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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gradlinig und bunt wie das Cover - grossartiger Brit-Rock!, 2. April 2005
1997 überraschten die Stereophonics aus Wales die britische Musikwelt mit ihrem glanzvollen Debutalbum "Word Gets Around" und erreichten auf Anhieb die Nr. 6 der UK-Charts. In der Folge konnten sie diesen Erfolg eindrücklich bestätigen und sogar noch ausbauen. Die grossartigen Alben "Performance And Cocktails" (1999), "Just Enough Education To Perform" (2001) und "You Gotta Go There To Come Back" (2003) erreichten alle die UK-Nr. 1 und wurden zusammen 12x mit Platin ausgezeichnet. Dementsprechend waren natürlich die Ansprüche und die Erwartungen an die neue CD sehr hoch. "Language. Sex. Violence. Other?" enthält 11 Songs und kommt auf eine Spielzeit von 43:29 Minuten. Der geniale Songwriter Kelly Jones (vocals, guitars, piano), Richard Jones (bass) und der neue Drummer Javier Weyler beglücken uns mit einem grandiosen Album. Etwas verhalten, aber wunderschön, ganz im Stil von David Bowie, ist der Einstieg mit "Superman" bevor es dann mit "Doorman" so richtig abgeht. Grossartiger Powerrock vom Feinsten und Schlag auf Schlag geht's so weiter. Es ist wie auf einer Reise durch die 70-er und 80-er-Jahre... bis heute. Klar hört man die Einflüsse von The Who und den Charlatans, über U2, Strokes und Ryan Adams bis hin zu Marilyn Manson, aber immer eigenständig und typisch Stereophonics. Gradlinig und bunt wie das Cover, kompromisslos und ohne grosse Experimente einzugehen, rockt dieses Album ohne Ende und macht einfach nur sehr viel Spass. So muss moderner Brit-Rock tönen und standesgemäss schoss das Album auch gleich wieder auf die Nr. 1 der UK-Charts. Völlig zu Recht... tolle Band mit coolem und bisher bestem Album!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Language. Sex. Violence. Other?, 24. März 2005
Ewiger Pop in Stereo Während die meisten BritPop Bands bereits das Zeitliche gesegnet haben bzw. ein nicht sehr lebhaftes Dasein fristen, geht ein kleines gallisches Dorf, naja oder eben eine kleine Walisische Band namens Stereophonics in ihr achtes Jahr und bringt ihr fünftes Album raus. Dabei haben sie die Millionengrenze verkaufstechnisch bereits überschritten. Und auch wenn ihr künstlerischer Zenit eigentlich bereits bei der ersten Platte lag, "Language..." wird ihre Fanschar nicht nur bei Laune halten, sondern auch ein paar neue hinzulocken, vor allem solche, die auf Heavy Rock der Siebziger Jahre stehen.Rock in Stereo Denn während früher das zarte Gefühl, die knochentrockene Ballade und sogar Power-Pop auf dem Programm stand, haben jetzt Fuzz-Gitarre und, Verzeihung, Schweinerock das Zepter in der Hand. Eine recht erstaunliche Entwicklung, gewöhnlich werden Rock-Bands ja altersweise und milde und wandern geradewegs auf einen Balladen-Hit zu. Das allerdings haben die Stereophonics bereits hinter sich und jetzt ist es offenbar an der Zeit, speziell für Sänger Kelly Jones, seine Rod-Stewart-Tage zu vergessen und seine nach schwerem Alkohol klingende Stimme in den Dienst der harten Sache zu stellen. Ein Mann, ein Wort Viele Worte verliert Jones zumindest was die Songtitel angeht ohnehin nicht. Jeder Track muss sich mit zwei bis drei Silben und jeweils einem Wort begnügen. Doch nicht nur das fällt auf. Wie erwähnt bleibt der ganz große Melodiebogen aus, hier herrscht Rock. Gut gebrüllt, Löwe, sagt man wohl dazu. Einzige Ausnahme ist die Single, natürlich. "Dakota" kommt gar freundlich daher und gemahnt ganz stark an die Achtziger, A Flock of Seagulls etwa. Und obwohl das Lied eher einfach gestrickt ist, ist es die beste Single der Band seit sehr langer Zeit. Also, wenn der Hype sich legt, wenn alle Stühle bei der Pop-Reise nach Jerusalem weggenommen wurden, bleibt der ungewöhnlichste Gewinner sitzen: die Stereophonics! Herzlichen Glückwunsch.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Licht und Schatten..., 2. Mai 2005
Für mich waren die Stereophonics eigentlich längst Geschichte. Nach den grandiosen ersten beiden Alben "Word gets around" und "Performance and Cocktails" zeigte die Formkurve leider nach unten. "J.E.E.P." war noch erträglich, deutete allerdings bereits die Richtung an, die auf "You gotta go there..." einen traurigen Höhepunkt erreichte. Staubtrockener Bluesrock, wie ihn selbst ein Rod Stewart in dieser Form selten auf eine Platte gepresst hatte. Kein einziger Singlehit - Kelly Jones hatte das Talent für die große Hymne irgendwo verloren. Und ich muss zugeben, ich hätte nicht mehr geglaubt, dass er es noch mal wieder findet. So kann man sich irren! Denn da kommt plötzlich "Dakota" als Appetizer aufs neue Album und straft mich absolut Lügen. Ein genialer Song, zeitlos, breitwandig, auch wenn er ganz, ganz schwer nach Manic Street Preachers riecht (zum Vergleich einfach mal in deren letztes Album "Lifeblood" reinhören). Nun - dennoch war die Vorfreude aufs neue Album geweckt. Und das ist viel, viel besser als die beiden letzten - auch wenn "Dakota" eigentlich untypisch dafür ist. Die Phonics haben hier den Rock wieder entdeckt, den sie in dieser Form zuletzt Ende der 90er auf "Performance..." zelebriert haben. Und dann ist da mit "Superman" ein ganz eigenwilliger 80er-Prince-Verschnitt an Bord der einfach Spaß macht. Freilich auch der eine oder andere Lückenfüller der ohne Wirkung vorbeirauscht. Trotzdem ein Lob, denn die Richtung stimmt wieder. "Language..." werde ich sicher nicht so oft hören, wie die beiden Erstlinge, die ich bis heute immer wieder oft und gerne einlege, aber mit großer Sicherheit mehr als Album 3 und 4, die vorwiegend langweilten.
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