Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Toller Film mit nicht immer geglückter Ausstattung, 28. August 2006
Nachdem ich "Mädchen in Uniform" bereits mehrmals im Fernsehen gesehen hatte, habe ich ihn mir nun endlich auf DVD zugelegt und irgendwie habe ich das Gefühl, daß der Film im Fernsehen immer ein wenig geschnitten war bzw. daß auf der DVD einige zusätzliche Szenen zu sehen sind, die im Fernsehen nicht gezeigt wurden. Immerhin ist die DVD ab 12 freigegeben und wird im TV gerne im Sonntagsnachmittagsprogramm gezeigt...
Über die Handlung brauche ich wohl nicht mehr viel zu sagen, daher will ich mich hier mehr auf die darstellerischen Leistungen beschränken.
Die beiden Hauptdarstellerinnen Romy Schneider und Lilli Palmer spielen wunderbar. Romy Schneider ist eine äußerst zarte, zerbrechliche Manuela, die unter der starren Erziehung im Mädchenstift leidet und nur in ihrer geliebten Lehrerin Fräulein von Bernburg etwas wie Halt findet. Lilli Palmer spielt diese mit ungeheurer Anmut und Eleganz; sie ist nicht nur die einzige freundliche Bezugsperson der Mädchen im Internat, sondern leidet ebenfalls unter dem strengen Regiment der Oberin, während sie zwischen der für eine Lehrerin nötigen Distanz zu ihren Schülern und dem Versuch, ihnen so etwas wie Nähe und Freundschaft zu vermitteln, balanciert. Dieser Konflikt ist Lilli Palmer deutlich im Gesicht abzulesen und macht ihre Darstellung brillant.
Die fehlende akustische Neubearbeitung des Films ist eigentlich nicht tragisch, tatsächlich hört man nur an einigen wenigen Stellen ein leises Knistern, das aber nicht weiter störend ist (und irgendwie ja auch zu alten Filmen dazugehört). Das Bonusmaterial auf dieser DVD hinterläßt einen eher zwiespältigen Eindruck, einerseits enthält es eine wunderschöne Bildershow mit Filmfotos von Romy Schneider, andererseits aber auch eine ziemlich überflüssige Selbstbeweihräucherung des Produzenten Arthur Brauner, der zwar sicherlich viel für den deutschen Film der Nachkriegszeit getan hat, als "Interview" würde ich diese knapp 4Minuten aber nicht bezeichnen, vielleicht wäre "Grußwort" oder "Einführung" hier passender gewesen. Auch die Trailer hätte man sich sparen können, da es sich hierbei nicht um Trailer zu "Mädchen in Uniform" handelt, sondern lediglich um weitere Romy Schneider-Filme, wobei die Auswahl allerdings ziemlich beliebig wirkt. (Von der Liebesschnulze "Ein Engel auf Erden" bis zum Drama "Die Spaziergängerin von Sanssouci" ist so ziemlich alles dabei.)Ich weiß jetzt nicht, ob es sich hierbei um die damaligen Originalkinotrailer handelt, auf jeden Fall wird wohl derjenige, der nicht weiß, worum es in diesen Filmen geht, vor dem Fernseher sitzen und denken: "Hä? Was soll das und worum geht's hier überhaupt?"
Ein Pluspunkt ist sicherlich das Booklett, das Kurzbiographien zu einigen Darstellerinnen des Films enthält. Warum allerdings Christine Kaufmann, die lediglich ein paar Mal durchs Bild läuft und keine Zeile Text hat, eine eigene Kurzbiographie in diesem Booklett bekommt, ist mir ein Rätsel. Sicherlich hätte es andere Schauspielerinnen gegeben, die tragendere Rollen im Film hatten, die man damit hätte bedenken können.
Dennoch ist und bleibt "Mädchen in Uniform" ein Klassiker des deutschen Nachkriegskinos mit zwei grandiosen Hauptdarstellerinnen.
Unbedingt angucken!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Leben sie wohl, liebes Fräulein von Bernburg ... , 17. August 2007
... und bei diesem Satz stehen einem auch beim zwanzigsten Mal gucken die Tränen in den Augen.
Dieser Film ist ein absolutes Juwel. Brilliante schauspielerische Leistung Romy Schneiders und Lilli Palmers. Perfekt gewähltes "Paar" - beide wunderschön und überaus talentiert.
Die Emotionen, die dieser Film transportiert, sind gewaltig. Das Leiden der beiden, die sich nicht offen lieben dürfen. Beim ersten Mal gucken, fällt einem womöglich nur die unbändige Liebe Manuelas (Romy Schneider) auf. Jedoch sieht man bei näherer Betrachtung dieses Leuchten in den Augen Fräulein von Bernburgs (Lilli Palmer), das ebenfalls von tiefer Zuneigung zeugt.
Dieser Film gehört zu meinem Leben wie mein täglich Brot - nicht zuletzt, weil ich die Story und das Gefühl in seine Lehrerin verliebt zu sein sehr gut kenne.
Für alle, die emotionale Filme lieben.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nicht nur etwas für Romy Schneider Fans, 15. Juni 2006
Der Film spielt in Deutschland um 1910. Die junge Manuela von Meinhardis (Romy Schneider) kommt nach dem Tod der Mutter in einen Stift für adlige Damen, der von einer Vorsteherin mit preußisch strenger Hand geführt wird. Manuela, wie einige andere Schülerinnen auch, verehrt bald die junge und unkonventionelle Erzieherin Fräulein von Bernburg (Lilli Palmer), die versucht die Schülerinnen als Individuen zu sehen und sich mit jeder einzelnen von ihnen sehr viel Mühe gibt. Dies widerspricht allerdings der Auffassung von Erziehung, die in diesem Stift vertreten wird.
Manuela gesteht nach einer Schulaufführung unter Einfluss von zu viel Alkohol schließlich ihrer Lehrerin ihre Liebe. Das führt natürlich zu einem Skandal; Manuela wird daraufhin isoliert und hat das Gefühl, von Fräulein von Bernburg in Stich gelassen worden zu sein. Aus Verzweiflung versucht sie sich aus dem obersten Geschoss des Treppenhauses des Stifts zu stürzen und wird von ihren Mitschülerinnen gerade noch gerettet. Die Vorsteherin des Stifts (Therese Giehse) sieht zum Schluss ein, dass ihre Verständnislosigkeit und Härte beinah den Tod einer Schülerin verursacht hätten. Sie bittet Fräulein von Bernburg zu bleiben; diese verlässt den Stift allerdings, um Manuelas Leben nicht im Weg zu stehen.
Hier weicht der Film vom Buch ab, in dem Manuela nicht gerettet werden kann, sondern ihren Selbstmordversuch mit einem Sprung aus einem Fenster erfolgreich zu Ende bringt. Dieses Ende war von der Autorin Christa Winsloe (die übrigens 1933 Deutschland verlassen hat) beabsichtigt, um die Zerstörung Manuelas zu zeigen.
Die Verfilmung mit Romy Schneider ist trotzdem hervorragend und war 1958 ein Skandal. Auch, wenn es nur zu einem einzigen Filmkuss zwischen Romy Schneider und Lilli Palmer kommt, haben die beiden es geschafft, eine interessante Spannung aufzubauen und aufrecht zu erhalten.
Neben Romy Schneider und Lilli Palmer hat es mir persönlich vor allem Therese Giehse mit ihrer schauspielerischen Leistung angetan. Sie spielt die Vorsteherin überzeugend und fasst die damalige Erziehungsauffassung treffend wie folgt zusammen: 'Ich halte nichts vom Recht des Kindes auf seine Individualität. Diese neumodischen Theorien werden in diesem Hause keinen Einlass finden. Nicht solange ich da bin. Die Eingangstür zu diesem Stift ist nicht zufällig mit Eisen beschlagen. Dies ist eine Zitadelle.'
Zur DVD: Mich hat es nicht weiter gestört, dass die Tonspur nicht aufgearbeitet wurde. Dafür war ich von der Bildqualität positiv überrascht. Für den Preis ist das, was hier geboten wird, o.k. Jetzt wünschte ich mir nur noch die Verfilmung von 1931 auf DVD.
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