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158 von 183 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der beste Film aller Zeiten endlich auf DVD !, 28. August 2004
Der skurille Titel von Polanskis „Tanz der Vampire" lautet im Orginal „The Fearless Vampire Killer - or pardon me your teeth are in my neck"" und ich mache mich nun ein zweites mal daran eine würdige Rezension zu meinem Lieblingsfilm zu verfassen. Trotz der genialen „Herr der Ringe" Trilogie muß ich noch immer diesen Kultfilm von 1967 nennen wenn ich nach meinem Lieblingsfilm gefragt werde. Ich kann nur immer wieder betonen das die Qualität des Films nichts mit dem Alter zu tun hat, ganz im Gegenteil.So nun versuche ich einmal mit meinen Worten zu erklären was für mich persönlich diesen Film so außergewöhnlich und so faszinierend macht. Es war 1980 und ich war kindliche neun Jahre alt, als im ZDF am Samstag Abend als Wunschfilm „Tanz der Vampire" lief. Zusammen mit meinen sich köstlich amüsierenden Eltern saß ich kleiner Wicht zitternd auf der Wohnzimmercouch und fürchtete mich fast zu Tode. Nach dem Film sollte ich dann sogar ganz alleine in mein Bett gehen ohne dass mein Vater das Zimmer vorher nach Vampiren untersucht hatte. Ich durchlebte eine Horrornacht in der ich stündlich von blutsaugenden Bestien heimgesucht wurde. Ein Jahr später lief der Film im Nachtprogramm des ZDF und ich bekam eine Sondergenehmigung meiner Eltern das ich mir ausnahmsweise den Film ansehen durfte. Gegen 23.30 Uhr ging das Spektakel los und nach knapp einer halben Stunde schmiedete ich schon Pläne wie ich unversehrt mein Bett erreichen könnte. Auch nach dem zweiten mal verfehlte der Film seine Wirkung nicht und ich schlief mit brennendem Licht ein und schaffte es wieder die ganze Nacht lang den Blutsaugern zu entkommen. Was macht nun diesen Film von Roman Polanski so genial ? Meiner Meinung nach kommen hier viele kleine Mosaiksteinchen zusammen die als Ganzes einen perfekten Film ergeben. Eine perfekte und liebevolle Ausstattung, herrliche Kulissen, skurille Figuren, exzellente Tricks, ideal passende Filmmusik, wunderbare Darsteller, tolle Kostüme, einzigartige Situationskomik, wunderbare Stimmung, und noch vieles mehr machen für mich aus „Tanz der Vampire" einen Film für die Ewigkeit. Polanski parodiert in seinem Klassiker alle gängigen Horrorklischees in Perfektion. Der schrullige Professor Abronsius (Jack Mac Gowran) und sein tolpatschiger Gehilfe Alfred (Roman Polanski) wissen noch nicht das Sie fast am Ziel Ihrer geheimen Wünsche sind als Sie sich auf dem Weg in die verschneiten Südkarpaten befinden. Unsere beiden Helden machen Halt bei Shagal (Alfie Bass) einem sehr skurillen Wirt und quartiern sich in dessen Herberge ein. Dort machen Sie auch recht bald Bekanntschaft mit dessen wunderschöner Tocher Sarah (unvergesslich Sharon Tate) und vor allem mit dem buckeligen Koukul (Terry Downes) der kurz in Shagals Wirtshaus auftaucht um für seinen Meister Kerzen zu besorgen. Dieser Meister lässt auch nicht lange auf sich warten und in der folgenden Nacht taucht Obervampir Graf von Krolock (Ferdy Mayne) auf und bringt die schöne Sarah in seine Gewalt. Shagal macht sich in der nächsten Nacht auf den Weg um seine Tochter aus der Gewalt des Vampirs zu retten aber leider geht auch dieses Vorhaben heftigst daneben und er wird selbst ein Opfer der Blutsauger. Jetzt können nur noch die Spezialisten helfen und Abronsius macht sich zusammen mit Alfred daran die Spur der Vampire aufzunehemen. Shagal selbst bringt Sie auf die richtige Fährte und unsere Vampirjäger folgen Ihm zum Schloss der Vampire. Dort angekommen machen Sie bald Bekanntschaft mit dem Obervampir Graf von Krolock, der die beiden auch sogleich im Schloss einquartiert. Nun beginnt die heikle Mission unserer beiden Helden und bei Ihrer Rettungsaktion schaffen Sie es auch wirklich kein Fettnäpfchen auszulassen. Unter anderem lernt man Herbert (Ian Quarrier) kennen, dieser ist der Sohn von Oberblutsauger von Krolock und noch dazu stockschwul. Außerdem nimmt man eher unfreiwillig am „Tanz der Vampire" teil und bei diesem Fest der Blutsauger fliegt die Deckung der beiden Chaoten auf als Sie beim Tanz mit dutzenden von Vampiren plötzlich vor einem Spiegel stehen und außer Ihnen und Sarah niemand sonst im Spiegel zu sehen ist. Der Film enthält soviele unvergessliche Momente die man hier gar nicht alle aufzählen kann, aber hier trotzdem meine persönlichen Highlights. Zum einen ist das der Moment indem Krolock Sarah entführt wobei diese in der Badewanne sitzt und es plötzlich durch das Dachfenster schneit. Natürlich habe ich mich bei dieser Szene als Neunjähriger mit am meisten gefürchtet. Dann natürlich die herrliche Szene in der Alfred zusammen mit Vampir Herbert auf dem Bett sitzt und dieser versucht ihn zu beissen. Unvergessen natürlich auch Wirtsfrau Shagal bei Ihrer Reaktion nachdem man Ihr gezeigt hat was mit Ihrem Liebsten passiert ist. Leider wurde der Film, welcher im Orginal ca. 118 min dauern soll, in Deutschland und noch mehr in den USA entsprechend gekürzt. Ich hatte einmal das Glück eine englischsprachige Fassung zu sehen bei der auch der Orginalvorspann zu sehen ist. Dieser Vorspann besteht aus einem Zeichentrickfilm bei dem zwei Vampirjäger zu sehen sind wie Sie einen Blutsauger zur Strecke bringen. Die eigentliche Fassung enthält über dies hinaus noch Szenen in denen Sharon Tate wohl zu sexy war und somit wurde auch hier entprechend die Schere angesetzt. Verstümmelt wurde dieser Kultfilm in den USA, wo heutzutage Weltkrisen ausbrechen weil Janet Jackson eine Ihrer Melonen beim Superbowl aus dem Anzug geplumpst ist, aber jeder immer und überall sämtliche Waffen kaufen kann. Die wunderschöne Sharon Tate wurde Roman Polanskis Ehefrau, doch leider ist Sie 1969 im hochschwangeren Zustand auf bestialische Art und Weise von der Manson Bande ermordet worden. „Tanz der Vampire" ist ein Zeitdokument indem zu sehen ist warum diese Frau völlig zurecht damals als eine der schönsten Frauen überhaupt gegolten hat. In „Rosemary Baby", Polanskis nächstem Meisterwerk, ist Sie als eine von Rosemarys Freundinnen noch einmal kurz zu sehen. Für die herrliche Filmmusik war Polanskis kurz darauf verstorbener Freund Kristof Komeda verantwortlich der mit seinem Score zu „Tanz der Vampire" die perfekte Filmmusik für diesen Kultfilm schuf. Nun endlich kommt dieser Kultfilm auch auf DVD und ich hoffe das diese Veröffentlichung dem Streifen gerecht wird. Andererseits bin ich hier schon sehr froh das es meinen absoluten Lieblingsfilm überhaupt auf DVD gibt. Alle die den Film kennen werden sich die DVD sowieso holen und allen anderen die es bis jetzt verpasst haben Polanskis Meisterwerk anzusehen kann ich den Film nur wärmstens empfehlen. Also, die Zähne gewetzt und Ihnen nach !!
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