Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Ausgezeichnete Platte!", 18. März 2006
"Ausgezeichnete Platte!", das mag für den Leser wie eine Standard-Bemerkung klingen. Und so ist es auch. Das ist aber mitnichten negativ gemeint. Es ist bloß einfach so, dass ich mich mit neuen PT-Veröffentlichungen immer ein wenig schwer tue. Offenbar sind die Erwartungen bei einer solchen Perlenschmiede wie der Steven Wilson-Haus-und-Hofband doch zu groß. Schon merkwürdig, dass ich gerade beim Hören einer Neuveröffentlichung den Vorgänger (also hier "In Absentia") immer mehr lieben lerne. Aber umso mehr unterstreicht das die Tatsche, dass man es hier mit wirklich hochkarätiger Musik zu tun hat, die eben erst nach einer gewissen Zeit wirkt.Auf "Deadwing" läßt sich Wilson nicht lumpen und startet gleich mit dem Titeltrack, einem wirklich gelungenen Einstieg, der mit "progressivem Touch", sprich etwas umfangreicherer Songstruktur, zu begeistern weiß. Daran anschließend "Shallow", das einen gewissen "Groove" hat und einfach Spaß macht. Quasi als kleine Entspannungspause fungiert dann die wunderschöne neblig-sanfte Mondscheinballade "Lazarus". Die Harmonien und Melodien sind einfach nur schön, manch einem vielleicht schon fast zu "glatt geleckt". Danach kommt mit "Halo" wieder eine Nummer, die wie "Shallow" nach vorn geht, und mit den eindringlichen Vocals das Thema Religion ins Visier nimmt. Von vielen gern gehört, ich persönlich bevorzuge aber "Shallow". Und wem das alles noch nicht genug war, der bekommt mit "Arriving Somewhere But Not Here" das absolute Porcupine-Tree-Hochgefühl frei Haus geliefert. Ein wahrer Leckerbissen: melancholisch, episch, sich langsam entwickelnd und mit wunderschön schlichten Gitarrenparts, die direkt ins Herz gehen. Laut Steven Wilson das Hauptstück des Albums und atmosphärisch dicht bis in dan letzten Ton. Gleich danach geht's weiter mit "Mellotron Scratch", einem nicht minder schönen, ein wenig kompakter gerateneren Titel, der am Schluss eine überraschende Wendung macht und tief zu berühren weiß, um meinen insgeheimen Favoriten des Albums einzuleiten: "Open Car", eine für den ersten Eindruck eher aggressive Nummer, die sich aber in Wahrheit als höchst emotional und spannungsgeladen entpuppt. Nach abwechselnd pushenden Strophen und wunderschönen Refrains klingt das "Cabrio" sanft mit Akustikgitarre aus. Bei diesem Song habe ich immer das Gefühl, als riefe er eine schwache, lang vergessene Erinnerung in mir wach. Vielleicht auch deshalb mein Geheimtip. Nach solchen Höhenflügen geht es emotional wieder in ruhigere Gewässer. Mit "Start of Something Beautiful" folgt wieder eine Langspielnummer. Hier begeistern mich besonders die Lyrics und das spät einsetzende Piano. "Glass Arm Shattering" ist ruhig, fast ein wenig monoton, etwas zu "gläsern", wie es scheint. Gut, dass auf der DVD-Audio-Version noch die Bonustracks kommen, denn so ganz hat das Album noch nicht seinen Abschluss gefunden. Es folgen noch "Revenant", das Ambient-mäßig an alte elektronische PT-Ausflüge erinnert. "Mother & Child Divided" ist wie der vorherige Titel ein Instrumental, jedoch zeigen Wilson und Co. hier, dass sie auch mit Verzerrern gut umzugehen wissen. Schliesslich endet "Deadwing" in alter PT-Manier mit einem sanfteren, intimeren Song. "Half-Light" eignet sich gut als Schlusspunkt, auch wenn es die Intensität eines "Collapse The Light Into Earth" (vom Vorgänger "In Absentia") nicht ganz erreicht. Meiner Meinung nach ist es ungeheuerlich, dass die Standard-CD-Vesrion von Deadwing ohne die drei letzten Songs auskommen muss. Sie wirken so gar nicht wie "Bonustracks", sondern vielmehr wie die natürliche Entwicklung des Albums. Es ist schon verblüffend, wie viel großartiges Material im Hause PT der Schere zum Opfer fällt und sich später auf B-Sides o.ä. wieder findet. Fazit: "Deadwing" ist eine rundum gelungene, wunderschöne Platte, die zum Träumen, Nachdenken und Mitreißen Lassen einlädt. Mag auch die "Autoimmunreaktion", die diese neue PT-Platte bei mir auslöste, noch nicht gänzlich überwunden sein, so ertappe ich mich schon jetzt bei schwärmerischen Ohrwürmern und Tagträumen, die ich "Deadwing" zu verdanken habe. Ich freue mich auf jeden Fall auf den zugehörigen Film, sollte er jemals produziert werden. Vielen Dank an Steven Wilson für seine unbeschreiblich bewegende Kreativität.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unglaublich..., 30. Mai 2005
was diese Band in Sachen Atmosphäre und Vielschichtigkeit zustande bringt ist schier unglaublich. Ich selbst bin Quereinsteiger und habe PT mit "IN ABSENTIA" kennen -und lieben- gelernt. Mein erster Gedanke bei "DEADWING"...hart, härter als "In Absentia" aber ebenso genial. "DEADWING" ist aber in sich schlüssiger.Es passiert mir in letzter Zeit äußerst selten, das sich ein Album so fantastisch "entwickelt" wie es "DEADWING" tut. Erst nach mindestens 5 Durchläufen, am Besten mit Kopfhörern, entdeckt der geneigte Hörer derart schöne und doch leicht "dunkle" Melodien, die bei oberflächlichem Hören einfach vorbeiziehen. Wunderschöne Satzgesänge und nicht zuletzt eine soundtechnisch glasklare Produktion die ihresgleichen sucht. Dieses Album fesselt mich seit dem Tag der Veröffentlichung und hat meinen Player seitdem nicht mehr verlassen. Es passiert mir sogar ab und an, dass ich beim Hören schon Gänsehaut bekomme, bevor eine dieser wunderschönen Passagen innerhalb eines Songs überhaupt angefangen hat (Glass arm shattering). Für mich mit Abstand das beste Album des Jahres...ganz gleich was man vom neuen Dream Theater Album zu erwarten hat. Diese Band hat es mehr als verdient, musikalisch auf eine Stufe mit Superacts wie Pink Floyd oder Genesis gestellt zu werden!!! Doch auch dieser Vergleich hinkt...Porcupine Tree ist Porcupine Tree!!!!!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gebrochene Flügel und Stachelschweinbäume, 12. März 2007
Tja, irgendwie scheine ich auf jedes PT Album 5 Sterne zu geben... ehrlich gesagt weiß ich nicht warum.
Ihre Album strahlen einfach so ein Selbstbewusstsein aus, so eine Kompaktheit , wie selten bei Prog/ArtRock Alben.
Nun zu Deadwing:
Anfangs stand ich dem Album skeptisch gegenüber als ich die Hörbeispiele auf ihrer Homepage durchhörte. War mir irgendwie zu hart.
Doch als ich die ersten Proben von Fear of a Blank Planet aufschnappte, war es um mich geschehen. Die neuen PT's gefielen mir irgendwie doch. In Absentia kannte ich ja damals schon, aber Deadwing ist wieder anders als sein Vorgänger.
Der Titeltrack "Deadwing" beginnt mit beunruhigendem Gitarrengezupfe und baut in seinen 9 min. Laufzeit eine unheimliche Spannung auf. Und ständig überfallen einen aus dem Hinterhalt harte Gitarrenriffs, völlig unerwartet.
"Shallow" ist ein absoluter Kracher, wie Blackest Eyes ein totaler Headbanger! Besonders für Metalfreunde empfehlenswert.
Der nächste Track "Lazarus" ist ein zum Weinen schönes Lied. Irgendwie traurig, als hätte jemand seinen kommenden Tot oder seine Taubheit akzeptiert (wenn man die Geschichte zum Album betrachtet ... ;-)
"Halo" hat wieder diesen typischen Mitsingrefrain und einen coolen (blasphemischen?) Text. Dieser Song ist zwar hart, aber nicht sooo heftig wie Shallow.
Der nächste Höhepunkt ist "Arriving Somewhere but not here". Sehr floydisch und ausladend beginnt der Track, im Mittelteil durch ein paar harte Riffs begleitet und am Ende wunderbar ausklingend. Ganze 12 min. lang, respekt, Porcupine Tree, für ein Album, dass ja eher was für die Kids von heute sein soll!
"Mellotron Scratch" ist wieder etwas ruhiger, obwohl im Hintergrund immer die härteren Gitarren zu vernehmen sind.
"Open Car" ist ein recht heftiges, beinah brutales Lied, mit einem einigermaßen bombastischen Ende.
Ein weiterer Höhepunkt bietet "Start of Something beautiful", der sich perfekt in das Gesamtkonzept der Platte einfügt. Jedesmal höre ich das ganze Album durch und merke kaum, dass da ein neues Lied startet...
"Glass Arm Shattering", der letzte Track, ist wohl am psychedelischsten und atmosphärischsten. Der Song bildet eine gewaltige Soundmauer (ähnlich wie ".3") aus, die das Album sehr gut ausklingen lässt.
Was lässt sich jetzt im Allgemeinen über Deadwing sagen? Wir haben es hier mit einem absolut andersartigen Projekt zu tun. Harte Gitarrenriffs und Metal wie auf In Absentia sind zu finden, ja. Aber es hört sich völlig anders an.
Der Sound scheint aus einem alten, vergilbten Foto zu kommen, kratzt (nicht wortwörtlich, eher atmosphärisch bezogen!), die Band spielt durch einen Nebelschleier hindurch.
Melancholie, Trauer, Bombast, verletzte Gefühle, Kummer ("Shallow" !) und eine Sperrigkeit und Eigenwilligkeit, wie ich es noch nie zuvor von einem Porcupine Tree Album vernommen habe.
5x mal anhören ist Pflicht, andernfalls lässt mans lieber.
Dieses Album ist Metal/New ArtRock/aufgeschlossenen Proggies/PT Fans sehr zu empfehlen! Und für 18 ¤ ist dies ein akzeptabler Preis...
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