Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
49 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Edle Veröffentlichung einer großartigen Verfilmung einer Legende:, 4. Dezember 2006
Extras/Bonusmaterial:
---------------------
Mal abgesehen von der Aufmachung unterscheidet sich diese Veröffentlichung lediglich darin, dass hierbei noch eine dritte DVD vorhanden ist. Die ersten beiden sind mit der Steelbook-Edition identisch.
DVD1: Über den gesamten Film hinweg Audiokommentare von Regisseur und Co-Autor. Desweitere noch ca. 18 Minuten an unveröffentlichten Szenen und der Original-Kinotrailer.
DVD2: Johnny Cash JUKEBOX (erweiterte Musik-Sequenzen) mit ca. 16 Minuten Laufzeit. Desweiteren noch ein ca. 21-minütiges "Making of" sowie FOLSOM: Cash and the Comeback. Eine Dokumentation, ebenso wie auch RING OF FIRE: The Passion of June und Johnny. Die dritte Doku trägt den Titel "Cash werden/Carter werden und hat eine Laufzeit von ca. elf Minuten, wie auch die beiden anderen Dokus. Zu guter letzt gibt es noch "Cash und seine Philosophie" (ca. elf Minuten).
DVD3: (Limitierte) Musik-Sampler-CD: Drei gesungene Titel ("Walk the Line", "Wild Flower" und "Ring of Fire") von Joaquin Phoenix und Reese Witherspoon. Dazu gibt es noch ein 12-seitiges (und nicht wie auf der Verpackung angegeben 8-seitiges) Booklet.
Alles in allem eine wunderbare Veröffentlichung mit allem was das Fan-Herz begehrt.
Bild-/Tonformat:
----------------
Das Bildformat ist in 2,40:1 (anamorph / 16:9) und auch der Ton kann durchaus überzeugen. Dieser ist sogar in DTS 5.1 (in Deutsch und Englisch) verfügbar. Des weiteren noch in Dolby Digital 5.1 (Englisch). Die Audiokommentare sind in Dolby Digital 2.0 Stereo. Untertitel gibt es in Deutsch (auch für Hörgeschädigte), Englisch und Türkisch. Der Film gliedert sich in 36 Kapitel und besitzt stets animierte und mit Musik hinterlege Menüs. Sämtliche Extras sind Englisch, jedoch untertitelt.
Inhalt/Fazit:
-------------
Redet man von Rock 'N Roll, so fallen meist Namen wie natürlich Elvis Presley, Jerry Lee Lewis oder Roy Orbison. Sie alle finden sich in Walk the Line ebenfalls wieder. Und genau dieser Film zeigt das Leben einer wahrlich Amerikanischen Legende, welche die eben genannten Idole allesamt überlebt hat.
Dieser Film ist der Legende Johnny Cash gewidmet und zeigt sein Leben und sein Schaffen bis Ende der 60er Jahre in wirklich beeindruckenden Bildern.
Für Fans von Johnny Cash dürfte Walk the Line natürlich nicht allzu viel neues bieten, wohl aber den besten Film über das Leben und Schaffen des am 26. Februar 1932 in Kingsland (Cleveland) geborenen Johnny Cash. Vor allem aber jene Betrachter, welche keine Fans von ihm sind, werden mit diesem Meisterwerk eine bis 1968 relativ umfassendes Biographie zu sehen bekommen, welche einen von der ersten bis zur letzten Minute vollends in den Bann zieht. Man leidet und freut sich mit dem jungen, zielstrebigen, aber auch sehr zerbrechlichen Johnny Cash mit, wie selten bei einer anderen filmischen Hauptfigur zuvor.
Der Film beginnt als Johnny sich im Alter von 12 Jahren befindet und er den Tod seines Bruders Jack miterleben muss und unter seinem Alkoholabhängigen Vater leidet. Sein Weg über die Army führt ihn unter anderem auch auf Deutsche Schauplätze (Landsberg) und zeigt wie er versucht sich mit kleineres Jobs durchzuschlagen. Als er dann mit einem seiner eigenen Songs und seiner Band die erste Platte aufnimmt, beginnt der Steile des Weg zum Ruhm Alle Größen des Rock 'N Roll wie z.B. Elvis Presley, Jerry Lee Lewis oder auch Roy Orbison kreuzen dabei, unter anderem auch auf Tour, seinen Weg. Dabei lernt er auch die junge Sängerin June Carter kennen, welche sich für immer und ewig, bis ins Jahre 2003, in seinem Herzen festsetzt und ihn nicht mehr los lässt. Mit dem Ruhm kommen getreu dem traurigen Motto Sex, Drugs & Rock'N Roll auch eben genau diese Probleme mit sich, welche ihn fast ins Jenseits bringen. Weiter möchte ich an dieser Stelle nicht auf das Leben von Johnny Cash eingehen, da dieser Film vor allem unbehafteten Betrachtern ein einzigartiges Filmisches, wenn auch zum Teil trauriges, Leben des Johnny Cash vermitteln soll.
Selten waren Darsteller wie hier Joaquin Phoenix (Johnny Cash) und Reese Witherspoon (June Carter) am Rande der Perfektion was die Darstellerische Leistung betrifft. Joaquin Phoenix verkörpert Johnny Cash mit einer derartigen Intensität, dass einem gar keine Wahl bleibt man muss sich einfach mit im freuen bzw. mit ihm Leiden. Und Reese Witherspoon versprüht einen Charme sondergleichen und bezaubert das Publikum mit ihrer natürlichen Art und ihrem hochkarätigen schauspielerischen Talent. Der Vater, Ray Cash, wird verkörpert von Robert Patrick (Terminator 2, Akte X), welcher sich wohl in so ziemlich jedem Genre des Filmbusiness zurecht findet. Leider tritt er hierbei nur teilweise in Erscheinung und überlässt die Bühne im wahrsten Sinne des Wortes Johnny und June.
Abschließend möchte ich sagen, dass ich durch Walk the Line zwar nicht zu einem Fan von Johnny Cash geworden bin, ich jedoch das Lebenswerk mehr als nur bewundere. Leider wurde ihm oftmals nicht die Ehre zu Teil, welche ihm eigentlich zugestanden wäre. Walk the Line ist ein wahres Meisterwerk und ein Geschenk für die vielen echten und treuen Fans rund um den Erdball, welche er mit seiner Musik Hoffnung schöpfen und Glücklich werden ließ. Es ist wirklich ein Meisterwerk für jedermann. Mit toller Musik die einen einfach mitreißt, hervorragend und z.T. schon brillant agierende Darsteller in eine direkten, traurigen und teilweise auch Nachdenklich stimmenden Film.
|
|
|
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Cash Machine, 20. März 2006
Vorweg: ein toller Film mit eindringlicher Präsenz des sich zum Charaktermimen mausernden Joaquin Phoenix und einer überraschend souveränen, natürlich aufspielenden, sympathischen und knuffigen Reese Witherspoon, die ihr niedliches Meg-Ryan-Lookalike Image aus den unsäglichen NATÜRLICH BLOND Streifen auf einen Schlag vergessen macht. Die Oscar-Weihen wurden ihr absolut zu Recht zuteil. Außerdem zu erwähnen der in einer Nebenrolle und als alternder Patriarch beinahe zur Unkenntlichkeit vermake-upte Robert Patrick (zur Erinnerung: Arnolds Widersacher in TERMINATOR 2), der dem verbitterten Vater anrührend Leben einhaucht. Der Anfang des Films entwickelt sich zwar auf den ersten Eindruck etwas zäh und unschlüssig, auch angesichts diverser Parallelen zur Ray Charles Biographie (beispielsweise genannt sei der Tod des Bruders). Der Knoten platzt allerdings beim Vorspielen Cashs bei Sam Phillips (kleine, aber feine Nebenrolle, Darsteller leider - noch - unbekannt, vermittelt sofort einen kompetenten und musikleidenschaftlichen Eindruck), wo Phoenix sich in minutenlanger Großaufnahme in seinen Song hineinsteigert. Von da ab erhält man Zugang zu seinem kontrolliert verhaltenen Spiel, in dem er permanent zwischen Unsicherheit, unterdrückten Emotionen und Ausbrüchen jugendlicher Verliebtheit schwankt (klingt vielleicht unverständlich, ist auch schwer zu vermitteln). Auf jeden Fall kann man vermuten - sollte die Interpretation Cashs halbwegs stimmig sein -, dass er auf den ersten Blick kein Sympathieträger war und erst eine starke Frau wie June Carter benötigte, um den verletzlichen Menschen hinter der vermeintlich harten, teils machohaften Schale zu enthüllen. Und diese Jahre andauernde liebevolle (und später Liebes-) Beziehung zwischen der mehrfach geschiedenen Mutter June und dem unglücklich verheirateten Johnny - undankbare, aber bravourös von Ginnifer Goodwin gemeisterte Nebenrolle als erste Ehefrau - bringt einen neuen, interessanten und vor allem menschlich nachvollziehbaren Aspekt in dieses Biopic, das sich dadurch aus der Masse vergleichbarer Künstlerbiographien der Vergangenheit abhebt. Denn als Vielseher ähnlicher Filme und besonders im direkten Vergleich der im Jahresabstand veröffentlichen Streifen RAY und WALK THE LINE kann ich inzwischen ein Handbuch mit den wiederkehrend verwendeten Standards für Musikerbiographien verfassen: Epilog Kindheit (meistens unglücklich), brotlose Anfangsjahre, plötzliche Entdeckung und Durchbruch, Größenwahn, katastrophale Ehe, Drogensucht sowie ferner die technischen Aspekte der oft ähnlich abgefilmten Konzertsequenzen, vorzugsweise mit wirbelnder Kamera um den/die Sänger/Band herum. Wobei die Zahl der Nahaufnahmen in diesem Fall verhältnismäßig hoch ist und dadurch Joaquin Phoenix konzentriertes Spiel nebst unheimlichen stimmlichen Talents bestens zur Geltung kommen. Überhaupt gefällt mir die Neuinterpretation der Songs teilweise besser als das Original, da die Songtexte viel besser verständlich scheinen als Cashs originaler Nuschelgesang. Auch Reese Witherspoons Sangesqualitäten sind ähnlich überraschend wie seinerzeit vielleicht Nicole Kidman in MOULIN ROUGE. Alles in allem ein mehr als kurzweiliger, stimmiger und am Ende versöhnlicher Streifen über den Man in Black, bei dem es hoffentlich vielen Zuschauern wie mir ergehen könnte: dann nämlich, wenn man Johnny Cash von grundauf neu kennen- und den Hintergrund seiner größtenteils biographischen Songs erstmals verstehen lernt. Schönes Kino.
|
|
|
26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erstklassig, und zwar in jeder Hinsicht! , 18. September 2006
James Mangolds Biografie über den legendären Johnny Cash darf sich wohl mit Fug und Recht ein Meisterwerk nennen. Der Film besitzt diese besondere Atmosphäre, eine perfekte Synthese aus Darstellkunst - allen voran der überragende Joaquin Phoenix - , dazu Musik und Bildsprache. Es gibt schlichtweg nichts, das dieser Film nicht enthält, er dramatisiert das Leben der großen Country-Legende einfach perfekt.
Damit dürfen sich auch all jene angesprochen fühlen, für die Johnny Cash bislang eher unbekannt war - das dürfte sich nach Betrachten dieses wunderschönen Films ändern.
Neben all dem Wirbel um Trophäen sei es erlaubt, hier anzumerken, dass jeder, der in diesen Film involviert war, dazu beigetragen hat, dass Johnny Cash ein würdiges filmisches Denkmal bekommen. Ohne Lametta und Kitsch, sondern lebensnah, gefühlvoll und ehrlich. Eben so, wie Cash war. Man darf sich glücklich schätzen, dass dieser Film dergestalt realisiert wurde.
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|