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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wuchtige Pop-Symphonien in Moll - ein Highlight 2004, 6. November 2004
Von Ein Kunde
Das CD-Cover gibt schon erste Hinweise - düster-bedrohlich, monumental, die Dunkelheit von sparsamem Licht durchbrochen. So klingt auch die Musik von The Dears aus Montreal, so lesen sich die Texte ihres Sängers/Songwriters/Masterminds Murray Lightburn. Mit "No Cities Left" gelingt es der kanadischen Band, wunderschöne Pop-Symphonien - überwiegend in Moll - mit wuchtigem Neo-Progressive-Rock zu verbinden. Ein 66-minütiger Trip durch 12 teils lange, aber nie langweilige Songgebilde. Ein Großwerk zwischen Radiohead, Coldplay, Pink Floyd und Massive Attack, mit einer Stimme, bei der einem sofort Morrissey und Damon Albarn von Blur in den Sinn kommen. Die Erinnerung an Morrisseys Ex-Band The Smiths ist am stärksten bei "Don't lose the faith", einem Gitarrenpop-Kleinod mit gefährlicher Nähe zum Plagiat. Ansonsten machen The Dears aber eindeutig ihr ganz eigenes Ding - epische Songs mit langen, virtuosen Instrumentalpassagen, überraschenden Breaks und Noise-Attacken sowie einem Sänger mit Gänsehaut-Effekt. Selbst vereinzelte Saxofon-Einlagen wirken in diesem Klangbild nie seifig oder kitschig. In "22: the death of all the romance" schafft es Lightburn gar zusammen mit Keyboarderin Natalia Yanchak, wie das 60's-Traumduo Nancy Sinatra & Lee Hazlewood zu klingen. Eine beeindruckende Scheibe, die auch beim zehnten Mal noch Neues offenbart und Spannung garantiert. Besser kann "Wall of sound" nicht klingen. Den Dears gelingt damit ein Werk, das in vielen Bestenlisten für 2004 ganz weit vorn stehen wird.
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