sich vor allem auch in der perfekten Tiefenschärfe z.B. im Wohnzimmer, in der nahe wie weite Details, auch kleine, scharf umrissen abgebildet werden (07.55). Der Kontrast ist praktisch optimal in der Darstellung vieler feiner Graustufen, auch in Innenräumen. Nur gelegentlich kommt es zu leichtem Blockrauschen (01.30). Die Farbwiedergabe ist sehr stabil und neutral in seiner Sättigung gehalten. Nur in den Rückblenden sind die Farbwerte demonstrativ stark überzogen, um den Flashback-Charakter zu unterstreichen (10.55). Rauschen tritt nur sehr leicht in größeren hellen Flächen auf und stört nicht weiter.

Ton: Die deutsche 5.1-Spur ist in recht vital und spart auch nicht mit Umgebungsatmo. Dennoch will sich der Raumeindruck nicht so recht entfalten, Stimmung aufkommen. Gelegentlich treten kleine Effekte auch aus dem Bildschirm heraus. Die Dialoge sind kraftvoll, vor allem Bleibtreus Stimme kommt sehr voluminös aus den vorderen Kanälen. Auch außerhalb des Centers kommen die Dialoge gelegentlich zum Zuge und verbreitern so gelungen die Bühne.

Extras: Das Making of ist grundsätzlich interessant, nur stört mich dabei der primitive Sprecher, dem man seine Langeweile beim Ablesen des Textes förmlich "ansehen" kann. Auch kann ich bei Eichingersätzen wie "Es gibt 2 Liebesgeschichten: Die des einen Bürgers zu der anderen Bürgerin und die andere des Bürgers und der anderen Bürgerin" nur der Kopf geschüttelt werden. Aber der weitere Informationsgehalt ist doch deutlich größer. --movieman.de



Produktbeschreibungen

Michael und Bruno sind zwei uerst unterschiedliche Halbbrder. Whrend Michael nur Augen fr die Molekularbiologie hat, rennt Brunno von einem "One-Night-Stand" zum nchsten. Als Michael eines Tages seine alte Freundin Annabelle und Brunno seine Urlaubsbekanntschaft Christiane trifft, scheinen sie endlich die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Doch das Glck whrt nur kurz. Denn beide Frauen erkranken schwer und Micheal und Brunno stehen vor der Entscheidung altgewohnte Einsamkeit oder neuartige Zweisamkeit...

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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen WARUM HÄME?, 20. April 2008
Von Harry McMartin "HMcM" (Catalköy, Nordzypern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REVIEWER)   
Vorab: Mir hat der Film gefallen. Ein Film ist erst mal ein Film  und nicht zwingend ein Medium, um ein Buch in Bilder umzusetzen. Vollkommen müßig deshalb, sich darüber die Haare zu raufen, ob Regisseur, Drehbuchschreiber und Akteure die Figuren und die Handlung des gleichnamigen Bucherfolgs von Michel Houellebecqe RICHTIG umgesetzt haben oder nicht.
Trotzdem, es geht auch im Film um die These des Romanautors, dass in der heutigen Gesellschaft letztlich alles im Reagenzglas stattfinden kann. Folglich ist eine absolute Trennung von Sexualität und Fortpflanzung auch bei den Menschen möglich: Sex und Partnerschaft ist keine zwingende Voraussetzung, um die nächste Generation zu sichern.
Michael Djerzinski (Christian Ulmen) ist ein introvertierter junger Wissenschaftler, der ein Forschungsprojekt in Irland abgebrochen hatte, mit dem er die Reproduktion und Manipulation menschlichen Erbguts vorantreiben wollte. Seine jetzige Führungsposition in einem deutschen Institut kündigt er jedoch ebenfalls, um möglicherweise seine abgebrochene Arbeit fortzusetzen.
Da trifft er seine stille Jugendliebe Annabelle (Franka Potente) wieder, die ihn eigentlich noch immer liebt. Mathematische Formeln und Gleichungen hatten in Michaels Leben jedoch schon immer Vorrang vor den Reizen des weiblichen Geschlechts.
Ganz anders dagegen sein Halbbruder Bruno Klement (Moritz Bleibtreu). Der ist schlichtweg triebgesteuert. Er ist Deutschlehrer und geilt sich an seinen jugendlichen Schülerinnen auf. Ergebnis: Eine gescheiterte Ehe, die er nur im Suff erträgt und auch sexuelle Nötigung einer Schülerin. Er begibt sich bei Dr. Schäfer (Corinna Harfouch in einer Nebenrolle, leider recht beliebig) in psychiatrische Behandlung. Schließlich lernt er die muntere Esoteriktussi Christiane (Martina Gedeck) kennen, und beide tollen sich in Swinger-Clubs aus, bis sich so etwas wie Liebe zueinander entwickelt.  Doch bald wird ihre ungewöhnliche Beziehung einer harten Probe unterworfen.
Letztlich geht es um die analytische Aufarbeitung individueller Schicksale der Personengruppe Michael, Bruno, Annabelle und Christiane. Dazu kommt noch die krasse Mutter der beiden Halbbrüder. Das ist Jane. Die wird von Nina Hoss verkörpert (auch eine Nebenrolle, aber wie genial ausgelebt), einem Überbleibsel der Hippie-Generation der 68er, die deren Ideale der sexuellen Freizügigkeit LEBT. Dass das auf Kosten ihrer beiden Söhne geht, erkennt sie nicht wirklich, denn die sollen sich ja FREI entwickeln, was denen auf unterschiedliche Weise eben NICHT wirklich gelingt.
Insgesamt also ein schwieriges Umfeld, das viel leichter in einem Roman zu beschreiben, als in einem unterhaltsamen Film darzustellen ist.  Aber genau das ist eindeutig erfolgreich geschehen. Dem Regisseur ist mit ELEMENTARTEILCHEN ein großer Wurf gelungen, auch wenn sich manche daran künstlich hochziehen werden, weil sie die mutige, bis teilweise schockierende Inszenierung nicht verkraften.
Ich rate, Film ansehen, ein eigenes BILD machen und dann  es geht nicht anders  Beifall klatschen. HMcM

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29 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Elementarteilchen - Eine Romanverfilmung, 8. Januar 2007
"Man darf den Film nicht mit dem Buch gleichsetzen. Um ein 400 Seiten-Werk auf 100 Filmminuten zu komprimieren, muss man notwendigerweise Handlungsstränge kürzen, Personen rauslassen oder auf bestimmte Charakterzüge limitieren. Der Film sollte wie das Buch als eigenständiges Werk dastehen." Diese weisen Worte, im Interviewteil gesprochen von Koproduzent Oliver Berben, geraten zur Ehrenrettung dieses Films. "Elementarteilchen" angemessen zu verfilmen ist schließlich ein Anspruch, an dem man nur scheitern kann. Vom französischen Skandalbuch zum deutschen Unterhaltungsfilm  das Ergebnis ist zwangsweise das Ergebnis einer starken Transformation. (Ich betone die Nationalitäten deshalb, weil die extreme Darstellung von Sexualität und Geisteskrankheit eine ur-französische Sache ist, man denke an den Film "Baise-moi"  oder eben Houellebecqs Romane selbst. Deutschen hingegen stehen Filme wie "7 Zwerge" einfach besser. Meine Ansicht.)
Und so nimmt Regisseur und Autor Oskar Roehler den Roman auch komplett auseinander und konstruiert aus seinen Einzelteilen einen völlig neuen, kohärenten Ablauf, der mehrere Jahrzehnte auf ein paar Monate eindämpft. Das ist ihm auch sehr gut gelungen. Leider bleiben dabei so einige Aspekte gänzlich auf der Strecke:
Dass Houellebecqs spannende Auseinandersetzungen mit Huxley, Leary, der Quantenphysik, der Molekularbiologie oder der Hippie-Kultur nicht im Film unterzubringen sind, da kann man Roehler keinen Vorwurf machen. Auch die Gestaltung der Charaktere hält sich stark an der Romanvorlage  und bleibt doch immer mindestens einen Schritt dahinter zurück.
Moritz Bleibtreu als Bruno vermittelt durch verstärkten Tränendrüseneinsatz zwar die Verzweiflung seiner Figur. Die pochende innere Leere, die durch einen unstillbaren Sexhunger gefüllt werden will, vermittelt er hingegen nicht. Klar, hätte man hier den Roman umgesetzt, hätte Bleibtreu mehr Masturbations- und Sexszenen gehabt als Dialoge. Im Film zerbricht er am Selbstmord seiner letzten Liebe. Im Buch läuft sein Leben komplett ins Leere, nachdem ihm klar wird, dass damit die letzte Chance, überhaupt Liebe zu finden, verloren ist. Die Trauer hingegen spielt da keine große Rolle.
Christian Ulmen als Mich(a)el Dzjerdzinski degradiert den ebenfalls innerlich toten und in der realen Welt orientierungslosen Wissenschaftler zum liebenswert- unbeholfenen Nerd. Keine theoretischen Krisen, auch sein Forschungsthema, die Reproduktion des Menschen ohne Sexualität bleibt eine reine Requisite. Hier ist besonders viel vom theoretischen Sprengstoff des Buches drangegeben worden.
Franka Potente als Annabelle kommt besonders gut weg. Während Houellebecq für sie ihm Buch unheilbaren Gebärmutterkrebs und Suizid vorsieht, schenkt ihr Roehler ein Happy End mit ihrer Jugendliebe Michael. Dass die Gebärmutter nun futsch ist, ist im Film lediglich ein kleiner Wermutstropfen, macht ja auch nichts, der Mann ist ja Wissenschaftler, der kann uns ja alle klonen. Ihre Enttäuschung vom Leben ist ein Lippenbekenntnis, zudem sieht Potente einfach mal zu frisch und -wie auch Bleibtreu und Ulmen- zehn Jahre zu jung aus, gerade nach der Krebs-OP.
Am besten besetzt ist da noch Martina Gedeck als Brunos späte Geliebte Christiane, die als einzige aussieht, wie die Rolle, die sie spielt und die glaubwürdigste Figur des Films darstellt. Letztlich hat der Regisseur aus der Vorlage einen brav-netten Liebesfilm gemacht, der einen im Glauben an die Liebe zurücklässt, während Houellebecq eine weitaus düsterere Weltsicht offenbart, der einen am Sinn von wirklich Allem zweifeln lässt.
Als das, was es ist und sein soll, kann der Film durchaus überzeugen: ein guter, deutscher Unterhaltungsfilm mit hochwertiger Besetzung. Aber eben einer, der sich zu seiner Romanvorlage verhält wie Becks zu Absinth.
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28 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Wie man einen klugen Franzosen vergewaltigt!, 28. März 2008
Ich war neugierig auf die Verfilmung eines meiner Lieblingsbücher, aber auch skeptisch. Zweifel beschlichen mich, ob man einen solch hochintellektuellen Text filmisch überhaupt umsetzen kann. Meinen Zweifel waren berechtigt.
Houellebecq wurde für sein Buch in Frankreich als der zweite Voltaire gefeiert. Die namhaften deutschen Literaturkritiker, speziell die prüde Frau Löffler, auch Elke Heidenreich haben den Text verrissen und hätten ihn am liebsten einem reinigenden Feuer anheim gegeben. Houellebecqs schonungslose Offenheit brachte die Damen und Herren zur Verzweiflung.
Nur Reich-Ranicki hatte die gedankliche Tiefe des Franzosen begriffen. Aber Reich-Ranicki ist ja auch erfrischend intelligent.
Etwas später erlebte ich Houellebecq während einer Lesung in Frankfurt. Seine feinsinnige Intellektualität hat mich zutiefst berührt. Endlich mal kein Schwätzer! Endlich einer , der die Dinge beim Namen nennt! Endlich einer, der wirklich analytisch denken kann und dabei ein Schriftsteller voller Poesie ist.

Das Buch thematisiert die Vereinzelung der Menschen, die es nicht mehr schaffen, zueinander finden, die pausenlos masturbieren, weil ihnen nichts anderes bleibt, dabei zutiefst unglücklich sind und sich unendlich einsam fühlen. Der Text nimmt Kritik an der 68er Generation, sieht in ihr den Auslöser für das was folgte.
Weil die Menschen emotional so verkrüppelt sind, erhofft sich Houllebecq ein geklontes Ideal. Er provoziert natürlich bewusst und will wachrütteln. Er ist der Messias der ganz zarten Empfindungen, der letzte Romantiker, den die Literaturszene aufweist.
Im Übrigen ist er ein wundervoller Lyriker.

Was wird davon im Film vermittelt? Nichts! Gut, die Schauspieler spielen Ihre Rollen prächtig. Immerhin! Aber leider zu einem Drehbuch, das mit heißer Nadel gestickt worden ist! Eine paar Romanhandlungen wurden übernommen, aber vom Geist des Buchs ist nichts erhalten geblieben. Leider!
Ich verzichte darauf, diese Handlungen nachzuerzählen. Das haben andere bereits vor mir getan.

Aber überzeugen Sie sich bitte selbst!
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Veröffentlicht am 11. November 2007 von Vahine

1.0 von 5 Sternen Frei nach dem Buch Elementarteilchen wäre treffender gewesen.
Wer das Buch Elementarteilchen gelesen hat und sich danach diesen "frei nach dem Buch" entstandenen Film anschaut, wird um eine Enttäuschung nicht umhin kommen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Oktober 2007 von Olaf Radimersky

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