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Funny Games
 
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Funny Games

DVD ~ Susanne Lothar
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (54 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Susanne Lothar, Ulrich Mühe, Frank Giering
  • Regisseur(e): Michael Haneke
  • Komponist: Richard Wagner
  • Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: Concorde Video
  • Erscheinungstermin: 16. November 2005
  • Produktionsjahr: 1997
  • Spieldauer: 104 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (54 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000B9WFYE
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 19.279 in DVD & Blu-ray (Die Bestseller DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Movieman.de

Michael Haneke hat einen ungewöhnlichen Film erschaffen, der seine Spannung nur langsam aufbaut. Dabei präsentiert er eine stilistische Vision, die den Film umso interessanter gestaltet, da er oftmals auf lange, sich elaboriert erstreckende Einstellungen zurückgreift. Bemerkenswert auch der Anfang, der das Familienauto zeigt und mit klassischer Musik unterlegt ist. Wenn man die Familie im Auto dann jedoch sieht, ertönt Metal-Musik der härtesten Sorte. Und das weist den Weg für diesen Film, der an die Nieren geht. Er beginnt als scheinbar ganz normaler Film, doch die Gewalt zieht schlagartig und beklemmend ein. Der Zuschauer wird dabei nicht zum Voyeur, der sich an den Gewaltakten delektiert, sondern ist bestürzt ob der Kälte des Dargestellten. Michael Haneke präsentiert eine Studie über die Sinnlosigkeit, die scheinbare Banalität der Gewalt — und er spielt mit Konventionen, etwa, wenn Paul die Wette vorschlägt und sich plötzlich direkt an den Zuschauer wendet, ihn fragend anblickt und wissen will, ob dieser glaube, die Familie würde die Nacht überleben. Fazit: Genialer Film, verstörend, provokant, kontrovers.

Moviemans Kommentar zur DVD: Technisch nicht unbedingt auf der Höhe, aber ein hochinteressanter Film. Die Extras sind zwar spärlich, aber sehr sinnig.

Bild: Die Vorlage ist nicht mehr unbedingt die Beste. Das sieht man sehr gut an einigen immer wieder auftretenden Kratzern (00:09:08). Bei eben dieser Einstellung, dem Gesicht des Jungen, erkennt man auch gut, wie weich das Bild ist. Die Schärfewerte sind nie angenehm und bleiben unter dem Durchschnitt. Hier hätte definitiv mehr drin sein müssen. Die Kanten sind recht sauber, was einem Schärfefilter zu verdanken zu sein scheint, beachtet man die immer wieder leicht auftretenden Doppelkonturen (00:35:38). Der zweite Knackpunkt der DVD ist der Kontrast, der nicht allzu gut ist. Bei hellen Szenen überstrahlt er gerne (00:18:57), während er bei den doch recht häufig vorhandenen dunklen Szenen Einzelheiten und Details ganz und gar verschwinden lässt. Das sorgt zwar für einigermaßen Wirkung - bleibt das Geschehen doch diffus -, allerdings hat man nicht den Eindruck, dies entspreche der Intention des Regisseurs. Rauschen ist vorhanden (00:25:20), aber noch erträglich. Die Farben wirken sehr natürlich und kalt, was dem ganzen Film einen dokumentarischen Charakter verleiht.

Ton: Warum man sich noch die Mühe einer DTS-Spur gemacht hat, ist ob des Films nicht ganz nachzuvollziehen. Er ist sicherlich kein Streifen, der die Vorzüge von Surroundsound präsentieren könnte. Die Dialoge sind insgesamt recht centerlastig und was Effekte und Geräusche zur Vermittlung von Atmosphäre angeht, so sind diese zwar gegeben, allerdings nicht so fulminant, wie man es bei der einen oder anderen Szene erwarten könnte. Stattdessen bleibt das Geschehen zumeist frontlastig, wobei hier auch hauptsächlich die Dialoge von profitieren. Aber selbst bei diesen hätte man sich etwas mehr direktionale Wirkung erwünscht.

Extras: Neben Pressezitaten, die nicht wirklich interessant sind, gibt es nur noch ein Interview mit dem Regisseur, das auf Französisch geführt wurde und deutsche Untertitel besitzt. Michael Haneke spricht dabei über die Hintergründe des Films und seine Beweggründe ihn zu machen, so etwa auch die Wirkung von Gewalt im Film und in der Realität. --movieman.de



Produktbeschreibungen

Concorde Funny Games, USK/FSK: 18+ VÃ-Datum: 14.11.05

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84 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ich glaube, Haneke würde sich freuen....., 29. Mai 2007
Es ist schon ein absolutes Mahnmahl für diesen Film, sich die hier vorliegenden Rezensionen durchzulesen. Ein Film, der provozieren und die Zuschauer reizen und fordern will, kann eigentlich kein besseres Feedback bekommen. Menschen, die den Datenträger zerstören, selbst Gewalt gegenüber den Protagonisten ausüben wollen und auch noch dem zentralen Strang für die Zuschauer folgen, nämlich der Hoffnung, dass es doch noch gut ausgehen soll.
Eigentlich alles, was Haneke offensichtlich versucht, mit dem Zuschauer anzustellen, scheint geglückt. Nur die zweite und dritte Ebene der Reflexion findet anscheinend nicht bei allen statt. Zu merken, wie stark man sich selbst von dem Medium hat beeinflussen und in seiner Gefühlswelt hat steuern lassen, und in einem weiteren Schritt die Inhalte des Films als satirischer Spiegel einer großen Medienlandschaft zu betrachten, scheint doch einigen Menschen schwer zu fallen.
Doch ist es dem Film anzulasten, dass er provoziert und die Menschen in zwei Lager spaltet?
Ich denke gerade hierin liegt die Stärke des Filmes.
Ohne direkte Gewaltdarstellung ist er zweifelsohne der brutalste Film, den ich kenne. Empfindsame Naturen sollten wirklich zweimal entscheiden, ob sie sich den Film anschauen wollen, und vor allem sollte er wirklich nie in die Hände von Kindern fallen.
Nichtsdestotrotz finde ich den Film großartig. Zum einen muss ich als jemand, der selber dreht, die handwerkliche Klasse in einigen Einstellungen einfach bewundern (Zum Beispiel die ellenlange Einstellung, in der die Mutter bei laufendem lauten Fernseher auf dem Sofa sitzt), ebenso wie die Leistung der Schauspieler. Zum anderen finde ich es grandios, wie sehr es Haneke schafft, mit den Zuschauern zu spielen. Gerade die hier vorliegenden Rezensionen freuen mich in diesem Zusammenhang besonders.
Ziel erreicht? Absolut!

Erschreckend nur, dass aus einer Rezension zu sprechen scheint, dass einige Menschen für diese Art der psychischen Gewalt nicht mehr empfänglich zu sein scheinen, sondern lieber seichte Psychothriller wie "Saw" sehen wollen, die allerdings mit einer deutlich gewaltbetonteren Bildsprache protzen. Worin hier wieder eine Aussage über die gesellschaftliche Entwicklung zu finden ist, sei jedem selbst überlassen.
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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen was zum ...?!?, 6. Oktober 2007
jetzt ist der film knapp 10 jahre alt und endlich hab' ich es mal geschafft (aufgrund der stetigen empehlungen von sämtlichen seiten) ihn anzuschauen.
endlich? hätte ich denn, abgesehen von einem völlig verstörendem und deprimierendem psycho-schocker, etwas verpasst?
vorab muss ich erwähnen, dass ich mal wieder gänzlich unvoreingenommen an die sache rangegangen bin. ich wusste nicht, dass es sich hierbei um ein deutsches werk handelt, ich konnte nichtmals etwas mit dem namen 'haneke' anfangen.
dass der film nichts für schwache nerven sei, wurde mehrfach angepriesen, dass der film ziemlich brutal sei, konnte ich verschiedenen rezensionen auch entnehmen. aber unter diesen voraussetzungen hab' ich mir eine art 'hostel für arme' ausgemalt. so 'funny' wie bei 'saw' konnten die 'games' vor 10 jahren noch nicht sein, und eine beklemmende psycho-terror-atmosphäre a'la 'hard candy' zu erschaffen hielt ich auch für unmöglich.
doch da lag ich wohl gaaanz weit daneben, denn was hier geboten wird, ist wirklich nicht mehr feierlich.
der aufbau des streifens wirkt tatsächlich (hier gelesen) wie eine art 'soap'. deutsch, unbekannte schauspieler, idylle, kranker soundtrack ... was tu ich mir hier eigentlich an? soll ich nicht lieber auf rtl schalten? da läuft wahrscheinlich was brutaleres ...
doch diese unterschwellige angst, die anna schon ziemlich zu beginn vermittelt, wirkt irgendwie ansteckend.
ich hab' keine ahnung, ob es daran liegt, dass es ein deutscher film ist, oder ob es die verdammt nochmal besten schauspieler der welt sind, denn ich habe noch nie einem film gesehen, der auch nur ansatzweise eine annähernd so verstörende atmosphäre schaffen konnte.
der 'gesellschaftskritische' hintergrund, in wie fern auch immer der ausfallen sollte (von mir aus mediengewalt), kommt im nachhinein ganz klar so rüber, wie geplant. allerdings wirklich erst im nachhinein, wenn man eine nacht drüber schlafen konnte, da man während des anschauens selber andere gedanken hat als 'ach, guck mal, das war aber wirklich ein seitenhieb an die medienwelt'. was mich allerdings schon während des anschauens überwältigte, war die umsetzung der ereignisse. die untermalung der extremen brutalität nur durch akustik und unterschwelliges gedankengut, das einem eingetrichtert wird.
ich erlaube mir jetzt einfach mal, keinerlei informationen über die story zu entblößen, da hier ja schon mehr als genug spoiler veröffentlicht wurden. aber fakt ist, dieser streifen ist trotz geschmackloser und übertriebener foltereien für die seele (oder gerade deshalb) ein wirkliches meisterwerk.
sämtliche kritikpunkte, die man überall erlesen kann, sind für mich ganz einfach ein puzzle-teil, ohne die der film nicht vollständig wäre.
wenn ich auch mal wieder nicht verstehen konnte, warum die fsk solche kinderfilme wie 'hostel2' und 'tcm - the beginning' in deutschland nur geschnitten zulässt, und dafür so einen streifen bedenkenlos zum verkauf freigibt. man muss im zeitalter des hardcore-horrors doch endlich mal 'geistig' und 'körperlich' auseinanderhalten können.
warum ich trotzdem nur 4 sterne gegeben habe? bei allem respekt, ich bin leider nicht soziopathisch genug veranlagt, als dass mich dieser film nicht belastet, und da kann ich mich einfach nicht überwinden für so etwas grausames 5 sterne zu vergeben ...
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36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein brutaler Schlag, genau in den Magen!, 5. Oktober 2006
Ich habe diesen Film vor ein paar Jahren gesehen. Habe in blind aus dem Regal in der Videothek gegriffen und unbehelligt in den DVD-Spieler geschoben.

Aber dann... Puh!!
Selten, dass mich ein Film, auch noch Wochen später, so sehr beschäftigt hat, wie dieser. Funny Games bietet nichts, aber auch absolut gar nichts, an das sich der Zuschauer klammern könnte, um's irgendwie erträglicher zu machen.
Haneke hat wirklich Augenmerk darauf gelegt, dass sich der Zuschauer so elend wie möglich fühlt. Mir ging's jedenfalls so. Nackte, pure und sinnlose Gewalt. Das ist Funny Games. Damit dieser Film richtig wirkt, sollte man ihn sich bewusst und vor allem alleine ansehen. Also nix mit geselliger Runde, Chips und Bier...

Hier gibt es keine großartigen und schön anzuschauenden Explosionen, die irgendwelche namenlosen Gesichter, die eh keine Familie haben, die um sie trauern, in Jenseits befördern. Hier wird eine Familie systematisch, Stück um Stück zerstört, ohne Hoffnung auf Entkommen. Es offenbart sich das wahre Gesicht der Gewalt - dämonisch, beklemmend und abgrundtief böse.

Das ist es, was Haneke mit diesem Film ausdrücken möchte. "Hey, ihr steht doch drauf. Hier habt ihr es. Pur und unverfälscht. Viel Spaß damit." >Mal sehen, obs Euch gefällt<

Warum gebe ich fünf Sterne? Weil der Film für das, was er ist, bzw. für das, was er erreichen will, fünf Sterne verdient hat. Ich persönlich werde ihn mir nicht mehr anschauen. Ein wirklich schwer zu verarbeitender Brocken.
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Nun ja,nachdem ich unheimlich viel über diesen Film gelesen und gehört hatte war ich ja total gespannt....... Lesen Sie weiter...
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