Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Oldschool-Klassiker erster Güte, 21. Juni 2009
Nachdem ich letztens über die Gunbuster-Gesamtausgabe (im Original Top-o-nerae) stolperte, musste ich kurzerhand zugreifen und war auch bereits neugierig auf einen meiner oldschool-Favoriten. Entgegen einem Teil der seinerzeit kursierten Meinungen, empfand ich Gunbuster nie als einen Abklatsch div. bekannter Mobilesuit- und Mechserien, sondern vielmehr als den interessantesten und gelungensten Vertreter des Genres. Die Erwartungshaltung war ziemlich groß, ich war gespannt, wie gut der Serie eine zumindest 10-jährige Pause bis zum Wiedersehen getan hatte.
Charmant fällt sogleich die ultimative oldschool-Präsentation auf (die natürlich dem Geist der Zeit entspricht und damals brandaktuell war), traditionelles Mikimoto-Charadesign, begleitet von flottem Opening wie es kitschiger schwer sein könnte, sorgen von Beginn an für back-to-the-Roots-Feeling der Sonderklasse. Die Designs wirken zwar keinesfalls zeitlos, aber wesentlich moderner als andere Mikimoto-Designs, etwa aus Zeiten des Macross-Movies ("Ai oboete imasu ka?"), dafür bin ich dankbar. Somit trifft Top-o-nerae zwar den Nostalgie-Nerv des Anime-Fans der 90er, ohne dabei aber "alt" zu wirken. Im Gegenteil, die Figuren sind allesamt ansprechend gestaltet und verfügen über Wiedererkennungswert (selbst männliche Chars), die vordergründigen Protagonistinnen sind sogar besonders hübsch (darunter einer meiner ganz großen Schwärme der ersten Stunde...). Musikalisch wird sich ebenfalls keine Blöße gegeben, von schnulzig über kitschig bis episch werden sämtliche Register gezogen, um keinen Zweifel an der beabsichtigten Situationsstimmung aufkommen zu lassen. Die Animationsqualität entspricht ebenfalls dem damaligen stand der Technik, bzw. ist etwas oberhalb des üblichen Durchschnitts einzuordnen. Besonders die Character-Animationen sind positiv hervorzuheben, hingegen stehen die Mech-Animationen (und auch Designs, sowie deren Durchdachtheit) etwas hinter vergleichbaren Produktionen der Zeit zurück. Dies scheint aber durchaus beabsichtigt zu sein, da offensichtlich weniger auf Mechs, als auf die steuernden Charaktere geachtet wurde (vllt. hätte man sich an diesem Ansatz bei anderen Produktionen öfter ein Beispiel nehmen sollen?!)
Der Punkt, der Gunbuster maßgeblich von vergleichbaren Konkurrenzproduktionen unterscheidet, ist aber nicht nur das sehr gelungene und allgegenwärtige Drama, welches man seinerzeit selten in dieser Intensität erlebt hat, sondern vielmehr die extreme Monumentalität des Geschehens. Es handelt sich in der Story von Top-o-nerae nämlich nicht nur um interstellare Kriege, sondern um das Ende der gesamten Menschheit und der Erde. Die Mittel, mit denen diesem drohenden Schicksal entgegengewirkt wird, sind ebenfalls alles andere als moderat bemessen. So wird beispielsweise einer Streitmacht von über 12 MILLIARDEN Gegnern (wüsste ich, wie viele Nullen dies sind, hätte ich sie demonstrativ aufgeschrieben...) mittels einer planetengroßen Bombe (gebaut aus Jupiter2!) zu Leibe gerückt, die das Zentrum der Galaxie samt aller Aliens zerstören soll. Dass einzelne gegnerische Lebewesen einen Durchmesser von 10.000km haben, der Gunbuster selbst eine Höhe von 250m, das Hauptschiff Eltreum gar eine Länge von 70km und schwarze Löcher eben als Verteidigungsmaßnahme erschaffen werden, verblasst dagegen schon beinahe.
Eine erwähnenswerte Eigenheit von Gunbuster ist zudem, dass die Serie stets darum bemüht ist, dem Treiben im All einen "wissenschaftlichen" Anstrich zu verleihen, indem kurzerhand diverse Theorien und Tatsachen moderner Physik zum Einsatz kommen und das Geschehen mitunter maßgeblich beeinflussen. Etwa die Zeitverschiebung bei Lichtgeschwindigkeitsreisen, die zur Folge haben, dass die Zeit der Lichtgeschwindigkeitsreisenden um ein vielfaches schneller voranschreitet. So kann es vorkommen, dass Charaktere während eines wenig-Minütigen Einsatzes viele Wochen in der "Echtzeit" überspringen, was für zusätzliche Probleme, v.a. zwischenmenschlicher Art sorgt. Auch hier lässt sich Top-o-nerae hinsichtlich gigantischer Maßstäbe nicht lumpen und bietet solche "Zeitsprünge" von über 12.000 Jahren. Um den Wissenschaftshintergrund besonders atmosphärisch und plausibel zu gestaltet, gibt es (ursprünglich zwischen den Episoden, auf DVD jedoch im Rahmen des Zusatzmaterials) spezielle Unterrichtsstunden, die innerhalb weniger Minuten und von Protagonisten-SDs präsentiert, entsprechende Infos vermitteln.
Zuletzt bleibt nur noch zu sagen, dass es wenig verwundert, dass gelegentlich die Meinung in Umlauf ist, Gunbuster bestünde lediglich aus 4 (anstatt tatsächlich 6) Folgen, da nach diesen tatsächlich ein Punkt erreicht ist, der deutlich nach Ende aussieht und wohl auch das happier-End darstellen würde. Sehenswert ist die letzte s/w-Episode dennoch, obwohl ich mich nach wie vor des Eindrucks nicht erwehren kann, dass die finale und monumentale Raumschlacht ob ihrer Präsentation mittels Bleistift-Stills ein wenig unfertig wirkt. Andererseits sorgt wohl ausgerechnet diese ungewöhnliche Darstellung für einen deutlichen Erinnerungseffekt.
Interessant ist auch, dass dem Gainax-Fan viele Parallelen zu Neon Genesis Evangelion auffallen werden und es ist eigentlich kein Wunder, dass der weg von Gunbuster und Nadia zu Evangelion geführt hat. Nicht zuletzt die Bedrohung durch die merkwürdigen und riesigen Aliens erinnert bereits an Evangelions Engel und auch einzelne Kameraperspektiven und Bildschnitte lassen erahnen, was die Fangemeinde Jahre später erwarten sollte.
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5.0 von 5 Sternen
6-teilige Power-OVA!, 24. Februar 2009
Gunbuster bzw. Top wo Nerae! ist ein Klassiker. Eine mittlerweile zum Kult gewordene Sci-Fi-OVA über ein junges Mädchen mit einem großen Traum, Kampfpilot eines Riesenroboters zu werden, um die Erde vor Weltraummonstern zu beschützen. Was ausgelutscht klingt, entpuppt sich als ein Feuerwerk an Ideen und Action-Szenen mit einer guten Prise Dramatik. Jedem Anime-Fan wärmstens zu empfehlen, der nicht unbedingt auf die neuesten Hochglanz-Animationen steht, obwohl diese zur damaligen Zeit, TOP waren und es teilweise noch sind.
Die Box selbst beinhaltet die zwei Einzel-DVDs in einem recht schicken und stabilen Pappschuber.
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