Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mehr als Standard, 26. August 2006
Vorhang auf für England's neuste Gitarrenpop-Sensation. Also eine von ca. 3 dutzend, die wir dieses Jahr schon hatten. Und wieder ist man gewillt zu rufen: "Jaa, die sind es!" Und wieder fällt es einem so schwer zu wiederstehen. Zackig, wie eine Gewehrkugel bohren sich nun auch The Rifles in unsere Gehörgänge.
Und ja, da bleiben sie auch mal ne Weile fürs Erste drin. "No Love Lost" ist neben den omnigehypten Arctic Monkeys und den Kooks das wichtigste Gitarrendebüt der Insel anno 2006. Vielleicht sogar besser. Wer weiß das schon immer.
Halten wir mal fest, dass die adrett gekleideten junge Herren auf diesem Album 11 (+ Hidden Track) absolute Knaller auftischen. Melodien für Millionen Indie-Menschen, Hooklines, die ihnen grad keiner nachmacht, also solange die Kaiser Chiefs im Urlaub sind, und Texte, wie immer frech aus dem Leben. Ob vom Looser im Ort, den jeder kennt ("Local Boy"), klassischen "One Night Stands", oder dem "lasst-mich-doch-in-Ruhe"-Gefühl von "Peace and Quiet"... alles drauf. Zackig, tanzbar, unglaublich melodiös und Simon Baker am Mikrophon, der stimmlich schon mal die Konkurrenz hinter sich lässt. Neben diesen genialen Club-Brettern, die Ernergie ohne Ende verbeiten, schafft es die Band auch, uns mit den Akustik-Nummern "Spend a Lifetime" und "Narrow Minded Social Club" zu Tränen zu rühren. Spätestens, wenn diese überraschenden Wendungen kommen, dann weiß man, dass das Quintett was auf dem Kasten hat.
Und klar, es klingt alles wie schon mal dagewesen (Referenzen an die schon genannten Kaiser Chiefs)... und ich würde wirklich gerne 4 Sterne oder weniger geben, ABER das sind so famose Songs ohne einen einzigen Ausfall. Da geht es nicht anders. Diese Band hat Stil und Profil und wenn wir ganz viel Glück haben auch noch eine große Zukunft. Aber wie es halt mit all den heißen Bands aus dem UK ist... erstmal abwarten, wie es weiter geht. Aber so lange können wir diesen Sound auch genießen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gelungenes Neo-New-Wave-Album, 17. Dezember 2006
Jetzt mal ehrlich: Die - im wahrsten Sinne des Wortes - "neue Welle" englischer Bands, die von 2004 an über die Musikwelt schwappte und deren Ausläufer 2005 sogar echte Brecher waren nervte spätestens Ende vergangenen Jahres ganz gewaltig. Übersättigung trat ein. Dafür sind die Vertreter, die dieses Jahr noch auf der Welle reiten, mehr als erfrischend. Ganz vorne dran: We Are Scientists und The Rifles.
Nun ist es also da, das Debüt der Band aus London um Sänger Joel Stoker und Gitarrist Luke Crowther. Elf Songs, keiner wirklich schlecht, vier richtig gut und zwei kleine Meisterwerke. "No Love Lost" kann man tatsächlich nur mit einem Wort beschreiben: Gelungen!
Wenn Ende des Jahres wieder die Bestenlisten von Alben und Songs entstehen, dann dürfte sowohl die Platte, als auch die beiden Songs "Local boy" und "Peace and quiet" ganz weit vorne erscheinen. Beide klingen so, als seien The Rifles in die Mod-Schule von Paul Weller und den Jams gegangen. Unwerfende Hooklines, unüberhörbarer britischer Akzent, melodisch bis zum Gehtnichtmehr. Und das schöne: die anderen Songs stehen den beiden Großtaten in nichts nach. Mal schauen, was da noch kommt. England brennt zwar nicht mehr, aber es schwelt noch immer.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Feuer frei!, 20. Juli 2006
So langsam muss es einem schon ein bisschen blöd vorkommen, fast jeden Monat eine Band aus England abzufeiern. Bloc Party, The Futureheads und Maximo Park waren die Auslöser, Arctic Monkeys die glorreiche Nachwehe. The Rifles jedoch sind schon fast so etwas wie die zweite Generation, die es mindestens genauso verdient hat, in den Indie-Tanzpalästen die Massen zur Bewegung zu bringen.
Dass sie das mühelos schaffen, liegt an den Popo-Kickern, die sich fast alle in der ersten Hälfte des Albums tummeln. Lobend zu erwähnen wären hier "Local Boy", "Hometown Blues", "Peace And Quiet", "Repeated Offender" und "One Night Stand". Letzteres gefällt nicht nur dank des wunderbaren Textes ("Nothing wrong with that, it's only one night and nothing else") sondern auch wegen der herrlichen Gitarren, die dazu imstande sind, den Zuhörer in den Zustand eines Zappelphilipps zu versetzen. Apropos Gitarren: The Rifles haben den perfekten Gitarrensound gefunden; man könnte glatt behaupten, dass es in diesem Jahr noch kein Album mit solch großartigen Hooklines gab.
Doch das Debüt der Band aus London wäre nicht so groß, würde es nicht noch mehr bieten als ein paar Hits zum Abrocken. Das gewisse Etwas sind nämlich die wunderschönen nur mit Akustikgitarre begleiteten Balladen "Spend A Lifetime" und "Narrow Minded Social Club", mit denen The Rifles unterstreichen, dass sie keine Plagiate sind, sondern eine ernstzunehmende Band mit einer hoffentlich großen Zukunft. "I just won't work when all i want is a little peace and quiet" ("Peace And Quiet").
Highlights: "Local Boy", "One Night Stand", "Hometown Blues", "Peace And Quiet", "Narrow Minded Social Club"
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