Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Flügelschlag eines Schmetterlings bewirkt sein Fliegen und sonst nichts, 1. August 2009
Wenn wir einem halbwegs normalen und geistig gesunden Menschen erzählen, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings einen Wirbelsturm auf der anderen Seite der Welt auslösen kann, dann kriegen wir wahrscheinlich völlig zu recht einen Vogel gezeigt. Nur besonders gebildete Menschen wiederholen diesen Schmetterlings-Schwachsinn mit unglaublicher Hartnäckigkeit. Dann verweisen sie auf die Chaostheorie, von der sie in Wirklichkeit keinen blassen Schimmer haben, und erklären, dass alles eben mit allem zusammenhängt. Oder so ähnlich.
Die Chaostheorie befasst sich nicht mit dem Chaos an sich, sondern mit Systemen, bei denen eine wesentlich andere zeitliche Entwicklung auftreten kann, wenn man nur die Ausgangslage um eine Winzigkeit verändert. Bei einem Ballwurf würde so etwas zum Beispiel nie passieren.
Das menschliche Leben ist im übertragenen Sinne ein chaotisches System. Und davon handelt dieser eindrucksvolle Film. Wären wir nicht zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort gewesen und hätten nicht diese oder jene Entscheidung getroffen, dann wäre unser Leben anders verlaufen. Wir haben alle wenigstens einen solchen markanten Punkt im Leben. In Wirklichkeit sind es sehr viele. Und wenn wir diesen Film gesehen haben, wird uns das erst richtig klar werden.
Der Held dieses Filmes kann seine Entscheidungen und damit auch sein Leben und das Leben anderer nachträglich ändern und tut dies auch. Welche dramatischen Auswirkungen manche unüberlegten oder zufälligen Entscheidungen für den weiteren Verlauf eines Lebens haben können, wird uns beim Zusehen mehr als deutlich gemacht. Die Idee der plötzlichen Zeitreise ist nicht neu, wird aber in diesem Film sehr originell angewandt und hat letztlich nur den Zweck, die Handlungsstränge miteinander zu verbinden, um uns so die eindringliche Botschaft der Geschichte spannend zu übermitteln.
Fazit.
Ein faszinierender Film, bei dem die vielen anfänglichen Rätsel nach und nach aufgelöst werden. Auf spannende Weise erleben wir, wie sich scheinbare Kleinigkeiten in manchmal drastischer Weise auf ein Leben auswirken können. Im Gegensatz zu anderen Filmen, die sich diesem Thema intellektuell völlig überdreht gewidmet haben, erlebt man es hier in der Mystery-Fassung. Ich empfand diese Variation des Themas als wesentlich eindringlicher und unterhaltsamer als irgendein pseudointellektuelles Belehrungskino.
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39 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unter die Haut gehender Psychotrip, 30. August 2006
Vom Ruf des Low-Budget Movies und der Hauptrolle des als MTV-Clown (PUNK'D) und Demi Moore Lover bekannten Ashton Kutcher hatte ich mich vom Kinobesuch abschrecken lassen. Großer Fehler, denn was diesem Mix aus Psychothriller, Horrortrip und Romantik an Geldmitteln fehlte, wird durch inszenatorisch brillante Einfälle und das clevere Skript mehr als wettgemacht.
Während des kurzen Prologes der Kindheit des Hauptprotagonisten Evan wähnt man sich zunächst in einem wenig außergewöhnlichen Psychodrama. Nach Evans erstem Flashback und der ersten Änderung seines Lebenslaufes wird man jedoch bis zum Schluss gepackt durch die Was-wäre-wenn-Thematik, die lose auf der Chaostheorie (siehe den titelgebenden Schmetterlingseffekt - kleine Ursache, große Wirkung) fußt.
Um den Filmgenuss für alle die, die sich jetzt veranlasst fühlen, knapp 10 bestens angelegte Euro für die Doppel-DVD zu investieren, nicht zu schmälern, vermeide ich zuviel von der Handlung preiszugeben. Nach dem ersten Ansehen drängen sich Vergleiche mit LOLA RENNT auf, in dem auch ein und derselbe Handlungsstrang in diversen Variationen durchgespielt wird.
Dennoch ist man völlig unvorbereitet darauf, was einem im Laufe des Films an emotionalen und schockierenden Szenarien geboten wird. Ashton Kutcher und Amy Smart schlüpfen dabei in verschiedene Rollen und hätten meiner unmaßgeblichen Meinung nach zumindest eine Oscarnominierung verdient. Selten genug sieht man derart reife Darbietungen von vergleichbaren Jungschauspielern.
Auch wenn das Ende der Kinoversion weit vom üblichen Mainstream Happy End entfernt ist, lohnt sich ein Blick auf das konsequentere, Gänsehaut erzeugende Finale des Director's Cut (ohne Synchro als zweite Disc auf DVD). Und ich bin sehr sicher, dass man diesen Streifen mehr als einmal konsumieren wird.
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59 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Film, der unter die Haut geht..., 9. Februar 2005
"The Butterfly Effect" würde ich als echten Geheimtipp bezeichen. Der Film ist bei uns in den Kinos völlig unter gegangen und das absolut zu Unrecht.Ashton Kutcher spielt Evan Treborn, einen jungen Mann, der sich an entscheidende Ereignisse aus seiner Kindheit nicht erinnern kann. Es scheint als würden sie in schwarzen Löchern verschwinden. All diese Ereignisse sind eng verbunden mit seinen ehemaligen Jugendfreunden Kayleigh (Amy Smart), Lenny (Elden Henson) und Tommy ( William Lee Scott). Da sein Vater unter ähnlichen "schwarzen Löchern" litt, läßt Evans Mutter ihn psychologisch betreuen und Evans Psychologe hält ihn dazu an Tagebuch zu schreiben. Jahre vergehen und Evan ist bereits erwachsen und studiert. Als er zufällig wieder eins der alten Tagebücher in die Finger bekommt, beginnt er darin zu lesen und plötzlich findet er sich in der eigenen Vergangenheit wieder. Die Tagebücher ermöglichen ihm sozusagen Zeitreisen. Er bergreift, dass er durch die damaligen Ereignisse gewisse Mitschuld am dem Scheitern seiner ehemaligen Freunde trägt. Evan beschliesst die Vergangenheit zu verändern und seiner Geschichte und der seiner Freunde eine bessere Wendung zu geben. Doch nach jeder Zeitreise und einer Veränderung der Vergangenheit muß Evan feststellen, dass diese Veränderungen jeweils andere, aber stets katastrophale Auswirkungen auf das Leben von einem der vier ehemaligen Jungendfreunde haben. Sicherlich ist das Motiv der Zeitreise schon zigfach filmisch thematisiert worden, aber selten so eindringlich und aufrüttelnd wie in diesem Film. Evan wird durch seine Reisen und die neuen Auswirkungen immer verzweifeltern und man möchte ihn schütteln und ihm sagen, dass man die Vergangenheit nicht beliebig ändern und sich seine Zukunft selbst perfekt basteln kann. Immer wieder wird er Opfer der Umstände und Unberechenbarkeiten des Lebens. Dieser Film ist trotz der Zeitreisen nicht als Science Fiction abzutun, sondern er ist vielmehr eine intensive Reise in die menschliche Psyche. Ashton Kutcher gibt einen unerwartet großartigen Evan ab. Normalerweise eher auf Klamauk spezialisiert, spielt er hier sicherlich seine beste Rolle. Vielleicht ist das ein Grund für das Scheitern des Films an den Kinokassen: Ashton Kutcher möchte niemand in einem ernst psychologischen Film sehen. Aber dem kann ich nur entgegen, dass ich auf weitere Filme mit Ashton hoffe, in denen er endlich zeigen kann, was wirklih in ihm steckt. Dieser Film ist ein absoluter Kauf-Tipp und jeder sollte sich einmal im Leben die Frage stellen: „Nehmen wir an, du wachst morgen auf und bekämst die Gelegenheit, dein Leben noch einmal auf ganz andere Art zu leben - würdest du das machen?"
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